In dem Beitrag, welchen ich geschrieben habe, erinnerte ich mich an unseren 1. Urlaub mit Baby – gefühlt ein logistischer Großakt, den ich vorher definitiv unterschätzt habe!
Abreisetag. Unsere Zeit in New York verging wie im Fluge ….
Da ich einen Abflug am späten Abend gebucht hatte, konnten wir heute noch einmal nach Manhattan.
Wir haben um 9 Uhr ausgecheckt, die Koffer konnten wir in einem separaten Raum im Hotel deponieren.
Nach dem Frühstück im Hotel nahmen wir den Shuttlebus Richtung Manhattan.
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1.Ziel:
Die Grand Central Station
Meine Kinder lieben den Film “Madagascar” – vor allem Teil 1 – und auf der Flucht werden die Zootiere in der Grand Central Station wieder eingefangen. Meine Kinder wollten unbedingt, dass ich ein Foto von der Grand Central Station mache – und einmal sehen wollte ich sie ohnehin, wurde sie mir doch in so vielen Reiseforen empfohlen
Im Februar 1913 wurde die Grand Central Station eingeweiht – und ist seitdem der größte Bahnhof der Welt, wenn man von der Gleiszahl ausgeht, denn er hat 67 Gleise an 44 Bahnsteigen.
Wir liefen durch Manhattan. Es war unser 6. Tag, und trotzdem faszinierten mich noch immer die Strassenschluchten inmitten der Wolkenkratzer.
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Ein kleiner Halo, kaum zu sehen. Wer entdeckt ihn?
Da ist sie (linke Seite) – die Grand Central Station !
Inmitten der Hochhäuser wirkt sie so klein ….
Dabei befinden sich in der Grand Central Station mehrere Stockwerke
Die Haupthalle
Uns war es zu voll dort. Daher blieben wir nicht lange dort. Das obligatorische Foto für meine Kinder im Kasten verließen wir die Grand Central Station wieder und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Dieses mal ein Fotowunsch für meinen Bruder
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…. unterwegs ….
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Das typische Colorkey Bild mit einem gelben Taxi
Ich wollte unbedingt so ein Colorkey Bild mit einem gelben Taxi machen.
Aber an den “typischen” Stellen wie am Times Square oder am Flatiron Building klappte es nicht.
Also habe ich irgendeine Strasse genommen und im Laufen über die Strasse das Foto gemacht und zu Hause am Rechner nachbearbeitet.
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Hier das Ergebnis:
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… und weiter unterwegs Richtung Wallstreet …. mein Schrittzähler glühte schon wieder
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Der Charging Bull im Financial District
Eigentlich hatte ich geplant, meinem Bruder ein Foto in Postergröße von dem Bullen an der Wallstreet zu schenken.
Die Staue ist 6 Meter lang, 3,4 Meter hoch und wiegt 3,5 Tonnen. Er soll den aggressiven-finanziellen Optimismus und Erfolg symbolisieren durch seine angriffsbereite Körperhaltung
Daher machten wir uns auf den Weg dorthin.
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Aber:
steht er gar nicht an der Wallstreet. Er steht am Broadway im Financial District, aber zumindest in der Nähe von der Wallstreet
ist er dauerhaft von anderen Touristen umzingelt gewesen. Keine Chance auf ein ordentliches Foto.
Zumindest haben wir ihn gestreichelt, das soll (finanziell gesehen) ja angeblich Glück bringen …….
Sonntag – Donnerstag, 9 bis 20 Uhr, letzter Einlass ist um 18 Uhr
Freitag und Samstag, 9 bis 21 Uhr, letzter Einlass ist um 19 Uhr
Am 11. September ist das 9/11 Museum für die Öffentlichkeit geschlossen
Jeder weiß noch genau, wo und wie er von den Terroranschlägen am 11. September 2001 erfahren hat. Bis heute hat jeder die Bilder von damals im Kopf.
Die Flugzeuge, wie sie in die Twintowers fliegen. So Unfassbar. Bis heute noch … Die Bilder gehen mir bis heute nicht aus dem Kopf.
Menschen, welche sich aus den brennenden Türmen stürzen. Wie groß muss die Panik sein, wenn man sich aus so großer Höhe aus dem Fenster stürzt? Die Menschen, staubbedeckt und voller Panik in den Augen. Die einstürzenden Türme….Ungläubig saß ich damals am Fernseher und konnte nicht fassen, was da passiert ist.
Das (unterirdische) 9/11 Museum ist diesem schrecklichen Terroranschlag gewidmet. Es wurde 2014 von Präsident Obama eröffnet
Gleich am Eingangsbereich sieht man zwei der gabelförmigen Stahlträger, welche aus der Aussenfassade des WTC stammen.
Im Museum sieht man die durch den Flugzeugeinschlag verbogenen Stahlträger, die zertrümmerten Rettungswagen, unzählige persönliche Gegenstände der Helfer und der Opfer.
Eine Treppe aus dem WTC – hunderte Menschen haben diese Treppe bei den Anschlägen genutzt, um aus dem bereits brennenden Gebäude zu fliehen …. ein beklemmendes Gefühl….
Die „Memorial Exhibition“ ist eine Ausstellung zum Gedenken an die Opfer. Dort befindet sich auch die „Wall of Faces“ (= Wand der Gesichter), an welcher die Fotos von allen Opfern zu sehen sind. Zu jedem einzelnen Foto gibt es Informationen zu der Person. Das ganze wurden von den Angehörigen erschaffen und es ist schwer, hier länger zu verweilen.
Weiter geht es durch die Chronologie der Anschläge (Hier gilt: Fotografieren verboten).
Es zeigt ganz am Anfang eines der letzten Fotos von den Zwillingstürmen, es war ein sonniger Spätsommertag.
… etwas weiter werden Filme gezeigt, kurz nachdem der 1. Turm getroffen wurde ….. Fotos, Videos, Gegenstände aus dem Turm.
Nach ein paar Schritten ist man bei dem Moment, in welchem das 2. Flugzeug einschlägt.
Es gibt Videos von fassungslosen Augenzeugen.
Nachrichtenberichte, die damals live liefen.
Zertrümmerte Fahrräder, immer noch angeschlossen an einem Fahrradständer, welcher am WTC stand.
Schilder, völlig zerstört.
Funksprüche.
Erinnerungsstücke.
Fotos.
Ein Flugzeugfenster. Was hat die Person, welche hier saß, zuletzt gesehen, als sie aus diesem Fenster geschaut hat? Wusste sie, was passieren würde?
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Die ganze Ausstellung ist chronologisch aufgebaut.
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Man möchte stehen bleiben, …. denn man weiß, was an diesem Tag alles passierte. Nicht nur in New York.
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Es ist immer noch unfassbar und die Ausstellung ist bedrückend und beklemmend.
Mir ist die ganze Zeit kalt….. Es schmerzt so sehr, diese Bilder zu sehen
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Obwohl es relativ voll war, konnte man sich alles in Ruhe ansehen.
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Die Flugrouten der Flugzeuge
Die Suchzettel der Angehörigen. Sie wurden mit einem Projektor an die Wand geworfen und wechselten stetig. “Have you seen my Daddy?” …. So schrecklich
Die Treppe aus dem WTC. Ob es alle, die diese Treppe bei den Anschlägen genutzt haben, lebend aus dem Gebäude raus gekommen sind? Ich bezweifle das ….
Man sieht die Grundfundamente. Oben die Ecke ist ein Teil von dem Memorial Denkmal (Brunnen) draussen
Das war mal ein Teil der Antennenspitze
Dieses Feuerwehrauto stand in direkter Nähe, als die Türme einstürzten
An diesem verbogenen Stahlträger erkennt man die Kräfte, welche da gewirkt haben
Ein weiteres Feuerwehrauto, teilweise ausgebrannt – dazu die Werkzeuge der Feuerwehrleute …..
In dem 9/11 Memorial Museum wird aber auch der Menschen gedacht, die beim ersten Anschlag auf das World Trade Center am 26. Februar 1993 gestorben sind.
Wir blieben ca 1,5 Stunden im Museum und besuchten im Anschluss nochmals die Gedenkstätte
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Nachdenklich von diesen Eindrücken gingen wir weiter durch die Strassen von Manhattan.
Das Museum schuf eine Nähe zu den Anschlägen, welche man damals vor dem Fernseher nicht hatte. Auf einmal war man selber mitten drin in dieser unfassbaren Katastrophe. Die Namen bekamen Gesichter. Die Gesichter eine Geschichte. Die Angehörigen eine Stimme, sie unvergessen zu machen. Auf eine bedachte Art umgesetzt, ganz ohne Sensationsgier. Menschlich, sensibel – und doch eindringlich und deutlich. Mir fehlen die Worte um das zu beschreiben…
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So langsam mussten wir uns auf den Rückweg zum Hotel machen.
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Zum Abschluss noch einmal zum TimeSquare.
Noch einmal dieser Ort voller Leben, bunt, quirlig, laut. New York, wie man es erwartet bei seinem 1. Besuch. Die pure Reizüberflutung.
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Und dann ….. hieß es Abschied nehmen von Manhattan.
Im Hotel haben wir noch in Ruhe zu Abend gegessen.
Ein Mitarbeiter vom Hotel brachte uns für 60 USD zum Flughafen.
Wie fast immer wurde ich beim Sicherheitscheck gesondert kontrolliert und wirklich von Kopf bis Fuß abgetastet – ÜBERALL …. Angenehm war das nicht. Mein Bekannter durfte so durchgehen, wie immer.
Er grinste und ich unterstelle, das war auch etwas schadenfroh, weil mir das dauernd passiert ist, während er immer und überall durchgehen durfte,…..
Andersherum muss ich aber sagen: Es ist gut, dass so gründlich kontrolliert wird.
Aber noch eine kleine Anekdote am Rande: Ein paar Tage nachdem ich zu Hause war, waren meine Mutter und ich in den angrenzenden Niederlanden shoppen. WESSEN Tasche wurde genau durchsucht?! MEINE! Meine Mutter meinte noch “Wollen sie meine Tasche auch kontrollieren?” – “Nein, sie können durchgehen!” ….. Und dann der Satz von der Verkäuferin: “Die Deutschen sehen das mit den Kontrollen immer so gelassen….”
Zurück zum Flughafen Newark.
Dort gibt es einen Irish Pup, wo wir auf unseren Abflug gewartet haben. Vorher habe ich noch ein paar Dollars gegen kleine Mitbringsel eingetauscht.
Die Getränke im Pub waren dafür, dass es ein Flughafen ist, relativ human, abgesehen vom Bier – denn dieses kostete die Kleinigkeit von 11 $
Selbiges haben wir damals in Miami auch schon erlebt.
Meine ganz persönliche Regenwolke hat mich übrigens dann doch gefunden – aber jetzt war es mir egal, denn ich saß im Flieger auf dem Weg zur Startbahn.
5 Tage Sonnenschein pur, und das im Dezember ….. Wow!
Im Pub gab es auch die gute deutsche Bratwurst
Unser Flieger
Bye Bye New York!! Irgendwann komme ich ganz bestimmt wieder !!!
IKEA … aus dem Flugzeugfenster heraus gesehen und fotografiert
Das Essen war sehr lecker!
Wir flogen nachts zurück. Die Kabine wurde abgedunkelt, wir konnten etwas schlafen. Und somit verging der Flug entspannt und ‘wie im Fluge’
Bald schon erreichten wir Europa, auch wenn wir davon nicht viel sehen konnten
…. und bald schon waren wir im Landeanflug auf Düsseldorf ….
…. Deutschland hat uns wieder …..
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Das wars ….. unsere Reise endet hier. Ich danke allen, die mitgereist sind! Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Unser persönliches Fazit
New York ist laut und überlaufen. Das weiß man, wenn man in diese Metropole fliegt. Die absolute Reizüberflutung. Das einmal live zu erleben lohnt sich. Für Menschen, die einmal durchatmen möchten und Ruhe suchen, gibt es schöne Ecken, zum Beispiel am Hudson River oder im Central Park.
Schön stelle ich mir im Sommer auch Governors Island vor – sollte ich mal irgendwann im Sommer in NY sein, würde ich Governors Island auf jeden Fall einen Besuch abstatten! Link: https://govisland.com/
Wo es als nächstes hingeht ….. das weiß ich noch nicht ….. es ist noch nichts geplant, geschweige denn gebucht ….
Edit:
Dass mich meine nächste Reise wieder nach Amerika führen würde, hätte ich da noch nicht gedacht.
Alleine mit meinen 3 Kindern bin ich im Wohnmobil an der Westküste unterwegs gewesen.
Ein Abenteuer, an welches wir noch oft und gerne zurück denken!
Tag 5 – Manhattan von oben – am Tag und bei Nacht. Ausserdem: Was uns im Rockefeller Center passiert ist
Diesen Teil gibt es extra heute, an Heiligabend – denn auch in diesem Beitrag wird ein klein wenig weihnachtlich
Meinem Bekannten ging es heute wieder besser – und wir konnten wieder zusammen auf Tour gehen.
Heute war unser letzter kompletter Tag.
Plan für heute: Empire State Building, Spaziergang entlang der 5th Ave, Rockefeller Center mit Top of the Rock und dem Weihnachtsbaum
Noch nicht so ganz viel Programm, aber M. war noch nicht hundertprozentig fit – und daher haben wir es ruhig angehen lassen.
Das Wetter war perfekt; die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel und es waren um die 10°C.
Von meiner persönlichen Regenwolke war auch an Tag 5 noch nicht zu sehen – so richtig konnte ich das nicht fassen, freute mich aber sehr!
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Unser Shuttle brachte uns wieder zum Times Square und von dort liefen wir Richtung Empire State Building.
Spaziergang vom Time Square zum Empire State Building
Unser Fehler: Wir hätten erst zum Rockefeller Center gehen sollen, um uns die Uhrzeit zum Sonnenuntergang zu sichern,…. denn als wir am frühen Nachmittag dort eintrafen, waren alle Termine zum Sonnenuntergang schon ausgebucht. …. schade. ….. aber auch kein Weltuntergang.
Nur wer unbedingt den Sonnenuntergang sehen will, sollte sich am besten schon am Tag davor die Tickets für diese Uhrzeit reservieren! Auch mit dem City Pass!!
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Dieser Anblick ….. immer wieder beeindruckend!
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Bunte, moderne Kunst zwischen den Hochhäusern.
Fototechnisch nicht einfach, denn durch die Hochhäuser gibt es viele Schatten, während weiter oben die Sonne an den Fenstern reflektiert.
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Da ist es – das Empire State Building!
Das Empire State Building
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Ein paar Informationen zum Empire State Building und der Aussichtsplattform:
Höhe ohne Antenne: 381 Meter Höhe bis zur Antennenspitze: 443 Meter Bauzeit: 1930 – 1931 (ungewöhnlich schnell!)
Bis 1972 war das Empire State Building das höchste Gebäude der Welt. Bis 1931 war das Chrysler Building das höchste Gebäude der Welt.
Die Freiluft – Aussichtsplattformen befinden sich in der 86. Etage (320 Meter) und in der 102. Etage (373 Meter) . Im City Pass ist nur die Plattform der 86. Etage inkludiert.
Bei klarem Wetter kann man über 80 km weit sehen.
Sie gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von NY-City.
Der US- Bundesstaat New York wird auch “The Empire State” genannt – dieser Spitzname war der Namensgeber für das Empire State Building.
Übrigens wurde das Gebäude mit einem Ankermast für Luftschiffe ausgestattet. Auch wenn ein Wandbild eine entsprechende Szenerie zeigt, wurde dieser abgesehen von einem Versuch mit einem kleinen Luftschiff nie genutzt.
Seit das ESB im Jahr 1931 eröffnet wurde, besuchten über 120 Millionen Menschen diese Aussichtsterrasse, welche ursprünglich zur Abfertigung von Luftschiffreisenden vorgesehen war. Nicht bedacht hatte man aber die starken Aufwinde, welche dieses Vorhaben zum scheitern brachte.
Im 2. Stockwerk des ESB gibt es ein Skyride Kino – hier gibt es einen 3-D-Flug über New York City
Desweiteren findet auf dem Empire State Building jährlich das Empire State Building Run-Up statt. Das ist ein Treppenlauf-Wettrennen von der Eingangshalle bis zum 86. Stockwerk – eine Höhendistanz von 320 Metern auf 1576 Treppenstufen. Der Rekord liegt bei wahnwitzigen 9 Minuten und 33 Sekunden!!!! Mit 6 Siegen ist der deutsche Treppenläufer Thomas Dold erfolgreichster Teilnehmer des Wettkampfes, sein bester Platz war Platz 2.
Im New York City Pass sind zwei Eintritte an einem Tag inkludiert. Einmal am Tag und einen nach 20 Uhr. Wir haben nach unserem “Erlebnis” im Rockefeller Center aber den 2. Besuch gecancelt …..
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Der Eingang vom Empire State Building
Wenige Tage nach unserem Besuch war hier Mariah Carey zu Gast und es gab passend zu “All I Want For Christmas Is You” eine Lichtershow des Empire State Buildings. (Von den neueren Weihnachtsliedern gehört das zu meinen Favoriten und läuft auch bei uns vor Weihnachten immer wieder neben den typischen Klassikern)
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Nach den typischen Sicherheitskontrollen und nachdem ich mal wieder mein Stativ gegen einen Pfandbon abgegeben habe, ging es auch für uns nach oben.
Der Ausblick über Manhattan am Tag
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Fotografiert gegen die Sonne
Vom Empire State Building hat man einen tollen Blick auf das Flatiron Building. So konnte M. es auch wenigstens aus der Ferne sehen!
Sicht durch Gitter
Und noch ein kleines Video:
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Weiter ging es dann die 5th Ave entlang Richtung Rockefeller Center
Weihnachtsdekoration an der 5th Ave
Traumhafte Schaufenster-Deko!
Kurzes Video:
Das berühmte New York Public Library
Alt und traditionell trifft auf neu und modern
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Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center
Übrigens:
ca. 25 Meter ist der Baum groß und wuchs ca 90 Jahre irgendwo in der Nähe von Oneonta (Gilt für den 2016er Baum)
Die Lichterkette ist knapp 10 Kilometer lang und es sind ca 50.000 LED – Lichter, welche den Baum strahlen lassen Den Strom dafür bekommen sie aus Solarpaneelen auf dem Dach des Rockefeller Centers
Der Weihnachtsstern auf der Tannenspitze ist mit 25.000 echten Swarovski Kristallen dekoriert und hat einen Wert von unfassbaren 1,5 Millionen Dollar
Pro Tag besuchen ca 500.000 (!!!!) Besucher den Weihnachtsbaum, in der Vorweihnachtszeit ist er das beliebteste Fotomotiv von NY.
Pro Tag verbrauchen die Lichter des Baumes knapp 1,3 Kilowattstunden
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Im Rockefeller Center mussten wir unsere City Pass Tickets für das Top of the Rock in “echte” Eintrittskarten umwandeln und wir bekamen auch die Zeit zugewiesen, leider erst gegen 17 Uhr, also weit nach Sonnenuntergang und auch nach der blauen Stunde ….
Wir waren hungrig und in der Nähe fanden wir ein chinesisches Restaurant, wo wir uns stärken konnten.
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Als wir das Restaurant verliessen, dämmerte es schon.
Aussichtsplattform am Rockefeller-Center “Top of the Rock”
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Schaut euch die Menschenmassen an …..
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Dann war es endlich Zeit für uns zum Top of the Rock zu gehen. Man darf wirklich nur zu der angegebenen Zeit dort aufschlagen, keine 5 Minuten früher. Auch darf man nicht am Eingang warten.
Wir waren 10 Minuten zu früh und mussten somit noch etwas durchs Center laufen.
Dann durften wir aber hinein und es gab wie immer den Sicherheitscheck. Mein Stativ durfte ich mitnehmen, es aber nicht “ausfahren”
Man hat die Möglichkeit, das berühmte Bauarbeiter-Foto aus den Bauzeiten des Rockefeller Centers “nachzustellen”. Kosten für die Fotos: 30 USD.
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Unser nicht so schönes Erlebnis in New York ….
Auf dem Weg zu den Fahrstühlen habe ich noch zu M. gesagt, dass ich es persönlich nicht so gut vertrage, wenn der Aufzug immer so vollgestopft ist und ich mich gerne direkt am Eingang hinstellen möchte und nicht mitten zwischen die Menschen. Ich habe wirklich ein Problem damit, mit so vielen Menschen auf so kleinem Raum zu sein und tröste mich immer damit, dass es ja ganz schnell geht,… …. aber dieses mal irrte ich mich …. Wie gewohnt werden möglichst viele Besucher in einen Aufzug gesteckt, nachvollziehbar und verständlich. Die Aufzugtür schloss sich … und es passierte nichts. Wir warteten eine Weile, aber der Fahrstuhl bewegte sich nicht. Mein Puls begann zu rasen …. das ist ja genau das richtige für mich ……. Einige Gäste fingen dann an, laut zu rufen und schlugen immer lauter gegen die Aufzugstür. Der Notrufknopf funktionierte nicht. Ich sagte, dass wir alle zusammen rufen müssten und zählte bis drei – und da haben alle gleichzeitig gerufen, jeder so laut wie er konnte. Es dauerte aber eine ganze Weile, bis man uns hörte. Leider passierte trotzdem nichts. Im Aufzug wurde es immer wärmer und stickiger. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können. Wieder schlugen einige immer lauter gegen die Tür und dann sagte man uns, das man sich kümmere. Und doch dauerte es nochmal eine ganze Weile, bis ein Techniker endlich die Tür manuell öffnen konnte ……
Das war ein Erlebnis der Kategorie “Braucht man nicht” …. wir waren unendlich froh, da raus zu sein
Mit dem nächsten Aufzug fuhren wir dann hoch und obwohl der Blick aus den Fenstern schon toll war, musste ich dringend an die frische Luft.
Ich brauchte eine Weile, mich zu sammeln, aber dann konnte ich auch endlich die Aussicht geniessen.
Vor uns lag Manhattan, beleuchtet und dieser Anblick ist so …. wie beschreibt man das …. unwirklich, toll, atemberaubend, …. es flashte mich und erst nach einer Weile habe ich meine Kamera ausgepackt und versucht, das irgendwie bildlich festzuhalten. Die Fotos sind für den Blog komprimiert, ansonsten wären eure Ladezeiten viel zu lang bei der Fotoflut
Manhattan bei Nacht – Aussicht vom Rockefeller Center
In der Mitte: Das Empire State Building
Der dunkle Fleck ist der Central Park
Ganz hinten kann man die Freiheitsstatue erahnen
Zoom:
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Kurzes Video:
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Wir waren eine ganze Weile dort oben, aber irgendwann wurde es doch zu kalt. Wir verließen die Plattform und waren nach einer dieses mal zwischenfallfreie Aufzugfahrt wieder unten im Center
Als wir dann nach einer Weile den Ausgang aus dem riesigen Komplex gefunden haben (Das Problem kam mir bekannt vor…) stand ich vor dem Weihnachtsbaum, es war inzwischen dunkel und die Lichter leuchteten bunt und farbenfroh.
Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center (bei Nacht)
Da musste ich einen Moment inne halten und spürte, wie ich eine Gänsehaut bekam – denn genauso habe ich ihn mir vorgestellt. Wow!
Der entzauberte Zauber war vergessen, da stand er, “mein” Weihnachtsbaum, voller bunter Lichter, riesig groß und an der Spitze den hell leuchtenden Stern!
Das war mein Moment – für diesen einen Moment vergaß ich alles andere um mich herum und sah “meinen” Baum an. Die vielen Menschen um mich herum blendete ich kurz mal aus und stand alleine auf diesem Platz. So viele Jahre war es mein Traum, ihn einmal zu sehen und nun stand ich vor ihm. Er leuchtete so wundervoll bunt und im Hintergrund ließ Weihnachtsmusik. Unbeschreiblich.
…
Aber: Gefühlt 10 Milliarden Menschen wollten ihn auch sehen und fotografieren und Selfies machen – und der Rockefeller Plaza ist nicht besonders groß …. Und so nach und nach kam ich wieder in die Realität zurück und nahm die vielen Menschen um mich herum wahr.. Uff….
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Wir schauten auf die Uhr – uah, unser Bus würde bald schon fahren!!!! Wir waren viel zu lange auf dem Top of the Rock und es dauerte ewig, sich durch die Menschenmenge durchzukämpfen.
Die Lichtershow an dem Gebäude gegenüber begann grad, aber wir hatten leider (leider) keine Zeit mehr, sie komplett anzusehen……
Das was wir sahen, war aber wunderschön mit einigen kurzen Gänsehautmomenten.
Je weiter wir uns vom Rockefeller Center entfernten, desto leerer wurden die Strassen. Nicht leer, sondern leerer! Man konnte also laufen, ohne schieben und ohne drängeln.
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Mit dem Shuttle ging es zurück zum Hotel.
Unseren letzten Abend liessen wir in Ruhe ausklingen -und haben auch die vielen Eindrücke vom heutigen Tage noch einmal Revue passieren lassen.
Am letzten Abend macht sich in mir immer etwas Wehmut breit. Aber morgen würden wir noch fast einen kompletten Tag haben und wir hatten uns auch schon etwas vorgenommen.
Gelaufene Schritte: 16.894
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Ich wünsche euch allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, egal, wo auf der Welt ihr grad seid!
Im Rahmen einer Blog-Wichtel-Aktion habe ich diesen tollen Artikel von Gina Casabrava bekommen.
Bei mir hat er mächtig Fernweh ausgelöst ….. Vor allem die Osterinseln würde ich gerne einmal besuchen. Aber auch Australien und Asien bereisen.
Mit den Kindern einmal um die Welt – das ist mein geheimer Traum. Er scheitert jedoch an den Kosten, von der Schulpflicht mal ganz zu schweigen.
Ich finde toll, dass Gina und ihr Mann Marcus ihren Traum nun wahr gemacht haben. Mit mitte Fünfzig reisen die beiden einmal um die Welt!
Mir macht der Beitrag neben viel Fernweh auch Mut, meinen Traum niemals aufzugeben!
Und bis es bei mir soweit ist, reise ich gedanklich einfach mit anderen Weltreisebloggern mit, wie zum Beispiel im Blog von Gina.
Viel Spaß beim Lesen
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Mit Mitte Fünfzig um die Welt
Vielleicht ist Mitte Fünfzig nicht der ideale Zeitpunkt, um eine Weltreise zu beginnen. Doch der Traum, um die Welt zu reisen, ist bei uns erst relativ spät im Leben akut geworden. Und noch länger zu warten, würde uns sicher auch nicht einem idealen Zeitpunkt näher bringen. Wenn es den denn überhaupt gibt. Marcus gelang es nach sechs Monaten Diskussion, dass sein Arbeitgeber einem Jahr unbezahlten Urlaub zustimmte. Ich kündigte meinen Job.
Mach mal einen Plan…
Der Entschluss war gefasst, nun ging es an die Planung. Wann genau wollen wir starten? Wo wollen wir hin und wie soll die Route aussehen?
Wir haben in den letzten Jahren einige Urlaube in Lateinamerika verbracht. Davon wollten wir auf jeden Fall noch mehr sehen. Wenn man schon einmal um die Welt fliegt, bietet es sich an, Australien und Neuseeland als die am weitesten von Europa entfernt liegenden Länder zu besuchen. Und in Asien waren wir noch nie, also kam Südostasien mit auf die Liste.
Schnell wurde uns klar, dass weitere Ziele, die wir auch noch gerne gesehen hätten, den zeitlichen Rahmen sprengen würden. Also fielen Kanada, USA Westküste, Afrika, Japan und anderes erstmal weg.
Wir tüftelten lange an der endgültigen Route herum. Wann war wo die ideale Reisezeit? Überall die beste Reisezeit anzutreffen ging nicht. Es hieß, Kompromisse zu machen. Naja, der Vorteil von der Nebensaison ist ja, das es weniger voll und weniger teuer ist. Nur von der Wunschvorstellung, zwölf Monate Flipflop-Wetter zu haben, mussten wir uns wohl verabschieden.
Wir entschieden uns, Anfang April zu starten, damit wir bei unserer Rückkehr in die helle Jahreszeit kämen. Da unsere Reisezeit durch Marcus’ Beurlaubung auf ein Jahr begrenzt war, buchten wir ein Round-the-world-Ticket. Das lohnte sich schon deshalb, weil wir den Flug zur Osterinsel (eines unserer must-sees) drin hatten, der ansonsten sehr teuer wäre.
Unsere Route sah so aus: Frankfurt – Buenos Aires – Landweg über Argentinien, Bolivien, Peru und Chile – Santiago de Chile – Osterinsel – Sydney – Cairns – Landweg Outback bis Darwin und zurück nach Brisbane – Auckland – Bangkok – Landweg Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam – Hanoi – Frankfurt.
Nun ging es an die Vorbereitungen zu Hause. Reiseimpfungen, Langzeit-Auslandskrankenversicherung, Vollmachten für unsere Töchter, Auto verkaufen.
Wir kalkulierten unser monatliches Budget auf 3000 Euro für uns beide. Dazu kamen die Kosten, die weiterhin zu Hause anfielen, wie Miete, Versicherungen, Unterhalt. Um nicht unterwegs ständig ins Online-Banking gehen zu müssen, richteten wir Daueraufträge ein. So fließt monatlich ein fester Betrag von unseren Sparkonten aufs Girokonto für die festen Ausgaben. Für die Reisekasse gehen jeden Monat je 1500 Euro auf unsere beiden Visa-Konten.
Natürlich gibt es auch ein Polster für Notfälle auf einem Sparkonto.
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Argentinien
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UnterwegsumdieWelt
Seit acht Monaten sind wir nun unterwegs. Es ist eine großartige Erfahrung, so lange reisen zu können. Keinen Zeitdruck zu haben, sich die Route nach Lust und Laune einteilen zu können und bei Bedarf die Planung wieder über den Haufen zu werfen.
Natürlich ist es ein ganz anderes Reisen als wenn man drei Wochen Urlaub hat. Wir stellen fest, dass unser Reisetempo immer langsamer wird. Wir können nicht von Sight zu Sight, von einem Höhepunkt zum nächsten hasten. Zwischendurch brauchen wir Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten. Das Schöne ist, dass wir diese Zeit haben. Wir müssen nicht in drei, zwei, einer Woche wieder nach Hause fliegen und bis dahin so viel möglich sehen.
Wir müssen überhaupt nicht so viel wie möglich sehen. Wir haben ein Jahr Zeit und reisen um die ganze Welt und werden nur einen winzigen Bruchteil dieser Welt sehen. Und das reicht auch. Es reicht, Impulse zu sammeln. Und mehr als alle Sehenswürdigkeiten interessiert uns, wie Menschen woanders auf der Welt leben. Die kleinen Alltagsgeschichten. Wie wird eingekauft, gekocht, gewohnt? Wie funktioniert der Verkehr? Wie begegnen uns Menschen?
Dieses Jahr bedeutet auch ganz viel Zeit für uns. In Ruhe Gedanken nachhängen. Träumen. Uns austauschen, was uns wichtig ist. Wir treffen viele verschiedene Menschen und bekommen immer wieder Anstöße zum Nachdenken.
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Australien – im Outback
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Und das Budget? Reicht die Kohle?
Wir führen Buch über unsere Ausgaben und veröffentlichen regelmäßig unsere Reisekosten. In Südamerika, wo wir uns mit öffentlichen Bussen fortbewegt haben und teils in Airbnb-Wohnungen, teils in Hostels im Doppelzimmer genächtigt haben, sind wir unter unserem Budget geblieben. In Australien haben wir in Sydney, Cairns und Brisbane in Airbnb-Wohnungen übernachtet, den Rest der Zeit hatten wir einen Campervan. Dort haben wir unser Budget leicht überschritten. Die Etappe in Neuseeland, ebenfalls Airbnb-Wohnung/Campervan war sehr teuer und kostete 4000 Euro pro Monat. Jetzt sind wir in Südostasien, wo es wieder deutlich preiswerter ist.
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Thailand
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Plan und Realität
Es wäre unmöglich, für ein Jahr eine Route detailliert vorzuplanen. Das wollten wir auch nicht. Wir hatten eine grobe Vorstellung, wie wir durch Südamerika reisen wollten. Flexibel genug, um sie immer wieder unseren Vorstellungen anzupassen.
In Buenos Aires blieben wir drei Wochen, zum Eingewöhnen. Dann ging es entlang des Rio Paraná gern Norden, Richtung Iguazú-Fälle. Zufällig hörten wir von den Esteros de Iberá in Argentinien, einem Naturreservat weit ab von den gängigen Wegen. Wir machten einen Abstecher dorthin, der einfach zauberhaft war.
Die Iguazú-Fälle waren das Beeindruckendste, was wir an Naturphänonemen bisher gesehen haben. Von dort aus ging es in den Nordwesten Argentiniens, nach Salta. Wir näherten uns den grandiosen Andengipfeln, fuhren über den Pass nach San Pedro de Atacama in Chile. Auch dort gab es tolle Naturerlebnisse, wie die Geysire von Tatio und das Mondtal.
Eine dreitägige Tour durch das bolivianische Altiplano mit dem berühmten Salar de Uyuni bot großartiges Panorama, aber auch bittere Kälte. Wir waren durchgängig auf etwa 4000 Meter Höhe unterwegs.
In Bolivien kamen wir wegen Straßenblockaden nicht nach Sucre und mussten daher direkt von Uyuni nach La Paz fliegen. Dadurch fiel unser Aufenthalt in Bolivien kürzer als geplant aus. Entlang des Titicacasees fuhren wir von Bolivien nach Peru. Die alte Inkastadt Cusco war uns zu rummelig, aber als Ausgangspunkt für Machu Picchu nicht zu umgehen. Kalt war es hier immer noch.
Dafür entschlossen wird uns spontan, nach der Tour zum Machu Picchu für eine Woche ins tropische Amazonasgebiet zu reisen. Dort sahen wir viel Dschungel, aber weniger Tiere als erhofft.
In Chile blieben wir über eine Woche in Iquique, da es uns dort so gut gefiel. Santiago war daher nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Osterinsel. Die Osterinsel mit ihren gigantischen Steinskulpturen war super faszinierend. Von hier aus ging es auf den fünften Kontinent, nach Australien.
Da wir im australischen Winter ankamen, hatten wir als Region für die Reise den Norden ausgeguckt, nachdem wir eine Woche in Sydney verbracht hatten. Die Route von Cairns nach Darwin planten wir ganz spontan. Die Zeit im Outback genossen wir sehr, wir lieben diese Landschaft und die freundlichen Menschen dort. Das Leben im Campervan war unkompliziert und gefiel uns gut. Und zum ersten Mal auf der Weltreise war es durchgängig warm. Zurück an der Ostküste war der Plan, bis nach Brisbane zu fahren. Doch je weiter wir nach Süden kamen, desto kühler wurden die Abende. So entschlossen wir uns, zurück nach Cairns zu fahren und buchten einen Flug nach Brisbane.
Von Brisbane ging es nach Neuseeland. Hier wartete die größte Enttäuschung unserer bisherigen Reise auf uns. Wir hatten uns den neuseeländischen Frühling wärmer vorgestellt und Straßen und Camps leerer. Das Leben im Campervan, das uns in Australien so gut gefallen hatte, war hier nervig, weil der Van für das kalte Klima viel zu eng war. Nachdem sich nach zwei Wochen unsere Stimmung immer noch nicht gebessert hatte, verkürzten wir unseren Aufenthalt hier um drei Wochen und verschoben unseren Flug nach Bangkok entsprechend.
Unsere ersten Wochen in Thailand waren aufregend. Wir waren noch nie in Asien, alles war neu und fremd. Die Sprache war zum ersten Mal eine große Barriere, selbst die Schrift konnte man nicht entziffern. Manches erinnerte uns an Südamerika, wie der chaotische Straßenverkehr, das Gewirr der Elektroleitungen, der bauliche Standard. Die prachtvollen Tempel faszinierten uns.
Wir werden noch Myanmar, Kambodscha und Vietnam bereisen. Laos, das ursprünglich auch mit auf dem Plan stand, haben wir schon gestrichen, weil die Zeit nicht reicht. Schließlich wird unser Reisetempo immer gemütlicher.
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Die Osterinseln
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Über die Autorin:
Gina Casabrava wurde erst relativ spät mit dem Fernreisefieber infiziert. Da der Traum von der Weltreise zunächst noch nicht umsetzbar erschien, begann sie den Jahresurlaub für Fernreisen zu nutzen und nannte das “Weltreise auf Raten”. Seit April 2016 ist sie nun mit ihrem Mann Marcus für ein Jahr unterwegs auf Weltreise. Auf ihrem Blog www.2onthego.de berichten die beiden über ihre Reisen.
Tag 4 begann nicht so schön, denn mein Bekannter, welcher ohnehin gesundheitlich angeschlagen war, wachte heute mit Fieber auf. Wir gingen zwar noch gemeinsam frühstücken, aber dann legte er sich wieder ins Bett. …. und ich machte mich ( leider ) alleine auf den Weg nach Manhattan.
Die Sonne schien auch heute wieder und es waren um 10°C. Es tat mir leid für M., dass er an so einem schönen Tag im Bett bleiben musste; ….
Alleine in New York
Alleine durch New York zu streifen ist ein seltsames Gefühl, aber unsicher habe ich mich in Manhattan nicht gefühlt.
Alle paar Meter traf man auf einen Security-Mann oder auf Polizisten, teilweise schwer bewaffnet. Am 9/11 Memorial oder am Times Square war besonders viel Polizei- Präsenz.
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Da ich alleine unterwegs war, hatte ich viel Zeit zum Fotografieren – also eine kleine Vorwarnung: Heute wird es selbst für meine Verhältnisse sehr fotolastig
Manko: Damit die Seite trotzdem nicht stundenlang laden muss, muss ich die Fotos für meinen Blog immer komprimieren und auch wenn viele das Gegenteil behaupten: Das geht immer mit Qualitätsverlust einher…. Ich habe ja den direkten Vergleich.
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Mein 1. Ziel war der Times Square bzw die kleine Aussichtstreppe, um sich einmal einen Überblick über den Times Square zu verschaffen.
Der Times Square
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Da oben ist der berühmte Ball, welcher an Silvester mit großem Countdown nach unten sinkt – und dann gibt es ein großes Feuerwerk am Times Square
Ja, man sieht, dass ich mich in diesem Trubel nicht besonders wohl fühle,…..
Am Times Square blieb ich nicht sehr lange. Pflichtfotos, ein kurzes Video …. und dann weiter.
Es ist zu laut, zu viel blinkende Werbung, zu viele Menschen auf einmal – dauernd hupen irgendwelche Autos und irgendwo in der Ferne hört man immer wieder Sirenen … Ich war irgendwie damit erst überfordert …
Vom Times Square zum Rockefeller Center
Ich lief zum Rockefeller Center – denn ich wollte ENDLICH “meinen” Weihnachtsbaum sehen.
DEN Weihnachtsbaum auf dem Rockefeller Plaza. Ich liebe Weihnachten, Weihnachtsbäume, die Lichter, die Musik (bei mir im Auto läuft schon seit Mitte November eine Weihnachts-CD aus den USA) – und den Baum wollte ich so gerne einmal sehen, einmal davor stehen.
Also lief ich dort hin – bewusst mit einem kleinen Umweg über die 7th Ave
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Ohne es zu beabsichtigen stand ich dann auf einmal vor dem Eingang des “Top of the Rock” – der Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center.
Ich linste hinein – und es war kaum was los. Ganz spontan beschloss ich, einmal hinauf zu fahren, denn unser gemeinsamer Besuch im Rahmen des City Passes würde gegen Dämmerung sein. Dachte ich zumindest zu dem Zeitpunkt noch,…..
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Die Aussichtsplattform “Top of the Rock”
Die Aussichtsplattform besteht aus mehreren Etagen (67., 69. und 70. Stock), zwei davon Freiluft. Ganz oben (Höhe: 260 Meter!!) hat man eine ungehinderte Sicht ohne Glas oder Gitter, hier ist aber auch wenig Platz.
Vorteil beim Top of the Rock: Man kann den Central Parc sehen und hat einen schönen Blick auf das Empire State Building, vor allem, wenn abends die Lichter angehen ist der Ausblick fantastisch!
Im City Pass ist ein Eintritt zum Top of the Rock inkludiert. Wer zum Sonnenuntergang rauf möchte, sollte sich aber schon einen Tag vorher diese Uhrzeit sichern und berücksichtigen, dass es wegen Sicherheitscheck und warten auf den Aufzug bis zu 1 Stunde dauern kann, bis man oben ist.
Mein Stativ durfte ich mitnehmen und habe es auch benutzt, allerdings durfte ich es nicht ausfahren. Es gibt kleine Mauervorsprünge, wo man seine Kamera drauf legen kann (evtl. mit Bohnensack)
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Der Central Parc von oben
Blick Richtung Times Square inkl. dem “Ball”. Von hier oben wirkt das alles irgendwie sehr winzig ….
Die Hell Gate Bridge und davor in blau die Robert F. Kennedy Bridge
Das große Gebäude ist das Empire State Building. Leider komplett gegen die Sonne fotografiert
Das Empire State Building. Die Aussichtsplattform dort ist ganz oben, also wirklich ganz oben, oberste Etage – und Freiluft mit Schutzgittern.
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Oben auf der Plattform stehen viele Bänke. Ich habe mich auf einer gesetzt, um das alles auf mich wirken zu lassen. Man begreift das irgendwie nicht, wie hoch man ist und was man da grad sieht ….
Die Tage im Dezember sind kurz – und obwohl ich dort noch lange hätte sitzen können, um diesen Ausblick einfach zu geniessen – musste ich weiter, denn ich hatte noch einiges auf dem Plan stehen.
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Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center (am Tag)
Als nächstes Ziel hatte ich mir den Weihnachtsbaum angedacht, denn der ist in unmittelbarer Nähe zum Aussichtsturm.
Aber im Rockefeller Center kann man sich verlaufen, es gibt so viele Gänge, Geschäfte, Treppen, ….. und so dauerte es eine Weile, bis ich einen Ausgang Richtung Plaza gefunden habe.
Und nachdem ich dann endlich ‘draussen’ war, stand ich wenige Schritte weiter direkt unter “meinem” Weihnachtsbaum.
Mein 1. Gedanke: WOW, WOW …. Da ist er ja, WOW ……
Mein 2. Gedanke: Hm … das ist er also jetzt?! Hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt
So am Tag und direkt unter dem Baum stehend fehlte doch etwas der Zauber, welchen ich mir davon versprochen hatte …..
Vielleicht musste ich nur den Blickwinkel ändern ….
Ich lief etwas auf dem Platz herum …. oder nein, eigentlich schob ich mich durch die Menschenmengen durch. Es gibt ein paar ideale Fotospots, um Baum, Gebäude, Engel und Eisbahn zu fotografieren – aber genau da haben sich professionelle Touri-Fotografen niedergelassen. Für teuer Geld kann man sich vor dem Baum fotografieren lassen.
Ich fotografierte irgendwie drumherum, hatte aber bald die Nase voll, dauernd angerempelt zu werden oder statt dem Baum irgendeine unerwartet in die Luft gehaltene Kameras von irgendwelchen anderen Touris zu fotografieren …..
Ja, ich war enttäuscht,…. da stand er, “mein” Weihnachtsbaum. Aber dieses ganze drumherum ….. Ne, das brauchte ich jetzt grad nicht so …..
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Ein weiteres Ziel für meinen heutigen “Elly allein in New York” – Spaziergang: Die Brooklyn-Bridge.
Die ersten Kilomter lief ich zu Fuß, für den Rest nahm ich aber einen Bus.
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.Hier die Fotos vom Weihnachtsbaum und von unterwegs:
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Ich war etwas genervt von diesen Menschenmassen…. Und doch glücklich, endlich einmal hier sein zu dürfen
Gegenüber vom berühmten Rockefeller Plaza. Die Kirche ist die St. Patrick’s Cathedral
St. Patrick’s Cathedral
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Die 6. Ave im Weihnachtslook
Auch hier wieder die Comicfiguren, welche sich ein Foto mit ihnen sehr gut bezahlen lassen
Das Chrysler Building
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Nächster Stop: Das Flatiron Building an der 5th Avenue
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Das Flatiron Building (Bügeleisengebäude) wurde 1902 errichtet und verdankt seinem Namen seiner Form, welche dem Grundstück, welches ebenso spitz zuläuft, angepasst wurde. An der Schmalseite direkt an der Kreuzung ist das Gebäude grad mal 2 Meter breit. Inzwischen gehört das 91 Meter große Gebäude zu den Wahrzeichen von New York..
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Die Brooklyn Bridge
Dann ging es aber endgültig zur Brooklyn Bridge – mein Wunsch: Einmal über die Brücke laufen..
b Die Brooklyn Bridge gehört zu den ältesten Hängebrücken der USA. Sie überspannt den East River und verbindet Manhattan mit Brooklyn. 1883 fertig gestellt war sie die längste Hängebrücke der Welt. Bereits am 1. Tag im Mai 1883 überquerten um 1800 Fahrzeuge die Brücke – und über 150.000 Menschen liefen zu Fuß über die Brooklyn Bridge. Schon damals wurde für die Überquerung eine Maut kassiert, damals sogar für Fußgänger (1 Cent) Damals gab es auf der Brücke auch noch Gleise, daher sind die Rampen zur Brücke sehr flach. 1950 wurden die Gleise jedoch entfernt.
Der beiden Türme sind mit neugotischen Verzierungen versehen und bestehen aus Granit. Vorlage für diesen Stil sollen die gotischen Bogenfenster aus der Divi-Blasi-Kirche in Thüringen sein, dem Wohnort von dem deutsch-amerikanischen Ingenieurs der Brücke – John August Roebling
Seit 2009 wird sie sarniert und zeitgleich wird am Fuße der Brücke in Brooklyn der Brooklyn-Bridge-Park errichtet. Ende 2016 sollen die Sarnierungsarbeiten abgeschlossen sein, als ich Anfang Dezember dort war, war aber noch eine größere Baustelle unter der Brücke.
Der Weg für die Fußgänger ist oberhalb-mittig der Auto-Fahrspuren.
Technische Daten:
Gesamtlänge: 1834 Meter Länge zwischen den Ankern der Tragkabel: 1068 Meter Breite: 25,9 Meter -> Platz für 6 Fahrspuren. Für die Seile wurden insgesamt 24.000 km Draht verwendet
Täglich passieren ca 120.000 Fahrzeuge, um die 4000 Fußgänger und etwa 3100 Radfahrer die Brücke, bei den Fahrzeugen gibt es eine Einschränkung auf Fahrzeuge bis zu 3,4 m Höhe und 2,7 t Gesamtgewicht.
Die Brücke im Hintergrund ist die Manhattan Bridge
Blick von der Brücke Richtung Süd-Manhattan
Angekommen auf der anderen Seite ging ich zur Washington Street – dort gibt es das bekannte Fotomotiv mit der Manhattan Bridge und dem Empire State Building.
Es dämmerte schon.
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Durch den Brooklyn Park ging ich auf die andere Seite der Brücke
Manhattan in der Abenddämmerung – Ausblick vom Brooklyn Parc
Objektiv: Canon 10-18 mm Mein Standort für diese Fotos:
Vom Brooklyn Parc hat man auch einen schönen Blick zur Freiheitsstatue
Da meine Finger kurz vorm abfrieren waren, machte ich mich auf den Weg zurück – allerdings nicht ohne kurze Fotostops
Unter der Brooklyn Bridge war eine Art kleiner Weihnachtsmarkt
Die Manhattan Bridge (Leider muss ich die Fotos für den Blog immer komprimieren, ansonsten wären wg der vielen Fotos die Ladezeiten viel zu hoch)
Und dann ging ich wieder zu Fuß über die Brooklyn Bridge – die Lichter von Manhattan immer vor mir
Für Stativaufnahmen ist die Brücke a) zu wackelig und b) ist es auch viel zu voll dort, ganze Menschenmassen schieben sich über die Brücke
Mein Shuttle zurück zum Hotel fuhr allerdings ab Times Square …… uff ….. wobei …. den TimesSquare bei Nacht zu erleben ist bestimmt auch mal interessant
Der Times Square bei Nacht
Nachts ist es mit der Reizüberflutung noch extremer als am Tag. Die blinkende Werbung fällt viel mehr auf und es ist bedeutend voller.
Auf die Aussichtstreppe schaffte ich es trotzdem, irgendwie ….
Absoluter Wahnsinn ….
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Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center wäre zum greifen nah gewesen – beleuchtet ….. Dann wirkt er bestimmt anders als am Tag,… dachte ich. Aber meine Füße wollten nicht mehr, keinen Schritt mehr, nur noch zum Shuttlebus. Also doch nicht mehr zum Weihnachtsbaum, …. dann halt morgen!
…. oh man, meine Füße leiden in New York ganz schön ……
…. der Shuttle brachte mich dann zurück zum Hotel. Meinem Bekannten ging es etwas besser. Wir haben uns noch eine Weile in die Lobby gesetzt, etwas zusammen getrunken und den Tag ausklingen lassen …
Gelaufene Schritte heute: 23.114
Gute Nacht!
Vorschau: Morgen gehts aufs Empire State Building…. und nochmal aufs Top of the Rocks, allerdings mit Hindernissen …… Was uns (zusammen mit ein paar anderen Besuchern) da passiert ist und was wir noch unternommen und erlebt haben, lest ihr übermorgen in Teil 5 !!!!
New York – unser 3. Tag in der Stadt, die niemals schläft
…. und weiter gehts.
Heute auf dem Plan:
Vom Times Square zum Central Parc und am Abend gehts in die Metropolitan Oper.
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Gelaufene Schritte: 16.529
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Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, lassen wir es ruhig angehen.
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Wir haben bereits gestern ein paar Punkte von unserer To-Do Liste gestrichen und werden es heute auch wieder tun.
Dadurch sehen wir zwar nicht alles (und das würde man selbst in 2 Wochen nicht schaffen!), aber zum einen ist mein Bekannter gesundheitlich etwas angeschlagen und zum anderen hat man nichts davon, wenn man von einer Attraktion zur nächsten hetzt.
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New York ist die reinste Reizüberflutung, egal, wo man ist ….
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Wir nehmen uns Zeit, alles auf uns wirken zu lassen und leben den Moment.
Im Nachhinein betrachtet bereuen wir das auch nicht, wir haben trotzdem viel gesehen – aber uns auch erholen und zwischendurch entspannen können.
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Daher stehen wir heute auch mal etwas später auf und frühstücken ganz in Ruhe. Erst am späten Vormittag brechen wir Richtung NY City auf.
Der Bus lässt uns am Times Square raus und von dort schlendern wir gemütlich Richtung Central Parc.
Noch in New Jersey auf dem Weg nach NY City
Skyline von New Jersey aus
Hallo Olaf! Meine Kinder werden sich freuen, wenn ich ihnen dieses Foto zeige!
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Die Comicfiguren laufen am Times Square rum – lässt man sich mit ihnen fotografieren, soll es um 20 $ kosten,… für ein Foto ….. In unserem Hotel waren Gäste, denen das passiert ist.
Er ist noch nicht einmal offiziell der Präsident – aber die Vermarktung läuft schon auf Hochtouren
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Der Central Parc
Die grüne Lunge von Manhattan. Bis zu 500.000 Besucher wurden hier schon an einem Tag gezählt. Bereits 1873 wurde der Central Parc fertig gestellt. Knapp 350 ha ist er groß und nimmt so ca 6 % der Fläche von Manhattan ein. Er ist komplett rechteckig mit Seitenmaßen von etwas über 4 km x knapp 900 Meter.
Insgesamt schlängeln sich 93,5 Kilometer Fußwege durch den Parc. Rund 25 Millionen Menschen besuchen den Parc pro Jahr. Wenn man ihn nicht zu Fuß durchlaufen will, kann man eine der vielen Kutschen nutzen. Die Preise liegen bei um 4 USD pro Minute und pro Kutsche.
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Im Central Parc haben wir uns sehr viel Zeit gelassen – und es nicht einmal bis zur Mitte geschafft
Das Plaza – die meisten kennen es sicherlich aus “Kevin allein in New York”
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Was für eine Stimme!!!!
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Ich habs ja etwas mit Brücken und daher wollte ich unbedingt die Bow Bridge im Central Parc sehen. Man kennt sie aus vielen Filmen, leider ist sie meistens Kulisse für eher traurige Szenen. Ausserhalb von Filmdrehs gilt sie aber als eine der romantischten Brücken im Central Parc und wird zum Beispiel oft für Heiratsanträge genutzt. Die Bow Bridge ist eine sehr malerische, gusseiserne Brücke, welche 1862 erbaut wurde und die einen wunderschönes Dekor aufweist. Der Fußweg der Brücke besteht aus Lapachoholz. Wird es nass, verfärbt es sich leicht rötlich.
Es dämmerte bereits, die Sonne stand tief am Horizont, irgendwo versteckt hinter den unzähligen Wolkenkratzern Manhattans
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Einer meiner Lieblingsorte in New York. Es ist so ruhig, man hört die Vögelchen zwitschern und die Gänse drehen ihre Runden auf den vielen Teichen. Dass man sich grad mitten in einer Millionenmetropole befindet, sieht man erst, wenn man am Park-Rand die Hochhäuser sieht.
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Das berühmte “The San Remo” – ein Luxus-Apartmenthaus direkt am Central Parc.
Berühmte Einwohner sind zum Beispiel Dustin Hoffmann, Steven Spielberg und Bruce Willis. Madonna hat sich auch auf ein Apartment beworben, jedoch hat sich die Eigentümervertretung gegen sie entschieden.
Das Metropolitan Opera House
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Zeitig gingen wir Richtung Lincoln Center, denn dort befindet sich auch das Metropolitan Opera House.
Im Lincoln Center haben wir noch in Ruhe zu Abend gegessen, bevor es dann ins Opernhaus ging.
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Wir hatten Karten für “La Bohème”
Auch hier gab es natürlich einen Sicherheitscheck am Eingang. Mein Fotorucksack wurde noch gesondert kontrolliert.
Unsere Plätze lagen im Family Circle, das sind die günstigen Plätze ganz oben und ganz hinten. Weiter vorne zahlt man mehrere hundert USD pro Ticket, außerdem gilt eine Kleiderordnung.
Die Oper war ein Erlebnis, welches man nicht alle Tage erleben kann / darf. Dank der guten Akustik haben wir oben alles sehr gut hören können. Neben den Sängern beeindruckten uns aber auch die wirklich fantastischen Bühnenbilder.
. La Bohème ist eine Oper in 4 Bildern.
Die Website vom Opernhaus, hier gibt es das Programm und man kann auch die direkt die Tickets kaufen
Zwischen den ganzen Gästen in edelster Garderobe fühlte ich mich anfangs doch etwas underdressed, aber im Family Circle gibt es ohnehin keine Kleiderordnung
Unsere Plätze. Die Bühne weit weg ….
Mein Bekannter besucht oft Opern und hat für uns beide Operngläser mitgebracht
Direkt vor dem Sitz gab es einen kleinen Display – hier gab es Übersetzungen in verschiedene Sprachen, auch in Deutsch
Panorama
Sehr beeindruckende Bühnenbilder
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Die Zeit verging sehr schnell.
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Um 23 Uhr war die Oper zu Ende – und wir fuhren müde, aber voller toller Eindrücke zurück ins Hotel
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Morgen ….. ja, der morgige Tag würde nicht so toll anfangen, …. dazu später in Teil 4
Jetlag sei Dank waren wir zeitig wach und gingen nach unten ins Frühstückscafé. Für um die 10 € p.P. bekommt man ein einfaches Frühstück.
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Der New York City Pass
Übrigens ein kleiner Tipp:
Wenn man New York besucht, gibt es diverse City-Pässe, mit denen man vergünstigten Eintritt hat und teilweise auch nicht bei den Attraktionen anstehen muss.
Wir haben uns nach langer Überlegung für den City-Pass entschieden.
Er umfasst:
Das Empire State Building (einschließlich Audiotour)
Das Top of the Rock ODER das Guggenheim Museum (einschließlich Audiotour)
Freiheitsstatue und Ellis Island ODER eine der Circle Line Bootstouren
Das 9/11 Museum ODER das Intrepid Sea, Air and Space Museum
Das American Museum of Natural History
Das Metropolitan Museum of Art (einschließlich Zugang zum Met Breuer und Met Cloisters am selben Tag)
Kosten: Um die 110 € p.P. , dafür hat man die Eintritte zu den o.g. Attraktionen und man kann an den Warteschlangen vorbei.
Eine Übersicht aller City Pässe und die Kosten gibt es auf folgender deutschsprachigen Seite, dort könnt ihr sie auch direkt bestellen:
Man muss überlegen, wie lange man vor Ort ist und was man unbedingt sehen möchte – und dann schauen, welcher der drei Pässe am besten dazu passt.
Leider nicht im City-Pass: Tickets für das One World Trade Center, die Tickets haben wir gesondert bestellt.
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Zurück zum Reisebericht:
Das One World Trade Center
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Für heute hatten wir die Tickets für das One World Trade Center.
Gebaut wurde er ungefähr an der Stelle, wo damals die Twintowers standen.
2014 wurde der Wolkenkratzer fertig gestellt und ist mit 541,3 Meter das höchste Gebäude von den USA und der sechsthöchste Turm der Welt.
Ursprünglich sollte er Freedom-Tower heissen und noch heute nennen ihn viele Amerikaner Freedom-Tower, da für sie das Word Trade Center eben jener Komplex war, welcher damals nach den Anschlägen eingestürzt ist – sie weigern sich, den neuen Turm ebenso zu bezeichnen.
Die Aussichtsplattform wurde erst im letzten Jahr eröffnet, sie befindet sich in den Etagen 100 und 101 auf 386 Meter bis 406 Meter Höhe!
Die Tickets für das One World Trade Center habe ich 2 Wochen vor der Reise hier bestellt:
Adresse: Der Haupteingang befindet sich an der West Street (Ecke West und Vesey Street)
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Öffnungszeiten:
Ganzjährig: Montag – Sonntag: 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr Im Sommer: 6. Mai – 10. September 2016 Montag – Sonntag: 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Am 11. September ist das One World Observatory für die Öffentlichkeit geschlossen
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Eintrittspreise:
Die Ticketpreise fangen bei 32 Dollar für Erwachsene und 26 Dollar für Kinder an. Kinder unter 5 Jahren bezahlen keinen Eintritt
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Die Aussichtsplattform bietet ein 360°- Panorama über ganz Manhattan. Man befindet sich aber die ganze Zeit im Gebäude und genießt die Aussicht aus riesigen Panorama-Glasfenstern.
Der One World Trade – Tower
.De
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Wie auf allen Aussichtstürmen gelten auch hier strenge Sicherheitsvorschriften. Ähnlich wie am Flughafen wird auch hier der Rucksack durchleuchtet und man wird durchsucht.
Mein Stativ wurde mir abgenommen und ich bekam einen Pfandbon.
Der Aufzug brachte uns in Rekordzeit nach oben – und gewährte Einblicke in die Entstehung von Manhattan, leider war der Aufzug sehr voll und alle hielten ihre Kameras nach oben – nunja, ich ja auch ;)
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Oben angekommen gab es auf einer großen Leinwand noch eine Video-Vorführung und wir haben ungeduldig abgewartet, schließlich wollten wir endlich zur Aussichtsplattform!
Aber dann …. dann gab es einen absoluten Gänsehautmoment, wirklich DEN perfekten Moment, der einen fast die Tränen in die Augen treibt.
Um euch aber eine eventuelle Überraschung nicht kaputt zu machen, verrate ich aber nicht, was da passiert ist ;)
Anschließend ging es eine Etage tiefer und somit dann auch in die Etage mit den Panorama – Fenstern!
Ein atemberaubender Anblick, überwältigend und irgendwie schien es sehr unwirklich. Das Wetter war perfekt!
Wir sind zweimal die Runde gegangen und haben uns anschließend in dem Café auf der Aussichtsetage etwas gestärkt. Über 2 Stunden waren wir dort oben, geplant war das so nicht ….
Ich lasse mal ein paar Fotos sprechen, auch wenn sie – wie immer – es nicht so wieder geben, wie es tatsächlich war
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Manhattan – Blick Richtung Norden. Perfekte Sicht bei strahlendem Sonnenschein
Da steht sie!!! Die Freiheitsstatue!!! Rechts sieht man Ellies Island.
Ellies Island. 1892 wurde auf der ca 11,1 ha großen künstlichen Insel die Einreisebehörde für New York (Staat und Stadt) eröffnet und zudem war hier über 30 Jahre die zentrale Sammelstelle für die Immigranten der gesamten USA. Bis 1954 durchliefen ca 12 Millionen Einwanderer diese Einreisebehörde! Seit 1990 ist hier das Museum zur Geschichte der Einwanderung in die Vereinigten Staaten
Ellis Island Departure
Ich hatte noch nie in einem Café so eine atemberaubende Aussicht !!! Wow
Das Empire State Building
Blick über die Upper New York Bay (gegen die Sonne fotografiert) Um die Stadt bei einem Jahrhunderthochwasser zu schützen, könnte man hier drei Stauwehre errichten. Ähnliches wurde bereits in London gebaut.
Ein letzter Blick auf die Freiheitsstatue von oben – dann ging es wieder nach unten
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Auf die Aufzugfahrt nach unten war kurzweilig – Man bekam das Gefühl vermittelt, von aussen um das Gebäude drumherum zu fliegen. Richtig genial!
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Anschließend besuchten wir das 9/11 Memorial.
Genau an der Stelle, wo damals die Twin-Towers standen, befinden sich nun zwei große Wasserbassins mit Wasserfällen, diese sind mit einer Kupferumrandung abgegrenzt, auf welcher sich die Namen der 2983 Menschen befinden, welche bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und vom 26. Februar 1993 ums Leben kamen. Es finden sich die Namen der getöteten Menschen im World Trade Center (11. September 2001 und 26. Februar 1993), im Pentagon, in den vier entführten Flugzeugen sowie alle ums Leben gekommenen Rettungskräfte und freiwilligen Helfer. Die Namen der Attentäter finden sich hier selbstverständlich nicht. Eine besonderes Andenken: Wenn eines der Opfer Geburtstag gehabt hätte, wird eine weiße Rose in seinen Namen gesteckt.
Es ist ein sehr beklemmendes Gefühl, wenn man hier steht und sich an die Bilder von damals erinnert. Wenn man darüber nachdenkt, was genau hier damals passiert ist.
Jeder, den man fragt, weiß noch genau, was er an diesem Tag gemacht hat und wie er davon erfahren hat.
Schlimm fand ich die vielen Besucher, die dort lachend Selfies von sich gemacht haben. Wie kann man an so einem Ort lachen?! Irgendwie verstehe ich das nicht. Mir ist der Besuch von diesem Ort doch etwas nahe gegangen ….
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Mein Bekannter hat noch ein Video gemacht und mir erlaubt, dass ich es hier hochladen darf. Vielen Dank M. !!!
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Geplant war eigentlich, direkt im Anschluss das dazugehörige Museum zu besuchen.
Die Tickets dafür sind im City Pass enthalten.
Aber – die Sonne schien so schön, wir beschlossen, am Hudson River entlang zum Bootsanleger für unsere Schifffahrt am späten Nachmittag zu laufen, ca 6 km waren das.
Spaziergang am Hudson River
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Eines meiner Lieblingsfotos aus dem NY-Urlaub – weil es mich an die schöne Stimmung dort erinnerte. Die Sonne schien, von dem Lärm aus der Stadt bekam man wenig mit, man lief am Wasser entlang, teilweise durch kleine Parcs. Wie schön muss das hier im Frühling sein, wenn alles grünt und blüht?
Gegen die Sonne fotografiert – der One World Trade Center überragt alle
Blick Richtung New Jersey – Newport
Schifffahrt um Manhattan
Unsere Schifffahrt mit Circle Line Sightseeing Cruises (ist im City Pass enthalten) – Einmal um Manhattan – begann um 15.30 Uhr, kurz vor dem Sonnenuntergang.
Auf dem Deck pustete der eisige Wind, ich blieb trotzdem dort, dick eingemummelt, um ein paar Fotos machen zu können. Da sag mal einer, ich würde mich für die Fotos auf diesem Blog nicht ins Zeug legen! Fast weggepustet wäre ich, direkt in den Hudson River …. naja, ok, das ist etwas übertrieben. Aber kalt war es wirklich, brrrrrrr
Dick eingemummelt
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Die Südspitze von Manhattan
Wir fuhren dicht an der Freiheitsstatue vorbei
Etwas herangezoomt
Freiheitsstatue und Süd-Manhattan im Licht der untergehenden Sonne
Dann ging es unter die Brooklyn Bridge drunterher – meine Lieblingsbrücke in NY. Und nun war sie direkt vor mir – wow!
Hinter der Brooklyn Bridge ist in direkter Nähe die Manhattan Bridge
Wir drehten um und fuhren noch einmal um die Südspitze
Das war wirklich schön – wir sahen, wie die Sonne unterging und in Manhattan die Lichter angingen.
Die Schifffahrt dauerte insgesamt 1,5 Stunden.
Nach der Schifffahrt gingen wir zur Bushaltestelle am Times Square und fuhren von dort zurück zum Hotel.
Kein guter Ort, um einen entspannten Tag ausklingen zu lassen, denn es ist hier einfach nur laut, überall blinkt und leuchtet Werbung und die Menschen schieben sich über durch die durch Zäune abgegrenzten Gehwege ….. Nein, meins ist das nicht, ….. Aber die Plattform am Times Square stand trotzdem für die kommenden Tage auf meiner Wunschliste. Den Time Square muss man einfach mal erleben. Das ist die pure Reizüberflutung!!!
Gelaufene Schritte: 24.605
Gute Nacht! Morgen nehme ich euch mit in die Oper !!!!
Normalerweise freue ich mich schon Wochen vor der Abreise, aber in diesem Fall war meine Vorfreude doch sehr getrübt ….
Grund: Die Lufthansa hat Streiks angekündigt. Ausgerechnet jetzt ….
Was passiert, wenn unser Flug gestrichen würde? Die Lufthansa würde die Flugkosten erstatten. Aber Kosten für das Hotel, den City-Pass und die Karten für die Oper? Die nicht … Würde im Streikfall die Reiserücktrittversicherung greifen? Nein! Ein Streik zählt als “höhere Gewalt” und somit werden eventuelle Stornokosten nicht von der RRV abgedeckt. Das heißt: Wenn man weiß, dass der Flug ausfällt, sofort umbuchen, wenn es einen vergleichbaren Flug gibt!
Ich habe im Vorfeld schon abgecheckt, wann welche Flüge gehen und obwohl unser Flug erst am Donnerstag Nachmittag ging, war ich schon am Dienstag Abend abflug-bereit und mein Bekannter ebenso. Im Streikfall wären wir einen Tag früher zum Flughafen gefahren um umbuchen zu können.
Die Lufthansa streikte mehrere Tage und auch an den beiden Tagen vor unserem Abflug wurde gestreikt. Das führt nicht nur zu Ausfällen fast aller Flüge, ein weiteres Problem ist, dass die Flugzeuge später unter Umständen nicht da sind, wo sie sein sollten…..
Meine Nerven waren arg strapaziert, über 10 Jahre habe ich von NY in der Vorweihnachtszeit geträumt und jetzt, wo ich so kurz davor war, diesen Traum endlich verwirklichen zu können, wird gestreikt,…..
Am Tag vor unserem geplanten Abflug kam die erlösende Nachricht:
JAAAAA! Wir fliegen planmäßig!
Am Donnerstag früh fuhren wir los. Erst mit dem Auto, dann mit dem Zug.
Am späten Vormittag trafen wir am Flughafen Düsseldorf ein.
Die Koffer gingen auf Reise, wir warteten aufs Boarding und so langsam begann ich zu realisieren: Es klappt wirklich! Ich fliege nach New York!
Da ist es – unser Vögelchen. Ein Airbus A340-600
Dieses Foto habe ich an die WhatsApp Gruppe meiner Familie geschickt mit den Worten: “Wir sitzen im Flieger, es geht wirklich gleich los!”
Meine Familie und auch meine Kollegen haben mitgezittert und mitgehibbelt – und sich mit mir gefreut, dass wir nicht vom Streik betroffen waren!
Auf dem Rollfeld in Düsseldorf
Gute Filmauswahl – meine Kinder hätten auch ihren Spaß gehabt
Die Toiletten waren im “Keller” des Fliegers
Flug über Kanada
Landeanflug auf Newark
…. mit einem kurzen Blick auf Manhattan. Alle, die links im Flieger saßen, hatten den deutlich besseren Blick auf Manhattan
Vom Rollfeld aus sah man in der Ferne die Skyline von New York.
Weiter ging es mit dem Taxi. Per S-Bahn und Co wäre aufwändig gewesen und vor allem wären wir auch lange unterwegs gewesen, da es keine direkte Verbindung vom EWR nach North Bergen in New Jersey gibt.
Taxi sollte 50 USD + 15 USD Maut kosten. Tatsächlich bezahlt haben wir aber 80 USD, da sich der Taxifahrer selbstständig ein sehr gutes Trinkgeld berechnet hat. Wir waren von der Anreise aber völlig übermüdet und haben das viel zu spät bemerkt,….
Wir hatten auf der Taxifahrt immer wieder einen Blick auf die Skyline von Manhattan. Inzwischen war es dunkel geworden, die Immigration am EWR (Newark) hat über 1 Std gedauert ……
Unser Hotel lag – wie ihr gelesen habt – nicht in NY, sondern in North Bergen.
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Karte:
Ich hatte den Anspruch, ein großes Zimmer mit 2 großen Betten + eigenes Bad zu haben, mein Budget ließ diese Konstellation mitten in Manhattan aber nicht zu. Das Hotel liegt ca 8 Km vom Times Square entfernt und ich dachte, das bisschen fahren jeden Tag – und dafür großes Zimmer und eigenes Bad …. das geht wohl!
IRRTUM!
Denn was ich völlig unterschätzt habe, ist der Strassenverkehr in und um New York.
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Für die nicht einmal 8 km brauchten wir immer ca eine 3/4 Stunde, ….. jeden Tag 1,5 Std, man nur im Bus sitzt, ….. viel zu schade für die wertvolle Zeit in New York.
Sollte ich irgendwann noch einmal nach NY kommen, würde ich den Aufpreis für ein zentrales Hotel in Kauf nehmen …..
Nicht alle Etagen waren so düster – Unsere war es aber …. hat uns nicht so gut gefallen, die anderen Etagen waren heller und wirkten dadurch freundlicher. Zitat meines Bekannten: “Das Düstere hier ….. das ist wie lebendig begraben zu werden ….”
.Nicht a
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Unser Zimmer: Executive Business Double Room. Groß und geräumig mit kleinem Badezimmer und WLAN
Das Badezimmer – links die Badewanne
Der Ausblick aus dem Zimmer. Mehrere mehrspurige Strassen, zwei Gleisen und eine LKW-Vermietung ….. na denn ….. Wobei es interessant war, das Verkehrsaufkommen aus dem Fenster anzusehen, das war wie in einem Ameisenhaufen
Wir gingen noch oben in das Restaurant. Dort gab es üppige Mahlzeiten für normale Preise.
…. und danach gingen wir direkt schlafen, obwohl es noch relativ früh war ….. Nach Deutscher Zeit war es bereits weit nach Mitternacht (Ich glaube, es war ca 2 Uhr)
Gute Nacht zusammen! Morgen gehts nach Manhattan !!!!
Im Dezember 2016 war ich zusammen mit einem Bekannten 5 Tage in New York – der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center war nur eines von vielen Highlights!
Mein Schrittzähler und meine Kamera glühten um die Wette ;)
Wegen der vielen Fotos (und auch ein paar Videos) habe ich den Bericht wieder aufgeteilt, es wird 6 Teile geben!
Schon viele Gastbeiträge wurden mir zugeschickt. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen bedanken! Ich hoffe sehr, auch in Zukunft viele tolle Geschichten von euch zugeschickt zu bekommen!
Und: Aufrufe zu aktuell laufenden Roundups!
Vielen Dank an alle, die schon einmal mitgemacht haben. Ich freue mich immer über eure Beiträge!!!
Mein SEO Programm sagt mir, ich müsste noch 170 Wörter schreiben, um einen guten SEO Wert zu bekommen. Jedoch weiß ich nicht, was ich noch großartig schreiben soll. Also schreibe ich einfach irgendetwas, verkleinere es und mache die Schriftfarbe in weiß. Ob das SEO technisch in Ordnung ist ….. das weiß ich nicht. Ob Google das bemerkt? Das wird sich zeigen. Warum liest Du das hier eigentlich?! Schreib mir mal, wieso, interessiert mich halt. Lg
heute gibt es wieder einmal einen Tipp aus meiner Heimatregion.
Gestern habe ich zusammen mit meinen Kindern unseren Weihnachtsbaum gekauft.
Seit einigen Jahren fahren wir dafür immer nach Riesenbeck – und da dort auch etwas für einen guten Zweck getan wird, habe ich mir überlegt, dazu einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben.
Seit über 30 Jahren produziert und verkauft Familie Everwand aus 48477 Riesenbeck inzwischen Weihnachtsbäume. Neben den klassischen Sorten wie die Normanntanne gibt es hier auch besondere Sorten wie zum Beispiel die leicht nach Orange duftende Coloradotanne.
Auf rund 30 000 Quadratmeter Fläche stehen ca 15 000 Bäume in den verschiedensten Größen.
Wer möchte, kann schon im September / Oktober zur Familie Everwand fahren, um sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen, welcher dann aber natürlich noch bis kurz vor Weihnachten weiterwachsen darf und erst dann von den Besitzern abgeholt wird.
Als wir gestern dort ankamen, begann es leider zu regnen, aus dem Grund habe ich nur mit meiner kleinen Kamera Fotos machen können, daher ist die Quali leider nicht ganz so gut.
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Erste Aufgabe: Welchen Baum nehmen wir überhaupt?
Er sollte nicht pieksen, damit die Kinder beim Baum schmücken helfen können – und nicht allzu groß sein, denn so ein riesiges Wohnzimmer habe ich leider nicht.
Die Auswahl ist riesig – und so dauerte es eine Weile, bis wir einen passenden Baum gefunden hatten.
Als er endlich gefunden wurde, kam ein Helfer der Familie Everwand mit der Säge und unser Marc durfte beim sägen mithelfen. Mit Eifer war er dabei und hinterher ganz stolz, dass er unseren Weihnachtsbaum “alleine” abgesägt hat
Nina machte mit ihrem Handy fleissig Erinnerungsfotos
Marc ganz stolz!
Jana durfte dann die untersten Zweige abknipsen
Und dann wurde der Baum zum einnetzten getragen – die Kinder wollten ihn unbedingt selber tragen, vor allem Marc war ganz glücklich, schließlich war er jetzt ein richtiger Baum-Absäger !
Und auch beim einnetzten halfen die Kinder begeistert mit
…. und ab ins Auto!
Hinweis:
Wer seinen Baum nicht selber sägen möchte – es stehen am Eingangsbereich immer frisch gesägte Bäume zur Auswahl bereit, bis zu 2,50 m hoch, aber es gibt auch viele kleinere Bäume, die Auswahl ist wirklich groß.
Es gibt direkt am Eingang einen kleinen Stand, hier bekommt man heißen Glühwein oder alkoholfreien Weihnachtspunsch, ausserdem Nüsse aus dem Garten der Familie und Spekulatius, welche man dann am kleinen Lagerfeuer essen kann.
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Was ich besonders toll finde:
Für Glühwein und Co nimmt die Familie kein Geld – aber es stehen zwei Sparschweine am Stand – es werden Spenden für das Haus Hannah gesammelt.
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Haus Hannah ist ein Hospiz in Emsdetten.
Aus dem eigenen Bekanntenkreis weiß ich, wie menschlich,familiär und liebevoll dort mit den Patienten und auch den Angehörigen umgegangen wird, ausserdem wird das Personal dort sehr gut ausgebildet – daher spenden wir immer gerne für diesen guten Zweck.
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Alkoholfreier Kinder-Weihnachtspunsch, schön heiß – und am besten schmeckt er direkt am knisternden Lagerfeuer
Uns gefällt die familiäre Athmosphäre bei Familie Everwand – man bekommt immer eine kompetente Beratung und die Bäume halten sich sehr lange.
Für die Kinder war es wieder ein Highlight, unseren Baum selber sägen zu dürfen.
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Und nach einem erfolgreichen Weihnachtsbaumkauf noch ganz in Ruhe einen Becher Glühwein zu trinken ist jedes Jahr eine schöne Einstimmung auf die bevorstehende Weihnachtszeit.
Edit: Am 2. Dezember 2017 haben wir (bei -2°C) unseren diesjährigen Weihnachtsbaum reserviert. Nächste Woche holen wir ihn ab :D