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Guten Morgen zusammen
Es ist Sonntagmorgen, 07.30 Uhr …
Mein heutiger Blogbeitrag hat mal ausnahmsweise nichts mit Reisen zu tun, sondern mit dem Thema „Kinder“. Ich glaube, dass sich viele Eltern darin wiedererkennen werden ;)
Schauen wir mal auf einen typischen Morgen in der Woche.
Es ist 6 Uhr. Mein Wecker klingelt und ich gehe in die Kinderzimmer, um die Kinder zu wecken.
„Guten Morgen, aufstehen!“ rufe ich gut gelaunt in die Kinderzimmer und vernehme als Reaktion in den meisten Fällen nur ein „Noch 5 Minuten …“
Ok, lasse ich sie noch 5 Minuten dösen …
06:05 Uhr: „Kinder, aufstehen, ihr habt heute Schule …“ trällere ich in die Kinderzimmer.
Reaktion? … keine …
Was macht eine liebevolle Mutter in dem Fall? Richtig. Licht an! Das wird helfen beim Wachwerden.
06:10 Uhr: Es ist immer noch so still. Ich höre keinen Wasserhahn und keine Zahnbürsten …
Ich schaue nach – Kinder liegen noch im Bett …
„Kinder, steht jetzt auf, sonst wird es gleich zu hektisch!“
Die Kinder nörgeln … „Mama, es ist noch so früh …“
06:15 Uhr: Wieso ist es immer noch so leise im Badezimmer?!
Ab in die Kinderzimmer … die Kinder liegen immer noch im Bett …
„Aufstehen!“ … ich komme mir vor wie ein Bundeswehrfeldwebel …
Es funktioniert. Die Kinder stehen auf und schleichen träge und langsam ins Badezimmer. Ich sage ihnen, sie sollen schon einmal ihre Schlafanzüge ausziehen.
06:20 Uhr: Ich denke, dass die Zwillinge inzwischen soweit sind und möchte mit ihnen Zähne putzen. Und auch meine Älteste sollte schon beim Zähneputzen sein.
Aber: Im Badezimmer die Ernüchterung. Die Zwillinge liegen dösend in ihren Schlafanzügen auf dem Badezimmerteppich und lassen sich mit dem Fön warme Luft um die Füße pusten …
Hallo????
„Kannst du uns anziehen, Mama? Wir sind dafür zu müde …“
*seufz*
Ok …
07:00 Uhr. Alle drei sitzen am Frühstückstisch bei meiner Mutter … müde, maulig … sie mosern darüber, dass die Schule viel zu früh anfängt und dass es Kinderquälerei wäre, dass man Schüler so früh aufstehen lässt …
07:10 Uhr: Ich verabschiede mich von meinen Kindern, denn ich muss zur Arbeit fahren. Es gibt nur ein müdes „Tschüss“ …
…
Sonntag. Endlich ausschlafen!!! Herrlich!!!!
05:50 Uhr: Was sind das für Geräusche aus dem Kinderzimmer?!
Hab mich wohl verhört … und döse wieder etwas ein …
06:00 Uhr: Nanu?! Schon wieder Geräusche, dieses Mal aus dem Wohnzimmer. Was ist denn da los?!
Ich stehe auf (um 6 Uhr!!!! – und das am Sonntag. Sonntag!!! …) und gehe ins Wohnzimmer und in die Küche.
„Guten Morgen Mama!“ rufen mir meine drei Kinder fröhlich entgegen. Sie sind schon angezogen (!) und machen sich gerade ihr Frühstück.
„Kinder, es ist 6 Uhr … was macht ihr hier?!“
Die Kinder lachen: „Frühstücken!“
Ja, mit meinen halbwachen Augen erkenne ich das …
„Es ist grad mal 6 Uhr … in der Woche wollt ihr nie aufstehen …“
Mein Sohn (7) bringt es dann auf den Punkt:
„Ja, wir sind nur Frühaufsteher, wenn wir keine Schule haben!“
Ich muss alleine frühstücken, die Kinder sind ja längst damit fertig … und ich arbeite nebenbei ein paar Beiträge ab. Die Kinder spielen im Kinderzimmer und ich höre sie quietschvergnügt lachen.
Gleich werden sie zu mir kommen und fragen, was wir heute alles unternehmen.
So ist das am Sonntagmorgen um 7 Uhr, wenn man Kinder hat
… und ich glaube, das wird mir irgendwann sehr fehlen …
Übrigens: Im Urlaub haben die Kinder ja generell keine Kita und keine Schule. Also quasi jeden Tag Sonntag – und damit oft auch jeden Tag um 6 Uhr wach. Positiv gesehen: So hat man mehr vom Tag. Man ist zwar müde, aber hat auch mehr vom Tag.
Viele unserer Reiseberichte mit Kindern findet ihr übrigens hier:
Reiseberichte aus Deutschland mit Kindern
In diesem Sinne: Euch allen einen guten Morgen und einen tollen Sonntag!
(Wenn euch dieser Beitrag gefällt, freue ich mich über ein Like oder übers Teilen. Danke )
Nachtrag einige Jahre später
Diesen Beitrag habe ich vor einigen Jahren geschrieben.
Inzwischen sind unsere Kinder im Teenageralter. Wenn wir sonntags gemeinsam frühstücken möchten, ist es manchmal Schwerstarbeit, alle fünf Teenies um 10 Uhr an den Tisch zu bekommen. Oft frühstücken mein Mann und ich deshalb eine Kleinigkeit direkt nach dem Aufstehen – und machen später noch einmal ein „Spätstücken“ mit den Teenies.
Und soll ich ehrlich sein?
Ein kleines bisschen traurig bin ich schon, dass diese Zeiten von damals vorbei sind.
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