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Kategorie: Reiseplanung

  • Ellys Eleven: 11 Schritte zur Planung von einem Roadtrip

    Ellys Eleven: 11 Schritte zur Planung von einem Roadtrip


    Wie plant man einen Roadtrip?

    Der fertige Roadtrip. In ein paar Schritten erkläre ich euch heute, wie man einen Roadtrip komplett plant

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    In 11 Schritten zum perfekt geplanten Roadtrip – los gehts!

    Ob man alleine auf Roadtrip geht oder bereits Kinder dabei hat, macht bei der groben allgemeinen Planung erst einmal keinen Unterschied.

    Diese kommen erst später im Detail.

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    1. Ziel festlegen.

      Bevor es an die Planung geht, muss erst einmal das Ziel feststehen. Bei dem Stichwort „Roadtrip“ denken die meisten gleich an die USA, aber einen Roadtrip kann man nahezu überall durchführen. Island, Frankreich, Australien …..

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    2. Wann und wie lange?.

      Je nachdem, wohin man möchte, ist nicht jede Reisezeit ideal. Es gibt zum Beispiel Monate, in denen es viel regnet oder besonders heiß ist usw. Eine Garantie hat man nie. Wir waren in einem der trockensten Monate in einem der trockensten Länder dieser Erde (Qatar) und hatten 2 Tage in Folge Regen – das gab es da so schon seit Jahren nicht mehr ….

      Linktipp:
      http://www.beste-reisezeit.org/


      Auch über die Reisedauer muss man sich Gedanken machen. Möglich ist alles. Ich habe vor kurzem einen Reisebericht gelesen, in welchem ein junges Pärchen in 12 Tagen Teile der US-Westküste bereist haben. Mir persönlich wäre das schon wegen der langen Anreise zu kurz. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Sehr gerne gelesen habe ich auch vor einiger Zeit den Reisebericht von einem älteren Ehepaar, welche sich 5 Monate Zeit genommen haben, um nahezu die gesamte USA zu bereisen. Sie haben sich einen Camper gekauft und vor der Abreise wieder verkauft.

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    3. Flüge buchen.

      Wenn man Ziel und Zeit kennt, sollte man nicht zu lange warten, um die Flüge zu buchen. Ich nutze dafür gerne diverse Flugsuchmaschinen oder kombiniere zB bei Expedia oder Kayak Flug mit Hotel, was auch oft gute Angebote bringt. Statistisch gesehen sollen Flüge übrigens in der Woche nachts am günstigsten sein, das habe ich zwar mal beobachtet, konnte aber keine großen Unterschiede feststellen. Eine Bekannte erzählte mir kürzlich, wenn sie passende Flüge gefunden hat, bucht sie diese in der Woche früh morgens an dem alten Computer ihrer Eltern, da auch das Einfluss auf den Preis haben würde.

      Dazu fehlen mir persönlich allerdings Erfahrungen. Wenn ihr es ausprobiert, berichtet mir mal, ob das wirklich funktioniert.

       

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    4. Ordner anlegen.

      Direkt nach der Flugbuchung lege ich mir immer 2 Ordner an:

      Ordner 1: Ein virtueller Email-Ordner, in dem die Emails mit Buchungs- bzw Reservierungsbestätigungen die Reise betreffend verschoben wird. Bei einem Roadtrip kommt da viel zusammen….. Für unseren USA-Roadtrip zb waren es 57 Emails.

      Ordner 2: Ein haptischer Ordner. Buchungsbestätigungen drucke ich aus und hefte sie ab. Einreiseformalitäten kommen auch hinein. Und außerdem auch die Liste aus Punkt 5. Das mag in der digitalen Welt nicht mehr zeitgemäß sein, aber auf Reisen habe ich für alles digitale nur mein Handy. Wenn mir das kaputt geht oder abhanden kommt, habe ich ein Problem, daher gehe ich den sicheren Weg.

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    5. Word-Dokument, Exel-Tabelle oder app.

      Als nächstes erstelle ich eine Tabelle. Die Profis mit Exel. Die anderen mit Word.

      Die Tabelle hat mehrere Spalten, in Word hat sie idealerweise Querformat.

      Spalte 1: Datum

      Spalte 2: Reisetag

      Spalte 3: Ort, in dem man sich morgens befindet

      Spalte 4: Plan für den Tag / Reservierte Touren / Zwischenstopps

      Spalte 5: Ort, zu dem man für die nächste Übernachtung fährt

      Spalte 6: Name vom Hotel / Campground

      Spalte 7: In etwa zu fahrende Kilometer

      Spalte 8: Randbemerkungen.

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      Bild aus Bericht https://www.elly-unterwegs.de/2017/05/03/usa-die-westkueste-ein-roadtrip-im-wohnmobil-alleine-mit-meinen-3-kindern/

       

       


      Inzwischen gibt es hierfür auch hilfreiche Apps, welche alle Buchungen digital an einem Ort bündeln für alle, die es lieber digital haben ohne Word oder Excel

      Die digitale Lösung: 2 Apps, die euch zur Organisation helfen

      Hinweis: Diese beiden Apps wurden mir mehrfach empfohlen, ich selbst habe sie noch nicht ausprobiert – freue mich aber über euer Feedback.

      Wanderlog ist für Roadtrips besonders stark, weil du deinen Trip nach Tagen aufbauen kannst und parallel Karte und Route im Blick behältst. Zusätzlich kannst du Buchungen aus Bestätigungs-Mails importieren, entweder per Gmail-Verknüpfung oder indem du die Mails weiterleitest. Das ist ideal, wenn Hotels und Flüge schon im Postfach liegen und du trotzdem alles an einem Ort sehen willst.

      TripIt ist die App, wenn du vor allem Ordnung in Buchungen bringen willst. Bestätigungs-Mails (Flüge, Hotels, Mietwagen und andere Reservierungen) werden gesammelt und automatisch zu einer übersichtlichen Reiseroute zusammengefügt. Für alle, die sowieso alles per Mail bekommen, ist das die schnellste Methode, um aus „E-Mail-Chaos“ eine saubere Reiseübersicht zu machen.

      Optional, wenn du stärker auf Roadtrip-Routing und clevere Stopps entlang der Strecke setzt: Roadtrippers. Diese App ist auf klassische Roadtrips fokussiert, mit Tages-Logik und Distanz-Überblick. Wer unterwegs gerne spontan noch Highlights einbaut, findet hier viele Ideen entlang der Route.

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    6. Womit unterwegs?.

      Nachdem wir unsere Ordner und die Übersichtstabelle angelegt haben, geht es an die Planung des eigentlichen Roadtrips.

      Da muss man sich als erstes fragen: Womit bin ich überhaupt unterwegs?

      Im Auto mit Übernachtungen im Hotel oder im Wohnmobil mit Übernachtungen auf den Campgrounds?

      Oft ist es preislich gar nicht so ein riesiger Unterschied, aber es gibt Länder, welche sich besser mit dem Auto und andere Länder, die sich wiederum besser mit dem Wohnmobil erkunden lassen.

      Besucht man viele Städte, ist ein Auto sicherlich sinnvoller. Steht die Natur im Vordergrund, kann man sie im Camper viel intensiver erleben.

      Auch die Reisezeit spielt eine große Rolle. Ist man mit dem Camper unterwegs, darf man auf vielen Campgrounds nachts den Generator nicht nutzen. Kühlt es nachts stark ab, braucht man u.U. schon dicke Schlafsäcke, um nicht zu frieren.

      Außerdem muss man beachten: Möchte man zB in den USA ein Wohnmobil mieten, kann man dieses erst am Folgetag nach der Anreise übernehmen, man braucht also zwingend 1 Nacht im Hotel nach der Anreise.

      Den Mietwagen kann man direkt nach der Landung übernehmen

      Daher sollte man zumindest grob die Route schon kennen, bevor man den fahrbaren Untersatz bucht.

      Linktipps für die Buchung vom Mietwagen

      https://www.kayak.de/cars *
      (*Affiliatelink. Sie helfen, meinen Blog zu finanzieren. Danke für eure Unterstützung – so bleibt elly-unterwegs.de werbefrei.)

      https://mietwagen.check24.de/

      https://www.billiger-mietwagen.de/


      Linktipps für die Buchung von einem Wohnmobil (Da habe ich nur einen Tipp, da ich das erste mal einen Camper gemietet habe, mit dem Ablauf bislang aber sehr zufrieden war)

      https://www.camperdays.de/

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    7. Das Feintuning der Route.

      Die Flüge sind gebucht, möglicherweise auch schon die erste Nacht oder die ersten Nächte nach der Ankunft.

      Nun geht es ans Feintuning der Route und man kann sich überlegen: Was möchte ich unbedingt sehen? Kann ich das mit meiner Route kombinieren? Welcher Ort passt nicht so gut in die Route etc

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      ToDo:

      Tip 1: Ein weiteres Word-Dokument öffnen und offen lassen

      Tip 2: Ganz viel in Reiseforen und Reiseführern lesen.

      Ich bevorzuge das Lesen von Reiseberichten und durchforste dafür schon Monate vorher die Reiseforen des jeweiligen Reiseziels nach aktuelleren Reiseberichten. Oft geben die Autoren noch Tipps oder beschreiben, was sich lohnt und was eher eine Enttäuschung war. Natürlich ist das immer sehr subjektiv, aber wenn man in 7 Reiseberichten liest, dass sich eine Sehenswürdigkeit nicht so lohnt, weil sie überteuert und überlaufen ist, wird da schon was dran sein.

      Entdeckt man in den Reiseberichten oder Reiseforen tolle Tipps oder bekommt wertvolle Hinweise, kann man sie sich direkt im Word Dokument notieren. Damit man nicht den Überblick verliert, kann man Oberpunkte für jedes Ziel beim Roadtrip erstellen.

      Auch bei der Suche nach Unterkünften sind Foren bzw Reiseblogs ebenfalls immer sehr nützlich

      Damit man eine ungefähre Ahnung von den Tagesstrecken bekommt, gibt man Start- und Zielpunkt bei Google Maps ein und bekommt die Kilometer angezeigt. Erfahrungsgemäß kann man auf die von GoogleMaps berechnete Fahrtzeit immer 20 – 30 % draufrechnen.

      In Reiseforen kann man sich auch über die Strecken informieren. Es gibt fast immer User, die eine ähnliche Tour schon gefahren sind und wichtige Infos zu den Straßen und zu den Strecken liefern können!

      Für einen entspannten Roadtrip sollte man pro Tag nicht mehr als 300 km fahren und auch mal 2 Nächte an einem Ort bleiben. Es gibt aber auch viele Reisende, welche sich pro Tag eine Strecke von 500 km einplanen. Dadurch sieht man mehr – und doch nicht, weil man viel auf der Straße unterwegs ist und für die eigentlichen Ziele dann u.U. nicht mehr viel Zeit hat.

      Manche schwören auch auf folgendes Modell: Ein paar Tage an einem Ort bleiben, dann an einem Tag 600-700 km fahren und dann wieder ein paar Tage am nächsten Ort bleiben.

      Das muss jeder für sich entscheiden, eine Faustregel gibt es hier nicht, lediglich Empfehlungen. Zu beachten gibt es hier, dass in manchen Ländern davon abgeraten wird, im dunkeln zu fahren. In Australien zum Beispiel sind spät abends / nachts viele Tiere auf den oft nicht beleuchteten Straßen unterwegs.

      Beachten sollte man aber unbedingt, dass auch Zeiten zum einkaufen oder Wäsche waschen bleiben. Wenn es an einem Ort evtl. Sightseeing-Touren gibt, an welchen man teilnehmen möchte, sollte man die Zeiten checken, damit auch dafür genug Zeit bleibt. Wer mit Kind(ern) unterwegs ist, sollte nicht allzu viele Kilometer pro Tag einplanen, außerdem möchten Kinder jeden Tag rennen / spielen / toben und nicht nur im Mietwagen / Camper sitzen und sich irgendwas ansehen.

      Eine tolle Seite um sich seine gesamte Route mit allen Zwischenstopps anzeigen zu lassen ist https://roadtrippers.com/

      Bei Google Maps kann man nur bis zu 10 Stops einplanen.

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    8. Buchung der Unterkünfte / der Campgrounds.

      Die Route steht, man weiß ungefähr, wo man wann ist.

      Zeit, um die Unterkünfte und/ oder Campgrounds zu buchen / reservieren.

      Das wird vermutlich den Mammutanteil einnehmen, erst Recht, wenn man jede Nacht woanders nächtigen möchte.

      Man muss nicht unbedingt immer alles vorher reservieren, denn dann nimmt man sich die ganze Spontanität, auch mal an einem Ort länger zu bleiben.

      Bei beliebten Unterkünften / Campgrounds oder zu gewissen Reisezeiten ist es jedoch empfehlenswert, vorzubuchen.

      Dafür muss man checken, wann im Reiseland Feiertage und Ferien sind. In den USA wäre da zum Beispiel das Memorialday-Wochenende, an dem viele Unterkünfte schon frühzeitig ausgebucht sind. In Australien ist um die Weihnachtszeit herum vieles schon teilweise ein Jahr vorher ausgebucht.

      Selbst wenn im Reiseland selber kein Ostern / Weihnachten gefeiert wird: Es gibt genug Länder, die das tun und aus welchem dann Touristen anreisen.

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      Die gebuchten Unterkünfte notiere ich in meiner Word/ Exel Tabelle, drucke die Emailbestätigung aus und hefte sie im Ordner ab. Die Originale Email verschiebe ich in den Roadtrip-Ordner.

      Es gibt inzwischen unzählige Seiten, die einen Hotelpreisvergleich anbieten. Booking, Trivago, Holidaycheck, Kayak uvm.

      Empfehlen kann ich da speziell nichts, ich durchforste immer alle Seiten, manchmal schreibe ich mein Wunschhotel auch direkt an.

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      Empfehlen kann ich aber eine sehr gute, deutschsprachige Seite mit einer Übersicht von den Campgrounds in USA und Kanada:

      https://www.womo-abenteuer.de/map


      Und für Europa gibt es dieses Such-Tool vom ADAC:

      https://campingfuehrer.adac.de/campingfuehrer/suche.php

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    9. Die Route steht – Nun kann man noch Ausflüge buchen.

      Damit steht die Route!

      Die Flüge sind gebucht, Mietwagen / Camper auch. Die Campgrounds / Hotels sind reserviert und die Routenplanung ist komplett.

      In unserer Word / Exel Tabelle sind die einzelnen Tage alle notiert, lückenlos. Perfekt! Die Reservierungs- und Buchungsbestätigungen habe ich alle in meinem Ordner abgeheftet.

      Weiter gehts:

      Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht schon bestimmte Ausflüge von zu Hause aus. In San Francisco ist zum Beispiel die Tour zu der Gefängnisinsel Alcatraz oft schon Tage / Wochen vorher ausgebucht. Die deutschsprachige Tour im Opernhaus in Sydney sollte man auch frühzeitig buchen. Manchmal ist es zudem auch günstiger, wenn man von zu Hause aus bucht. In entsprechenden Reiseforen oder bei Google bekommt man die Informationen.

      Preisvergleich lohnt sich übrigens auch hier, oft werden ähnliche Touren von verschiedenen Anbietern angeboten.

      Die Reservierungsbestätigungen kommen in den Ordner und die Bestätigungs-Email wandert in meinem Roadtrip-Email-Ordner

       

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      Elchfütterung in Schweden, Foto aus dem Bericht https://www.elly-unterwegs.de/2018/10/19/schweden/
    10. Einreiseformalitäten.

      Für manche Länder muss man vor der Anreise eine Art Einreiseantrag stellen. Informationen bekommt man hier:

      http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laender_Uebersicht_node.html


      Dieser Einreiseantrag sollte schon rechtzeitig gestellt werden, um im Problemfall noch genug Zeit zum reagieren zu haben.

      Auf der Seite vom Auswärtigen Amt kann man auch lesen, welche Regelungen es bei der Mitnahme von Kindern gibt, erst recht, wenn nur ein Elternteil mit den Kindern reist.

      Ich drucke vor jeder Reise die Reisevollmacht der ADAC-Seite aus und lasse diese vom Vater meiner Kinder ausfüllen / unterschreiben. Dazu kommt eine Kopie seines Ausweises zum Abgleich der Unterschrift. Auch standardmäßig sind Kopien der Geburtsurkunden meiner Kinder im Gepäck.

      Manche Länder wie zB Namibia erfordern eine notariell beglaubigte Reisevollmacht des anderen Elternteiles, daher war ich vor unserer Namibia-Reise mit dem Kindesvater beim Notar.

      Und ja, die Papiere werden oft kontrolliert. Die strengte Kontrolle hatten wir in den USA, wo sogar die Kinder befragt wurden. Aber selbst an europäischen Grenzen wie zB die Grenze zwischen Kroatien und Bosnien&Herzegowina gibt es oft strenge Kontrollen. Also informiert euch bitte, wenn ihr bei gemeinsamen Sorgerecht alleine mit eurem Kind / euren Kindern verreisen möchtet.

      Auch kann man sich informieren, ob es Rabattpässe für das Reiseziel gibt, diese kann man auch oft schon in Deutschland bestellen.

       



    11. Weitere hilfreiche Links.

      Über ein ganz wichtiges Thema habe ich vor einiger Zeit schon in einem Blog-Beitrag geschrieben:

      Sicher auf Reisen – die richtige Reisevorbereitung

      Hier geht es u.a. auch um die Reiseversicherungen, um die Dokumente usw.

      Die Seite schließt sich nahezu nahtlos an diese Seite an, daher empfehle ich, sie auch einmal durchzusehen, ob man an alles gedacht hat.

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      Link zu der Seite:

      Sicher auf Reisen – Die richtige Reisevorbereitung

      Eine weitere Seite, welche für den ein oder anderen nützlich sein könnte:

      11 Tipps – Fliegen mit Kindern

       

    Roadtripplanung: Unsere Routen zum Nachlesen

    Der aktuelle Roadtrip: Australien, sogar ganz ohne Mietwagen.
    Australien: Alle Berichte, Route & Planung

    Das war unser erster richtiger Roadtrip: USA Westküste im Wohnmobil, alleine mit drei Kindern.
    USA Westküste: Roadtrip im Wohnmobil

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  • Fliegen mit Kindern: 11 erprobte Tipps für Baby, Kleinkind und Langstrecke

    Fliegen mit Kindern: 11 erprobte Tipps für Baby, Kleinkind und Langstrecke


    Fliegen mit Baby oder Kleinkind kann deutlich entspannter laufen, wenn ein paar Dinge vorher klar sind: Flugzeit, Sitzplatz, Handgepäck und vor allem der Druckausgleich bei Start und Landung. Über viele Flüge mit Kindern hinweg haben sich diese 11 Tipps bewährt, egal ob Kurzstrecke oder Langstrecke. Hier kommen die persönlichen Erfahrungen, ohne Schönreden und ohne Perfektionsdruck. Ergänzend dazu findest du hier auch meine Tipps, mit Kindern sicher zu reisen.


    Ellys Eleven

    Meine persönlichen 11 Tipps zum Fliegen mit Kindern

    Fliegen mit Kindern: Flugzeug am Flughafen und Vorfreude
    Da kommt das Flugzeug – und die Aufregung steigt !

    11 Tipps zum Fliegen mit Kindern

    Tip 1: Seid ehrlich zu euch selbst, bevor ihr bucht

    Lasst euch nicht reinreden, aber denkt euch in die Situation des Fluges hinein und überlegt ehrlich und selbstkritisch, ob euer Kind bei einem Flug auch mal ruhig sitzen bleiben kann, denn vor allem vor und während des Starts MUSS das Kind auf seinem Sitz oder – bei unter 2-Jährigen auch erlaubt – auf dem Schoß der Eltern – ruhig sitzen bleiben. Ohne Diskussion, ohne wenn und aber.


    Tip 2: Tagsüber fliegen – oder doch besser nachts?

    Es gibt Kinder, welche auf eine Änderung des gewohnten Tag- Nacht- Rhythmus extrem reagieren. Muss nicht, aber kann. Letztendlich kennt jeder sein Kind am besten und sollte wissen, was geht und was nicht. Daher ist meine persönliche Empfehlung: Fliegen bei Tag. Vorteil 1: Kind ist dann sowieso wach und im normalen Rhythmus. Vorteil 2: Kind kann aus dem Fenster schauen, vor allem am Flugplatz doch manchmal ganz spannend. Ich kenne Eltern, die schwören auf fliegen bei Nacht, deren Kinder schlafen einfach überall und immer, sobald die Sonne untergegangen ist …. Ausprobieren, ihr kennt eure Kinder am besten!

    Aus dem Fenster schauen - und Landschaften oder Wolken von oben sehen
    Aus dem Fenster schauen – und Landschaften oder Wolken von oben sehen

    Bei einem Nachtflug wird es auch im Flieger meistens dunkel
    Bei einem Nachtflug wird es auch im Flieger meistens dunkel

    Für die Fluggäste gibt es bei einem Nacht-Langstreckenflug oft kleine Päckchen mit nützlichem Inhalt

    Für die Fluggäste gibt es bei einem Nacht-Langstreckenflug oft kleine Päckchen mit nützlichem Inhalt

    Tip 3: Macht euer Kind vor dem Flug mit der Situation vertraut

    Das haben wir vor jedem Flug gemacht: Ein paar Tage vorher zum Flughafen bei uns um die Ecke gefahren und dort mit den Kindern alles erkundet. Highlight zum Schluss war jedes mal die Aussichtsterrasse, hier habe ich vorher immer online geschaut, wann Flugzeuge starten und landen.
    Wer es sich erlauben kann: Miniflug mit den Kindern, zB von München nach Frankfurt o.ä. Haben wir allerdings nie gemacht, ich kenne jedoch Eltern, die vor jedem Langstreckenflug 1-2 Wochen vorher mit den Kindern Kurzstrecken fliegen – zum angewöhnen – … …. Muss jeder für sich wissen und entscheiden.

    Wer generell Reisen strukturiert plant, findet hier außerdem meine

    11 Schritte zur Planung von einem Roadtrip.

    Meistens gibt es für Kinder im Flieger kleine Extras - Das gab es z.B. auf einem Flug mit Air Berlin in die USA
    Meistens gibt es für Kinder im Flieger kleine Extras – Das gab es z.B. auf einem Flug mit Air Berlin in die USA

    Tip 4: Bucht für euer Kind einen eigenen Sitz

    Warum? Weil selbst ein 2 Stunden Flug mit zappeligem Kleinkind auf dem Schoß unendlich lang werden kann. Hatten wir schon und war nicht so schön,…..


    Tip 5: Gummibärchen oder Getränk zum Start oder Landung

    Kinder haben Probleme mit dem Druckausgleich bei Start und Landung. Um es ihnen zu erleichtern, kann man den Kindern bei Start und Landung etwas zum kauen oder trinken geben, durch die häufigeren Schluckvorgänge erleichtert das dem Kind den Druckausgleich und erspart schlimme Ohrenschmerzen.


    Tip 6: Ohrenstöpsel für Start und Landung

    Nein, nicht für die Eltern und die anderen Passagiere lach – sondern für die Kinder.
    Ergänzend zu Tipp 5 gibt es spezielle Ohrenstöpsel für Kinder, welche auch den Druckausgleich erleichtern sollen (Siehe Liste unten) . Wir haben zusammen mit Tipp 5 sehr gute Erfahrungen gemacht bzw. sehr entspannte Kinder bei Start, Landung und auch beim Flug selber.
    In diesem Zusammenhang sei erwähnt: Für Schnullerkinder bitte ausreichend Schnuller mitnehmen. Kinder haben diese Fähigkeit, an den unmöglichsten Stellen ihre Schnuller zu verlieren. Und seltsamerweise schreien sie dann meistens nicht einmal, …. Wir hatten das mal auf einem Kurzstreckenflug und hätten auch 100 € für einen neuen Schnuller gezahlt,…..

    Fliegen mit Kindern: Tipps zum Druckausgleich bei Start und Landung

    Tip 7: Neues Spielzeug für den Flug

    Irgendeine Kleinigkeit. Ein kleines Büchlein z.B.

    Keine Kleinteile, die dann auf dem Flugzeugboden gesucht werden müssen (mein damaliger Mann hat mal die glorreiche Idee, ein Legoauto zum zusammenbauen zu kaufen – konnte es ihm aber dann mit Mühe und Not ausreden … ) nichts großes, da es ja ins Handgepäck passen muss. Es gibt zwar im Flieger meist Kleinigkeiten für Kinder, aber wir bekamen bei einem Flug zum Beispiel einen Wasserball zum aufpusten, der war zwar toll, aber nix für direkt im Flieger …… Bei uns standen Pixi Bücher immer hoch im Kurs. Oder Zaubertafeln zum bemalen und dann wieder wegwischen, später dann Rätselbücher oder auch zB die Kids-Kamera von Vtech.
    ….Und auch an den Rückflug denken

    Ein neues Bilderbuch - spannend!!!
    Ein neues Bilderbuch – spannend!!!

    Tip 8: Gibt es Kindermenüs? Und was ist mit Allergien?!

    Kindermenüs – Bei manchen Airlines kann man sie bestellen, bei manchen gibt es sie automatisch, daher immer vorher erkundigen und ggfl. vorab bestellen. Bei einer Airline war es so, dass auch Kinder automatisch ein Erwachsenengericht bekommen hätten, wenn wir nicht explizit ein Kindergericht vorbestellt hätten.
    Ebenso bieten fast alle Airlines eine gute Auswahl an Menüs für Lebensmittelunverträglichkeiten an, da unsere drei Kinder alle drei diverse Dinge nicht essen dürfen, haben wir da auch schon unsere Erfahrungen gesammelt und positiv überrascht waren wir da u.a. von Air Berlin, reibungsloser Ablauf, hat alles geklappt und den Kindern auch geschmeckt!
    Es gibt Airlines, welche mitgebrachte Babybreis schon vor dem Start erwärmen, das ist aber ganz unterschiedlich.
    Daher rate ich immer: Vorher informieren, entweder bei der Airline oder, und da bekommt man oft die genaueren Antworten, in entsprechenden Foren!

    Zwischenmahlzeit für Kinder damals bei Air Berlin
    Zwischenmahlzeit für Kinder damals bei Air Berlin

    Tip 9: ISE

    „Mama, wann fliegen wir wieder mit einem Flugzeug mit so einem Tablet im Sitz?“

    Weiß nicht, ob man ein Inseat- Entertainment während eines Fluges haben muss, aber unsere Kinder waren total begeistert vom ISE. Zugegeben, zu der Zeit hatten wir unsere Tablets noch nicht ;) Sie haben Kinderfilme geschaut, gemalt, Spiele gespielt, Kinderlieder gehört. Und obwohl unsere zu dem Zeitpunkt 3-jährigen Zwillinge nicht lesen konnten und auch kein Tablet kannten, hatten sie die Bedienung ruck zuck herausgefunden und stellten sich das an, was sie hören / sehen / spielen wollten.
    Das war für uns als Eltern dann zugegeben auch ein wenig entspannend ;)

    Inseat-Entertainment im Flugzeug für Kinder auf Langstrecke
    Musik hören, Trickfilme gucken, Bilder malen, Spiele spielen – mit modernen ISE ist das alles kein Problem

    Tip 10: Informiert euch über Airline und Flughafen

    Informiert euch im Internet über die Airline. Es gibt zig verschiedene Airlines und in Zeiten von Preisdumping und Co geht auch viel Service verloren ….. daher mein Rat, vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist: Informiert euch vor der Buchung, wie eure angedachte Airline in Sachen Service und Familienfreundlichkeit dasteht, was wird geboten, was ist inklusive und was nicht, wie wird reagiert, wenn man mal einen Sonderwunsch hat, wird Babybrei auf Wunsch erwärmt, darf man die Kindergetränkeflasche mit an Board nehmen usw.

    Ebenso der Flughafen. Es gibt Flughäfen, bei welchen man die Buggys schon bei der Gepäckabgabe mit abgeben muss, dafür gibt es dann Leihbuggys, bei anderen darf man den eigenen Buggy bis zur Flugzeugtür mitnehme und bekommt ihn sofort nach der Landung wieder. Da man Handgepäck und Co dabei hat, ist das nicht ganz unwichtig, denn ein Kleinkind und Handgepäck die ganze Zeit tragen geht sehr in die Arme,….. und ob das Kind das so toll findet, ist ja auch dahingestellt….

    Für konkrete Langstreckenerfahrungen findest du hier meine FAQ: USA mit Kindern – 11 ehrliche Antworten.


    Tip 11: Packt Ersatzkleidung und Mützchen ein

    Packt auf jeden Fall Ersatzkleidung ein, denn ein Malheur passiert (leider) schnell einmal. Man stelle sich einen Flug vor mit ordentlichen Turbulenzen ….. das kann bei vielen schon zu starker Übelkeit führen …… Wo wir beim Thema sind. Checkt unbedingt, ob wirklich eine Kotztüte im Sitz liegt, bevor es zu spät ist.
    Zusätzlich zur Ersatzkleidung hat mir eine liebe Mama noch einen tollen Tipp gegeben: Mützchen einpacken, egal wie warm es ist: Grund: In manchen Flugzeugen wird gekühlt, was das Zeug hält.


    Rechtzeitig am Flughafen – da war dann auch noch viel Zeit zum toben im Bällebad – Ausgleich zum bald darauffolgenden still sitzen müssen

    Das waren meine persönlichen Tipps. Eine Garantie für einen ruhigen Flug mit eurem Kind / euren Kindern geben sie natürlich nicht, daher noch ein paar Worte zum Abschluss:

    Bleibt relaxt !

    Entspannt bleiben. Früh genug zum Flughafen fahren. Alles in Ruhe und ohne Stress und Hektik erledigen.
    Gar nicht so viel Drama machen, ob die Kinder denn „ruhig“ sind oder nicht. Es sind Kinder und keine Aufziehpuppen. Wenn die Kinder spüren, dass die Eltern auf jeden Mucks von ihnen fixiert sind und sofort unruhig werden, sobald es etwas lauter wird, verunsichert dieses Verhalten das Kind.
    Kinder haben feine Antennen für die Stimmung der Eltern. Sind die Eltern entspannt, sind die Kinder meistens auch ruhiger.

    Und: Hört nicht auf dumme Kommentare von Mitreisenden. Auf dem Rückflug von Miami nach Düsseldorf: Ich kam mit Jana von der Toilette, sie war gut zufrieden, kein Gebrammel oder so. Eine ältere Deutsche sah uns und meinte zu mir “Muss das sein, mit so kleinen Kindern schon so einen langen Flug?” ….. Ich ging kommentarlos weiter. ….. solche Kommentare gibt es immer wieder, auch direkt am Flughafen, Verständnislosigkeit von Mitreisenden, wenn man Kinder dabei hat, vielleicht auch etwas Sorge, sie könnten die ganze Zeit schreien?! ….. Ignorieren und nicht drauf eingehen!


    Nützliche Reisegadgets

    Hier habe ich einen Link zu einer LISTE * mit nützlichen Reisegadgets

    *Affiliatelinks


  • 11 Tipps –  (mit Kindern) Sicher auf Reisen

    11 Tipps – (mit Kindern) Sicher auf Reisen

    Ellys Eleven

    11 Tipps …..

    ….. zum Thema:

    (Mit Kindern) Sicher auf Reise

    Tipp 1: Reiseimpfung

    Für bestimmte Reiseziele sind gewisse Impfungen empfohlen, Auskunft hierzu gibt der Hausarzt. Viele Reiseimpfungen werden inzwischen von den Krankenkassen übernommen, sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern und Jugendlichen.
    Wichtig: Je nach Impfstoffart ausreichend Zeit zum Aufbauen des Impfschutzes einplanen.
    Aus dem Grund rechtzeitig vor der Reise die Familie samt Impfausweise einpacken und zum Hausarzt fahren. Dabei muss es nicht einmal eine Reise in die Tropen sein, bei einem Urlaub in Süddeutschland zum Beispiel werden Impfungen gegen FSME (Durch infizierte Zecken übertragene Krankheit Frühsommer-Meningoenzephalitis) empfohlen.

    Tipp 2: Auswärtiges Amt

    Terroranschläge an Urlaubszielen sind seit Monaten / Jahren leider immer wieder in den Medien.
    Aktuelle Reisewarnungen – sei es Gefahr durch Terror oder Epidemien / hochansteckende Krankheiten –  gibt es im Reisebüro, in welchem man gebucht hat oder hier:
    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/Uebersicht_Navi.html

    Tipp 3: Versicherungen. Was muss, was kann?

    Auslandsreise-Krankenversicherung
    Reiserücktritt
    Auto-Schutzbrief
    Gepäckversicherung

    Das wird jetzt umfangreich, aber ist mit der wichtigste Punkt bei der Vorbereitung !

    Auslandsreise-Krankenversicherung

    Die wichtigste aller Versicherungen für die Reise! Egal ob mit Kinder oder ohne.
    Grund: Wird man im Urlaub krank oder hat einen Unfall, braucht man Arzt, evtl. Notarzt, evtl. Krankenwagenfahrt, evtl. Krankenhausbehandlung. Und das kann richtig teuer werden! Ohne eine solche Versicherung kann dieser Urlaub am Ende der Anfang von eine großem Schuldenberg sein …..
    Viele glauben, mit der Krankenkassenkarte im EU-Ausland ausreichend abgesichert zu sein. Das stimmt aber so nicht. Wer z.B. in Spanien zum Arzt geht, muss oft in Vorkasse gehen, also gegen Barzahlung – dadurch wird er dort behandelt wie ein privat versicherter Patient, welcher zu höheren Sätzen behandelt wird als ein Kassenpatient. Die Kasse in Deutschland erstattet aber nur die deutschen Sätze der Krankenkassen, welche auch in Deutschland deutlich unter den Privatsätzen liegen. Den Rest zahlt man dann ohne entsprechende Versicherung aus eigener Tasche dazu,
    Außerhalb von Europa übernimmt die Krankenkasse praktisch gar nichts. Wer dann also z.B. in den USA ins Krankenhaus muss, zahlt 1000 – 2000 € – täglich!

    Darum ist diese Versicherung die wichtigste von allen, vor allem, wenn ihr mit der ganzen Familie verreist !

    Fast alle Versicherungen bieten spezielle Tarife für Familien mit Kindern an.

    Wer google anschmeißt, wird viele Versicherungen finden und kann dann auch alle Versicherungen untereinander vergleichen.

    ACHTUNG, ganz wichtig: Bevor ihr im Ausland zum Arzt geht, ruft eure Versicherung an und fragt nach Preisen und worauf ihr achten müsst. Wenn ihr an einen Arzt geratet, der euch abzockt, bekommt ihr u.U. von der Versicherung nur die im Land üblichen Preise erstattet und ihr bleibt auf den Rest der Kosten sitzen.
    Daher IMMER vorher die Versicherung anrufen, fast alle haben für solche Fälle eine 24h-Notfallhotline.

    Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung

    Eine Reiserücktrittversicherung kennen die meisten; kann man die Reise nicht antreten, so übernimmt u.U. die Reiserücktrittversicherung die Stornierungskosten.

    Ab dem Moment, an dem man die Reise antritt (z.B. eingecheckt hat), greift diese nicht mehr.
    In so einem Fall benötigt man eine Reiseabbruchversicherung, das ist leider weitestgehend unbekannt und für mich unverständlich weisen auch viele Reisebüros noch nicht darauf hin.

    Bei welchen Gründen greifen die o.G. Versicherung:
    – Eigene, plötzliche schwere Erkrankung (Aufpassen bei Vorerkrankungen!)
    – Schwerer Unfall
    – Tod eines nahen Angehörigen
    – Unerwartete Schwere Erkrankung eines nahen Angehöriger oder schwerer Unfall
    – Schwangerschaft
    – Impfunverträglichkeit
    – Schäden am Wohneigentum durch Elementarereignisses, Feuer oder einer Straftat.

    Beispielversicherungen:

    https://www.adac.de/produkte/versicherungen/landingpages/reiseruecktritt.aspx?mc=ext.sem.ves.rrv.landing

    https://www.travelsecure.de/produkte/reiseruecktrittsversicherung.html

    .

    Wer google anschmeisst, wird noch weitaus mehr finden und kann dann auch alle Versicherungen untereinander vergleichen.

    Auto- Schutzbrief

    Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, dem sei ein Auto-Schutzbrief empfohlen.
    Wir sind bereits zweimal mit dem Auto im Urlaub liegen geblieben, beim ersten mal war es ein Getriebeschaden, beim zweiten mal die Zylinderkopfdichtung. Beide male wurde unser Auto abgeschleppt, einmal bis nach Hause, nachdem ein Reparaturversuch nicht gelang. Ohne den Schutzbrief hätten wir selber sehen müssen, wie wir das Auto nach Hause bekommen.
    Folgende Leistungen können noch versichert sein (es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungen):

    – Pannenhilfe
    – Abschleppen zur nächsten Werkstatt
    – Weiterfahrt oder Rückfahrt der Fahrzeuginsassen mit Bahn, Mietwagen oder auch Flug
    – Fahrzeug-Rücktransport
    – Ersatzfahrer bei Fahrerausfall
    – Ersatzteilversand
    – Übernachtungskosten, wenn die Reparatur länger dauert
    – Verzollung / Verschrottung
    – sonstige Assistance – Leistungen

    Auch hier gibt es sehr viele Anbieter, aber bevor ich nun viele Links poste: Checkt mal eure Autoversicherung bzw. ruft eure Versicherung an, bei manchen ist ein Schutzbrief bereits inkludiert.

    Gepäckversicherung

    Eine Reisegepäckversicherung ist nicht so wichtig wie die anderen drei bereits genannten. Sie ist im Vergleich auch eher teuer, daher muss man sich überlegen, ob man sie braucht oder nicht.

    Wann sollte man darüber nachdenken?

    Wenn man eine Kreuzfahrt oder eine Busrundreise macht (da die Versicherung bei Raub aus Zimmer / Gepäckraum zahlt) oder

    wenn man folgendes im Gepäck hat:

    – Teures Sportgepäck
    – Teures Equipment z.B. Kameras, Laptop etc. (wobei einige Versicherungen hier auch schon einiges ausklammern !!!!)
    – Medizinische Geräte wie Rollstuhl oder Prothesen
    – Schmuck (wobei einige Versicherungen hier auch schon einiges ausklammern !!!!)

    Was decken die Gepäckversicherungen ab?
    Erst einmal sei gesagt, dass die Versicherung ohnehin nur zahlt, wenn man auch auf sein Gepäck aufgepasst und es sicher aufbewahrt hat. Handtasche – oder wie bei mir oft – die Kamera lässig über die Schulter reicht da nicht, das ist schon fahrlässig; das Handgepäck muss mit in die engste Flughafentoilette genommen werden, damit man den Versicherungsschutz behält, ebenso wenig darf man den Koffer neben sich stehen haben – er muss zwischen den Beinen eingeklemmt werden. Der kleine Tresor im Zimmer ist nicht sicher genug, wer auf Nummer sicher gehen will / muss, der sollte den Hotelsafe nutzen. Zudem ist es in einigen Ländern nicht erlaubt, Schmuck öffentlich zu tragen. Passt man nicht zu 100 % auf, handelt man wie bereits geschrieben fahrlässig und die Versicherung zahlt keinen Cent. Wenn die Versicherung zahlt, zahlt sie fast immer nur den Zeitwert, nicht aber den Neuwert, nicht selten ist eine hohe Selbstbeteiligung fällig. Manche Versicherungen schließen bestimmte Geräte wie Laptops oder teure Kameras auch direkt aus. Ebenso sind Wertpapiere und Kreditkarten i.d.R. Nie mitversichert. Auch das wissen viele Urlauber nicht.
    Sollte das Gepäck beim Flug verloren gehen, haftet ohnehin die Fluggesellschaft und auch da würde die Gepäckversicherung nicht zahlen.

    Wann und was zahlt sie denn dann überhaupt?

    – Verlust vom Gepäck
    – Beschädigung/ Zerstörung
    – Raub, z.B. bei aus dem Zimmer bei einer Kreuzfahrt oder aus dem Gepäckraum bei einer Busfahrt, aber ohne die o.g. Wertsachen!
    – Einbruchdiebstahl
    – Erpressung
    – Unfälle durch Transportmittel oder des Versicherten
    – Explosion / Feuer
    – Naturgewalten wie z.B. Sturm, Wasserschäden, Blitzschlag
    – Ersatzkäufe bei verspäteter Gepäckzustellung
    – Reparaturkosten bei Beschädigung
    usw.

    Tipp 4: Notfallnummern

    Macht euch eine Liste mit allen wichtigen Nummern inkl. der Notrufnummer des jew Landes.
    Schreibt euch auch die Nummer vom Hausarzt / Kinderarzt auf, falls mal Rückfragen sind.
    Weitere ganz wichtige Notfallnummern: Sperrung der Kreditkarte sowie die 24-Std-Notruf-Nummern von den wichtigsten Versicherungen, z.B. von den in Tipp 3 genannten Versicherungen
    Sinnvoll sind noch Telefonnummer vom Hotel / Unterkunft (und Adresse), letzteres geben wir übrigens auch immer den Daheimgebliebenen, zwar haben wir Handy immer dabei, aber man weiß ja nie ….

    Tipp 5: Dokumente online speichern

    Wichtige Dokumente einscannen oder mit einer entsprechenden App abfotografieren und in einer online-Cloud (z.B. Google-Drive) abspeichern.

    Im Ernstfall hat man so alles wichtige sofort zur Hand.
    Welche Dokumente sollte man in der Cloud abspeichern:
    – Reisepass
    – Personalausweis
    – manche empfehlen Geburtsurkunden der Kinder, falls die Ausweise geklaut werden / verloren gehen
    – Führerschein
    – Reisedokumente
    – Versicherungspolice der Versicherungen aus Tipp 3
    – Kreditkartennummern
    – Notfallnummern aus Tipp 4
    – Visum
    – Impfschein
    – Tauchschein
    – Bescheinigung aus Tipp 6

    Tipp 6: Bescheinigung für Medikamente

    Es kommt vor, dass man dauerhaft Medikamente nehmen muss. Ist man länger unterwegs, kommt da schnell eine halbe Apotheke im Handgepäck zusammen. Damit der Zoll nicht misstrauisch wird, empfehle ich immer wieder, eine Bescheinigung mitzunehmen, welche die Notwendigkeit der Einnahme der jeweiligen Medikamente ärztlich bescheinigt.
    Ich habe immer diesen Vordruck genutzt und auch bei den wirklich sehr strengen Kontrollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Qatar keine Probleme gehabt:

    https://www.adac.de/reise_freizeit/ratgeber_reisen/reisemedizin/tipps-infos/tipps/medikamentenmitnahme.aspx

    Zusätzlich ist es aber auch immer ratsam, die Originalpackung mitsamt Originalbeipackzettel mitzunehmen.

    Tipp 7:  Kinder vergessen zum Glück so gut wie nie ihre Sachen

    Namensadressen im Kinderrucksack. Geht der Rucksack mal verloren – und das passiert bei Kindern ganz schnell – weiß man, wohin er gehört.

    Hier mal eine kleine Auswahl, wo unsere Kinder ihren Rucksack gerne mal vergessen …..
    Platz 1: unterwegs auf einer Bank vergessen
    Platz 2: im Café vergessen
    Platz 3: auf dem Schiff vergessen
    Platz 4: im Bus vergessen

    Zum Glück warteten die Rucksäcke immer ganz geduldig auf Mama oder Papa der kleinen Besitzer, welche dann irgendwann schnaufend, aber erleichtert ankamen, um ihn wieder mitzunehmen ….. Ihr denkt, das ist doch kein richtiger Tipp und schon gar nicht zum Thema „Sicherheit auf Reisen“ …..
    Aber ….. wäre der Rucksack verloren und hätte kein Namens- und Adressschild und liefe somit Gefahr, nicht dem Kind zugeordnet zu werden oder nicht so schnell  …… und ist dann noch das Lieblingsauto oder das Lieblingskuscheltier im Rucksack …
    Ja, ….. alle Eltern werden jetzt seufzen und nicken und wissen Bescheid …
    … Mit Sicherheit ist der Urlaub dann nicht mehr so entspannt, wie er sein sollte,…. Also hat dieser Tipp durchaus seine Berechtigung.

    Tipp 8: Macht es nicht so wie Kevins Papa

    Spart euch die Anschaffung von einem Reiseportemonnaie, weil man das Geld ohnehin auf mehrere kleine Taschen verteilen soll. Wenn dann mal eine Tasche wegkommt, ist wenigstens nicht das ganze Bargeld futsch …… Macht es auf keinen Fall wie der Papa von „Kevin McCallister“ – der hatte ALLES in seinem Rucksack: Das ganze Geld und alle Kreditkarten … Zum Glück für „Kevin“, welcher dann im NY-Plaza einchecken konnte

    Wenn ihr diesen Tipp nicht so wirklich beachtet, euch doch ein Reise-Umhänge-Portemonnaie kauft und es euch um den Hals hängt, packt euch Sicherheitsnadeln ein und befestigt die Schnur fest mit eurem Kleidungsstück, denn ansonsten schneidet jemand unbemerkt das Ding durch und muss es nur noch aufheben …. im Menschengewühl merkt man das dann nicht einmal …Jetzt könnte man noch argumentieren, dass es auch fest am Körper befestigt sein MUSS, damit die Gepäckversicherung aus Tipp 3 im Falle eines Verlustes auch zahlt, aber wie der aufmerksame Leser ja weiß: Bargeld und Kreditkarten sind sogut wie immer ohnehin ausgeschlossen.
    Also: Sicherheitsnadel durchs Portemonnaie und dann am T-Shirt befestigen.
    Wer sich dabei selber piekst, dem hilft das, was ich in Tipp 9 empfehle!

    Tipp 9: Erste Hilfe Täschchen packen

    Packt euch ein kleines Notfall-Täschchen. Ich habe immer eine Verbandstasche aus dem Autozubehörteileladen dabei, kostet nicht die Welt, aber ist schon das meiste drin, inkl. Verbandsschere, Splitterpinzette und dem Octinisept-Spray (Das sprüht man auf Wunden zur Wunddesinfektion, aber es brennt nicht, wir haben es schon x-mal benutzt)

    Hier mal ein Beispiel:
    (Affiliatelinks)

    Erste Hilfe Reise-Set bei Amazon

    Ein weiteres Erste Hilfe Set

    Dazu kommen dann noch ein paar bunte Kinderpflaster, Medikamente gegen Fieber, Durchfall, Übelkeit, ein paar Traubenzucker und eine Wundsalbe

    Auch hier kann man fertige Sets bei Amazon bestellen
    (Affiliatelinks)

    Kleine Reiseapotheke

    Große Reiseapotheke

    Tipp 10: Argusaugen oder Taschenknoten!

    Wenn euch Tipp 8 doch etwas Sorge macht und ihr euch für die Version „Reisetasche“ entscheidet, dann lasst sie nie aus den Augen.
    Meine Freundin saß in Italien in eine Café, hatte die Handtasche neben sich auf dem Boden, den Handtaschenumhängegurt auf dem Knie. Trotzdem hat sie es nicht bemerkt, wie ihr die Tasche geklaut wurde.
    Eine andere Bekannte berichtete aus Spanien, sie saß auf einer Bank, die Tasche neben sich. Bis heute weiß sie nicht wie – aber die Tasche wurde von hinten entwendet.

    Mein Tipp: Den Umhängegurt mit Stuhl oder eurem Arm verknoten. Ist lästig, aber sicherer.

    Wer keinen langen Gurt hat: Es gibt inzwischen kleine Handtaschenschlösser. Ja, ich weiß, das ist ja lästig ,…. aber die Diebe werden mehr und besser …..

    Tipp 11: Notfallarmbänder für eure Kinder

    Es gibt für Kinder Notfall-Armbänder, welche sich modisch sehen lassen können, aber ein wichtiges Detail haben: Man kann Adresse und Telefonnummer in dem Armband schreiben.
    Passiert dann das, was man als Eltern immer vermeiden will – ein Kind geht verloren – so kann man die Eltern schnell ermitteln und diese unerträgliche Situation für Eltern und Kind wird so stark eingekürzt.
    Zusätzlich lassen sich auch medizinische Hinweise notieren.
    Es gibt inzwischen auch Kinder-Notfallarmbänder, in welchem ein Airtag eingeklickt werden kann

    So, das waren Ellys Eleven – 11 Tipps zum Thema (Mit Kindern) Sicher reisen .

    Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar, über ein Like oder übers Teilen. Vielen Dank!

  • Meine Lieblings-Reisegadgets für Langstrecke

    Meine Lieblings-Reisegadgets für Langstrecke

    Kleine Zusammenfassung meiner bisher erprobten Reisegadgets für lange Autofahrten oder Flüge mit Kids


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    Kleine Zusammenfassung meiner bisher erprobten Reisegadgets für lange Autofahrten oder Flüge mit Kids

    Ich wurde schon öfters gefragt, ob ich Tipps habe für lange Autofahrten oder längere Flüge, egal ob mit oder ohne Kids. 
    Deswegen habe ich mal alle meine Standardgadgets zusammengefasst. 

    Unverzichtbar für mich persönlich: 
    – Ein gutes Nackenkissen (das verlinkte hatte ich inzwischen schon bei mehreren Langstreckenflügen)
    – Meine Schlafbrille, wenn ich bei Tag-Flügen schlafen möchte

    – Mein Loopschal, weil es manchmal etwas kühl ist im Flieger 
    – Feste Kompr.-Strümpfe
    – Powerbank 
    – Eine kleine Kamera für Bilder aus dem Flieger 

    Und für die Kids hatten wir damals immer dabei: 
    Die Ohrenstöpsel zum Druckausgleich. Inzwischen brauchen sie diese nicht mehr, aber damals, vor allem im Kleinkindalter, waren die Ohrenstöpsel eine große Hilfe zum Druckausgleich. 

    Und was wir sonst noch mit in den Flieger nehmen oder früher mitgenommen haben, seht ihr auf der Liste, einfach das Bild anklicken. 

    Wenn ihr Fragen zum Thema Reisen mit Kindern / Teenies oder generell Langstrecke habt, schreibt mir gerne. Ich bin weit davon entfernt, ein Profi für dieses Thema zu sein, aber die ein oder andere Erfahrung habe ich schon machen dürfen. 

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    Meine Gadget-Liste: 

    Kleine Zusammenfassung meiner bisher erprobten Reisegadgets für lange Autofahrten oder Flüge mit Kids



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