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  • Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs

    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound | elly-unterwegs


    Australien ohne Mietwagen – unsere Reise mit Greyhound

    Mich haben nach meinem Insta-Reel sehr viele Nachrichten zum Thema Greyhound erreicht.
    Deshalb bekommt dieses Thema nun einen eigenen Beitrag, in dem ich die Fragen beantworte, die mir am häufigsten gestellt wurden.

    Kleines Vorwort:

    Australien war seit über 25 Jahren mein Traum. So ein Traum, der die ganze Zeit im Hinterkopf umherschwirrt. Einer, der einen begleitet, während das Leben passiert. Mal rückt er näher, mal weiter weg. Aber immer schwebt dieses eine Wort darüber: irgendwann.

    Irgendwann, wenn es passt. Wenn meine Kinder älter sind. Wenn ich genug gespart habe.
    Irgendwann, wenn mehr Zeit da ist. Wenn ich jobtechnisch nicht mehr eingebunden bin. Wenn auf dem Hof weniger Arbeit ist.
    Irgendwann, wenn alles ruhiger wird. Wenn ich weniger Unruhen in meinem Leben habe.
    Irgendwann.

    Und dann kam der Herbst 2024. Und plötzlich wurde alles anders.

    Auf einmal wurde mir klar, wie schnell sich das Leben ändern kann.
    Wie schnell aus einem „irgendwann“ ein „nie“ werden kann.
    Arzttermine, neue Medikamente, ein Fahrverbot für unbestimmte Zeit.
    Auf einmal war nichts mehr selbstverständlich.

    Und genau in diesem Moment, an einem Zeitpunkt, an dem ich mich gesundheitlich weiter weg von Australien fühlte als je zuvor, wurde der Wunsch, diesen Traum endlich zu verwirklichen, größer als jemals zuvor.

    Denn in diesem Durcheinander wurde mir etwas schmerzhaft klar:
    Das Leben wartet nicht auf deine Träume.

    Australien wurde auf einmal konkret. Aus dem Wunsch heraus, nicht länger zu verschieben, was mich so lange begleitet hatte.

    Die Ärzte gaben grünes Licht fürs Reisen. Auto fahren durfte ich allerdings weiterhin nicht.
    Also musste diese Reise von Anfang an anders funktionieren.

    Australien ohne Auto.
    Endlose Straßen, Weite, Nationalparks, Regenwald, Küste.
    Bilder, die man automatisch mit einem Roadtrip verbindet.

    Und dann diese einfache, hartnäckige Frage:
    Wie soll das ohne Mietwagen funktionieren?

    Wie Greyhound überhaupt auf meinem Radar landete

    Also begann ich zu recherchiere. Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?
    Japan haben wir mit dem Zug bereist und sind mit dem Shinkansen von Ort zu Ort gefahren.
    Aber gab es so etwas überhaupt in Australien?!
    Ich durchforstete das Internet. Checkte Flugrouten, Strecken, Verbindungen.
    Und irgendwo zwischen Planung, Routenüberlegungen und dieser leisen Unsicherheit („Vielleicht verschiebe ich es doch wieder …“) tauchte ein Name auf, den ich schon einmal gehört hatte: Greyhound.

    Gehört hatte ich den Namen schon einmal. Mehr aber auch nicht. Also begann ich, mich einzulesen.

    Greyhound ist ein Fernbusnetz mit festen Routen, vor allem entlang der australischen Ostküste. Genau dort lagen viele Ziele dieser Reise. Cairns, Mission Beach, Townsville, Airlie Beach, weiter Richtung Süden.
    Je länger ich mir das Streckennetz ansah, desto klarer wurde:
    Die wichtigsten Orte unserer Route waren abgedeckt. Abgelegene Abzweigungen ins Hinterland gehören nicht dazu. Für unsere Strecke passte es.

    Greyhound – Das Streckennetz

    Greyhound Australien: Streckennetz. Quelle: https://www.greyhound.com.au/


    Das Greyhound-Streckennetz deckt große Teile Australiens ab und folgt klaren Hauptverbindungen zwischen Städten und regionalen Zentren. Besonders dicht und zuverlässig ist das Netz entlang der Ostküste ausgebaut. Also genau unsere angedachte Strecke.

    Dort verbindet Greyhound viele Reiseorte in Queensland und New South Wales mit regelmäßigen Fahrten und festen Haltestellen. Die Ostküste eignet sich deshalb besonders gut für Reisen ohne eigenes Auto.

    In anderen Regionen Australiens, vor allem an der Westküste, ist das Netz deutlich weniger ausgebaut oder nicht durchgängig vorhanden.

    Der Whimit Pass und die ganz normalen Fragen im Kopf

    Beim Weiterlesen stieß ich auf einen Pass, der sich direkt sehr interessant anhörte: den 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Das Prinzip ist einfach.
    Ein festgelegter Zeitraum von 15 Tagen, innerhalb dessen beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste möglich sind.
    Jede Fahrt wird vorab reserviert, Sitzplätze lassen sich auswählen, Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze frei sind.

    Trotzdem blieben Fragen.
    Australien mit dem Bus bereisen?
    Funktioniert das wirklich zuverlässig?
    Wie bequem sind die Sitze auf langen Strecken?
    Wie fühlt sich das an, wenn der Takt vorgegeben ist und man nicht einfach losfahren kann, wann man möchte?
    Und was passiert, wenn sich ein Plan plötzlich ändert?

    Zweifel waren da. Wieder einmal.
    Aber irgendetwas in mir trieb mich immer wieder an, meinen Traum nicht schon wieder zu verschieben. Dieses Wissen, dass der richtige Zeitpunkt nicht irgendwann kommt.
    Sondern jetzt da ist.

    Also hörte ich auf mein Bauchgefühl und begann, tiefer zu recherchieren.
    Ich las Reiseberichte, klickte mich durch Foren und Gruppen und suchte nach Erfahrungen von Menschen, die genau so unterwegs gewesen waren.
    Je mehr ich las, desto mehr konnte ich mir vorstellen, so zu reisen.

    Auch die Kinder bezog ich mit ein.
    Ihre Reaktion war überraschend eindeutig.
    „Dann hast du nicht immer Stress mit dem Autofahren.“
    Die Erinnerungen an unsere (recht nervenaufreibenden) Autofahrten wenige Wochen zuvor in Palermo (Sizilien) waren noch sehr präsent.
    „Dann kannst du beim Fahren auch mal entspannen.“

    Auch aus der Familie kam Rückenwind.

    „Das ist doch ideal.“

    „Überleg mal, wie entspannt das für dich ist.“

    Und irgendwann blieb dieser schlichte Gedanke hängen:

    Anders geht es ohnehin nicht.

    Also warum nicht so?

    Erst danach begann ich, etwas konkreter zu planen.
    Welche Orte wollen wir sehen?
    Was ist mit Greyhound realistisch machbar?
    Welche Strecken passen zusammen?
    Schritt für Schritt nahm die Planung Form an.

    Whimit Pass – Buchung und Ablauf

    Der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass wird vorab online bei Greyhound gekauft.
    Innerhalb von 15 Tagen können beliebig viele Fahrten auf den Strecken der Ostküste genutzt werden.
    Jede einzelne Fahrt muss reserviert werden, Sitzplätze lassen sich dabei direkt auswählen.
    Umbuchungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch Plätze verfügbar sind.
    Das Ticket wird digital genutzt, beim Einstieg reicht der Buchungsnachweis auf dem Smartphone.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €)

    Die maximale Strecke, die mit dem 15-Day East Coast Whimit Pass theoretisch möglich ist, ergibt sich aus der längsten zusammenhängenden Route im Greyhound-Netz an der Ostküste.

    Cairns → Melbourne ist dabei die längste klassische Ostküstenverbindung.

    • Entfernung: ca. 3.400–3.600 Kilometer
    • Reine Fahrzeit (ohne Pausen, Stopps, Umstiege): rund 48–55 Stunden Busfahrt, je nach Verbindung

    Mit dem 15-Tage-Pass könnte man diese Strecke komplett fahren – und sogar noch Teilabschnitte zurück, solange alles innerhalb der 15 Tage liegt und die Fahrten reserviert sind.

    Realistisch heißt das für euch

    z. B.:

    Cairns → Townsville → Airlie Beach → Mackay → Rockhampton → Hervey Bay → Brisbane → Byron Bay → Sydney → Canberra → Melbourne
    mit Stopps, Pausen, Übernachtungen und Abstechern – ohne Kilometerlimit.

    Aber das ist nur die Theorie, in 15 Tagen macht man so zwar viel Strecke, sieht aber nix von Australien.

    Wir sind gefahren:

    Cairns → Mission Beach

    Mission Beach → Townsville

    Townsville → Airlie Beach

    Airlie Beach → Mackay

    Mackay → Nachtfahrt → Hervey Bay

    Der Pass begrenzt nicht die Entfernung, sondern nur die Zeit.

    Buchung direkt über:
    Greyhound Australia

    Warum Planung hier besonders wichtig war

    Genaue Planung war mir immer wichtig.
    In diesem Fall mehr denn je.
    Die Etappen sollten von zu Hause aus feststehen, um die Unterkünfte und Touren zu buchen. Im Bus mit meinen Kindern zusammen sitzen war mir sehr wichtig.
    Und am liebsten möglichst weit vorne, um nach vorne auf die Straße sehen zu können.
    Schilder lesen, Ortsnamen entdecken, Landschaft beobachten.

    Und dann war er da, dieser Moment.

    Wir machen es!

    Australien. Ohne Mietwagen. Nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Dieser Gedanke fühlte sich im ersten Moment fast absurd an. So anders als alles, was sich über Jahre in meinem Kopf festgesetzt hatte. Kein Roadtrip, kein eigenes Lenkrad, kein spontanes Abbiegen irgendwo ins Nichts wie wir es zB damals an der Westküste der USA oder auch bei unseren vielen Touren in Europa gemacht haben.

    Nach all den Jahren, in denen Australien immer nur ein „irgendwann“ gewesen war, wurde dieser Traum endlich Wirklichkeit. Nicht so, wie ich ihn mir früher ausgemalt hatte. Aber genau so, wie er jetzt möglich war.

    Diese Art zu reisen war für uns nicht völlig neu. Auch Japan hatten wir komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist.

    Aus anderen Gründen, in einem ganz anderen Land. Aber es hat funktioniert.
    Und auch in Australien – ein Land viel größer als Japan und mit soviel mehr endloser Weite – würde es funktionieren!

    Greyhound buchen – der Buchungsprozess

    Der Buchungsprozess bei Greyhound ist überraschend übersichtlich und gut planbar.
    Zuerst wird der passende Pass online ausgewählt, in unserem Fall der 15-Day East Coast Whimit Travel Pass.
    Wir brauchten alle unseren eigenen Pass, ich konnte sie aber in einer Buchung bündeln.
    Der Pass wird direkt beim Kauf bezahlt. Kurz danach kommt eine Bestätigung per E-Mail mit der Buchungsnummer.
    Der 15-Tage East Coast Whimit Pass kostet derzeit rund 395 AUD pro Person (ca. 240 €) und beinhaltet alle Fahrten in dieser Zeit, auch die Nachtfahrten.

    Mit dieser Buchungsnummer lassen sich anschließend die einzelnen Fahrten zum Pass hinzufügen.
    Das funktioniert über den Bereich „Manage Booking“ oder über ein eigenes Greyhound-Konto.
    Dort gibt man einfach die Buchungsnummer und die E-Mail-Adresse ein.

    Für jede Strecke wird dann eine konkrete Fahrt reserviert. Start, Ziel und Datum auswählen, verfügbare Verbindungen anzeigen lassen und die gewünschte Fahrt hinzufügen.
    Wenn Sitzplätze auswählbar sind, können sie direkt reserviert werden, was besonders angenehm ist, wenn man zusammen sitzen möchte.

    Änderungen sind online möglich, solange noch Plätze verfügbar sind. Sogar bis 1 Stunde vor Abfahrt ist eine Umbuchung noch möglich.
    Fahrten lassen sich löschen, verschieben oder neu hinzufügen.
    Das gab mir viel Flexibilität, falls sich unterwegs doch etwas ändern sollte.

    Beim Einsteigen muss nichts ausgedrucktes vorgezeigt werden.
    Die Buchungsnummer auf dem Smartphone reicht aus.
    Ein Ausweis kann sinnvoll sein, falls nachgefragt wird.
    Insgesamt fühlte sich der gesamte Ablauf unkompliziert und sehr entspannt an.

    Kurz gesagt: Pass online kaufen, Buchungsnummer erhalten, Fahrten reservieren, Sitzplätze sichern, bei Bedarf anpassen und einfach einsteigen.

    So sieht das dann im Account aus:

    Und ein toller Service von Greyhound Australia:

    Vor allem in der Regenzeit gibt es oft Straßensperrungen.

    Auf der Instagram-Seite von Greyhound wird man immer direkt mit Karten (und oft sehr unterhaltsam) darüber informiert.


    „Du fährst mit Greyhound?! Da siehst du doch nur Städte!“

    „Viel Spaß, wirst nix schönes sehen von Australien“

    „Dann kannst du auch in Deutschland bleiben und mit der Bahn durchs Ruhrgebiet fahren“

    Diese und ähnliche Sprüche bekam ich vor allem in australischen Reisegruppen bei Facebook öfters zu hören.

    Und dazu habe ich dann ein Reel gemacht.

     
     
     
     
     
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    Die erste Fahrt: Ankommen am Stopp und losfahren

    Und dann kam der Tag, an dem die Reise mit Greyhound begann.

    Für jede Fahrt lag die genaue Adresse vor, an der der Bus hält. Und weil es offenbar mehr Menschen wie mich gibt, die trotz genauer Adresse erst einmal ziellos umherirren, war alles gut ausgeschildert. Pfeile, Hinweise, klare Treffpunkte.

    Die Busse waren pünktlich. Der Fahrer checkte die Namen und fragte kurz nach, wo es hingeht. Je nach Ziel wurde das Gepäck im Laderaum sortiert. Größere Taschen verschwanden unten. Rucksäcke durften mit an den Platz genommen werden.

    Alltag im Bus: Pünktlichkeit, Pausen, USB und WLAN

    Nach dem Einsteigen richteten wir uns erst einmal auf unserem Platz ein. Nackenhörnchen, eine kleine Reisedecke. Ein paar Snacks im Netz am Vordersitz. Die Sitze waren bequem, auch auf längeren Strecken. An jedem Platz gab es einen USB-Anschluss, was unterwegs wirklich hilfreich war, allerdings brauchten wir dafür etwas längere Kabel. In vielen Bussen funktionierte auch das WLAN, mal stabiler, mal weniger, aber für Nachrichten und kurze Recherchen ausreichend. Nur zum Streamen war es manchmal zu langsam.

    Etwa alle zwei Stunden haben wir eine Pause gemacht. Zeit für Toiletten, etwas Warmes zu essen oder kurz die Beine zu vertreten. Essen und Trinken waren im Bus erlaubt, auch Kaffee to go.

    Ein paar Impressionen von unterwegs

    Greyhound meets Greyhound

    Vorne mit Blick auf die Straße zu sitzen hat sich gelohnt, habe nun ein paar Fotos mehr für meine Tierschild-Sammlung

    Ein Symbolfoto. Soll zeigen, dass man mit Kissen und Nackenhörnchen gut schlafen kann, sogar besser als in der Flugzeug-Holzklasse. Ich habe tatsächlich bei jeder Fahrt eine Runde geschlafen.

    Die Nachtfahrt von Mackay nach Hervey Bay

    Eine unserer Etappen war eine Nachtfahrt. Von Mackay nach Hervey Bay. Bei der Planung gab es kurz Zweifel. Nachtfahrt im Bus klingt erst einmal nach wenig Schlaf und müdem Ankommen. Aber auf der anderen Seite hatte es auch Vorteile: Wir sparten eine Nacht in einer Unterkunft und konnten so über Nacht eine große Strecke zurück legen.

    Vor der Abfahrt hatten wir noch Zeit, in Ruhe Abendessen zu gehen. Eine Ausnahme auf dieser Reise, denn um die Kosten klein zu halten, wurde meist selbst gekocht. An diesem Abend gab es einen Burger, Süßkartoffeln und gebackenen Blumenkohl. Und genau das tat gut, einfach mal in Ruhe sitzen, lecker essen, durchatmen, bevor die Nacht beginnt.

    Wir waren zeitig am Bus, mit uns stiegen noch viele andere Gäste ein. Für die 11 Stunden Fahrt hatte ich mir ein kleines Kulturtäschchen gepackt. Zahnbürste, Cremes, Reinigungstücher & Co. Alles, um sich am Morgen frisch zu machen. Bei Langstreckenflügen mache ich es immer genauso.

    Die Fahrt ging los, das Licht wurde gedimmt. Wir hatten für die Nachtfahrt Plätze in der Mitte des Busses. Hier schaukelt es weniger. Mit Kissen, Nackenhörchen und Kuscheldecke schlummerte ich sogar relativ schnell ein. Ein Trick half dabei: ein Lieblingslied in Dauerschleife, mit Noise-Canceling-Kopfhörern. Ich hatte es vorher versucht, meine Playlist durchzuhören, bin aber dauernd bei neuen Liedern wieder wach geworden. Also gab es nur ein ruhiges Lied in Dauerschleife und das ließ mich erstaunlich gut schlummern, trotz Bus und trotz Sitzen.

    Auch nachts haben wir alle 2 Stunden eine Pause gemacht. Niemand musste aussteigen. Wer wollte, blieb einfach sitzen. Der Bus fuhr weiter, während draußen die Nacht vorbeizog. 700 km Strecke schafften wir so, halbwegs schlafend über Nacht.

    Am Morgen kamen wir in Hervey Bay an. Müde, ja. Aber nicht zerschlagen. Und da war dieser angenehme Gedanke: Strecke geschafft, über Nacht vorangekommen, eine Hotelnacht gespart.

    Wo Greyhound an Grenzen stößt und wie wir damit umgegangen sind

    Greyhound bringt einen zuverlässig von Ort zu Ort. Abgelegene Nationalparks, spontane Abstecher ins Hinterland und Ziele fernab der Hauptstrecken gehören nicht dazu. Man ist weniger Flexibel als mit einem eigenen Fahrzeug. Das war vorher klar, deshalb wurde die Route von Anfang an entlang der Greyhound-Strecke geplant. Und auch dort gibt es, wie ihr in den kommenden Wochen hier noch lesen könnt, richtig viel zu sehen und zu erleben.

    Unterkünfte buchte ich möglichst zentral. Orte, von denen aus vieles zu Fuß erreichbar war oder die gut angebunden waren. Für Ziele außerhalb dieser Reichweite wurden Uber oder geführte Touren genutzt. Gerade bei wenig Zeit sieht man so viel.

    Kosten: Greyhound, Mietwagen oder Camper

    Viele von euch haben mich gefragt, wie das mit den Kosten ist.

    Die Preise schwanken je nach Saison, Anbieter und Verfügbarkeit. Um trotzdem ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen, habe ich unsere Route mit Greyhound einmal grob gegengerechnet: Cairns – Mission Beach – Townsville – Airlie Beach – Mackay – Hervey Bay. Das ist keine exakte Berechnung, sondern eine grobe Orientierung.

    Als Autofahrt liegt diese Strecke bei rund 1.500 Kilometern. Beim Sprit hängt viel vom Fahrzeug ab. Ein normaler Mietwagen liegt oft bei etwa 7 bis 9 Litern auf 100 Kilometer, ein Camper eher bei 12 Litern. Damit landet man grob bei etwa 190 bis 250 AUD Spritkosten (ca. 115–150 €) für einen Mietwagen, beim Camper eher um die 330 AUD (ca. 200 €), je nach Verbrauch und regionalem Benzinpreis. Greyhound ist am einfachsten zu kalkulieren. Der 15-Day East Coast Whimit Pass kostet 395 AUD pro Person (ca. 235 €). Für zwei Personen also etwa 790 AUD (ca. 470 €), für vier Personen rund 1.580 AUD (ca. 950 €). Dazu kommen vor Ort noch Transfers, Ubers oder geführte Touren, je nachdem, wie man unterwegs ist. Beim Mietwagen ist die Spannbreite groß. In Cairns lagen die Preise je nach Anbieter und Zeitpunkt grob zwischen etwa 35 und 70 AUD pro Tag (ca. 20–42 €). Für 15 Tage ergibt das ungefähr 525 bis 1.050 AUD (ca. 315–630 €) für den Wagen, dazu Sprit und eventuell Versicherungs-Upgrades. Zu zweit kann Greyhound preislich ähnlich liegen oder sogar günstiger sein. Zu viert wirkt der Mietwagen oft attraktiver, vorausgesetzt mehrere Personen dürfen fahren. Ein Camper kombiniert Auto und Unterkunft, ist aber selten die günstige Variante. Je nach Fahrzeug und Saison liegen die Preise grob zwischen etwa 100 und 400 AUD pro Tag (ca. 60–240 €). Für 15 Tage landet man damit schnell bei 1.500 bis deutlich über 6.000 AUD (ca. 900–3.600 €), plus Sprit und Campingplätze. Das kann sich lohnen, wenn man konsequent im Camper schläft, ist aber preislich eine andere Liga.

    Preis-Fazit für unsere Route:

    Greyhound (15-Day East Coast Whimit Pass)
    • 395 AUD pro Person (ca. 235 €)
    • 2 Personen: ca. 790 AUD (≈ 470 €)
    • 4 Personen: ca. 1.580 AUD (≈ 950 €)
    (+ ggf. Transfers/Uber/Touren vor Ort)

    Mietwagen
    • Tagespreis ca. 35–70 AUD (20–42 €)
    • 15 Tage: ca. 525–1.050 AUD (≈ 315–630 €)
    • Sprit: ca. 190–250 AUD (≈ 115–150 €)
    → Gesamt grob:
    • 2 Personen: ca. 715–1.300 AUD (≈ 430–780 €)
    • 4 Personen: gleicher Fahrzeugpreis, aber 4 Mitfahrende
    → Mietwagen pro Person günstiger, wenn mehrere Fahrer vorhanden sind

    Camper / Wohnmobil
    • Tagespreis ca. 100–400 AUD (60–240 €)
    • 15 Tage: ca. 1.500–6.000+ AUD (≈ 900–3.600 €)
    • Sprit: ca. 330 AUD (≈ 200 €)
    • ggf. Campingplätze zusätzlich
    → Gesamt: schnell deutlich über 2.000 AUD, oft erheblich mehr

    Kurz gesagt

    • Greyhound: am einfachsten zu kalkulieren, preislich lohnenswert für 1–2 Personen
    • Mietwagen: preislich günstiger bei 3–4 Personen
    • Camper: komfortabel, aber preislich eine andere Liga


    Fazit

    Greyhound war für uns eine sehr gute Lösung. Australien ließ sich erleben, ohne selbst hinter dem Steuer sitzen zu müssen.

    Ein Aspekt wurde unterwegs immer mehr bewusst: Nachhaltigkeit. Wenn man schon um die halbe Welt fliegt, kann man zumindest vor Ort versuchen, den eigenen CO₂-Abdruck kleiner zu halten. Mit dem Bus zu reisen bedeutet weniger Fahrzeuge, weniger Verkehr und weniger Emissionen pro Person. Das ändert nichts an der Flugstrecke, aber es verändert, wie man sich danach im Land bewegt.

    Greyhound ist vor allem an der Ostküste stark vertreten und verbindet dort viele Orte zuverlässig miteinander. An der Westküste ist das bislang leider nicht so. Ein vergleichbares, flächendeckendes Netz gibt es dort noch nicht, und aktuell sind auch keine konkreten Ausbaupläne bekannt. Schade, denn gerade dort würde diese Art des Reisens ebenfalls gut passen.

    Ob Greyhound für euch die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

    Aber wenn ihr von Australien träumt – und aus welchen Gründen auch immer kein Fahrzeug mieten könnt / möchtet oder euch den Linksverkehr nicht zutraut oder ihr – wie ich – gesundheitlich eingeschränkt seid und kein Auto fahren dürft, dann ist Greyhound eine tolle Möglichkeit, Australien zu bereisen.

    Für uns hat es gepasst. Zu diesem Zeitpunkt, mit diesen Rahmenbedingungen und genau so, wie diese Reise möglich war.

    Das Leben verläuft selten nach Plan. Es stellt Dinge um, zieht Grenzen, zwingt zu neuen Wegen.

    Auch beim Reisen geht es nicht immer darum, alles so machen zu können, wie man es sich wünscht. Manchmal geht es darum, einen Weg zu finden, der unter den gegebenen Umständen funktioniert.

    Heute bin ich froh, dass ich mich vom Fahrverbot nicht habe entmutigen lassen. Dass ich meinen Traum nicht noch einmal auf „irgendwann“ verschoben habe, sondern ihn genau so gelebt habe, wie es möglich war.

    Denn das Leben wartet nicht auf deine Träume.


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    Weitere hilfreiche Links zur Planung

    Hier findest du langjährig erprobte Tipps, Tools und Grundlagen, die bei der Planung wirklich helfen.



  • Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

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    Dieser Bericht hat etwas länger auf sich warten lassen. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass die letzten Wochen nicht ganz einfach waren. Ich musste mich erst einmal sortieren.
    Jetzt geht es hier weiter – mit Australien.


    Port Douglas: Schnorcheln am Great Barrier Reef und Ausflug zu den Low Isles

    Der Morgen in Port Douglas: Wetter App und Kaffee

    Der Wecker klingelte früh an diesem Morgen in Port Douglas.

    Zum Frühstück gab es Kaffee und den obligatorischen Blick aufs Handy. In der Wetter App stand das, was man für einen Ausflug ins Great Barrier Reef nicht lesen will: Wind. Regen. Wolken. Genau das Paket, das man sich dafür wirklich nicht wünscht.

    Draußen sah es tatsächlich nicht nach Postkarten Himmel aus. Meine Laune war etwas im Keller. Gestern hatten wir nur Regen. Und auch heute sah es nicht besser aus. Der Ausflug war gebucht. Bezahlt. Fix. Das Wetter konnte man nicht planen. Wir hofften einfach, dass es nicht so wild werden würde.

    Zu Fuß zur Crystalbrook Marina

    Zu Fuß ging es von unserer Ferienwohnung rüber zum Hafen. Keine zehn Minuten, Google Maps hatte nicht gelogen. Trotzdem waren wir viel zu früh da. Bei So etwas bin ich aber generell gerne früh am Zielort, zumal wir noch die Vouchers in Tickets umtauschen mussten.

    Port Douglas war um diese Uhrzeit noch recht verschlafen. Viele Menschen sahen wir nicht, dafür aber ein paar exotische Vögel.

    Friedenstäubchen in Port Douglas am frühen Morgen
    Friedenstäubchen. Davon brauchen wir viel mehr …

    Straßenszene in Port Douglas am frühen Morgen

    Ibisse in Port Douglas
    Ibisse

    Tropische Vögel in Port Douglas

    Tickets – und die Sache mit der Sonnencreme

    Am Crystalbrook Marina gaben wir unseren Voucher ab und bekamen die Tickets für die Tour. Beim Check in kam direkt ein Hinweis: keine normale Sonnencreme, bitte rifffreundlich. …. Rifffreundlich?! Wir zeigten unsere Sonnencreme.

    Natürlich hatten wir genau die falsche dabei. Man hatte in der Marina die Möglichkeit, andere Sonnencreme zu kaufen.  

    Infobox: Great Barrier Reef und Sonnencreme
    • Das Great Barrier Reef ist ein sehr empfindliches Ökosystem.
    • Viele klassische Sonnencremes nutzen chemische UV Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat.
    • Diese Stoffe können Korallen schaden und die Erholung nach Stress wie Korallenbleichen erschweren.
    • In sensiblen Regionen am Riff wird deshalb riff freundliche Sonnencreme ohne diese Inhaltsstoffe empfohlen.

    Wir liefen noch etwas im Hafenbereich herum, um uns die Wartezeit zu vertreiben.

    Australischer Triel am Hafen in Port Douglas
    Australischer Triel

    Boote an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Die ersten Boote starteten schon Richtung Riff. Strand an der Crystalbrook Marina in Port Douglas bei Nieselregen Der Strand an der Marina. Im Nieselregen. Irgendwie zog ich das Regenwetter an in diesen Tagen an ….. Kakadus am Hafen von Port Douglas

    Und überall waren die Kakadus. Wie bei uns die Tauben.

    Wir beschlossen, nun doch wieder zum Hafen zu gehen, um unser Boot schon einmal zu suchen. Es war Dank guter Ausschilderung schnell gefunden.

    Beschilderung an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Anleger an der Crystalbrook Marina in Port Douglas Katamaran Wavedancer in Port Douglas

    Flötenfisch im Hafenbecken von Port Douglas
    Flötenfisch

    Beim warten entdecken wir schon die ersten Fisch, sie schwammen im Hafenbecken direkt unter der Oberfläche. Das reichte völlig, um die Spannung hochzuschieben. Wenn das hier schon so aussah, wie würde es erst direkt am Riff sein, mit Maske auf und beim Schnorcheln mittendrin?

    Schnorchel Vorfreude: Türkei, Kroatien, Malediven

    Schnorcheln war bei uns nicht ganz neu. Mit den Kindern war ich schon zweimal schnorcheln, einmal in der Türkei und einmal in Kroatien. Dort sahen wir schon viele Meeresbewohner.

    2015 war ich mit meinem damaligen Mann auf den Malediven.
    Ich hatte damals vor der Abreise die Sorge, dass ich mit Schnorcheln eh nix sehen würde. Tauchen darf ich leider nicht. Aus dem Grund hatte ich Schnorcheln eher in die Kategorie „kann man mal machen“ einsortiert.
    Und dann war ich dort zum ersten Mal schnorcheln und es catchte mich sofort. Es fühlte sich an, als würde man in einem Aquarium schnorcheln. Nur ohne Glas dazwischen. Man war mittendrin.

    Und jetzt war da das Great Barrier Reef. Dieses riesige Riff, von dem man schon als Kind irgendwie gehört hat und bei dem man sofort Bilder im Kopf hat, auch wenn man selbst noch nie hier war.

    Wir waren so aufgeregt, was uns erwarten würde.

    Katamaran Wavedancer vor der Abfahrt in Port Douglas

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    An Bord der Wavedancer: Boarding und Abfahrt

    Gegen 9.30 Uhr begann das Boarding auf den Wavedancer Katamaran. Pünktlich um 10 Uhr legten wir ab und Port Douglas blieb langsam hinter uns zurück.

    Gebucht haben wir direkt beim Anbieter: wavedancerlowisles.com.

    Teenager auf dem Katamaran Wavedancer mit Tour-Shirts Meine beiden Töchter waren ein paar Wochen vor der Abreise in Amsterdam bei „Stray Kids“ , einer K-Pop Band. Das sind die Tour-Shirts. Was meine Jüngste zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Auf der Reise würden wir noch einen sehr bekannten K-Pop Ort sehen, wo ihr „Idol“ ein Video gedreht hat.

    Die Fahrt geht los.

    Erst einmal im ruhigen Hafenbecken.
    So könnte es bleiben, dachte ich bei mir. …. blieb es aber nicht. Ausfahrt aus dem Hafen von Port Douglas mit dem Katamaran Katamaranfahrt Richtung Low Isles bei Wind Blick vom Katamaran auf die Küste bei Regen

    Nach dem Ablegen gab es an Bord ein kleines Frühstück mit Kaffee, Tee, Gebäck, Keksen und frischem Obst.

    Das Schaukeln merkte ich allerdings schneller als mir lieb war. Also blieb es bei einer Kleinigkeit, sicher ist sicher.

    Frühstück an Bord der Wavedancer

    Kurz darauf folgte die Einführung. Eine Meeresbiologin erklärte sachlich, worauf wir achten sollten, wie die Abläufe sind und was uns draußen am Riff erwartet.

    Infobox: Schiff und Tour in 30 Sekunden
    • Tour: Tagesausflug ab Port Douglas zu den Low Isles im Great Barrier Reef.
    • Schiff: Wavedancer, 30 Meter Luxus Segelkatamaran von Quicksilver Cruises.
    • Fahrtzeit: ungefähr 1 Stunde von Port Douglas bis Low Isles.
    • An Bord: Marine Biologist Präsentation, Einweisungen, klare Sicherheitsabläufe.
    • Low Isles: flache Lagune, ruhiges Wasser, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln.

    Sicherheit an Bord: Savety first

    Während der Fahrt mussten alle Gäste einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Abgefragt wurden unter anderem Schnorchelerfahrung und gesundheitliche Einschränkungen. Wegen meiner chronischen Erkrankungen wurde gezielt nachgefragt und ich hatte ein Gespräch mit den Guides. Gäste mit gesundheitlichen Einschränkungen oder wenig Erfahrung erhielten einen andersfarbigen Schnorchel, damit die Lifeguards sie im Wasser schneller erkennen konnten und ein besonderes Auge auf sie hatten.
    Safety first.

    Rettungswesten waren obligatorisch. Eine zu tragen fühlte sich für uns richtig an, auch weil es entspannter war, sich aufs Schauen zu konzentrieren statt auf Technik und Körperspannung.

    Die Fahrt zu den Low Isles: Danke Wetter…

    Das Wetter war bescheiden. Wind, leichter Regen, noch mehr Wind.
    Die Überfahrt war extrem schaukelig. Sehr schnell war klar, dass das für empfindliche Mägen eine echte Herausforderung werden würde.
    Tabletten gegen Seekrankheit lagen bereit und wurden auf Wunsch an die Gäste verteilt.

    Meiner Tochter ging es nicht sehr gut. Aber die Guides waren sehr aufmerksam. Ich glaube, ihr Auge war geschult für die Gäste mit Seekrankheit. Daher kamen sie direkt zu meiner Tochter und versorgten sie. Kühle Umschläge für den Nacken halfen ein wenig, später kamen sogar Eiswürfel zum Lutschen dazu. Das brachte spürbare Erleichterung. Ein sehr toller und fürsorglicher Service

    „Mama, wir machen aber keine Bootsfahrten mehr auf dieser Reise!“ sagte sie dann irgendwann. Ich weiß nicht, wie ich geguckt habe, aber direkt danach kam „Haben wir etwa noch welche gebucht?!“ Ich schaute sie an. Mein Gesicht redet manchmal deutlicher als Worte. „Ernsthaft? Wie viele?“ Hm, ich überlegte kurz. Es waren tatsächlich noch 4. Eine Fahrt zu den Whitsundays, die Überfahrt zu Magnetic Island, die Fahrt zu K’Gari Island und noch eine ganztägige Bootsfahrt zu den Walen. Meine Tochter rollte mit den Augen. „Ganz toll…“
    Aber vorweg: Die anderen Bootsfahrten waren allesamt angenehmer.
    Und auch die Fahrt zu den Low Isles ist normalerweise weniger schaukelig. Wir hatten einfach Pech mit dem Wetter. Schaukelnde Überfahrt zu den Low Isles bei Wind und Regen Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. Dann war endlich Land in Sicht!!! Low Isles in Sicht nach der Überfahrt Ankunft an Low Isles im Great Barrier Reef

    Ankunft auf Low Isles: Ein kleines Paradies

    Gegen 11.15 Uhr erreichten wir Low Isles. Zwei kleine Inseln, ein gemeinsames Riff.
    Keine Hotelanlagen, keine große Infrastruktur.
    Stattdessen Sand, Lagune und schattenspendende Strohdächer, falls die Sonne scheint und das Riff, welches man vom Strand erreichen kann.

    Ich hatte diese Tour damals gebucht, falls mein Sohn nicht schnorcheln dürfte. Denn beim Wavedancer gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Glasbodenboot das Riff zu erkunden. Aber beim Arztbesuch kurz vorher kam die gute Nachricht: Schnorcheln ist eingeschränkt erlaubt. Wir waren so happy!

    Infobox: Low Isles, die wichtigsten Fakten
    • Lage: ca. 15 km nordöstlich von Port Douglas
    • Größe: etwa 4 Acre Koralleninsel, umgeben von großem Riffbereich
    • Besonderheit: Korallen liegen sehr nah an der Insel, dadurch tolles Schnorchelgebiet
    • Heritage: seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, inklusive historischer Leuchtturm
    • Indigene Bedeutung: als Wungkun wichtiger Ort im Sea Country der KuKu Yalanji und Yiragandi

     

     

    Low Isles: Geschichte, Leuchtturm und warum das mehr ist als „nur eine Insel“

    Schon vorab wurde uns erklärt, dass die Riffe hier stark unter den extremen Überschwemmungen durch Zyklon Jasper im Dezember 2023 gelitten haben. Große Mengen Sediment wurden ins Meer gespült, und gerade flache Riffbereiche können dadurch massiv beeinträchtigt werden.

    Der historische Leuchtturm auf Low Isles wurde im 19. Jahrhundert gebaut und ist bis heute ein markanter Punkt. Spannend fand ich, dass hier seit sehr langer Zeit Wetterdaten gesammelt werden und Low Isles sogar eine Rolle in der frühen Korallenriff Forschung spielte.

    Erstes Schnorcheln am Great Barrier Reef

    Der Katamaran konnte nicht direkt an den Strand fahren. Er hielt an einem gesicherten Ponton, von dort startete das Glasbodenboot und die Tenderboote zum Strand. Und dort bekam man auch die Neoprenanzüge ausgehändigt. Die sollten wir wegen der Quallen tragen. Wichtig, aber modisch echt … nunja… seit unserem Wildwasserrafting in Österreich nenne ich liebevoll „Leberwurst Anzüge“.

    Am Strand von Low Isles mit Neoprenanzug vor dem Schnorcheln

    Am Strand waren Lifeguards stationiert, und alles lief sehr organisiert ab.

    Aufgrund der Niedrigwasser Phase durften wir nicht überall schnorcheln. Teile des Riffs lagen sehr nah an der Wasseroberfläche. Es wurde genau erklärt, wo wir unbesorgt schnorcheln durften.

    Schnorchelbereich an der Lagune von Low Isles

    Die Unterwasserwelt war unglaublich schön.

    So viele bunte Fische, so viel Bewegung, ….so viele Farben?

    Irgendwie fehlte mir trotzdem was.
    Das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Durch das Wetter war das Wasser trüb, die Sonne schien nur ab und zu mal.

    Und man sah deutlich die gravierenden Schäden am Korallenriff.

    Vieles kaputt, vieles ohne Farben.

    Und trotzdem – es war beeindruckend. Wir haben so viele verschiedene Fische und andere Meeresbewohner entdeckt, … unbeschreiblich schön.

    Aber schaut selbst.

    Sechsbinden-Kaiserfische beim Schnorcheln an Low Isles
    Die auffällig blau-gelben Fische sind Sechsbinden-Kaiserfische

    Unterwasseraufnahme beim Schnorcheln an Low Isles mit Korallen und Fischen

    Papageienfisch
    Papageienfisch

    Unterwasseraufnahme: bunte Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallen und Schwarmfische an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Korallenriff nahe der Wasseroberfläche an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: Riff-Fische beim Schnorcheln an Low Isles

    Unterwasseraufnahme: bunte Fische zwischen Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Fischschwarm über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallen und Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische im klaren Wasser an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenriff und bunte Fische an Low Isles

    Normalerweise lasse ich mich beim Schnorcheln gerne treiben. Auf den Malediven mochte ich genau dieses Gefühl. Hier ging das nicht. Die Strömung schob einen immer wieder Richtung gesperrte Bereiche. Dort liegen Korallen so nah an der Wasseroberfläche, dass man sich ernsthaft verletzen kann.

    Eine Hoffnung lief die ganze Zeit mit: eine Schildkröte sehen. Leider zeigte sie sich nicht ….

    Mittagessen an Bord und die zweite Runde

    Zurück auf dem Katamaran wartete ein kaltes Buffet. Verschiedene Salate, Fisch, Hähnchen, dazu Meeresfrüchte wie Tintenfisch und Garnelen. Sah alles gut aus, aber Essen war an diesem Tag so eine Sache. Mir war immer noch etwas flau von der Bootsfahrt .. Trotzdem tat etwas Solides gut.

    Danach wurde angeboten, entweder eine geführte Inselrunde zu machen oder noch einmal ins Wasser zu gehen. Die Zwillinge blieben auf dem Katamaran. Was wünschen sich Teenager im Urlaub? Einfach sitzen, chillen, auf den Bänken ein bisschen dösen. Schnorcheln hatte ihnen gut gefallen, aber eine zweite Tour wollten sie nicht.

    Meine Große entschied sich für die Inseltour. Diese dauerte ca. eine Stunde und habe sich sehr gelohnt, sagte sie hinterher.

    Ein paar Fotos von ihr: Low Isles: Strand und Palmen bei der Inselrunde Low Isles: Blick über die Lagune bei der Inselrunde Low Isles: historischer Leuchtturm auf der Insel Low Isles: Koralleninsel und Lagune im Great Barrier Reef Low Isles: Strand und Vegetation auf der Koralleninsel

     

     

    Low Isles und Steve Irwin: Trauriger Teil der Inselgeschichte

    Irgendwann fiel dann dieser Satz, der einem kurz einen Knoten im Bauch macht:
    In diesem Gebiet verunglückte Steve Irwin, der weltbekannte „Crocodile Hunter“, bei Unterwasseraufnahmen am 4. September 2006 tödlich. Er wurde anschließend zur Low Island gebracht und dort für tot erklärt. Puh. Das wusste ich nicht. Ich war damals beeindruckt von seiner Art, mit Tieren umzugehen. Dass ihm das zum Verhängnis wurde, hat mich damals sehr berührt.

    Infobox: Low Isles, Leuchtturm, Grab und Steve Irwin
    • Lage: Low Isles liegt rund 15 km nordöstlich von Port Douglas, ein kleiner Korallen-Cay in einer geschützten Lagune.
    • Warum viele hier so gern schnorcheln: Die Korallen liegen sehr nah an der Insel, das Wasser in der Lagune ist oft ruhig und klar. Ideal zum Schwimmen und für Einsteiger.
    • Heritage: Low Isles und der historische Leuchtturm stehen seit 2008 auf der Commonwealth Heritage List, wegen ihrer kulturellen und indigenen Bedeutung.
    • Indigene Bedeutung: Für die Aboriginal People ist der Ort als Wungkun bekannt. Er gehört zum Sea Country der KuKu Yalanji und Yirrganydji, deren Meeresgebiete sich hier überlappen.
    • Leuchtturm: Der Leuchtturm ist historisch und bis heute ein prägender Teil der Inselgeschichte.
    • Ein kleines, stilles Detail: Auf der Westseite befindet sich ein historisches Grab, das Jane Ann Owen zugeschrieben wird, der Frau des ersten Leuchtturmwärters. Das Grab liegt sehr nah an der Küste und war zeitweise durch Erosion bedroht.
    • Wissenschaft: Low Isles war schon früh ein Ort für Forschung, unter anderem als Basis für eine sehr frühe Korallenriff-Studie.
    • Steve Irwin: Der „Crocodile Hunter“ verunglückte am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen im Great Barrier Reef. In diesem Zusammenhang fällt Low Isles oft, weil er nach dem Unfall in Richtung Low Island gebracht wurde.

     

     

    Die Schildkröte und ich

    Ich gab die Hoffnung nicht auf, doch noch einmal die Schildkröte zu sehen. Also quetschte ich mich wieder in den feuchten (und kalten) Neoprenanzug. Alleine schnorcheln war an dem Tag ausnahmsweise erlaubt. Normalerweise gilt Partnerregel, aber es waren jetzt nur wenige im Wasser und die Ansage war klar: in Sichtweite bleiben. Das nahm ich auch ernst.

    Riesige Muscheln im flachen Wasser an Low Isles Von diesen riesigen Muscheln sahen wir sehr viele
    Unterwasseraufnahme: Korallen und Riff-Fische an Low Isles Unterwasseraufnahme: bunte Fische über Korallen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Korallenformationen an Low Isles Unterwasseraufnahme: Riff-Fische in der Lagune von Low Isles

    Ein paar Flossenschläge hier, ein Blick nach unten da, und plötzlich stimmt die Richtung nicht mehr. Die Strömung schob mich Stück für Stück weiter, ohne dass ich es merkte. Erst als ich hochschaute, war klar: Ups. Hier darf ich gar nicht mehr schnorcheln. Und auch der Guide hatte es bemerkt und pfiff mich zurück. Ich machte meine Kamera aus (Fehler!) und sah zu, dass ich wieder in den erlaubten Bereich kam.

    Und dann passierte es. Da lag sie. Eine Schildkröte. Sie ruhte auf dem Riff und bemerkte mich nicht einmal. Für einen Moment war alles andere vergessen.

    Der Guide rief inzwischen sehr energisch, ich solle zurückkommen. Ich hörte es auch. Aber ich wollte noch schnell ein Foto machen.
    Und weil alles so schnell gehen musste, war die Kamera im falschen Modus. Foto ja, Farben naja.

    Egal. Ich hatte sie gesehen – und war überrascht, wie riesig sie ist.
    Auf den Fotos kommt das nie so rüber.

    Sie war so groß. Und ich so happy, sie gesehen zu haben!!!!

    Meeresschildkröte am Korallenriff bei Low Isles Meeresschildkröte unter Wasser im Great Barrier Reef bei Low Isles

    Auf dem Weg zurück begegnete ich dann noch diesem Kollegen:

    Kleiner Riffhai beim Schnorcheln an Low IslesEin kleiner Hai.

    Zum Glück kannte ich Riff-Haie bereits von den Malediven und wusste, dass sie absolut ungefährlich sind. Dennoch beeindruckte mich diese Begegnung wieder sehr.

    Rex Smeal Park in Port Douglas am Abend

    Und als hätte der Hai das gespürt, tauchte er wenig später am Boot wieder auf.

    Riffhai nahe dem Boot bei Low Isles

    Und dann kam sogar die Sonne wieder durch. Und direkt sah alles so anders aus.

    Sonne bricht durch die Wolken über dem Meer bei Port Douglas Blick vom Katamaran auf das Meer bei besserem Wetter Ausblick auf Küste und Meer bei Port Douglas

    Direkt hatte ich das Lied „Santiano“ im Kopf.

    „Die Segel aufgespannt und vor dem WindLeinen los, volle Fahrt, Santiaaaanooo“

    Sonnenuntergang am Meer in Port Douglas Elly mit Schildkrötenfoto nach dem Schnorcheln

    Happy Elly mit Schildkrötenfoto

    Rückfahrt: Snacks, Champagner und endlich ruhigeres Wasser

    Die Rückfahrt war gemütlicher. Snacks wurden angeboten, es gab Champagner, und auch die Überfahrt war viel ruhiger.

    Am Kiosk konnte man Softdrinks kaufen, stilles Wasser gab es gratis, Kaffee und Tee ebenfalls.

    Rückfahrt mit dem Katamaran Wavedancer nach Port Douglas

    Nach einer ruhigen und entspannten Überfahrt erreichten wir wieder den Hafen von Port Douglas

    Hafen von Port Douglas nach der Rückkehr Boote im Hafen von Port Douglas am Abend Blick auf Port Douglas nach der Tour

    Port Douglas danach: 4 Mile Beach, Rex Smeal Park und kurz durchatmen

    Nach dem Anlegen hatten wir noch keine Lust, direkt wieder zurück zur FeWo zu laufen. Es war unser letzter Abend in Port Douglas.
    Ok, ich korrigiere: ICH hatte keine Lust auf FeWo. Die Kids schon. Sie wollten mit Freunden telefonieren, chillen usw. Was Teenager halt so machen. Ich brachte sie zur FeWo, ging dann aber wieder zurück. Das ist der Vorteil, wenn man mit großen Kindern reist. Meine Zwillinge sind ein paar Wochen nach der Australienreise 16 geworden und meine älteste Tochter schon 19.

    Ich lief erst zum Rex Smeal Park. Dort war richtig was los. Ein Paar feierte Hochzeit, der Hochzeitsfotograf machte Fotos im Abendlicht.

    Etwas abseits unter den Palmen saßen junge Erwachsene auf Picknickdecken. Einer spielte Gitarre. Ein bisschen weiter setzte ich mich selbst unter eine Palme, nur ein paar Meter entfernt. Hörte die Musik und schaute aufs Meer. Ein Boot, das irgendwie chinesisch aussah, schipperte vorbei, ganz ruhig.
    Der Himmel verfärbte sich langsam in ein warmes Licht.

    Eine wundervolle Atmosphäre. Schade, dass sie Kids das verpassten, dachte ich.

    Dort blieb ich bestimmt eine halbe Stunde sitzen. Einfach nur so. Das passierte bei mir selten, weil ich auf Reisen sonst immer irgendwohin wollte, irgendwas noch sehen, irgendwas noch schaffen. An diesem Abend nicht. An diesem Abend genoss ich es. So richtig.

    Picknick unter Palmen im Rex Smeal Park, Port Douglas Boot auf dem Meer vor Port Douglas am Abend

    Danach lief ich den kleinen Walk über den Hügel hoch zum 4 Mile Beach Lookout. Oben wartete dann der Sonnenuntergang. Wundervoll, dieses Licht, dieser Ausblick. Schon fast versöhnlich, nachdem sich Port Douglas wettertechnisch nicht von der besten Seite gezeigt hatte.

    Sonnenuntergang am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    Dieser Weg wirkte fast surreal. Eine andere Welt. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen, wie der Weg ist, aber dann lief ich ihn immer weiter. Durch die natürlichen Tunnel der Feigenbäume. Später durch einen Dschungelwald. Und immer sah man zwischen den Bäumen und Sträuchern das Meer.
    Das hat richtig Spaß gemacht.

    Weg durch Feigenbaum-Tunnel am 4 Mile Beach Lookout Dschungelpfad am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas Blick durch Vegetation aufs Meer am Lookout bei Port Douglas Küste bei Port Douglas vom Walk zum Lookout Meerblick zwischen Bäumen am 4 Mile Beach Lookout

    Selfie am 4 Mile Beach Lookout in Port Douglas

    In diesem Leben werde ich kein Selfie-Profi mehr …. Und ja, ich war müde. Der Tag war toll, aber die vielen Eindrücke, die Bootsfahrt, das Schnorcheln – und jetzt noch der Walk hoch auf den Aussichtshügel. Und ich war ohnehin nicht ganz fit.

    Und doch war ich unfassbar glücklich, dort zu sein. Ohne Regen. Mit einem so farbenfrohen Sonnenuntergang.
    Es war traumhaft.

    Ich lief den Aussichtshügel auf der anderen Seite wieder runter. Zurück zur Zivilisation.

    Ich ging dann noch schnell einkaufen. Nur ein paar Kleinigkeiten, für den Abend und für die Fahrt morgen. Denn da würde unsere Tour mit Greyhound starten.

    Die Papageien sind so unfassbar laut. Aber auch so niedlich.

    Die Kakadus sind übrigens auch echte Radau-Vögel.

     

     

     

     

    Bei Instagram habe ich ein Video zu den Geräuschen hochgeladen:

     
     
     
     
     
    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

    Ein Beitrag geteilt von Elly Unterwegs (@elly_unterwegs)

     

    Grüße von zu Hause und kurz Heimweh

    Zu Hause in Deutschland hatte mein Mann die ganze Familie zum Fußballgucken versammelt: Beamer auf der Terrasse, Grill an, perfektes Sommerwetter. Er schickte mir ein kurzes Video per WhatsApp. Liebe Grüße von allen.
    Ich sah meine Family, unsere Terrasse, unseren Garten, eine meiner Katzen lief durch das Video.  

    Und dann war es da. Heimweh. Kurz und heftig.
    Wir waren am anderen Ende der Welt. In Australien. So weit weg von zu Hause wie noch nie zuvor.

    Genau in diesem Moment kam der Gedanke, der mich sofort wieder ein bisschen glücklicher gemacht hat: Australien war nicht irgendeine Reise. Australien war mein großer Traum. Seit 25 Jahren. Einer von diesen Träumen, die man durch Alltag, durch „irgendwann“, durch Wochen und Jahre trägt, in denen man oft einfach nur funktioniert. Und jetzt war es wahr. Nicht nur im Kopf und nicht mit Google Maps, sondern wirklich dort. Vor Ort. In echt.

    Das größte Geschenk war, dass meine drei Kinder dabei waren. Meine drei, die irgendwie viel zu schnell groß geworden sind. Drei Kinder, mit denen ich durch viele Höhen und leider auch durch viele Tiefen gegangen bin.  All das hat uns zu einem tollen Team zusammengeschweißt, mit Vertrauen, einem offenen Austausch, das Gefühl, wirklich über alles reden zu können –  was mich sehr glücklich macht.
    Und genau diese drei waren jetzt mit mir in Australien. So weit weg von zu Hause. Gemeinsam. Wir vier waren über Jahre ein eingespieltes Reiseteam, immer wieder unterwegs, immer wieder zusammen.

    5 Kontinente. 30 Länder. So viele Erlebnisse, so viele tolle Momente. Und genauso viele Situationen, die uns kurz den letzten Nerv gekostet haben. Trotzdem haben wir es immer zusammen hingekriegt.
    Aus all diesen Reisen entstanden so viele „Weißt du noch?“-Momente.

    Aber dann wurde ich wehmütig, weil Australien vermutlich unsere letzte große Reise in dieser Form war.
    Meine Älteste ist inzwischen für ihr Studium ausgezogen, die drei gehen ihre eigenen Wege, und bei mir wartet eine große OP, nach der ich erst einmal nicht reisen darf.
    Dass sie anstehen würde, wusste ich bereits in Australien. In welcher Form ahnte ich da noch nicht…

    Genau deshalb fühlte sich diese Reise wie ein riesiges Geschenk an. Wir haben lange gespart und oft low budget gewohnt. Der Luxus war nie das perfekte Hotel. Der Luxus war die Reise selbst. Zusammen unterwegs sein, staunen, lachen, auch mal durchziehen, wenn es anstrengend wurde.

    Das ist unser Schatz.

    Erinnerungen, die für immer bleiben.

    .

    .

    Zurück in der Unterkunft machten wir uns ein schnelles Abendessen. Ich wusch noch einmal ein paar Klamotten, wir packten schon die ersten Sachen in die Koffer. 

    Morgen startete unsere Greyhound-Tour. 

    Plan für morgen: Mission Beach

    Als nächstes stand Mission Beach auf dem Zettel.
    Ein Tag Strandurlaub, ganz ohne Programm. Einfach nur Meer und Pause. Das war zumindest der Plan.

    Danke, dass ihr wieder mit dabei war. 

    Der nächste Bericht wird nicht so lange auf sich warten lassen.

    Rex Smeal Park in Port Douglas im Abendlicht


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  • Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – ein Tag im Dschungel

    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt


    Australien: Der Daintree – Ein Tag im ältesten Regenwald der Welt

    Normalerweise erscheinen meine Reiseberichte in engerem Abstand zueinander, damit man beim Lesen noch weiß, was im vorherigen Bericht passiert ist. Dieser hier brauchte mehr Zeit. Die letzten Wochen waren gefüllt mit Geburtstagen, dem Auszug meiner Tochter, dem Einrichten ihrer ersten eigenen Wohnung, Arztterminen und Nachrichten, die erst ihren Platz finden mussten. Jetzt ist wieder Zeit zum Schreiben. Und der Kopf frei genug, um euch wieder mitzunehmen nach Australien.

    Heute sind wir im Regenwald unterwegs.

    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

    Australienreise Sommer 2025: Elly unterwegs mit drei Teenagern

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    Ich habe immer im Scherz gesagt, dass ich irgendwann Influencerin werde und dann ins RTL-Dschungelcamp gehe. Meine Familie hat jedes Mal gelacht. „Du? Im Dschungel? Mit den ganzen Spinnen?“ Nun ja, was soll ich sagen: Drei von vier „Vorhersagen“ sind dann tatsächlich eingetreten: Wir, Dschungel, Spinnen. Nur das mit der Influencer-Karriere hat nicht so ganz geklappt. Vielleicht ganz gut so, denn so konnte ich die Spinnen immerhin aus sicherer Entfernung beobachten und musste keine seltsamen Dinge essen, um Sterne zu sammeln. Stattdessen ließen wir uns kulinarisch verwöhnen – das rundete den Tag ab, an dem wir so viel gesehen und erlebt haben. … und so nass wurden. Der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre …

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    Wo liegt der Daintree-Regenwald?

    In Nordqueensland – ich habe das mal per Screenshot festgehalten:

    Karte: Lage des Daintree Rainforest in Nordqueensland an Australiens Ostküste

    Daintree Rainforest – Fakten kompakt

    Der Daintree Rainforest gilt als Teil der ältesten zusammenhängenden Regenwaldgebiete der Welt. Schätzungen gehen von rund 180 Millionen Jahren aus, also deutlich älter als der Amazonas. Er gehört zur Wet Tropics of Queensland Region, die seit 1988 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Auf etwa 1.200 Quadratkilometern finden sich tausende Pflanzenarten und eine enorme Vielfalt an Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Insekten, obwohl der Regenwald nur einen winzigen Bruchteil der Fläche Australiens einnimmt. Besonders spannend ist der Übergang vom Regenwald zum Great Barrier Reef rund um Cape Tribulation, wo zwei Welterbestätten direkt aufeinandertreffen.

    Unsere Tour in den Daintree

    Für unseren Tag im Regenwald haben wir die „Total Daintree Experience“ von Daintree Discovery Tours gebucht, gestartet in Port Douglas. Inklusive waren Abholung an der Unterkunft, Mossman Gorge, Morning Tea, eine Bootstour auf dem Daintree River, ein geführter Boardwalk durch den Regenwald, Mittagessen mit Schwimmstopp am Cooper Creek sowie ein Besuch in Cape Tribulation mit Aussichtspunkten und einem Stopp an einer Eisdiele im Regenwald. Die Reisegruppe war klein, gut organisiert und sehr persönlich, genau richtig dafür, wenn man nur wie wir wenig Zeit hat für diese Region.
    Link zur Tour: Total Daintree Experience ab Port Douglas

    .

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    Morgens in der Ferienunterkunft – Wir sind bereit für den Dschungel

    Am Abend vorher gab es noch eine kleine Lagebesprechung mit den Teenagern. „Wir werden um 7:20 Uhr abgeholt“, sagte ich. „Stellt den Wecker auf spätestens 6:40 Uhr und dann wirklich sofort aufstehen. Am besten packt ihr heute Abend schon euren Rucksack.“ Die Reaktion war eine Mischung aus Nicken, Augenrollen und „jaaa, gleich“.

    Am nächsten Morgen lief es tatsächlich erstaunlich gut.
    Alle standen pünktlich auf und wir hatten noch Zeit, eine Kleinigkeit zu frühstücken.
    In der FeWo gab es (wie übrigens in jeder australischen Unterkunft auf dieser Tour) Kaffee, Wasserkocher, Zucker und sogar Milch im Kühlschrank. Brot und Aufstrich hatten wir am Vortag in Kuranda besorgt. Damit hatten wir einen guten Start in den Tag. Weniger gut war die Wetterprognose…

    Der Blick auf die Wetter-App versprach eigentlich ein klassisches Tropenwetter mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern. Die Realität sah dann anders aus: Dauerregen.
    Der Himmel war grau, die Straßen nass, die Luft diesig. Daintree im Komplettregen also. Nicht ganz das, wovon ich seit Jahren geträumt hatte. Entsprechend war dann meine Stimmung…

    Die Abholung war pünktlich. Der Guide checkte, ob wir alle auf der Liste standen und dann saßen wir auch schon im Bus Richtung Mossman Gorge Visitor Centre, dem offiziellen Startpunkt der Tour.

    Abholung zur Tour: im Kleinbus unterwegs Richtung Mossman Gorge Visitor Centre

    Mossman Gorge Visitor Centre, CYPAL und der erste Kontakt mit dem Regenwald

    Nach der Ankunft am Mossman Gorge Visitor Centre verteilte der Anbieter zunächst Regenschirme und ein sehr intensives Anti-Insekten-Spray. Obwohl wir selbst keine einzige Mücke gesehen haben, sprühten wir uns vorsorglich ein. Für meine Neurodermitis-Haut war das Spray unangenehm, es brannte auf Armen und Beinen, aber Sicherheit geht vor.

    Anschließend gingen wir ein kurzes Stück zu Fuß über das Gelände des Visitor Centres. Dort stiegen wir in einen kleineren Shuttlebus um.

    Mossman Gorge Visitor Centre bei Regen: Weg und Gelände
    Mossman Gorge Visitor Centre: Eingang und Infobereich
    Shuttlebus zur Mossman Gorge im Regen
    Weg zum Regenwald-Boardwalk an der Mossman Gorge
    Hinweisschild im Daintree National Park (CYPAL) bei Mossman Gorge

    Auf den Schildern stand „Daintree National Park (CYPAL)“. CYPAL steht für Cape York Peninsula Aboriginal Land. Der Daintree Nationalpark wird im Rahmen eines Aboriginal-Landrechts-Abkommens gemeinsam von den Parkbehörden des Bundesstaates Queensland und den Eastern Kuku Yalanji verwaltet, den traditionellen Eigentümern dieses Landes. Ein Hinweis darauf, dass dieser Regenwald nicht nur Naturschutzgebiet ist, sondern auch kulturell eine zentrale Bedeutung hat.

    Erster Walk an der Mossman Gorge – Regenwald im Dauerregen

    Der erste Boardwalk führte uns über befestigte Wege in den Regenwald rund um die Mossman Gorge. Alles war sattgrün, Farne, Lianen, riesige Bäume, glatte Stämme und moosbedeckte Wurzeln. Genau so hatte ich mir den Dschungel immer vorgestellt, nur deutlich trockener. Und lauter…. denn was mich wirklich traurig gemacht hat, waren die Geräusche. Oder besser gesagt, das Fehlen der Geräusche. Ich hatte mir den Regenwald immer wie ein riesiges Orchester aus Vogelstimmen, Rufen und Rascheln vorgestellt. Stattdessen war es fast unheimlich still. Die Vögel hielten sich bei diesem Wetter offensichtlich zurück, und das laute Prasseln des Regens schluckte den Rest. Regenwald ohne Regenwald-Soundtrack, das tat etwas weh.

    Und apropos Regen: Kaum waren wir auf dem Boardwald, fing es wieder ordentlich an zu regnen. Es goss so stark, dass die große Kamera im Rucksack blieb. Nur das Handy kam zum Einsatz, oft mit feinen Tropfen auf der Linse. Ich habe einen gewissen Anspruch an meine Fotos, … mit Handy im Regen ist mir das nicht wirklich gelungen …

    Boardwalk an der Mossman Gorge im Regenwald bei Starkregen
    Tropischer Regenwald an der Mossman Gorge: Farne und dichtes Grün
    Regenwald-Impressionen an der Mossman Gorge: Bäume, Wurzeln und Moos
    Mossman Gorge: Regenwaldpfad und Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: dichter Regenwald entlang des Weges
    Mossman Gorge: Regenwalddetails und tropische Pflanzen

    Der Weg führte uns zu einem kleinen Bachlauf und weiter zu einem Fluss mit hellem Sandstreifen und einer Plattform. Ein Abschnitt des Mossman River, der sich hier durch große Felsen und rund geschliffene Steine schlängelt. Ein traumhafter Ort, selbst im Grau. Im Sonnenschein muss es hier fast kitschig schön sein.

    Mossman River an der Mossman Gorge: Flusslauf und Felsen
    Mossman Gorge: Fluss und Regenwaldlandschaft bei grauem Wetter
    Mossman Gorge: Aussicht auf den Fluss im Regen

    Goldene Spinne, versteckte Echsen und Nerven aus Gummi

    An der Plattform blieb der Guide stehen, grinste und zeigte nach links neben den Weg. Im ersten Moment sah ich nur Tropfen und ein paar Blätter. Dann erkannte ich es. Ein riesiges Radnetz mit einer großen Spinne mittendrin. Er erklärte, dass es sich um eine Golden Orb Web Spider handelt, eine der typischen Netzspinnen hier im Daintree, oft mit Netzen von erstaunlicher Größe. Die handtellergroße Spinne saß ruhig im Zentrum. Besser so für meine Spinnenphobie. Trotzdem hielt ich das Handy hoch und machte ein Foto und ein kurzes Video, weil mir klar war, dass viele von euch dieses Tier sehen wollen würden.
    Und ich hatte auf Instagram gefragt, ob ich das Foto auch hier so posten soll:
    82 % Haben mit „Ja“ abgestimmt.
    Leider nur ein Handyfoto. Ich hätte ja so unglaublich gerne mit meiner Kamera so richtig nah rangezoomt, damit ihr die Spinne in gestochen scharfer Qualität seht – aber leider leider hat es so stark geregnet. #ironieoff

    Golden Orb Web Spider im großen Radnetz im Daintree Rainforest
    Spinnennetz im Regenwald: Golden Orb Web Spider im Zentrum

    Auf dem weiteren Weg zeigte uns der Guide noch mehrere Echsen und Insekten, die perfekt getarnt auf Blättern oder Stämmen saßen. Ohne seine Hinweise wären wir wahrscheinlich an allem vorbeigelaufen. Regenwald bedeutet nicht nur große Bäume, sondern ganz viel Leben im Kleinen, das sich erst zeigt, wenn jemand darauf hinweist.

    Der Regen blieb uns treu. Regen im Regenwald, rein sprachlich passt das sehr gut. In der Realität war es irgendwann einfach nur nass und für die Kamera frustrierend. Einen ersten Eindruck von der Mossman Gorge bekamen wir trotzdem, und der machte sofort Lust auf einen weiteren Besuch bei besserem Wetter. Wenn Australien nur nicht so weit weg wäre ….

    Regenwald an der Mossman Gorge: sattgrüne Vegetation bei Regen
    Mossman Gorge: Regenwaldszene mit nassen Blättern und Stämmen
    Mossman Gorge: Regenwald und Flusslandschaft im Grau

    Im Dschungeldickicht hätten wir die Echse niemals entdeckt.

    Getarnte Echse im Regenwald: kaum vom Blattwerk zu unterscheiden

    Getarntes Tier im Regenwald: Suchbild im Blattwerk
    Suchbild im Regenwald: verstecktes Tier zwischen Blättern

    Na, was seht ihr? Nur eine Pflanze?

    Suchbild im Regenwald: getarntes Tier im Grün
    Getarntes Tier im Regenwald: schwer zu entdecken

     

    Morning Tea im Visitor Centre – Energie tanken

    Zurück am Visitor Centre wartete der Morning Tea auf uns. Zur Auswahl standen Plunger Coffee oder Daintree Tea und dazu Damper.
    Damper ist ein traditionelles australisches Bush-Brot, ursprünglich von Stockmen und Farmern im Outback am Lagerfeuer gebacken, nur aus Mehl, Wasser, Salz und später teilweise mit etwas Butter oder Milch verfeinert. Heute wird es oft im Ofen gebacken, ist innen weich und außen leicht knusprig.

    Serviert wurde das Ganze in unserer Version eher wie ein sehr kompaktes Brötchen mit Marmelade und einem Klecks Sahne oben drauf. Dazu gab es Tee und Kaffee. Nach einer Stunde im Regen fühlte sich dieser Kaffee an wie ein kleiner Neustart. In dieser Pause lernten wir auch die anderen Mitreisenden etwas besser kennen. Eine nette Mischung aus Familien, Paaren und Alleinreisenden, alle mit Geduld für das Wetter….

    Morning Tea im Visitor Centre: Damper und Getränke als Pause von der Tour

    Das war trotz Schirm nicht so einfach umsetztbar …

    Pause beim Morning Tea: Sitzbereich im Mossman Gorge Visitor Centre
    Damper mit Marmelade und Sahne beim Morning Tea
    Kaffee und Damper: Morning Tea vor der Weiterfahrt

    Sehr lecker, aber machte auch extrem satt

    Daintree River Cruise – Krokodile, Mangroven und ein Stoffhai

    Nach der Pause ging es weiter Richtung Daintree River. Es regnete immer noch und unser Guide verteilte zusätzlich Regenponchos. Boot plus Dach plus Regenponcho ist nicht elegant, aber es hält zumindest trocken. Kalt war es übrigens nicht. Nur nass…

    Daintree River Cruise: Bootsfahrt auf dem Fluss bei Regen

    Entlang der Ufer entdeckten wir unterschiedlich dichte Mangroven. Mangroven sind Bäume und Sträucher, die im Übergangsbereich zwischen Land und Meer wachsen, regelmäßig von den Gezeiten überflutet werden und mit Salzwasser zurechtkommen. Ihre Wurzeln ragen teils aus dem Boden, um genug Sauerstoff zu bekommen, und viele Arten filtern einen Großteil des Salzes aus dem Wasser heraus. Dieser Lebensraum ist wichtig für Fische, Krebse, Vögel und als Küstenschutz.

    Der Guide erklärte, dass es in der Region mehrere Mangrovenarten gibt, darunter weit verbreitete Arten wie die Grey Mangrove und weitere, die sich je nach Salzgehalt und Lage unterscheiden. In der Praxis sah das für uns vor allem nach einem dichten Gewirr aus Wurzeln, Stämmen und Blättern aus, unter denen jederzeit ein Krokodil auftauchen konnte.

    Wir sahen verschiedene Vögel, unter anderem Eisvögel, und schließlich auch mehrere Salzwasserkrokodile, die am Ufer lagen oder knapp unter der Wasseroberfläche trieben. Vor einigen Jahren hatten wir im Everglades Nationalpark in Florida Alligatoren gesehen, die schon beeindruckend wirkten. Krokodile, besonders die großen Salzwasserkrokodile hier im Norden Australiens, sind noch einmal eine andere Kategorie. Neben der Größe gibt es ein paar einfache Unterschiede: Krokodile haben meist eine schmalere, v-förmige Schnauze, leben eher in Salzwasser- oder Brackwasserbereichen und können deutlich größer werden als Alligatoren, die eine eher breite, u-förmige Schnauze haben und vor allem im Süßwasser leben.

    Daintree River: Uferlandschaft und Vegetation während der Bootstour
    Daintree River Cruise: Flussufer und Mangroven im Regen
    Mangroven am Daintree River: dichter Bewuchs am Ufer
    Daintree River: Regenwald und Mangroven entlang des Wassers
    Daintree River Cruise: Ufer und tropische Vegetation
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Azurfischer (Azure Kingfisher) am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Vogelbeobachtung und Ufervegetation
    Daintree River Cruise: Blick über den Fluss bei diesigem Wetter
    Daintree River: Regen, Nebel und tropische Stimmung
    Daintree River: Bootstour im Regen, Blick auf Ufer und Wasser
    Daintree River: Regenwaldkulisse am Fluss
    Daintree River: Flusslandschaft mit Mangroven
    Daintree River: Stimmung bei Regen und diesiger Luft

    Die diesige Luft und der Regen machten einen etwas surrealen Blick auf die Umgebung.
    Ich hätte es trotzdem lieber sonniger oder zumindest trocken gehabt ….

    Daintree River: Blick über das Wasser während der Bootsfahrt

    Wer entdeckt das Krokodil?

    Suchbild: Salzwasserkrokodil am Ufer des Daintree River
    Daintree River: Uferbereich, möglicher Lebensraum für Krokodile
    Mangroven am Daintree River: Wurzeln und dichter Bewuchs
    Mangrovenwurzeln im Schlamm am Daintree River: Atemwurzeln und Wurzelgeflecht
    Mangroven haben je nach Art unterschiedliche Wurzelstrukturen, um im sauerstoffarmen Schlick zu überleben. Da der Boden regelmäßig überflutet und kaum belüftet ist, reichen normale Wurzeln nicht aus.  

    Mangroven: stiftförmige Atemwurzeln ragen aus dem Schlamm

    Die stiftförmig aus dem Boden ragenden Atemwurzeln gehören zu Mangroven. Sie wachsen wie kleine Stalagmiten aus dem Schlamm und sorgen dafür, dass die Pflanzen im sauerstoffarmen Untergrund Luft bekommen.

    Daintree River: Mangroven und Uferlandschaft im Regen

    Daintree River: Blick vom Boot auf Wasser und Ufer

    Während wir gebannt aufs Wasser starrten, hatte meine älteste Tochter ein eigenes Projekt. Sie hatte vor der Reise von ihrem Freund einen Stoffhai geschenkt bekommen. Statt Selfies von sich machte sie Serienbilder vom Hai an allen möglichen Orten, um sie ihm später zu schicken. Auf dem Boot, am Fluss, vor Mangroven. Ich schlug aus Spaß vor, dem Hai einen eigenen Instagram-Account zu geben. Der Blick, den ich dafür bekam, war eindeutig. Idee abgelehnt.
    Btw, den Hai werdet ihr auch noch öfters auf Fotos sehen.

    Unterwegs mit „Kevin“ – Cassowary-Schilder und Filmzitate

    Nach der Bootstour fuhren wir weiter in Richtung Norden. Die Straße schlängelte sich durch den Regenwald, und am Rand tauchten immer wieder gelbe Schilder auf. Darauf zu sehen: ein großer Vogel mit Helm auf dem Kopf. Cassowary-Gebiet. Seit Jahren sammle ich in verschiedenen Ländern Fotos von Tierschildern. Ab jetzt hatte ich ein weiteres Motiv für diese Sammlung.

    Warnschild: Cassowary-Gebiet in Nordqueensland am Straßenrand

    Der Southern Cassowary ist ein großer, flugunfähiger Vogel, der im tropischen Regenwald Nordqueenslands lebt. Er gilt als Schlüsselart, weil er mit seinen Wegen und seinem Appetit auf Früchte die Samen vieler Pflanzen verbreitet und damit zur Regeneration des Regenwaldes beiträgt. Gleichzeitig hat er den Ruf, einer der eindrucksvollsten Vögel der Welt zu sein, mit kräftigen Beinen und scharfen Krallen. Genau der Kandidat, den man lieber aus sicherer Entfernung beobachtet.

    Das Problem an Regentagen: Selbst mit allen Warnschildern lässt sich nicht garantieren, dass ein Cassowary am Straßenrand vorbeikommt. Einer der anderen Gäste meinte, bei diesem Wetter würden wir wahrscheinlich keinen sehen. Die Hoffnung gab ich trotzdem nicht auf. Da niemand von uns das Wort „Cassowary“ unfallfrei aussprechen konnte, nannten wir das Tier kurzerhand „Kevin“, angelehnt an den Vogel im Pixarfilm „Oben“, der ebenfalls bunt, groß und sehr eigen ist. Vorlage für Kevin war übrigens ein bunter Paradiesvogel, der Himalayan Monal.
    Für uns blieb es an diesem Tag der sagenumwobene „Kevin“, irgendwo im Unterholz.

    Alexandra Lookout – Ausblick im Regen und ein heimlicher Stargast

    Nächster Halt war der Alexandra Lookout.
    Von hier oben blickt man bei gutem Wetter über Regenwald, Fluss und Küstenlinie bis Cairns.
    Bei uns war die Sicht eher eine graue Aquarellversion dieser Beschreibung. Der Regen zog als Schleier durch die Hügel, Wolken hingen tief und viele aus der Gruppe hatten keine Lust mehr auf Regen und blieben gleich im Bus sitzen.
    Ihr kennt mich: Ich blieb natürlich nicht im Bus.
    Zumindest einmal gucken.

    Alexandra Lookout im Regen: Aussicht über Regenwald und Küstenlinie

    Jaaa, ich weiß, es heißt „REGENwald“ … aber trotzdem ….. ich hätte heulen können ….

    Meine jüngste Tochter kam mit einem Schirm zu mir und meinte nur kurz, dass ich doch bestimmt trotzdem ein paar Fotos machen wolle. Also standen wir oben auf der Plattform, im Wind, mit tropfend-nassem Schirm. Ich kannte ja die Fotos von diesem Lookout bei Sonnenschein …. Aber ich war hier. Mit meinen Kindern! Und ich wollte nicht undankbar sein! Es ist so ein besonderer Ort. …. aber etwas traurig war ich halt doch, trotz aller Dankbarkeit …

    Alexandra Lookout: Blick über die Landschaft bei Regen und Wolken
    Alexandra Lookout: Regen, Nebel und Aussicht in Nordqueensland

    Mittagspause im Regenwald und Mangroven-Wanderung

    Das Mittagessen gab es in einer Lodge mitten im Regenwald.
    Einfach mal durch den Regenwald fahren. Unbeschreiblich beeindruckend!!

    Mittagsstopp: Lodge im Regenwald, Umgebung im Grünen
    Fahrt durch den Regenwald in Nordqueensland: Straße und Vegetation

    Und dann entdeckte unser Guide dann tatsächlich einen Cassowary, welcher über die Straße in den Regenwald lief.
    Nur eine kurze Sichtung, ein paar Sekunden, dann war das Tier wieder verschwunden. Für uns reichte es trotzdem, um den Tag mit einem neuen Haken auf der inneren Wunschliste zu versehen. Aber ich hätte ihn gerne näher und länger gesehen …
    Himmel, das hört sich schon wieder undankbar an…. Bin ich nicht!!!
    Aber es ist eine Once-in-a-lifetime-Reise gewesen. Da hat man ein paar Wünsche. Kennt ihr das?

    Regenwald in Nordqueensland: sattes Grün entlang der Tourstrecke
    Mangrovenbereich: Wurzeln und Wasserläufe im Regenwald
    Tropischer Regenwald: Pflanzen und Pfad in Nordqueensland
    Regenwald-Detail: Pflanzenwelt und Feuchtigkeit

    Vor Beginn der Tour hatten wir im Bus aus einer kleinen Karte gewählt. Zur Auswahl standen zum Beispiel Steaks, vegetarische Wraps oder Nudelgerichte. Serviert wurde in einem offenen Restaurantbereich mit Blick ins Grüne, dazu Wasser, weitere Getränke konnte man dazubestellen. Als Nachtisch gab es eine Obstplatte mit tropischen Früchten.

    Mittagessen während der Tour: gedeckter Tisch im Regenwald
    Mittagsstopp in der Lodge: Essen und Getränke im offenen Bereich

    Dessert: Obstplatte mit tropischen Früchten

    Blick ins Grüne: Regenwaldumgebung am Mittagsstopp

    Bei dem Wetter wollte niemand baden. Niemand. Daher fuhren wir nach dem Essen direkt weiter.

    Regenwaldtour bei Dauerregen: nasse Wege und tropische Vegetation

    Anschließend führte uns ein weiterer Walk durch Mangroven- und Regenwaldbereiche. Ein Mangrovenregenwald grenzt direkt an Fluss und Küste, hier können die Bäume mit Gezeiten und Salzwasser umgehen und bilden einen ganz eigenen Lebensraum, der Fischen, Krabben und Vögeln Schutz bietet. Wenige Meter weiter standen wir wieder im klassischen Regenwald mit hohen Bäumen, Farnen und einem Blätterdach, das wie eine natürliche Regenschirmdecke wirkte.

    Mangroven- und Regenwaldwalk: Übergang zwischen zwei Lebensräumen
    Regenwaldweg: dichter Bewuchs und tropische Pflanzen
    Mangrovenbereich: Wurzeln, Wasser und dichter Bewuchs
    Regenwaldwalk: Farne und Blätterdach wie ein natürlicher Schirm
    Mangrovenwalk: Pfad und Vegetation nahe Fluss und Küste
    Vom Regenwald in den Mangrovendschungel
    Übergang: Regenwald und Mangroven nahe der Küste

    Und auch hier: Überall Leben

    Regenwalddetails: Pflanzen und kleine Lebensspuren am Weg

    Regenwald- und Mangrovenimpressionen: dichtes Grün und Wasser
    Tropische Pflanzenwelt: Farne und Blätter im Regen
    Mangrovenbereich: Wurzeln und feuchter Untergrund
    Regenwaldwalk: Blick durch das Blätterdach
    Mangroven und Regenwald: zwei Welten auf engem Raum
    Regenwaldimpression: Pflanzen und nasse Wege

    Und dann wieder zurück. Zwei völlig unterschiedliche Welten, durch einen Spaziergang. Das ist so unbeschreiblich.

    Mangrovenwald: Wurzelgeflecht und Vegetation nahe Wasser
    Regenwald: dichter Bewuchs und feuchte Luft

    Regenwaldtour: Landschaft und Vegetation im nassen Wetter
    Regenwald und Mangroven: Detailaufnahme am Weg
    Daintree Rainforest: dichter Wald und tropische Pflanzen
    Daintree: Regenwaldszene mit üppigem Grün
    Daintree: tropische Vegetation und feuchter Untergrund

    Daintree: Regenwaldimpression entlang des Walks
    Regenwalddetail: Pflanzen und Struktur im Daintree

    Cape Tribulation – wo Regenwald und Riff aufeinandertreffen

    Cape Tribulation – wo zwei Welterbestätten sich treffen

    Cape Tribulation liegt nördlich von Port Douglas an der Küste von Queensland. Hier trifft der tropische Regenwald der Wet Tropics of Queensland direkt auf das Great Barrier Reef. Es ist damit einer der wenigen Orte weltweit, an dem zwei UNESCO-Weltnaturerbestätten unmittelbar aufeinandertreffen. Der Regenwald reicht bis an den Strand, hinter dem sich vorgelagerte Riffe im Meer befinden. In der Umgebung verlaufen kurze Wanderwege zu Aussichtspunkten und Stränden, die bei gutem Wetter einen eindrucksvollen Eindruck von dieser besonderen Landschaft vermitteln.

    Der letzte große Programmpunkt des Tages war Cape Tribulation. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut. Aber hier gab der Regen wirklich noch einmal alles!
    Egal, der Regen war nervig, aber zumindest war es nicht kalt.
    Inzwischen war es mir auch egal, wie nass ich war.
    Denn: Ich.War.Da! An diesem Ort!!! Und trotz Regen irgendwie doch so glücklich!!!!

    Trotzdem ließ sich gut erahnen, wie besonders dieser Ort ist. Hinter uns dichter Regenwald, vor uns ein schmaler Streifen Strand, dazwischen Mangroven und im Hintergrund das Meer. Szenen aus Filmen wie „Cast Away“ kommen einem da automatisch in den Sinn, auch wenn dort ganz andere Inseln gezeigt werden.

    Cape Tribulation bei Regen: Strand, Meer und Regenwald im Hintergrund

    An vielen Stränden an Australiens Ostküste stehen Flaschen mit Essig bereit. Sie dienen der Ersten Hilfe bei Quallenverletzungen. Essig wird auf die betroffene Hautstelle gegeben, um noch nicht ausgelöste Nesselzellen zu deaktivieren und zu verhindern, dass der Stich stärker wird. Er lindert nicht den Schmerz, kann aber die Reaktion begrenzen. Deshalb gehört Essig an australischen Stränden zur festen Sicherheitsausstattung.

    Cape Tribulation: Regenwald trifft auf Strand, düstere Wolken und Regen
    Cape Tribulation: Strand und Mangroven bei Regenwetter
    Glücklich, aber irgendwie doch etwas angenervt.

    Cape Tribulation: Regenwaldküste in Nordqueensland

    Die Mangrovenwälder treffen hier auf den Strand.

    Mangroven am Strand von Cape Tribulation: Übergang zwischen Wald und Meer

    Schaut euch mal an, was die Natur so baut. Es ist so beeindruckend.
    Cape Tribulation: Strand und tropische Vegetation im Regen

    Ein kurzer Weg führte noch zu einem kleinen Aussichtspunkt im Wald. Bei Sonnenschein wäre das sicher ein perfekter Fotospot gewesen. In unserem Fall war es noch einmal eine Extra-Portion Dschungelgefühl. Nasse Wege, tropische Pflanzen, feuchte Luft und das Rauschen der Wellen irgendwo hinter den Bäumen.

    Kurzer Walk bei Cape Tribulation: tropischer Waldpfad im Regen

    Auf dem folgenden Foto kann man erkennen, wie nah der Regenwald hier am Meer grenzt

    Cape Tribulation: Regenwald direkt am Meer, Küstenlinie und Vegetation

    Getarnte Insekten, zweite Spinne und sehr viele Nerven

    Zurück am Parkplatz bat uns der Guide noch kurz um einen Moment. Er führte uns zu einem Baumstamm und fragte die Kinder, was sie sehen würden. Die Antwort war knapp: „Einen Baum.“

    Baumstamm als Suchbild: perfekt getarntes Insekt auf der Rinde

    Nach ein paar Hinweisen erkannten wir ein perfekt getarntes Insekt, das in Farbe und Struktur beinahe eins mit der Rinde war. Wieder so ein Moment, in dem deutlich wurde, wie viel im Regenwald unsichtbar bleibt, wenn niemand darauf zeigt.

    Getarntes Insekt im Regenwald: kaum von der Baumrinde zu unterscheiden

    Faszinierend, oder nicht?

    Kurz darauf entdeckte ich an einer Farnpflanze etwas Grünliches und erinnerte mich an die winzigen grünen Heuschrecken, die wir auf dem ersten Walk gesehen hatten. Beim Nach-vorne-Beugen registrierte mein Auge plötzlich eine Bewegung im Randbereich des Blickfeldes. Neben dem Farn saß eine weitere große Spinne, ähnlich der, die wir schon am Morgen gesehen hatten, und das in direkter Wegnähe.

    Weil sich meine Angst vor Spinnen nicht gut steuern lässt, reagierte der Körper schneller als der Kopf. Es kam zu einem Schrei, der deutlich lauter war als beabsichtigt. Für einen Moment wurde es um uns herum sehr ruhig. Die Kinder riefen nur noch: „Mama, Spinne gesehen?“ und die gesamte Gruppe schaute in meine Richtung.

    Der Guide kam kurz darauf zu mir und fragte, ob alles in Ordnung sei. Meine Erklärung klang ungefähr so: „Spinne, habe mich nur erschrocken.“ Seine Reaktion war ein ehrliches, leicht begeistertes „Wo denn?“, und er freute sich tatsächlich über den Fund. Der Kommentar, dass dieses Exemplar „ordentlich groß“ sei, half meinem Puls nur bedingt. Zwischen der inneren Peinlichkeit und der Faszination darüber, wie ruhig die Spinne im Netz saß, pendelte die Stimmung eine ganze Weile. Können Spinnen eigentlich Tinnitus bekommen?! Und nein, es gibt dieses mal kein Foto. Ich war schon stolz genug, das eine Foto von vorhin gemacht zu haben (Und btw, die Bearbeitung des Fotos war NOCH viel schlimmer für mich….)

    Eis im Regenwald, Rückweg und eine Autofähre

    Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Stopp an einer kleinen Eisdiele im Regenwald ein. Der Guide hatte uns bestimmte Sorten empfohlen.
    Eigentlich esse ich selten Eis, bin mehr Waffel-Fan – an diesem Tag war die Neugier aber größer. Es wurde eine ungewöhnliche Kombination aus Eis und Kaffee. Das Eis überraschte positiv, der Kaffee war wie immer Pflichtprogramm.

    Eisdiele im Regenwald: Eis und Kaffee als Pause auf der Rückfahrt

    Und:
    Ich habe doch noch ein Foto von einer Spinne für euch:

    Stachelige Radnetzspinne im Netz im Regenwald von NordqueenslandDas Foto zeigt eine stacheligen Radnetzspinne

    Später brachte uns die Fähre wieder über den Daintree River. Das Auto-Deck war kurz, die Überfahrt ruhig. Ein letzter Blick auf den Fluss, dann ging es mit dem Bus zurück nach Port Douglas, vorbei an Zuckerrohrfeldern und Palmen.

    Port Douglas: Rückfahrt nach der Tour, tropische Landschaft in der Umgebung
    Rückfahrt nach Port Douglas: Blick aus dem Fahrzeug auf die nasse Landschaft
    Unterwegs in Nordqueensland: tropische Vegetation bei Regenwetter

    Abend in Port Douglas – Dr. Oetker, Weihnachtsstimmung und Flughunde

    Zurück in der Unterkunft entschieden die Zwillinge sehr schnell, dass der Tag für sie offiziell beendet sei. Sie waren müde, hatten Hunger und wollten mit ihren Freunden schreiben. Meine älteste Tochter und ich gingen noch einmal los, um etwas zu essen zu besorgen und die Stadt im Dunkeln zu erleben.

    Ein kurzer Abstecher führte uns zum Four Mile Beach Lookout oberhalb der Bucht. Auch hier wieder Regen und ein grauer Himmel, trotzdem ein schöner Ort, um die Küstenlinie und den traumhaften Palmenstrand zu sehen.

    Four Mile Beach Lookout in Port Douglas: Blick auf Küstenlinie und Strand
    Port Douglas am Abend: Aussicht trotz Regen und grauem Himmel
    Port Douglas: Küstenblick und Palmenstrand in Nordqueensland

    Auf dem Rückweg schlenderten wir durch die beleuchtete Hauptstraße. Lichterketten, warme Schaufenster, Restaurants, die gut gefüllt waren. Die Stimmung hatte etwas leicht Weihnachtliches, obwohl es tropisch warm war

    Port Douglas: beleuchtete Hauptstraße mit Lichterketten am Abend

    In einem kleinen Convenience Store suchten wir nach Getränken und etwas für das Abendessen. Während ich noch überlegte, welche typisch australischen Snacks in den Korb wandern sollten, stand meine Tochter plötzlich mit einer tiefgekühlten Ristorante-Pizza von Dr. Oetker vor mir. Kommentar meinerseits: „Wir fliegen um die halbe Welt und essen dann Pizza, die es zu Hause auch gibt?“ Ihre Antwort war kurz und sehr klar. „Ja.“ Diskussion beendet.

    Convenience Store in Port Douglas: Einkauf am Abend
    Port Douglas: Snack- und Getränkekauf im kleinen Laden
    Ohne Worte.

    Auf dem Rückweg zur Unterkunft hörten wir wieder laute Vogelstimmen. Ein Blick nach oben zeigte einen Baum voller grüner und bunter Papageien, ich vermute Rainbow Lorikeets, die sich am Abend gerne in großen Gruppen in Bäumen sammeln und mit ihrem Gekreische jede Menge Lärm machen.

    Papageien in Port Douglas am Abend: großer Schwarm in den Bäumen
    Bunte Papageien am Abend in Port Douglas: Vögel sammeln sich in Bäumen

    Port Douglas bei Nacht: Straße und tropische Stimmung
    Port Douglas am Abend: Lichter und warme Atmosphäre

    Ein Stück weiter hing ein anderer Baum voll mit großen Flughunden, den sogenannten Flying Foxes. Die Tiere hingen in den Zweigen, streckten die Flügel oder starteten in die Nacht. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
    Sie im schon recht dunklen Abendhimmel zu fotografieren war nicht einfach.

    Flying Foxes in Port Douglas: Flughunde hängen in den Bäumen
    Flughunde am Abend: Flying Foxes im Baum und im dunklen Himmel

    Weil wir direkt an der Unterkunft waren, holte ich noch die Zwillinge, damit sie dieses Schauspiel ebenfalls sehen konnten. Der Tag hatte ihre Energie zwar verbraucht, aber für Kakadus, Lorikeets und Flughunde reichte die Neugier dann doch noch.

    Zurück in der Ferienwohnung gab es dann Pizza, Getränke und noch eine Maschine voll Wäsche.

    Ein langer Tag lag hinter uns. Einer mit viel Regen, vielen Eindrücken und einigen persönlichen Mutproben.

     

    Fazit – ein unvergesslicher Tag im Regenwald

    Auch wenn das Wetter so ziemlich jede Sonnenerwartung unterlaufen hat, war dieser Tag im Daintree etwas Besonderes.
    Wir haben den Regenwald in seiner nassen Variante erlebt, durften Tiere sehen, die es nur hier gibt, sind durch Mangroven und dichte Wälder gelaufen,
    haben Krokodile aus sicherem Abstand beobachtet und gleich zwei große Spinnen hautnah erlebt.
    Die Mischung aus Wissen, Humor und Ruhe unseres Guides hat den Tag wirklich schön abgerundet.

    Australien hat uns an diesem Tag noch einmal gezeigt, wie vielfältig und sensibel diese Natur ist.
    Und wie gut es tut, den eigenen Radius immer wieder zu erweitern, selbst wenn das Wetter nicht mitspielt
    und die Kamera öfter im Rucksack bleibt, als einem lieb ist.

    Am nächsten Tag wartete das Great Barrier Reef auf uns, wieder mit eher bescheidener Wetterprognose.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    Danke, dass ihr uns auch in den Regenwald begleitet habt.

     

    Unsere Tour:  Total Daintree Experience

    Wir waren mit

    Daintree Discovery Tours

    unterwegs. Die Tour war bestens organisiert, abwechslungsreich, informativ und sehr persönlich geführt.
    Eine klare Empfehlung für alle, die an einem einzigen Tag möglichst viel vom Daintree erleben möchten.


    Man kann die Tour von Daintree Discovery Tours auch über

    GetYourGuide *

    buchen.
    Gebucht wurde direkt über die Anbieter-Seite, bezahlt per Kreditkarte bei der Abfahrt – hat alles top geklappt.



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  • Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Australien Tag 6 – Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail


    Australien: Kuranda Scenic Railway, Rainforestation Nature Park & Skyrail

    Reisezeit: Sommer 2025.
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich

     – Tag 6 in Australien – 

    Am Abend zuvor. 23 Uhr. Vom Roten Zentrum flogen wir in den tropischen Norden von Queensland. Es ging auf Mitternacht zu, als wir den Flughafen verließen, wir waren hundemüde.

    Der Flughafen in Cairns hat sooo tolle Gepäckbänder!!! Ich liebs

    Koffer holen, mit dem Uber zur Unterkunft fahren, Sicherheitscode eingeben, duschen, etwas Klamottiges zum Schlafen aus der Tiefe des Koffers ziehen.

    Gegen 1 Uhr lagen wir endlich im Bett.
    Und der Wecker war auf 6.30 Uhr gestellt.
    Um 7.30 Uhr mussten wir auschecken und zum Treffpunkt laufen.

    In dem Moment holte mich die Erkenntnis ein, die eigentlich schon beim Buchen hätte kommen müssen: Das war nicht klug. Die gesamte Australienreise war durchgetaktet, jeder Tag, jedes Programm. Schon im Februar/ März hatte ich zu Hause vor dem Laptop gesessen und einen Tag nach dem anderen verplant. Es hat einfach so gut getan, diese Reise zu planen.
    … mir ging es gesundheitlich nicht gut zu der Zeit. Ich war nach einer ungeplanten OP und daraus resultierenden Komplikationen in einem absoluten Tief, durfte monatelang so vieles nicht machen, nicht einmal Auto fahren …. und obwohl mein Mann und meine Familie mich ganz toll unterstützt haben, fühlte sich alles schwer und dunkel an.
    Vor allem die Einschränkungen und die Nebenwirkungen der neuen Medikamente machten mir zu schaffen.
    Das Planen der Reise hat so gut getan.
    Und btw, mir geht’s inzwischen auch wieder sehr gut – nur damals, als auf einmal alles auf mich zukam, war es einfach zu viel.

    Viele hatten mir davon abgeraten, zuviel zu planen. Und schon gar nicht jeden Tag Programm. „Geh es langsam an, nimm euch eine Pause am Anfang“ – die Hinweise waren da. Gehört habe ich nicht. Die Tour war gebucht und alles war längst bezahlt.
    Da mussten wir jetzt durch. Typisch, … ich und mein Dickschädel….

    Während ich mich noch vor mich hinärgerte, fielen mir irgendwann die Augen zu…

    .

    Tag 6 in Australien

    6.30 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? „Och neeee….“ -> Snoozetaste,…
    6.35 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? „…noch 5 Minuten…“ -> Wieder Snoozetaste. Die Kinder schliefen auch noch tief uns fest.
    6.40 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? … ratet ….
    6.45 Uhr: Der Wecker klingelte. Und ich? Wieder eingeschlafen,…. Wusstet ihr, dass sich ein Handywecker nach ein paar mal Snoozen abstellt?! …

    Tag 6 in Australien.
    7.15 Uhr: Mein „Es wird Zeit zum auschecken“-Wecker klingelte.
    Wir hatten verschlafen. Nicht ein bisschen, sondern richtig. Dieses „Warum ist es draußen schon hell?“-Verschlafen. Ab da lief alles im Turbo: anziehen, Zähne putzen, alles zurück in die Koffer werfen, auschecken. Zum Glück war die Rezeption offen, wir konnten das Gepäck dalassen und sprinteten los. Der Treffpunkt war in einem anderen Hotel. Mit zwei Eingängen. Natürlich standen wir am falschen Eingang….
    Ich – die sonst jeden Reisetag durchplant, timed, überprüft – hatte das nicht korrekt auf dem Schirm. Oh man …. 
    Normalerweise trinke ich jeden Morgen in Ruhe meinen Kaffee. Und dabei gehe ich die Unterlagen für den Tag nochmals durch, gleiche Zeiten ab, checke Treffpunkte.
    Mein kleines Ritual, das mich vor genau solchen Momenten bewahrt.
    Heute? Kein Kaffee. Kein Ritual.  Und dann kommt sowas bei raus ….

    „Wir sind am falschen Eingang!  Wir müssen auf die andere Seite!“ Meine älteste sprintete los. „Ich halte den Bus auf!“  Sie rannte so schnell, dass U.B. neidisch geworden wäre. Einmal um den Block. Und wir hinterher. Kurz darauf kam der Ruf, den wir erhofft hatten: „Der Bus steht noch da! Los!“ Wir rannten zum Bus. Tropenluft, Müdigkeit, kein Frühstück, kein Kaffee. Auf dem Rücken hing der Kamerarucksack  – auch wenn er dank neuer Panasonic-Kamera inzwischen deutlich leichter war als früher in Japan oder Namibia.

    Wir kamen am Bus an – gaaanz minimal aus der Puste. Der Fahrer grinste breit: „Where are you guys coming from?!“  „From the wrong side of the Hotel.“ japste ich.

    Beim Einsteigen bekamen wir Zettel von dem Anbieter (Tropic Wings) mit unseren Namen und farbige Armbänder. So wusste jeder sofort, welche Tour wer gebucht hatte und wohin er später musste. Alles klar strukturiert.

    Im Bus war es eiskalt. Draußen Tropen, drinnen Kühlhaus. Also: Strickjacke an und Halstuch über die Schultern.
    Immerhin brachte das sitzen die Pulsfrequenz wieder in einen halbwegs normalen Bereich. Nicht im grünen Bereich war die Stimmung bei den Kindern. … Sie waren extrem genervt. Verschlafen, das Gehetzte zum Bus und noch nicht einmal gefrühstückt. …
    „Ja, ihr habt recht! Ich habe das nicht durchdacht beim planen!“ gestand ich ein. „Und außerdem hatte ich auch noch keinen Kaffee!“  „Ja Mama, selber Schuld!“ ….. Um die Stimmung ein wenig zu retten, versprach ich den Kindern, dass sich später in Kuranda Village jeder ein kleines Goodie aussuchen durfte. Eine dieser Zusagen, die pädagogisch nicht klug sind und an die sich Kinder erstaunlich gut erinnern.

    Ok, der Tag war semigut gestartet. Wir hofften, er würde von jetzt an besser werden. Unser Programm war vielversprechend:  Classic Kuranda – Scenic Railway, Zeit im Village, Rainforestation Nature Park, Pamagirri Aboriginal Experience, Koala & Wildlife Park, Army Duck, BBQ Lunch und am Ende die Skyrail. Ein kompletter Tag, aber gut machbar.

    (Die Tour habe ich unten verlinkt) 

    Gefahren sind wir mit einem elektrischen Bus von Tropic Wings in Cairns.
    Menschen werden immer reisen. Auch wir, wenn auch erst einmal keine fernen Reisen mehr.
    Aber wenn wir schon weit fliegen, dann machen wir vor Ort das, was wir beeinflussen können: elektrische Busse, Greyhound, Schiffstouren mit dem Segelboot. Alles ist nicht immer umsetzbar, aber wenn, haben wir das gemacht.

    Und dann erreichten wir die historischen Kuranda Railway Station Freshwater.
    Beim aussteigen bekamen wir den Hinweis, dass wir noch in Ruhe was essen oder trinken könnten.
    Der historische Bahnhof wirkt wie aus einer Filmkulisse – in einem kleinen botanischen Garten: Farne, tropische Pflanzen, Holzveranden, alte Schilder.
    Ein alter Waggon war umgebaut zu einem Bistro-Kiosk, wo es Kleinigkeiten zu essen und zu trinken gab – auch Kaffee.
    Nach diesem hektischen Start tat uns dieser Moment richtig gut – und die Laune stieg bei allen wieder.

    Dazu kam noch, dass an dem Tag Jubiläum gefeiert wurde. Es gab gratis-Cupcakes für alle und tolle Live-Musik.

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    Und dann saßen wir da in dieser Filmkulisse mit einem Bahnhof wie aus vergangenen Zeiten am Fuße des Regenwaldes mit Kaffee, Cupcake und australischer Livemusik. Ganz entspannt, die Kinder genossen es genauso wie ich. 
    Unbeschreiblich! Ich hätte stundenlang einfach nur dasitzen können.

    Aber irgendwann kam die Info: Der Zug kommt!!!

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    Unser Start des Tages:
    Die Fahrt mit dem Kuranda Panorama Scenic Railway

    Die Bahn verbindet Cairns an der Küste mit Kuranda am östlichen Rand des Atherton Tablelands. Auf der etwa 37 Kilometer langen Strecke klettert sie vom Küstentiefland durch den Barron Gorge Nationalpark, der Teil des Wet Tropics of Queensland World Heritage Area ist, hinauf in das tropische Hochland. Während der Fahrt hat man tolle Ausblicke auf Wasserfälle, Schluchten und Brücken mitten im Regenwald.

    Kuranda Scenic Railway – Fakten kompakt

    • Verbindet: Cairns ↔ Kuranda (Queensland, Australien; Rand des Atherton Tablelands)
    • Bauzeit / Eröffnung: Baubeginn 1882, Fertigstellung 1891
    • Länge der Strecke: ca. 37 km
    • Höhenunterschied: rund 327 m
    • Tunnel: 15
    • Brücken: 55

     

    Kurz darauf fuhr der Zug ein, historische Wagen mit Holzbänken, große Fenster und Kacheln an der Decke.
    Unsere Plätze waren reserviert, die Nummern für die Plätze bekamen wir schon beim einsteigen in den Bus mit den anderen Unterlagen. Gebucht hatten die einfachen Klasse, völlig ausreichend, denn eigentlich wollten wir nur aus dem Fenster schauen und fotografieren. Wir saßen auf einem 6er Platz mit einem anderen, älteren Ehepaar.

    Die Bahn arbeitet sich auf rund 37 Kilometern vom Küstenvorland etwa 327 Höhenmeter hinauf ins tropische Hochland. Auf dem Papier klingt das nüchtern, in der Realität ist es eine langsame, aber eindrucksvolle Klettertour entlang von Felswänden, Brücken und Regenwaldhängen. Insgesamt dauert die Fahrt von Cairns nach Kuranda etwa eine Stunde und fünfundfünfzig Minuten, ab Freshwater sind es ungefähr neunzig Minuten einschließlich des Aufenthalts am Barron-Falls-Aussichtspunkt.

    Das Wetter spielte leider gar nicht mit. Obwohl der Juli als Dry-Season gilt, war es wolkenverhangen, trist – und immer wieder regnete es.
    Es heißt zwar Regenwald, aber so?
    Da ahnte ich noch nicht, was uns am Folgetag erwarten würde … dazu dann aber mehr im nächsten Beitrag.

    Wir sitzen im Kuranda Scenic Railway und nähern uns langsam dem ersten Highlight.

    Erstes Highlight: Stoney Creek Wasserfall

    Nach einer Weile Fahrt kam das erste Highlight:  Der Zug rollte direkt an den Stoney Creek Falls vorbei, einem Wasserfall, der nur wenige Meter von den Gleisen entfernt in die Tiefe stürzt. Im Wagen bildete sich sofort eine Menschentraube an der Fensterseite. Alle wollten das gleiche Foto, am besten ohne andere Menschenhände und deren Handys und Kameras im Bild und mit perfekter Sicht auf das Wasser. Ein realistisches Ziel für ungefähr zehn Sekunden Zeitfenster. Querformatfoto für den Blog UND Hochformat für Insta gleichzeitig konnte ich nicht, schon gar nicht bei dem Gedrängel am Fenster.

    Tochter bekam den Auftrag, ein Video für mein Reel aufzunehmen, während ich versuchte, mit der Kamera den richtigen Moment zu erwischen.

    Das Video gibt’s später im Reel, die Fotos zeige ich euch hier:

     

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    Zwischen Regenwald, Tunneln und Aussichtspunkt

    Mit jeder Kurve wurde die Landschaft grüner und dichter. Die Bahn rollte über Brücken, durch kurze Tunnel und an steilen Hängen entlang. Draußen zeigte sich bereits der erste Eindruck vom tropischen Regenwald rund um den Barron Gorge Nationalpark. Palmen, dichtes Unterholz, teils steile Felswände, immer wieder kurze Blicke hinunter ins Tal. Im Wagen wurde es ruhiger, viele lehnten sich an die offenen Fensterrahmen und schauten einfach hinaus.

    Am Aussichtspunkt mit Blick auf einen weiteren Wasserfall – den Barron Falls – konnten alle aussteigen. Der Wasserfall wirkte hier noch imposanter, unten das Tal, darüber Fels und tropische Vegetation.

    Die Kinder entdeckten am Geländer Green Tree Ants – kleine, aber sehr ’selbstbewusste‘ Baumameisen des tropischen Nordens. Ihr Biss ist recht schmerzhaft und gilt nicht ohne Grund als fester Bestandteil mancher Dschungelprüfungen bei ‚Ich bin ein Star – holt mich hier raus‘.

    Ankunft in Kuranda und erster Überblick

    Nach dem Stopp setzte sich der Zug wieder in Bewegung und arbeitete sich weiter hinauf. Die Fahrt verging schneller, als gedacht.
    Kurze Zeit später tauchte der Bahnhof von Kuranda vor den Fenstern auf. Auch hier der gleiche nostalgische Charme, Holz, Pflanzen, kleine Details, die an frühere Reisezeiten erinnerten. Am Bahnsteig wurden wir direkt in Empfang genommen und bekamen einen Lageplan von Kuranda.

    Kuranda Village – Märkte, Kapelle und Souvenirs im Regenwalddorf

    Nach unserer Ankunft liefen wir erst einmal durch Kuranda Village. Das kleine Dorf im Regenwald liegt rund 25 Kilometer nordwestlich von Cairns oben auf dem Atherton Tableland, etwa 330 Meter über dem Meeresspiegel. Der Himmel war wolkenverhangen, ab und zu fielen ein paar Tropfen. Schade, denn mit Sonnenschein hätten die vielen Farben bestimmt noch schöner geleuchtet.
    Im Hinterkopf war das Versprechen vom Morgen, dass sich jedes Kind in Kuranda ein kleines Goodie aussuchen durfte – eine Sache, an die sich alle erstaunlich gut erinnerten.

    Kuranda Heritage Markets – Kreativszene im Regenwald

    Kuranda ist seit den 1970er Jahren für seine Märkte bekannt, und diese kreative Seite spürt man im ganzen Dorf. Besonders die Kuranda Heritage Markets sind ein fester Bestandteil vieler Tagesausflüge von Cairns nach Kuranda. In der überdachten Markthalle mitten im Regenwald warten Kunsthandwerk, lokal hergestellte Produkte, Kleidung, Keramik, Schmuck und kleine Dinge, die man nicht unbedingt braucht, aber sehr schnell in die Hand nimmt. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus Kreativszene, Tropenort und ganz viele Souvenirshops.

    Zwischen bunten Stoffen, handbemalten Schildern, Seifen, Holzfiguren, Didgeridoos und Schmuck wurde schnell klar: Wer hier mit Kindern oder Teenagern unterwegs ist, sollte vorher kurz über das Budget sprechen. Die Kinder stellten mir die ganze Zeit neue Souvenirs vor, welche sie ihren Freunden mitbringen wollten.
    Wir hatten zwar lange für diese Reise gespart, aber die Flugpreise haben stark angezogen und daher war unser Budget schon ein wenig mehr als gedacht geschmälert.
    Aber jeder fand ein Goodie für sich (hatte ich ja im Anfall totalen Leichtsinns versprochen) und ein paar Souvenirs für die Freunde durften sie auch aussuchen.

    Ganz konsequent blieb ich da übrigens auch nicht. Irgendwann wanderten auch ein paar Souvenirs für unsere Urlaubsvitrine in die Tasche. Meine Jüngste hatte es entdeckt. „Mama, das passt perfekt in die Vitrine!“ – und ja, damit hatte sie recht.
    Zu Hause stehen inzwischen in unserer Vitrine im Wohnzimmer auf drei Ebenen Erinnerungsstücke von fünf Kontinenten. Jede Muschel, jedes Holzschild und jeder Magnet erzählt eine kleine Geschichte. Und Australien hat dort nun ebenfalls seinen festen Platz bekommen.

     

    Zwischen Märkten und Souvenirshops entdeckte ich eine kleine Kapelle. Die kleine St Saviour’s Anglican Church wurde 1915 geweiht und diente den Bewohnern von Kuranda als ruhiger Gebets- und Rückzugsort mitten im Regenwald. Das Taufbecken bestand aus einer riesigen Muschel. In diesem Detail waren die Tropen und die Nähe zum Great Barrier Reef so deutlich zu spüren

    Geweihfarn

    Und dann war es Zeit, zum Treffpunkt zu gehen. 
    Mit dem E-Bus fuhren wir zur nächsten Station des Tages. 

    Das Programm im Rainforestation Nature Park

    Vor uns lag der Teil des Tages, der im Rainforestation Nature Park stattfand. Die Organisation lief über Tropic Wings, und die Busse erkannte man sofort.
    Die Armbänder wurden kontrolliert und die Gruppen nach Farben sortiert. Wer welche Tour gebucht hatte, ließ sich auf einen Blick erkennen.

    In dem Moment, als wir in den Bus stiegen, wurde mir bewusst, wie surreal das alles eigentlich war. Gestern um diese Zeit standen wir noch im Outback, am Fuß des Uluru, die rote Erde überall, trockene Luft, Hitze. Und heute fuhren wir mitten hinein in den tropischen Regenwald von Queensland.

    Gegen 11.45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Rainforestation Nature Park.

    Fakten zum Rainforestation Nature Park

    Rainforestation umfasst etwa 40 Hektar, davon rund 30 Hektar tropischer Regenwald. Das Gebiet erhält durchschnittlich 2,5 Meter Niederschlag pro Jahr, was den üppigen Bewuchs und die vielfältige Pflanzenwelt erklärt.

    Geschichte des Areals in Kurzform: Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier zunächst eine Plantage, später wurde das Gelände unter anderem als Kuhweide genutzt. In den 1950er Jahren kamen Orangen- und Avocadopflanzungen dazu, bevor das Anwesen 1973 in die Hände der Familie Woodward kam. 1976 öffnete ein Restaurant, kurz darauf starteten die ersten Army-Duck-Touren. In den 1990er Jahren kamen die Pamagirri Aboriginal Tanzgruppe und der Koala- und Wildlife Park hinzu. So entwickelte sich nach und nach das, was Besucher heute als Rainforestation Nature Park kennen.

    BBQ Lunch

    In der Rainforestation wartete als erstes Programmpunkt: das BBQ Lunch. Das Essen war als Buffet aufgebaut: Salate, Beilagen, Fleisch, dazu warme Speisen und ein paar typisch australische Komponenten. Für die vegetarische Tochter war erstaunlich viel dabei.
    Jeder fand etwas für sich, einfach in Ruhe sitzen und essen tat sehr gut.

    Alles vegetarisch

    Nach dem Essen blieb ein kurzer Moment ohne Programm. Klar dass die Kids wieder Souvenirs shoppen wollten. Haben wir auch schon lange nicht mehr. Mindestens seit 1 Stunde nicht mehr …

    Koala & Wildlife Park

    Um 13 Uhr stand der Koala & Wildlife Park auf dem Plan. Im Grunde ist es ein kleiner Zoo mit typischen australischen Tieren. Normalerweise gehören solche Einrichtungen nicht zu den persönlichen Favoriten, trotzdem war der Besuch hier Teil der Tour. Kängurus ließen sich füttern, Koalas dösten in ihren Bäumen, dazwischen Volieren und Gehege.
    Zumindest sahen wir hier unsere ersten ‚australischen‘ Koalas und Kängurus. Viel mehr freuten wir uns aber, sie auf dieser Reise irgendwann in freier Wildbahn zu sehen. Und das ‚irgendwann‘ würde bei einem Tier sogar noch am selben Tag sein.

    Dreamtime Walk

    Weiter ging es mit dem Dreamtime Walk. Wir liefen zu dem Areal, auf der die einzelnen Elemente der Pamagirri Aboriginal Experience gezeigt wurden.
    Zuerst das Didgeridoo: Klang, Spieltechnik, Atem, Bedeutung.
    Das haben wir schon sehr ausführlich im Didgeridoo-Workshop des Ayers Rock Resort gelernt, aber alleine den Klang wieder in Australien zu hören war toll. Didgeridoo ist Australien. Ich liebs.

    Danach folgten Speerwerfen und unterschiedliche Wurftechniken. Die Erklärungen waren interessant, nur die Zeit lief gefühlt doppelt so schnell wie nötig. Kaum hatte sich der Kopf an ein Detail gewöhnt, war schon das nächste dran.

    Zum Schluss durfte jeder einen Boomerang werfen. Leider nur einmal. Für eine volle Gruppe ist das verständlich, aber ein zweiter Versuch hätte mich gefreut. Unsere Würfe hatte jedenfalls eher experimentelle Charakter… Wobei meiner erst sehr gut flog, aber statt die Kurve komplett zurück zu bekommen landete er hinter dem Sicherheitszaun.
    Die Kinder nahmen es mit Humor, die Erwachsenen auch, und trotzdem blieb der Eindruck, dass dieses Programm mit ein wenig mehr Zeit noch intensiver wirken könnte.

    Pamagirri Aboriginal Dancers

    Um 14 Uhr begann die Tanzvorführung der Pamagirri Aboriginal Dancers. Auf der kleinen Bühne wurden traditionelle Tänze gezeigt, begleitet von Erklärungen und Musik. Das Ganze wirkte nicht überdreht, sondern wie ein kurzer Einblick in Geschichten und Lebensweise. Australiengefühl stellte sich von ganz allein ein, besonders, wenn man sich für einen Moment ganz auf Bewegung und Rhythmus konzentrierte und nicht auf die eigene Kamera.

    Amphibious Army Duck Tour

    Gegen 14.45 Uhr folgte der nächste Programmpunkt: die Army Duck Tour.

    Die historischen Amphibienfahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs fuhren zuerst als normale Busse über schmale Wege durch den Regenwald. Vorne erklärte der Guide mit trockener Art Pflanzen, Tiere und Besonderheiten des Gebiets und streute zwischendurch kleine Witze ein. Die Stimmung im Fahrzeug war entspannt, und die Umgebung wurde mit jedem Meter dichter.

    Richtig crazy wurde es, als das Fahrzeug dann langsam auf das Wasser zusteuerte und dann einfach hineinfuhr. Ein Fahrzeug, das erst über den Waldweg rattert und kurz darauf als Boot auf dem Wasser schwimmt, das war schon verrückt irgendwie.
    Wir hatten schon bei der Fahrt Regenwald-Feelings, aber dann auf dem Wasser war es zu 100 % da. Eigentlich wartete man nur noch darauf, dass ein Krokodil durch das Wasser schwomm.

    Die Army Duck Tour war eine richtig tolle Tour mit einem super Guide, der uns Flora und Fauna kurzweilig und mit viel Humor erklärte. 
    Vor allem verstanden wir die Australier auch inzwischen immer besser. 
    Diese Tour war für uns einer der ruhigeren, aber eindrücklichsten Momente des Tages.

    Shuttlebus zur Skyrail

    Nach der Army-Duck-Runde blieb nicht mehr viel Zeit. Gegen 15.45 Uhr stand der Shuttlebus zur Skyrail an. Wieder sorgten Armbänder und Farben dafür, dass alle im richtigen Bus landeten.

    Skyrail Rainforest Cableway

    Skyrail – kurz & knapp

    Seilbahn über den Regenwald zwischen Kuranda und Smithfield, etwa 7,5 Kilometer lang. Kleine Gondeln schweben knapp über den Baumkronen, mit Zwischenstopps und Aussicht auf die Barron Falls – ein sehr eindrucksvoller Abschluss des Kuranda-Tages.

    Oben angekommen, reihte sich unsere Gruppe in die Schlange ein. Gondel für Gondel fuhr vor, Türen auf, einsteigen, Türen zu, und schon schwebte die Kabine leise über den Bäumen. Unter uns lag der Regenwald, dicht und grün und soweit das Auge sehen konnte. Absolut unbeschreiblich.
    Unsere Natur ist so schön,

     

    Mit der Gondel über den Barron River

    Grün, soweit das Auge reicht.

    Es war nur so schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat

    Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp an den Barron Falls ein.

    Achtung, Pfütze?!

    Und dann passierte etwas, was mir schon lange nicht mehr passiert ist:
    Meine Kamera hatte ich in der Eile völlig falsch eingestellt ….

    …. also habe ich AI gebeten, es zu „reparieren“, damit ihr eine Vorstellung bekommt, wie der Weg aussieht, der zur Aussichtsplattform führt: 

    Erschreckend und faszinierend zugleich. …

    Während der Regenzeit (Dezember-Februar) soll das sehr imposant sein. 

    Von der Gondel hat man dann auch noch einmal einen richtig schönen Blick auf die Barron Falls!!!! 

    Die restliche Strecke führte noch einmal über das Blätterdach des Regenwaldes, bevor die Gondel schließlich die Station am anderen Ende erreichte. 

    7,5 km einfach über den Regenwald schweben …. traumhaft. 

    … und dann sahen wir irgendwann die Küste. 

    Kurz vor der Talstation überfuhren wir eine Wiese. 

    Und was graste dort? Kängurus!!! Unsere ersten Kängurus in Australien in freier Wildbahn. 

    Soooo toll!!! 

    Gegen 17 Uhr standen wir schließlich an der Station in Smithfield, unser Bus wartete schon. Kein Gedrängel, kein Hetzen, nur dieses angenehme Gefühl, einen vollen Tag erlebt zu haben und jetzt langsam wieder Richtung Unterkunft zu fahren.

    Für uns war der Tag noch nicht ganz vorbei, denn zurück an der Unterkunft wartete ein Shuttle auf uns.
    Denn unsere Reise entlang der Ostküste ging noch an diesem Abend weiter.

    Next Stop: Port Douglas

    Australien-Feeling pur!!!

    Für die Zeit in Port Douglas hatten wir eine Ferienwohnung gebucht.
    Und auch hier bekamen wir wieder einen Sicherheitscode, um Zutritt zu der FeWo zu bekommen.

    Unser zu Hause für die kommenden Tage:

    Mittags hatten wir eine gesunde Mahlzeit mit reichlich Gemüse – jetzt gab es was schnelles, denn wir waren soooo müde. 

    Für den kommenden Tag hatten wir – ihr ahnt es sicherlich – wieder volles Programm.

    Aber dazu dann mehr im nächsten Beitrag.

    Danke, dass ihr wieder dabei ward!!!

    Gute Nacht aus Port Douglas!

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    Unsere Tour mit Tropic Wings*

    Für unseren Kuranda-Tag haben wir uns für die Classic Kuranda Tour von

    Tropic Wings*

    entschieden. Die Organisation war bei uns durchweg zuverlässig, alles lief entspannt ineinander über und wir konnten an unserem einzigen vollen Cairns-Tag wirklich das Maximum herausholen.
    Tropic Wings bietet verschiedene Tourvarianten an – je nach Buchung mit Zugfahrt, Village-Zeit, Mittagessen, Rainforestation-Programmen und der Skyrail. Für uns war es die unkomplizierteste Möglichkeit, alles an einem Tag zu erleben.





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  • Australien: Vom Outback in den Regenwald

    Australien: Vom Outback in den Regenwald


    Australien – Vom Outback zum Regenwald

    – Tag 5 in Australien –

    Ort: Yulara, Ayers Rock Resort

    Uhrzeit: viel zu früh am morgen

    Wieder einmal überraschte mich, wie laut es im Outback sein kann. Noch keine sieben Uhr, und draußen war ein echtes Konzert – die Vögel zwitscherten so laut, dass wir eigentlich keinen Wecker gebraucht hätten. 

    Wir mussten erst um 10 Uhr auschecken. Daher ließen wir es ruhiger angehen. Ich blieb noch etwas unter meiner mollig warmen Decke liegen und lauschte dem Konzert der Vögel. Das würde ich vermissen, wenn wir ab morgen an der Ostküste sind. (Spoiler: An der Ostküste sind die Vögel noch lauter, aber das wusste ich da ja noch nicht) 

    Was wir nicht vermissen würden, war der morgendliche Gang zu den Sanitärgebäuden. Im Juli ist Winter im Outback. Nachts und früh morgens sinken die Temperaturen auf wenige Grad über Null. Um es auf westfälisch zu sagen: saukalt!

    Und die Sanitärgebäude sind offen gebaut. Schon einmal bei 4 Grad geduscht? Sich nach dem Duschen bei 4 Grad abtrocknen und anziehen ….  das war nichts für mich Frostbeule. Aber zumindest habe ich so erfahren, wie schnell die Teenager tatsächlich duschen können. Zu Hause brauchen sie immer ewig.

    Zurück in der Cabin machten wir uns erst einmal heiße Getränke.

    Es war Abreisetag. Also machten wir uns an die letzten Aufräumarbeiten: Tassen spülen, abtrocknen, in den Schrank stellen, den Müllbeutel aus dem Eimer holen und alles ein letztes mal durchfegen.

    Bye bye Campingkabine. 

    Die rechte Hälfte von dem Gebäude war unsere Camping-Kabine (… btw, ich habe grad erst Kamping-Cabine geschrieben. Und dachte nur „Sieht irgendwie seltsam aus…“ … hole mir eben einen Kaffee und schreibe dann weiter)

     

    Mit den Koffern gingen wir dann zur Campground-Rezeption, checkten aus und deponierten unser Gepäck in einem gesicherten Raum.

    Frühstück am Wagen & Sonne im Gesicht

    Mein Kaffee von heute früh hatte nicht gewirkt. (Ich erkenne Parallelen zu jetzt grade) Und die heiße Dusche bei gefühlt arktischen Temperaturen auch nicht. Ich war sooo müde und brauchte noch einen zweiten Kaffee. Direkt an der Rezeption stand ein Frühstückswagen. Dort gab es Getränke und Snacks. Ein ungesundes Frühstück mit Heißgetränk. Egal, manchmal muss das sein.

    Für mich gab es Kaffee zum Muffin, für die Kinder Kakao.

    Die Becher hatten ein hübsches Design 

    Die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel. Es fühlte sich so gut an. Es war Winter in Australien, und trotzdem saßen wir ohne Jacken draußen und frühstückten. Die kalte Dusche war vergessen und wir genossen die Sonne und die letzten Stunden im Roten Zentrum.

     

    Noch einmal: Imalung Lookout

    Kurz darauf machten wir noch einen letzten Abstecher zum Imalung Lookout, dem Uluru ‚tschüss‘ sagen. Ich wollte so lange wie möglich dort oben bleiben, den Blick genießen, den ich mir so lange gewünscht hatte. Es war mein Sehnsuchtsort, mein Herzensziel. Deshalb hatten wir ihn auch ganz bewusst am Anfang unserer Reise eingeplant. Wir wollten sicherstellen, dass wir ihn erleben, nachdem wir vor Jahren eine Reise abbrechen mussten und damals so viel unentdeckt geblieben war.

    Noch einmal durch den feinen, roten Sand laufen 

    Jeder genoss auf seine Art.  Meine Tochter chillte unter der Outback-Sonne.

    Und ich genoss es sitzend auf einer Bank. Den Blick auf den Uluru. Tief durchatmend versuchte ich, diesen Moment zu genießen und tief in mein Gedächtnis zu verankern. 

    Ich zeige euch demnächst auf Insta mal ein Video mit einer kleinen Story, was ich vor Jahren gemacht habe, um einmal den Uluru zu sehen. 

    Und nun saß ich auf dieser Bank. Und schaute ihn an. Und konnte es trotzdem nicht glauben. Auch nach 3 Tagen an diesem wundervollen Ort fühlte es sich noch unreal an. 

    Ich inhalierte diesen Moment. Er sollte für immer bleiben. 

    „Na Mama, bist du traurig, dass wir heute wegfliegen?“  Meine Tochter, grad noch chillend auf der Bank neben mir, hatte sich zu mir gesetzt. Traurig? Ja. Aber (Achtung, Kalenderspruch!) ich war auch unfassbar glücklich und dankbar, es erlebt haben zu dürfen.  

    … und noch dankbarer, es mit meinen 3 Kindern erlebt zu haben! 

    Tschüss Uluru.

    Danke für die berührende Zeit.

     

    Zum Flughafen: Shuttle & Connellan Airport

    Zurück am Camp holten wir unsere Koffer ab. An der Rezeption hingen die Shuttlezeiten aus, sodass wir genau wussten, wann wir losmüssen.

    Der Bus kam pünktlich und brachte uns in wenigen Minuten zum Connellan Airport.

    …. tschüss, rotes Zentrum! 

    Der kleine Flughafen war sehr übersichtlich. An diesem Tag gab es nur fünf Abflüge – so etwas liebe ich. Einfach kleine Flughäfen. Ich weiß noch 2015, vom Flughafen Dubai zum Flughafen auf den Malediven. Wie eine Reise zwischen zwei Welten. Wir würden auf dieser Reise auch noch einen ganz seltsamen / lustigen Moment an einem noch viel kleineren Flughafen erleben, dazu dann aber später im entsprechenden Bericht.

    Videotelefonat im Terminal

    Da wir noch etwas Zeit bis zum Boarding hatten, entschlossen wir uns, das WLAN zu nutzen. Kein Vergleich zum WLAN auf dem Campground – hier funktionierte es wirklich gut. Mein Bruder hatte in den letzten Tagen schon öfter gefragt, ob wir mal wieder einen Videoanruf machen könnten. Inzwischen ist das schon fast eine kleine Tradition geworden: Immer wenn ich in weitweitweg bin, machen wir ein Video-Telefonat, sofern das WLAN es zulässt. Im Airport war sehr gutes WLAN.  Fast keine Verzögerung, die Verbindung war klar. Schon crazy. Ich stand im Terminal, am anderen Ende der Welt, sah meinen Bruder gestochen scharf auf dem Handy und wir zeigten uns, was um uns herum geschah. In der Ferne konnte man sogar die obere Kante vom Uluru erkennen. Ja, eigentlich nix besonderes. Aber mich bzw. uns fasziniert diese Technik trotzdem immer wieder aufs Neue.

    Auch Günther wartete geduldig auf den Abflug. 

    Und dann wurde schon das Boarding aufgerufen. Vom Terminal lief man zum Flugzeug. Nix Bus oder Gate-Finger.

    Flugstrecke: Yulara – Brisbane – Cairns

    Virgin Australia – pünktlich, unkompliziert und freundlich. Es war unser erster Flug mit dieser Airline, und ich war angenehm überrascht. Beim Start warf ich noch einen letzten Blick auf den Uluru, der immer kleiner wurde, bis er schließlich ganz aus dem Blickfeld verschwand. Es war ein schöner Moment. Ich war traurig und glücklich zugleich – und voller Vorfreude auf die Ostküste mit Regenwald und dem Great-Barriere-Riff, wo wir zwei Schnorcheltouren gebucht hatten.

    In Brisbane angekommen, hatten wir eine Stunde Umsteigezeit, genug für eine kurze Pause.

    Der Anschlussflug nach Cairns wurde bald aufgerufen. Australien ist riesig, das merkt man, wenn man fast den ganzen Tag unterwegs ist und trotzdem immer noch im selben Land bleibt.

    Flugdaten & Zeitverschiebung

    ✈ Yulara (AYQ) → Brisbane (BNE): ca. 2 Std 35 Min ✈ Brisbane (BNE) → Cairns (CNS): ca. 2 Std 10 Min Queensland liegt +30 Min vor dem Northern Territory.

    Preise für Snacks bei Virgin Australia

    8,50 AUD entsprechen derzeit etwa 5,10 € 20 AUD etwa 12,00 € (Stand: November 2025, gerundet).

    …. einfach mal etwas dösen … so richtig schlafen kann ich im Flieger nicht gut. 

     

    Ankunft in Cairns & Ausblick

    Landeanflug auf Cairns 

    Wir landeten um 23 Uhr in Cairns. Die Luft war tropisch-warm.

    In Cairns gibt es die süßesten Kofferbänder, die ich je gesehen habe

    Mit dem Uber fuhren wir in nur sieben Minuten zur Unterkunft. Der Self-Check-in per Code funktionierte reibungslos, die Koffer abgestellt, schnell abgeduscht, und dann waren wir einfach nur müde.

    Ein langer Tag lag hinter uns – vom roten Sand bis in die tropische Nacht.

    Der Wecker war auf sechs Uhr gestellt, denn am nächsten Morgen sollte es weitergehen – diesmal in den Regenwald nach Kuranda.

    Ja, richtig gelesen.

    War die Idee klug, das so zu planen? Nein.

    Wurde mir davon in der Australien-Gruppe abgeraten? Ja.

    Habe ich darauf gehört? Natürlich nicht…

    Haben die Kinder gemeutert, als wir Wecker gestellt haben? Ja.

    Konnte ich sie verstehen? … ehrlich gesagt: ja …. 

    Ich plane ja gern alles durch – am liebsten 30 Stunden Programm pro Tag. Aber als ich an diesem Abend, beziehungsweise eher in dieser Nacht, endlich im Bett lag, kamen doch Zweifel auf, ob das wirklich so klug gewesen war. War es nämlich nicht. Aber: Zu spät zum Umplanen, die Tour war gebucht und bezahlt – also: nicht grübeln, sondern schnell schlafen!

    Gute Nacht aus Cairns!

    Über die Tour und unsere persönliche Meinung zu Kuranda lest ihr dann im nächsten Bericht. 













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  • Vom Sunrise bis zum Sunset am Uluru

    Vom Sunrise bis zum Sunset am Uluru

    Von Elly · Reisebloggerin · Uluṟu–Kata Tjuṯa, Australien ·

    Werbehinweis: Die Sunrise Journey erlebten wir in Zusammenarbeit mit dem Ayers Rock Resort. Inhalt, Bildauswahl und Bewertung bleiben unabhängig. Den restlichen Teil des Tages sowie den HoHo-Bus usw haben wir ohne Zusammenarbeit in Eigenregie gebucht. 


    Uluru Sunrise Journey, Uluru Base Walk und ein letzter Sonnenuntergang im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

    Mehr von unserer Outback-Reise: – Tag 3: Kata Tjuṯa und Walpa Gorge ·Wintjiri Wiru am Vorabend ·

    Es war so schön kuschelig-warm unter der Bettdecke, als um 5:00 Uhr der Wecker klingelte. In der kleinen Camping-Cabin war es frisch. In der Nacht waren die Temperaturen im Roten Zentrum auf wenige Grad über Null gesunken.

    Unsere Cabin hatte leider kein eigenes Bad. Daher hieß es wie jeden Morgen: mehrere Schichten anziehen, Kulturbeutel greifen und durch die frostige Dunkelheit zum Sanitärgebäude laufen.

    Wir reisen bewusst mit günstigen Unterkünften – einfach, weil Hilton und Co nicht in unser Reisebudget passen. Und ja – ich bin auf Reisen schon öfter in Unterkünften gelandet, bei denen man sich hinterher fragt, ob man das wirklich freiwillig gebucht hat. Ich investiere halt lieber in Erlebnisse statt Luxuszimmer.
    Spoiler: Mit dieser Haltung bin ich ausgerechnet an unseren letzten Tagen in Australien so richtig auf die Nase gefallen …

    Die Cabin auf dem Ayers Rock Campground gehört aber definitiv nicht zu den Fehlgriffen. Sie war simpel, aber absolut in Ordnung: warmes Bett, kleine Küche, alles sauber. Die Sanitärräume lagen nur ein paar Schritte entfernt und waren überraschend okay. Nachts war es kalt, aber dafür stimmt das Gesamtpaket: perfekte Lage, Zugang zu kostenlosen Kulturprogrammen im Resort – und mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreicht man Uluṟu und Kata Tjuṯa unkompliziert ohne eigenes Auto. Genau dafür war es ideal.

    Kurz vor sechs ging es zum Bus-Stopp. Es war früh und kalt, die Teenies entsprechend unmotiviert. Mama plant, Wecker um fünf, irgendwohin fahren, etwas anschauen, …so die Stimmung. Heute würde es anders werden. Wir hatten die Sunrise Journey gebucht.

    Ankunft an der Sunrise-Plattform vor Tagesanbruch

       

    Sunrise Journey am Uluru: Licht, Klang, Erwachen

    Wir wurden pünktlich abgeholt, unsere Namen wurden auf der Liste abgehakt, und kurz darauf saßen wir bereits im warmen Bus.

    Nachdem wir alle Gäste eingesammelt hatten, fuhren wir nur kurz durch das stockdunkle Outback und erreichten dann die Plattform, welche wir schon von vorgestern von der Drohen-Darbietung Wintjiri Wiru kannten. Als wir ausstiegen und zur Plattform hinaufliefen, lag der Uluru noch vollständig im Dunkeln. Es war immer noch eisig-kalt.

    Die Plattform war nur dezent beleuchtet. Schmale Lichtlinien, ein sanftes Glimmen an den Stufen. Auf den wenigen Stehtischen standen kleine, warme Lichtquellen – gerade so viel Licht, dass man sich orientieren konnte.

    Dezent beleuchtete Plattform vor der Präsentation Zugangsweg zur Sunrise-Plattform im Dunkeln

      Ich stand auf der Plattform und schaute ungläubig, was sich vor mit bot: Die dezent beleuchtete Plattform, der Uluru am Horizont als Silhouette so eben zu erkennen, der Sternenhimmel über uns. Manchmal bin selbst ich einfach nur sprachlos. Und selbst die Teens sagten nichts – vielleicht noch halb im Schlaf, vielleicht beeindruckt von dieser Szenerie, vielleicht auch ein wenig schmollig, weil unser Programm heute so früh startete.

    Projektion auf Boden und Buschwerk vor der Plattform

    Sanfte Stufenlichter an der Plattform

    Vor Beginn gab es heißen Tee, Muffins und Handwärmer. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt war das ein Segen. Und dünne Handschuhe zum Fotografieren kommen auf die Weihnachts-Wunschliste.

    Handwärmer, Tee und kleine Snacks am Morgen

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    Die Sunrise Journey am Ayers Rock Resort

    Die Sunrise Journey ist eine moderne indigene Licht-, Laser- und Soundzeremonie, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Anangu-Künstlerinnen und Musikern. Sie findet vor Sonnenaufgang statt – Kultur wird hier nicht erklärt, sondern spürbar gemacht.

    Drei Anangu-Künstlerinnen – Selina Kulitja, Denise Brady und Valerie Brumby – haben dafür ein Kunstwerk geschaffen: Ngura Nganampa Wiru Mulapa – „Unser Land ist wahrhaft schön“. Es wird nicht auf Leinwände projiziert, sondern direkt auf Boden, Buschwerk und Bäume – still, respektvoll, im Einklang mit dem Ort. Die Stimmen der Künstlerinnen führen durch die Sequenzen – in ihrer Sprache, in ihrem Rhythmus.

    Technisch ist die Installation hochmodern: sechs Hochleistungslaser, sieben Projektoren, Surround-Sound mit 17 Audiokanälen – entwickelt von Mandylights (bekannt u. a. von der Sydney Harbour Bridge). Doch alles bleibt bewusst zurückhaltend. Keine Show, kein Effektdenken – die Technik ordnet sich dem Ort unter.

    Die ersten Lichtwellen liefen sanft über den Boden – als würde der Tag vorsichtig anklopfen. Man spürte sofort: Diese Sunrise Journey ist ein Akt der Verbundenheit mit dem Land, kein Spektakel für Besucher. Sie lässt spüren, wie tief die Anangu mit ihrem Land verwurzelt sind

    Die Sunrise Journey – gestaltet von jenen, die dieses Land seit Jahrtausenden hüten.

    Die Teens schauten gebannt nach vorne, die Tassen mit heißem Kakao in den Händen. Ich dagegen hielt – wie immer – statt eines wärmenden Getränks meine Kamera. Wobei ich kaum Fotos machte. Es war zu schön, um nicht einfach nur zuzuhören.

    Auch meine Kinder waren spürbar ergriffen. „Das ist schön“ . Und meine Älteste sagte später leise: „Jetzt verstehe ich noch mehr, wie tief sie mit dem Land verbunden sind.“ Genau solche Momente sind der Grund, warum ich glaube: Manche Dinge lernt man unterwegs intensiver als in jedem Klassenzimmer.

    Blick Richtung Uluṟu vor Sonnenaufgang Dezente Wegbeleuchtung entlang der Plattform Details der Bodenprojektion im Buschwerk Publikum blickt in die Dunkelheit

      Diese Sunrise Journey hat uns tiefer berührt, als ich es erwartet hatte. Das ist Australien von einer ganz anderen Seite.
    Es war mehr als ein schöner Sonnenaufgang. Es war ein Erlebnis, an das wir noch lange zurückdenken werden.    

    Publikum im ersten Licht des Tages

    Ich war müde und durchgefroren – aber so glücklich, dass wir das erleben durften.       .

    Das Frühstück nach der Sunrise Journey

    Ein paar Minuten nach dem Ende der Sunrise Journey blieben alle noch sitzen und schauten auf den Uluru. Manche holten sich nur ein heißes Getränk und setzten sich wieder auf die Stufen. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages ließen den Uluru leuchten. Die Projektionen auf den Bäumen blieben noch eine Weile an. Ein surreales, aber wunderschönes Bild, was sich uns da bot.

    Szene auf der Plattform nach der Präsentation  

    Sonnenaufgang über dem Outback

     

    Publikum während der Präsentation auf der Plattform

    Projektion im Buschwerk bei beginnendem Tageslicht

    Stehtische und ruhige Szene auf der Plattform Auch Kata Tjuta leuchtete im Licht der aufgehenden Sonne. Was für Farben. Unbeschreiblich.

    Bodenprojektion im Detail Feine Übergänge in der Lichtgestaltung Frühstück ist feeeeeertiiiiig!       Kurz darauf öffnete das Frühstücksbuffet. Tee, Kaffee, Gebäck, kleine Quiches mit Emu oder Känguru. Zum ersten Mal habe ich Kängurufleisch probiert, in Australien selbstverständlicher Teil der Küche. Respektvolles Probieren gehört für uns zum Reisen.

    Frühstücksbuffet im ersten Tageslicht

      Ich war sehr überrascht, was die Mitarbeiter alles aufgefahren haben.

    Kaffee, Tee und Snacks nach der Präsentation Auswahl an kleinen Speisen Stehtische mit Blick zum Uluṟu

    Ruhiger Moment auf der Plattform nach der Präsentation

    Heißer Kaffee im kühlen Morgen

    Detailansicht einer Speise   Schon verrückt irgendwie – ich stehe mitten im Outback, schaue mir den Sonnenaufgang am Uluru an – und in der Hand halte ich einen frischen, heißen Milchkaffee.

    Gebäck und kleine Speisen am Buffet Snackauswahl mit Blickrichtung Uluṟu

    Zurück zum Bus mit wundervollen, neuen Reiseerinnerungen.

    Rückweg zum Bus nach dem Frühstück

       

    Praktische Infos zur Sunrise Journey

    • Ort: Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park, ab Ayers Rock Resort (Yulara) • Dauer: ca. 2 Stunden, Start vor Sonnenaufgang (Abholung gegen 5 / 6 Uhr, je nach Jahreszeit) • Ablauf: Transfer → Chai-Tee & Muffin → Licht- und Klangzeremonie → Sonnenaufgang → Frühstück → Rückfahrt • Temperatur Juli / August: morgens oft unter 5 °C → unbedingt Mütze, Schal, warme Kleidung und ggf. Handschuhe mitnehmen (macht es also besser als ich!) • Preis: Stand 2025 ca. 125 AUD pro Erwachsenem, 75 AUD pro Kind • Inklusive: Transfers, Decken, Willkommensdrink, Frühstück mit regionalen Zutaten • Kulturrespekt: Drohnen und Fotoaufnahmen sind nur eingeschränkt erlaubt – bitte vorher informieren, was fotografiert werden darf • Buchung: Offiziell über das Ayers Rock Resort (früh reservieren, sehr gefragt)

     

    Hier könnt ihr die Sunrise Journey buchen:

    Sunrise Journey – Ayers Rock Resort

     

    Blick Richtung Uluṟu im ersten TageslichtNotiz an mich: Mütze kaufen

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    Zurück ins Camp und aufwärmen

    Der Bus brachte uns zurück zum Campground. Eine kurze Pause tat gut. Später ging es ins Zentrum des Ayers Rock Resorts. Und dort kaufte ich mir eine warme Mütze. Hätte ich auch schon am ersten Tag machen können …. Aber im Juli eine Wintermütze kaufen wollte ich irgendwie auch nicht. Egal, die Kälte war stärker als mein Sturkopf….

    Und während meine Freunde dauernd Sommerfotos mit Pool und Strand im Status hatten (es waren immerhin Sommerferien), postete ich dieses Foto mit der Unterschrift „Warm eingepackt für den Uluru-Base-Walk!“

    Bereit für den Uluru Base Walk

          Zum Mittagessen kehrten wir wieder im Gecko’s Café ein. Wir kannten es ja schon und es hatte das, was wir jetzt brauchten, einfaches, aber leckeres Essen. Wie gestern auch schon entschieden wir uns wieder für Pizza und Spaghetti.  

    Mit dem Hop-on-Bus zum Uluru: Start in den Base Walk

    Der Shuttle vom Ayers Rock Resort verbindet die wichtigsten Punkte. Im Anmeldebüro hängt eine Übersicht mit Abfahrtszeiten und Stopps. Und es gibt dort auch eine Infokarte mit dem Uluru Base Walk. Mit Haltestopps, Gehzeiten und Hinweisen zu Toiletten. Im Bus gab es die Karte noch einmal. Ein Detail war wichtig, der letzte Bus fährt über den Sunset Point und braucht dadurch länger.

    Shuttle-Plan im Ayers Rock Resort

    Startabschnitt des Uluru Base Walk

    Wieder ein Schild für meine Tierschilder-Sammlung  

    Wegführung am Fuß des Uluṟu Felsstruktur am Uluṟu aus der Nähe

      Erste Erkenntnis: Ich hatte immer ein völlig falsches Bild vom Uluṟu im Kopf, viel schmaler und eher länglich. Erst mit Blick auf Google Maps, als ich die Reise geplant habe, wurde mir klar, welche Fläche er tatsächlich einnimmt – deutlich breiter und massiver, als ich es mir jahrelang vorgestellt hatte.

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    Weitere Informationen
    . .  

    Uluru Base Walk, unterwegs an einem der heiligsten Orte der Anangu

    Der Base Walk führt flach einmal um den Uluṟu – und aus der Nähe ist er noch eindrucksvoller, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Felsoberfläche ist nicht glatt, sondern voller Strukturen, Vertiefungen und Furchen, die im Licht ständig ihre Farbe und Tiefe verändern.

    Der Uluṟu war über viele Jahre mein Sehnsuchtsort. Ein Ort, den ich mir immer wieder im Kopf ausgemalt hatte. Jetzt wirklich hier zu stehen, ganz nah, machte mich tief dankbar und glücklich.

    Für einen Moment waren nur wir auf dem Weg. Kein Laut, niemand hinter uns. Vor uns der Uluṟu – mein Sehnsuchtsort und heiliger Ort der Anangu.

    An einer Station hörten wir den traditionellen Gesang der Anangu und sahen dabei auf den Uluru. Ein Moment, der uns tief berührte.

    Wir ließen uns Zeit, setzten uns immer wieder hin, lasen jedes Hinweisschild, betrachteten jeden Winkel. Es war kein Spaziergang, sondern ein bewusstes Erleben dieses Ortes. Wir hätten im Nachhinein trotzdem mehr auf die Uhr achten sollen. . .

    Fotos von unserem Spaziergang um den Uluru

      Ich lasse Fotos sprechen, wobei kein einziges davon das wiedergibt, wie wir es erlebt haben. Uluru-Felsstrukturen aus der Nähe während des Base Walks Gerundete Vertiefungen an der Oberfläche des Uluru Rinnen und Schatten am roten Sandstein des Uluru Detailansicht: geschwungene Felsformen am Uluru Licht und Schatten auf der Arkose des Uluru Nahaufnahme der wabenartigen Hohlformen am Uluru Wanderweg am Fuß des Uluru mit Vegetation Strukturreicher Felsabschnitt am Uluru aus der Nähe Glattere Felsfläche mit feinen Rinnen am Uluru Konturen des Uluru vor blauem Himmel Blick entlang des Base Walks mit rotem Fels Erosionseinkerbungen am Uluru aus der Nähe Felsnische mit Schattenverlauf am Uluru Kante des Monolithen mit typischer Rotfärbung Vegetation am Fuß des Uluru neben dem Pfad Blick entlang der Felswand des Uluru Roter Sand und Sträucher am Weg rund um den Uluru Der Uluṟu ist ein Monolith aus Arkose – einem feldspatreichen Sandstein, der vor rund 550 Millionen Jahren entstanden ist. Sichtbar ist nur der obere Teil, ein noch viel größerer Abschnitt liegt unter der Erde. Seine Oberfläche verändert sich durch natürliche Erosion: Regenwasser läuft über den Fels, sammelt sich in feinen Rinnen und wäscht über Jahrtausende weichere Gesteinsschichten heraus. Gleichzeitig dehnt sich der Stein in der Hitze des Tages aus und zieht sich in den kühlen Nächten wieder zusammen – dabei platzen dünne Schichten wie Blätterteig ab. So entstehen glatte Vertiefungen, wabenartige Hohlformen und bröselige Kanten. Ein sehr langsamer, natürlicher Wandel.   Uluru-Felswand mit markanter Ausbuchtung Schattenspiel auf der Uluru-Oberfläche Detail: rötliche Arkose mit feinen Rissen Roter Monolith mit Vegetationssaum am Fuß   Uluru mit Person zur Größenreferenz am Base Walk Einmal mit mir, um etwas die Dimensionen zu verdeutlichen. Es war so beeindruckend.   Weg am Fuß des Uluru während des Base WalksEine Segway-Tour kann man über das Resort buchen. Intensiver erlebt man es aber zu Fuß  

    No-Photo-Zonen, was dahinter steckt

    Entlang des Weges stehen Schilder, die anzeigen, wo nicht fotografiert werden soll und wo es wieder erlaubt ist. Diese Bereiche haben für die Anangu eine hohe kulturelle Bedeutung. Sie sind mit Geschichten und Zeremonien verbunden, die nicht abgebildet oder online gestellt werden sollen. Die Hinweise sind klar und lassen sich gut befolgen.

     

    Mit dem Bus zum Uluru-Sonnenuntergang

    Mit jeder Station verging die Zeit, auf die wir die ganze Zeit nicht wirklich geachtet hatten. Fast zu spät merkten wir, dass wir den gesamten Rundweg nicht ganz schaffen würden. Es fühlte sich richtig an, uns nicht zu beeilen, sondern alles in Ruhe auf uns wirken zu lassen, aber trotzdem müssten wir den letzten Bus schaffen.

    Wir näherten uns einer der Bushaltestellen und nun war die Überlegung: Schaffen wir den letzten Rest in 20 Minuten oder warten wir jetzt hier auf den Bus? Schwierige Entscheidung. Aber was wäre das für ein Spaziergang, wenn man nur auf die Uhr schauen muss?!

    Also warteten wir dort auf der Wartebank und nahmen den letzten Bus. Der letzte Bus fährt nicht direkt zurück zum Ayers Rock Resort. Darauf wird an mehreren Stellen hingewiesen – für alle, die abends ein Erlebnis gebucht haben. Denn der letzte Bus fährt zu einem Platz, von welchem man einen wundervollen Blick auf den Uluru beim Sonnenuntergang hat. Wir genossen die Fahrt und freuten uns schon auf den kommenden Sonnenuntergang.

    Der Platz war gut besucht, schon mehrere Busse standen auf dem Parkplatz. „Super, schönes Gedrängel gleich …“, dachte ich, aber tatsächlich ist die Fläche weitläufig genug, dass sich alle gut verteilen konnten – ohne Drängeln. Und dann begann die Natur ihre Show der Lichter und Farben.

    Es war so wundervoll. Die Farben änderten sich langsam – erst ein leuchtendes Rot, dann ein intensives Orange, und schließlich verblasste er in ein dunkles, fast schwarzes Grau. Es war ein Anblick, der mich wieder zutiefst berührte. So viel Dankbarkeit, dieses Schauspiel nun schon zum zweiten Mal erleben zu dürfen.

    Uluru beim Sunset mit roter Färbung Sonnenuntergangsszene mit Uluru und weitem Himmel Uluru im warmen Abendlicht kurz vor Sonnenuntergang

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    Die Sonne begann, sich zu senken. Das Farbschauspiel begann

    Letzte Sonnenstrahlen treffen den Uluru Uluru gegen den Abendhimmel mit sanften Farbübergängen Uluru-Silhouette im goldenen Abendlicht Er leuchtet. Das ist meine persönliche „Lieblingsstelle“ beim Sonnenauf- und Untergang. Intensiv leuchtender Uluru im letzten Abendlicht

    Heute morgen haben wir gesehen, wie die ersten Sonnenstrahlen den Uluru treffen. Und jetzt sehen wie letzten Sonnenstrahlen des Tages.

    Die Sonne verschwindet hinter dem Horizont …

    Untergehende Sonne am Horizont nahe Uluru

    ….und der Uluru wird immer dunkelgrauer.

    Ein unvergessliches Farbenspiel.

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    Abendroutine im Outback und ein kurzes Resümee

    Nach Sonnenuntergang wurde es innerhalb weniger Minuten wieder sehr kalt. Zurück im Camp kochten wir heiße Suppe und aßen Brot aus dem kleinen Supermarkt im Resort. Danach hieß es Koffer vorpacken, denn dies war unser letzter Abend im Roten Zentrum. Vieles würde ich vermissen – aber definitiv nicht die eisigen Sanitärräume. Müde, zufrieden und so glücklich krochen wir früh unter die Decken. Diese Tage im Uluru–Kata-Tjuta-Nationalpark beeindrucken nicht nur durch Landschaft, sondern durch Bedeutung. Diese Reise war so wertvoll, ich bin glücklich, dass wir das gemacht haben.   Wir gehen dankbar und mit großem Respekt.

    Deutsch

    Ich erkenne die Anangu als die traditionellen Hüter von Uluṟu–Kata Tjuṯa an und zolle ihren Ältesten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft meinen Respekt.

    English

    I acknowledge the Anangu as the Traditional Owners of Uluṟu–Kata Tjuṯa and pay my respects to their Elders past, present and emerging.

      Vielen Dank, dass ihr wieder mitgereist seid. Diese Tage im Roten Zentrum waren geprägt von Landschaft, Tiefe und großem Respekt vor dem Land der Anangu. Im nächsten Bericht verlassen wir das Outback und reisen weiter nach Queensland – hinein in tropischen Regenwald und ans Great Barrier Reef. Ein neues Kapitel in diesem Reiseblog beginnt.   Kata Tjuta bei Sonnenuntergang, Felskuppeln im warmen Licht  
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  • Outback: Ausflug zum Kata Tjuta inkl. Sunset – und die erste Spinne!

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    Outback: Ausflug zum Kata Tjuta inkl. Sunset – und die erste Spinne!
    Reisezeit: Sommer 2025. 3 Wochen Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste Meine 3 Teenager und ich
    Outback: Ausflug zum Kata Tjuta inkl. Sunset – und die erste Spinne!

    Tag 3 in Australien

    Auf dem Weg nach Kata Tjuta

    Der Vorabend am Uluru

    Der Vorabend fühlte sich an wie ein Moment außerhalb der Zeit. Wir standen am Sunset-Viewing-Area und sahen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, welche den Uluru orange leuchten ließen. Kurz darauf begann die Wintjiri-Wiru-Drohnenshow – eine respektvolle, künstlerische Erzählung der Anangu. Licht, Klang, Geschichte. Kultur, die nicht erklärt, sondern gezeigt wird. Zum Bericht: Wintjiri-Wiru Später, zurück am Camp, standen wir unter einem überwältigend klaren Himmel. Die Milchstraße spannte sich wie ein Tor über uns. Und dann – das Kreuz des Südens. Zum zweiten Mal im Leben. Diesmal wussten wir noch bewusster, was für ein Privileg es ist, es sehen zu dürfen. . .

    Ein chilliger Morgen im Outback

    Der nächste Morgen begann nicht mit dem Wecker-klingeln, sondern angenehm ruhig. Wir hatten uns keinen Wecker gestellt – unser Programm startete erst am frühen Nachmittag. Gegen 8 Uhr allerdings riss mich das laute Gezwitscher der Vögel aus dem Schlaf. Ich wusste diese Geräusche für einen Moment überhaupt nicht einzuordnen, es war unser erster Morgen im Outback, der Jetlag hing noch etwas nach und nach dem aufwachen musste ich erst einmal realisieren, wo wir waren. Wir sind zwar angekommen, aber irgendwie auch noch nicht angekommen.

    So klingt der Morgen im Outback

    Leider wird das Video in manchen Browsern nicht angezeigt. Ich schneide aber am Wochenende noch eines zusammen und poste es bei Instagram und hier im nächsten Bericht via YouTube, dann seht ihr auch die Bilder zum Ton. Apropos Ton: Auch die Kinder schienen durch die Vögel wach geworden zu sein. Aus dem Nebenzimmer hörte ich: „Sagt mal – haben wir verschlafen?“ – „Warum sind wir noch nicht aufgestanden?“ – „Schläft Mama auch noch?“ Dann deutlich lauter: „MAMA? Wieso schlafen wir noch?!“ – „Weil unser Programm heute erst nachmittags beginnt. Wir chillen heute etwas.“ Geflüstert. Ungläubig. Irritiert. Und dann: „Chillen? Auf ernst?!“ „Das crazy!“ Für alle, die mich und meine Art des Reisens noch nicht kennen:
    Bei Fernreisen plane ich immer recht viel Programm, meist mit einem festen Ziel pro Tag. Das mache ich gemeinsam mit meinen drei Kindern – wir entscheiden zusammen, was wir sehen und erleben wollen. Oft bedeutet dass, dass unser Wecker um 6.30 klingelt. Auf dieser Reise sogar ein paar mal bereits um 5 Uhr.

    Camping-Sanitärraum – ein effektiverer Wachmacher als Kaffee

    Während die Kinder ihre Sachen zusammensuchten, machte ich mir in aller Ruhe einen Kaffee. In allen Unterkünften, die wir in Australien hatten, auch in dieser Camping-Cabin, hatten wir Wasserkocher, Instant-Kaffeepulver, Tee, Zucker und im Kühlschrank ein kleines Päckchen Milch. Für mich als Kaffee-Junkie genial! Dann zogen wir uns an, nahmen die Kulturbeutel – und gingen in den begehbaren Sanitärraum-Kühlschrank. So fühlte es sich jedenfalls an. Bei 4 Grad zu duschen machte mich wacher als der Kaffee.

    Imalung Lookout im Ayers Rock Resort

    Wir packten den Tagesrucksack und machten uns auf den Weg ins Zentrum des Ayers Rock Resorts. Einmal quer durchs Resort, durch roten Sand, zuerst zu einem kleineren Aussichtspunkt, dann hinauf zum Imalung Lookout – ein kleiner Aussichtshügel mit freiem Blick auf den Uluru. An einem der Aussichtshügel gibt es übrigens einen Geocache.

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    Weitere Informationen
    Unsere niedlichen, aber lauten Wecker Das sind Blüten einer Akazie (Wattle) – eine typische, in ganz Zentralaustralien häufig vorkommende Wüstenpflanze, deren kugelförmige, gelb blühende Köpfe als Nationalblume Australiens gelten und sich perfekt an Hitze, Trockenheit und nährstoffarme Böden angepasst haben. Weg zu einem kleineren Aussichtspunkt Imalung-Lookout

    Spoiler: Hier gibt es ein Video vom Geocache am Uluru im Ayers Rock Resort

    Für den gefundenen Geocache gab es ein ‚Souvenir‘ 

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    Kulata Academy Café im Ayers Rock Resort

    Das Kulata Academy Café ist Teil eines Ausbildungsprogramms der National Indigenous Training Academy, in dem junge indigene Australierinnen und Australier im Bereich Gastgewerbe und Tourismus geschult werden – mit dem Ziel, reale berufliche Perspektiven innerhalb ihrer Kultur und Region zu schaffen. Hier kann man gut und einfach frühstücken. Man bestellt an der Theke, wird aufgerufen, wenn es fertig ist und kann sich dann im Innenbereich oder draußen an die Tische setzten. 

    Kleine Umrechnungshilfe, Stand Oktober 2025 (tagesaktueller Durchschnittskurs, gerundet): 1 AUD ≈ 0,56 €
    5 AUD ≈ 2,80 €
    10 AUD ≈ 5,60 €

    Ich bestellte mir noch einen Kaffee. Die Kinder wollten zum Post-Shop, um Postkarten zu kaufen. Das Ayers Rock Resort-Zentrum hat alles nah beieinander. Souvenirshops, ein kleiner Supermarkt, das Post-Office, Cafés und Restaurants. Und so konnten die Kinder alleine losziehen – und ich ganz in Ruhe meinen Kaffee genießen und das bunte Treiben auf dem Vorplatz beobachten. Me-Time. Allzulange währte sie nicht, denn relativ schnell kamen die Kinder zurück – mit Postkarten und einem Kugelschreiber. Sie setzten sich wieder zu mir und begannen zu schreiben. Auf einer der Karten stand: „Ich habe übrigens immer noch keine Spinne gesehen.“ Oha, jetzt hat meine Tochter es herbeibeschworen … Murphy’s Karma hört mit. Nach dem Frühstück bummelten wir gemeinsam weiter durch den Ortskern, holten am ATM unser erstes australisches Geld und entdeckten einen kleinen Supermarkt  – und probierten australische Süßigkeiten – manche lecker, manche eindeutig nur für Menschen mit robustem Geschmackssinn gemacht. Und zu unserer Überraschung entdeckten wir viele uns sehr vertraute Marken.  Das meiste davon schmeckte sehr gut. Meine Favoriten (und für 3 Wochen meine Begleiter): Die Pods!  Das australische Geld hat ein durchsichtigen Sichtstreifen.  Dann wollten die Kinder noch in einen Klamottenladen. Ich blieb auf einer Bank sitzen, bestellte mir noch einen Kaffee und checkte auf dem Handy die Hop-on-Hop-off-Tour für den Nachmittag – die geführte Tour nach Kata Tjuta stand heute an. Weil ich trotz dicker Socken schon jetzt kalte Füße hatte, schrieb ich meiner Ältesten: „Wenn ihr schon im Shop seid – bring mir bitte Socken mit.“ Wenig später kam sie zurück, hielt mir fast diabolisch-grinsend das Paar Socken hin: Socken mit Spinnen – groß, schwarz, über den ganzen Schaft gestickt. „… dein Ernst?!“ fragte ich meine Tochter mit sehr ernstem Unterton. Die Zwillinge lachten. „Quatsch, die sind für meine Freundin. DAS hier sind deine.“ – und holte ein Paar mit Koalas hervor. Kinder können so bezaubernd sein …. . .

    Didgeridoo-Workshop & Gallery of Central Australia (GOCA)

    Spontan entschieden wir uns, den Didgeridoo-Workshop vor der GOCA zu besuchen. Dies wird den Gästen des Ayers Rock Resort kostenlos angeboten.

    Das Didgeridoo stammt aus dem Norden Australiens; archäologische Spuren – etwa im Ginga Wardelirrhmeng in Kakadu – deuten auf eine Nutzung seit rund 1.000 bis 1.500 Jahren hin. Traditionell begleitet es Gesang, Tanz und Zeremonien, oft zusammen mit Clapsticks (bilma). Gefertigt wird es klassisch aus von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusbaumstämmen. In vielen Regionen, auch im Anangu-Kontext am Uluru, ist das Spiel zeremoniell Männern vorbehalten. Der Klang entsteht durch vibrierende Lippen; durch Zirkularatmung – Luft aus den Backen ausstoßen, während man gleichzeitig durch die Nase einatmet – bleibt der Ton ohne Unterbrechung. Das ist also ein- und ausatmen gleichzeitig. Obwohl unser Workshopleiter genau erklärte, wie das funktioniert, hat es keiner von uns hinbekommen.

    Didgeridoo-Klang mit uns Zuschauern als Clapsticks-Begleitung

    Auch hier reiche ich die Bilder zum Ton im Zusammenschnitt-Video nach.  . .

    Direkt im Resort liegt GOCA – die Gallery of Central Australia.

    Aboriginal Art ist keine Dekoration, sondern visuelle Sprache. Dot-Paintings erzählen – je nach Herkunftsregion – von Country, Zeit, Identität und Verantwortung. Bei den Anangu bedeutet „Country“ weit mehr als Land: ein lebendiges Geflecht aus Erde, Himmel, Ahnen und Geschichten – etwas, zu dem man gehört, nicht etwas, das man besitzt. Viele Punkte stehen dabei für konkrete Bedeutungen und sind immer mit einem bestimmten Ort oder einer Community verbunden.

    Der Besuch der Galerie war für mich eines der absoluten Highlights im Roten Zentrum – und das ganz bewusst. Ich hatte mich schon Wochen vorher darauf gefreut. Ich folge sogar zwei Aboriginal-Art-Künstlern auf Instagram, weil mich diese Kunst so fasziniert. Die Bilder strahlen etwas aus, das ich nicht greifen oder erklären kann – aber ich spüre es.

    Fotografieren: Streng verboten.

    In unserem Wohnzimmer haben wir eine noch komplett leere weiße Wand, und ich versuche aktuell, meinen Mann zu überreden, dass dort ein großes Dot-Painting einziehen darf.
    Drückt mir die Daumen, dass ich Erfolg habe.

    Mehr Infos und Fotos: https://www.ayersrockresort.com.au/experiences/goca-art-gallery  

    Guckt mal, was ich im Galerie-Shop entdeckt habe. In Deutschland gibt es meinen Namen nie auf den Cola-Flaschen, in Australien zumindest eine ähnliche Version.  Palya ist ein Wort aus der Sprache der Anangu (Pitjantjatjara/Yankunytjatjara) und bedeutet so viel wie „Hallo“, „Willkommen“ oder auch „Alles ist gut“. Es drückt Zustimmung, Wohlbefinden und Respekt aus – ein freundlicher, positiver Gruß. Im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark begegnet man diesem Wort ständig – auf Schildern, an Info-Tafeln und in Begegnungen mit den Anangu.

    Mittagessen im Geckos Café

    Wir hatten ein frühes Mittagessen im Geckos, ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck. Danach wartete bereits die Nachmittagstour nach Kata Tjuta auf uns.

    Stand Oktober 2025 (tagesaktueller Durchschnittskurs, gerundet): 1 AUD ≈ 0,56 €  5 AUD ≈ 2,80 €
    10 AUD ≈ 5,60 €
    15 AUD ≈ 8,40 €
    20 AUD ≈ 11,20 €

    Eine Pizza Margaritha kostete ca 15,50 Euro. Für meine Kinderportion Spaghetti zahlte ich um 10 Euro. Warum nur eine Kinderportion? Scrollt mal etwas zurück, dann wisst ihr es. Das Essen war sehr lecker, kann ich euch empfehlen.  . .

    Fahrt nach Kata Tjuta – Anreise & Spinne im Bus

    Wir stiegen in den Hop-on-Hop-off-Bus. Es ist nicht wie der klassische HoHo-Bus, sondern es bieten sich bei Buchung der Tickets die Möglichkeiten für diverse Touren. Wir haben die Kata Tjuta und die Uluru-Tour inkl. Sunset mitgemacht.  Die Abfahrtzeiten standen auf einem Infozettel am Campground. Es gibt überall im Resort die Möglichkeiten, zuzusteigen. Die Fahrt startete pünktlich und bevor wir zu Kata Tjuta fuhren, hielten wir an einem Aussichtspunkt. Oben angekommen konnte ich kaum begreifen, was ich sah. Der Uluru erhob sich vor mit in der weiten Landschaft und Kata Tjuta war links von mir, durch die Sonne mehr als Silhouette. Beides so nah, ich mittendrin. Mein Blick ging immer wieder zum Uluru. Er war das Symbol meiner Australien-Sehnsucht geworden. 25 Jahre lang geträumt, gespart, gehofft. Ich atmete tief ein. Ich stand wirklich dort. Es war real. Blick vom Weg zum Parkplatz Bei dieser Tour bekamen wir zu jedem Stopp genaue Zeitangaben – und sie waren angenehm großzügig bemessen. Selbst für mich als Fototante, die alles mindestens fünfmal aus jedem Winkel fotografieren muss, war es völlig entspannt. Ich konnte jedes Mal ohne jeglichen Stress zum Bus zurückgehen. Wisst ihr noch, was meine Tochter auf ihre Postkarte schrieb? Den Teil mit der Spinne?!  … Sie hat es herbeigeschworen….. Wir waren pünktlich im Bus, setzten uns auf unsere Plätze ganz vorne. Meine Tochter zog ihre Sweatjacke aus und legte sie auf ihren Schoß. Sekunden später ein Schrei. Ein sehr lauter, panischer Schrei, der alle anderen Fahrgäste direkt verstummen ließ.

    Eine große, schwarze Spinne krabbelte plötzlich über die Jacke meiner Tochter. Sie bekam sofort Panik – und ich merkte gleichzeitig, dass ich komplett einfriere, sobald so ein Tier in meiner Nähe ist. Keine Reaktion möglich.
    Zum Glück reagierte der Busfahrer genau richtig: ruhig und blitzschnell. Er nahm die Jacke, schüttelte sie draußen aus und sagte trocken: „No worries. Just checking the tourists.“ Danach meinte er noch, seit einem Jahr sei keine Spinne mehr im Bus gewesen.

    Meine Tochter brauchte etwas Zeit, um sich zu beruhigen – und ich stellte fest: Bei Spinnen bin ich im Ernstfall anscheinend absolut nicht handlungsfähig. Eine unglaublich nützliche und lebenswichtige Eigenschaft für Australien. Nicht.

    Die Fahrt ging weiter Richtung Kata Tjuta 

     

    Kata Tjuta Walpa Gorge Walk – Wanderung im Outback

    Geologie & Bedeutung 

    Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Anangu „viele Köpfe“ – über 30 Kuppeln. Uluru und Kata Tjuta gehören geologisch zur selben Region (Amadeus-Becken) und wurden durch die Petermann-Orogenese vor rund 550 Mio. Jahren angehoben. Sie bestehen aber aus unterschiedlichen Gesteinen: Uluru ist überwiegend Arkose (feldspatreicher Sandstein) mit gleichmäßigen, heute nahezu senkrecht stehenden Schichten. Kata Tjuta ist Konglomerat – Gerölle und größere Brocken (u. a. Granit, Basalt), verkittet durch Sand/Schluff. Daher wirkt Uluru wie ein homogener Monolith, Kata Tjuta wie eine Gruppe mächtiger Kuppeln mit Rinnen und Einschnitten. Falls ihr irgendwann bei Günther Jauch sitzt und die Antwort wisst, weil ihr es hier gelesen habt – denkt kurz an mich. Die Kontonummer schicke ich euch dann selbstverständlich umgehend zu ;-) . Kata Tjuta. Ohne Worte. 

    Walpa Gorge Walk am Nachmittag

    Wir stiegen am Parkplatz der Walpa Gorge aus. Unser Guide gab uns eine Stunde Zeit. Im Nachhinein stellte ich fest, dass das gut abgestimmt war und wir ohne Zeitdruck den Walk machen konnten.  Der Weg führte zwischen den gewaltigen Felskuppeln von Kata Tjuta in die Schlucht hinein. Steile rote Wände links und rechts, wie ein natürlicher Korridor. In der Mitte war ein schmaler Wasserlauf, aktuell kaum mehr als ein Rinnsal, aber erkennbar geformt von früheren Regenfällen. An einigen Stellen wurde aus dem Rinnsal ein kleiner See. Dazwischen überraschend viel Grün – Pflanzen, die sich hier im geschützten Mikroklima halten. Die kleinen farbigen Punkte sind Menschen – daran lassen sich die Dimensionen etwas erahnen

    Walpa Gorge Endpunkt mit Aussicht

    Am Ende des Trails erreichten wir eine kleine Aussichtsplattform – ein Deck mit Sitzbänken und Informationstafeln. Sie markiert den offiziellen Wendepunkt des Pfads und schützt damit die empfindliche Schluchtzone, die für die Anangu kulturell bedeutsam ist. Auf den Tafeln wird unter anderem über die Pflanzen, die Tiere und die Bedeutung der Wasserführung informiert

    Rückweg Walpa Gorge

    Auf dem Rückweg wurde der Wind deutlich stärker. „Walpa“ bedeutet im lokalen Anangu-Dialekt „Wind“. Und genau das war hier präsent, denn der Wind war vor allem zum Ende hin schon sehr stark. Und wir nahmen den Ausblick jetzt richtig wahr. Auf dem Hinweg hatten wir die Aussicht im Rücken und der Blick war nach vorne gerichtet. Aber letzt lagen die Felskuppeln hinter uns und vor uns die weite Ebene des Red Centre.  Eine dieser Weiten, die man nicht begreifen kann, wenn man sie nur auf Fotos sieht. . . Zurück am Bus. Nächster Halt: Kata Tjuta Sunset Point.

    Sunset bei den Kata Tjuta

    Von dort hatten wir freien Blick auf die Kuppeln. Die Sonne senkte sich langsam. Erst leuchtend orange, später dunkelrot. Unbeschreiblich, dieses Schauspiel der Natur.  Kinder, guckt mal, der Sonnenuntergang. Die Kinder: Aber kurze Zeit später saßen wir dann alle auf der Bank und genossen die Farben und die Natur um uns herum  Nachdem die Sonne weg war, gingen wir zurück zum Bus, welcher uns wieder zurück in Ayers Rock Resort brachte. Auf dem Rückweg zum Campground lief plötzlich ein Dingo am Straßenrand entlang und verschwand kurz darauf im Dunkel der Nacht. . .

    Der 2. Abend am Campground

    Zurück im Camp wartete erneut dieser Nachthimmel. Die Milchstraße deutlich sichtbar, das Kreuz des Südens klar über uns. Und ich bin noch immer so unendlich dankbar, dass ich dies schon zweimal erleben durfte: In Namibia und im Herzen von Australien.  Weniger eindrucksvoll war der Sanitärraum – eiskalt wie ein Kühlschrank. Zähneputzen mit klammen Fingern, Abendpflege aufs nötigste reduziert, eincremen und Co machten wir dann in der Cabin. Einen Spiegel hatten wir dort auch. Zurück in unserer kleinen Camping Cabin gab es erst einmal heiße Suppe. Endlich Wärme. Und dann gingen wir mit den Hühnern ins Bett. Es war nicht spät, aber schon stockdunkel und wir nach einem aufregenden Tag mit vielen Eindrücken auch müde. Eingewickelt in die Decke fühlte sich alles sofort so wohlig an. Bevor ich das Licht ausschaltete, stellte ich den Wecker: 5 Uhr. Der nächste Morgen würde früh beginnen – mit einem weiteren Highlight. Dazu aber mehr im nächsten Bericht. Es freut mich, dass ihr wieder dabei ward. Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Wochenende.
    🇩🇪 Deutsch Ich erkenne die Anangu als die traditionellen Hüter von Uluṟu-Kata Tjuṯa an und zolle ihren Ältesten – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – meinen tiefen Respekt.🇬🇧 English I acknowledge the Anangu as the Traditional Owners of Uluṟu-Kata Tjuṯa and pay my respects to their Elders past, present and emerging.
    Mehr Infos zum Uluru und Kata-Tjuta Nationalpark-Pass Preise & Öffnungszeiten
    Für den Besuch des Uluru–Kata Tjuta Nationalparks ist ein gültiger Parkpass erforderlich. Kauf vorab online empfohlen; alternativ am Entry-Gate.

    Preise (Stand 2025)

    • 3-Tages-Pass: 38 AUD pro Erwachsener (ab 18)
    • Jahrespass: 50 AUD pro Erwachsener
    • Kinder/Jugendliche bis 17 Jahre: kostenlos
    .
    Hier könnt ihr den Nationalpark-Pass online kaufen Parks Australia – Uluru–Kata Tjuta Park Pass

    Öffnungszeiten der Park-Gates

    Der Park ist täglich geöffnet, schließt nachts. Monatliche Gate-Zeiten:
    Monat Öffnung Schließung
    Januar 05:00 21:00
    Februar 05:00 21:00
    März 05:30 20:30
    April 05:30 20:00
    Mai 06:00 19:30
    Juni 06:30 19:30
    Juli 06:30 19:30
    August 06:00 19:30
    September 05:30 19:30
    Oktober 05:00 20:00
    November 05:00 20:30
    Dezember 05:00 21:00
    Aktuelle Gate-Zeiten: Offizielle Monatsübersicht

    Uluru & Kata Tjuta

    Uluru (Monolith) und Kata Tjuta (36 Kuppeln) liegen im selben Nationalpark. Walpa Gorge und Valley of the Winds befinden sich in Kata Tjuta. Zufahrt Walpa Gorge nur während der offiziellen Öffnungszeiten.
    Praktischer Hinweis
    • Pass vorab online kaufen und als QR-Code aufs Handy laden; Scannen am Entry-Gate geht schneller.
    • Mobilfunk im Park ist stellenweise lückenhaft (besonders bei Kata Tjuta). In Yulara gibt es gutes Netz und WLAN. Karten/Infos offline speichern.
    • Offizielle App vor der Anfahrt herunterladen, damit Inhalte offline verfügbar sind: UKTNP App.

    Fotografieren im Kata-Tjuta Nationalpark

    Uluru und Kata Tjuta sind für die Anangu keine Sehenswürdigkeiten, sondern lebendige, heilige Orte. Sie verstehen sich nicht als „Besitzer“, sondern als Hüter dieses Landes – mit Verantwortung gegenüber Vergangenheit, Gegenwart und den kommenden Generationen. Entsprechend gibt es klare Vorgaben, was fotografiert und veröffentlicht werden darf. Als Reisebloggerin habe ich deshalb im Vorfeld ein offizielles Foto-Permit beantragt.

    Ich gebe zu: Ganz am Anfang habe ich die Tragweite dieser Regeln nicht vollständig verstanden. Erst nach einigen Tagen vor Ort – nach Gesprächen, Erklärungen und vielen kleinen Momenten – wurde mir bewusst, wie tief diese Verbindung zum Land reicht. 

    Vor jeder Tour wurde behutsam erklärt, welche Bereiche nicht aufgenommen oder online gezeigt werden dürfen. Nicht als Kontrolle, sondern als Schutz dessen, was nicht uns gehört.

    Drohnen sind übrigens im gesamten Nationalpark nicht gestattet. Wer den Uluru und Kata Tjuta trotzdem von oben sehen möchte, kann einen Rundflug mit dem Hubschrauber buchen. 

      
    Palya – bis bald!

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  • Outback: Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock)

    Outback: Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock)

    Outback: Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock)


    Outback: Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock)


    Reisezeit: Sommer 2025.
    3 Wochen
    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste
    Meine 3 Teenager und ich


    .

    Tag 2 in Australien (und Tag 4 unserer Reise)

    Donnerstags startete unsere Reise morgens am Bahnhof in Münsterland. Mit dem Zug fuhren wir nach Frankfurt, abends startete unser Flieger nach Bangkok.
    Freitag Nachmittags (Ortszeit) landeten wir in Bangkok und haben spontan eine Guided Tour gebucht.

    Zum Bericht: Ein 10-Stunden-Stopover in Bangkok 

    Am Nachmittag des Folgetages erreichten wir endlich Sydney – endlich!
    Nach all den Stunden unterwegs fühlte sich das Ankommen fast unwirklich an.

    Am Abend spazierten wir hinunter zum Ufer, von wo aus wir das Opernhaus und die Harbour Bridge in ihrer ganzen Pracht sehen konnten.
    Wir aßen im bunten Luna Park und ließen den Tag mit Blick auf die leuchtende Skyline ausklingen.

    Zum Bericht: Unser erster Abend in Sydney

    Dieses Gefühl, wirklich angekommen zu sein, war unbezahlbar.

    Teenager, Jetlag und eine Mama, die alles viel zu knapp gep

    Der Tag danach … lant hat…

    Sydney. 6 Uhr morgens.
    Der Wecker klingelte – erbarmungslos.
    Wir schälten uns müde aus den Betten.

    Megadoofe Idee, direkt am nächsten Tag weiterzufliegen …

    Und apropos doofe Ideen:
    Wer kam eigentlich auf den glorreichen Gedanken, nachts die Klimaanlagen-Heizung auszuschalten?
    Leider (auch) ich.
    Warum? Keine Ahnung. Angst vor zu viel Hitze? Zu trockener Luft?
    Oder meine uralte Panik, dass das Ding überhitzt und anfängt zu brennen?
    Wie auch immer – es war eiskalt.

    Draußen 8 °C, drinnen gefühlt kaum wärmer. Das sind für Juli und August die normalen Temperaturen in Sydney. 
    Wir waren nicht nur müde, sondern auch durchgefroren.

    Die heiße Dusche half ein bisschen, aber der Matsch im Kopf blieb.
    Meine drei Teenager waren wortkarg.
    Und wenn sie etwas sagten, war’s Gemotze: zu früh, zu kalt, zu alles.
    Ich verstand sie. Mir ging’s ja genauso.

    Was hatte ich mir nur dabei gedacht, den nächsten Flug direkt am Folgetag zu buchen?

    Tipp für euch:  Macht das nicht.
    Gebt euch und eurem Körper Zeit zum Ankommen.
    Nehmt euch kein Beispiel an mir.

    Sonst sitzt ihr – so wie ich – völlig übermüdet und kaffeelos mit motzenden Teenagern im Uber auf dem Weg zum nächsten Ziel.

    Immerhin sahen wir dabei unser erstes australisches Tier – ein Australbuschhuhn, das gemütlich am Straßenrand entlang stolzierte.

    Der Fahrer kam pünktlich – und meine drei Teenager waren tatsächlich schon fertig.
    Trotz des ‚blöden Jetlags‘, ‚zu kalt‘, ‚viel zu früh‘, ‚warum-überhaupt-Australien‘ und ‚hundemüde‘.

    Ich fragte, wer denn die großartige Idee gehabt hatte, nach 30 Stunden Anreise mit zehn Stunden Stopover direkt am nächsten Morgen weiterzufliegen.

    Drei mörderische Blicke.
    „Mama, ernsthaft?!“ – „Das ist überhaupt nicht lustig!“

    Vielleicht nicht die allerklügste Idee, müde Teenager zu ärgern,… 

    Um ehrlich zu sein – ich konnte sie ja verstehen…. Glücklich war ich im Nachhinein mit meiner Entscheidung auch nicht,…. Aber ändern konnte ich es halt auch nicht mehr.

    Ich beschloss, lieber nichts mehr zu sagen und den Blick aus dem Fenster zu genießen.
    Frühmorgendliches Sydney – noch still, die Sonne schimmerte über den Dächern.

    Noch ein kurzer Blick auf das Opernhaus. In 3 Wochen würden wir es wieder sehen. Denn unsere Reise startete und endete in Sydney.  

    Kaum am Airport angekommen, begann das Verhandeln meiner Teenager. 
    „Wir sind super früh aufgestanden, waren pünktlich – also Frühstück bei McDonald’s!“ verkündete meine Tochter mit diesem Tonfall, der keine Zustimmung erwartet.

    Die Zwillinge nickten begeistert. „Hier gibt’s sogar einen im Terminal, Mama!“

    Tja. Drei gegen eins. Da hatte ich ohnehin nicht mehr viel mitzureden. 
    Ich war einfach froh, dass es heute früh alles so gut geklappt hat und wir alle pünktlich am Airport angekommen sind.

    Am Flughafen ist es ohnehin schwierig, für alle ein gutes und bezahlbares Frühstück zu finden. Daher ließ ich mich auf das ungesunde Teenager-Frühstück ein.
    Ich persönlich wollte einfach nur Kaffee! Und den gibt es auch bei McD. 

    Aber zu aller erst mussten wir uns ums Einchecken kümmern.

    Die Inlandsflüge haben am Sydney Airport einen eigenen Bereich.
    Unser Uberfahrer meinte sogar, es sei „wie ein anderer Flughafen“ – mit eigenem Namen, extra nur für nationale Flüge.

    Die Bordkarten druckt man hier selbst, ebenso die Kofferaufkleber, und bringt dann das Gepäck zu den Schaltern.
    Danach der Sicherheitscheck.
    Der verlief erstaunlich entspannt.

    Und dann konnten wir uns endlich dem wichtigsten Thema des Morgens widmen: Frühstück. Mein Körper lechzte schon seit Stunden nach Kaffee …

    Frühstück. Und auch meine vegetarische Tochter fand was passendes 

    Ich entdeckte etwas halbwegs gesundes. Also, … eigentlich war es ein Schokopudding mit ein klein wenig Müsli als Alibi. 

     

    Tatsächlich wäre es sogar noch ungesünder möglich gewesen.

     

    Inlandsflug in Australien -> Sydney – Ayers Rock Airport

    Mit mehr oder weniger gesundem Frühstück und heißem Kakao bzw. Kaffee machten wir uns auf den Weg zum Gate.
    Dort konnten wir in Ruhe frühstücken – wir hatten noch ein wenig Zeit

    Für die Inlandsflüge hatten wir uns für JetStar entschieden.
    Inlandsflüge sind in Australien überraschend günstig. 

     

    Boardingtime!!!! Outback, wir kommen!!!!! 

    Wir hatten extra Fensterplätze ganz hinten gebucht – und sogar extra bezahlt.
    Und wo saßen wir am Ende?
    Mitten über dem Flügel. Alle vier.

    Laut Crew durfte der hintere Bereich nicht belegt werden. Aber trotzdem konnte ich sie auswählen und gegen Gebühr reservieren. Das irritierte und verärgerte mich ein wenig. 

    Wir mögen es gar nicht, direkt am Flügel zu sitzen.
    Ich liebe den Blick nach unten, auf die vorbeiziehende Landschaft – aber vom Flügel aus sieht man davon leider erheblich weniger. 

    Jetstar ist eine Billig-Airline. Die Bestuhlung war recht eng, selbst ich hatte fast Kniekontakt mit dem Vordersitz . Ich war ausnahmsweise froh, nicht besonders groß zu sein.

    Essen gab’s nur gegen Bezahlung.

    Für Snack (Sausage Roll und ein echtes Australisches Beef-Pie mit Soße) und Pepsi bezahlte ich um 9 Euro. Für Flugzeugpreise eigentlich ganz ok. 

    Die aktuelle Preisliste (Stand Juli 2025)

    Zur Orientierung:

    10 australische Dollar = ca 5,60 Euro (je nach Wechselkurs)
    15 australische Dollar = ca 8,50 Euro (je nach Wechselkurs)

     

    Der Flug über das Outback

     

    Seen im Outback

    Und dann wieder rote, karge Wüstenlandschaft

     

    Als wir uns langsam dem Uluru näherten, erzählte ich der Crew, dass ich extra für die hinteren Plätze bezahlt hatte – und mir wenigstens beim Landeanflug den Blick auf den Felsen wünschte.

    Und siehe da: Sie waren freundlich und ließen mich für die Landung nach hinten wechseln.
    Die Teenager hätten die Möglichkeit auch gehabt, aber ihnen genügte der Blick über der Tragfläche. Sehen konnte man ihn auch von dem Sitz aus, nur nicht so gut. 

    Und dann … konnte ich ihn sehen.
    Erst nur am Horizont – ein roter Schatten in der endlosen Landschaft.
    Dann wurde er größer.  
    Und irgendwann stand er einfach da: majestätisch, still, gewaltig.

    Der Uluru.
    Ich hatte Gänsehaut – und für einen Moment war mir sogar egal, wie müde ich war.

     

    KI-Bild. Blick aus dem Flugzeug auf den Uluru. Ich poste es, weil ich die Anangu, ihr heiliges Land und den heiligen Uluru respektiere und keine sensitiven Sites zeigen möchte.

    .

    .

    Fotografieren und Social-Media am Uluru

     

    Der Uluru ist weit mehr als ein beeindruckender Felsen inmitten des australischen Outbacks – er ist ein heiliger Ort.
    Für die Anangu, die traditionellen Hüter dieses Landes, trägt fast jeder Teil des Uluru eine tief verwurzelte spirituelle Bedeutung. Seine Formationen erzählen Geschichten aus der Tjukurpa, der sogenannten Traumzeit, die für die Aborigines Ursprung, Gesetz und Lebensweise zugleich ist.

    Die Anangu leben seit unzähligen Generationen in dieser Region und sind nicht nur die Hüter des Uluru und der benachbarten Kata Tjuta, sondern des gesamten umliegenden Landes. Ihre Kultur, ihre Gesetze und ihre Spiritualität sind untrennbar mit diesem Land verbunden – jeder Stein, jede Form, jede Farbe erzählt eine Geschichte, die Teil ihrer Identität ist.

    Rund um den Uluru gibt es Orte, die als sacred sites oder sensitive sites gelten – heilige oder kulturell sensible Stätten, die mit Ritualen, Zeremonien oder Initiationen verbunden sind. Manche dieser Bereiche dürfen nicht betreten oder fotografiert werden, andere sind nur bestimmten Personen zugänglich.

    Vor Ort ist das sehr klar geregelt: Entlang des Rundwegs stehen immer wieder Schilder, die darauf hinweisen, wo das Fotografieren nicht erlaubt ist. Besonders an der Nordostseite des Uluru bitten die Anangu darum, keine Nahaufnahmen zu machen. Wer fotografiert, sollte darauf achten, dass heilige Stellen – etwa durch Schatten, Büsche oder Dünen – verdeckt bleiben.

    Diese Hinweise sind kein Verbot, sondern eine Bitte um Respekt.
    Sie zeigen, dass hier eine uralte Kultur lebendig ist, die seit Zehntausenden von Jahren in enger Verbindung mit diesem Land steht.
    Wer sich daran hält, trägt dazu bei, dass der Uluru ein Ort der Spiritualität, der Achtung und des gegenseitigen Verständnisses bleibt – für die Menschen, die hier leben, und für alle, die ihn besuchen.

     

    Landung im weiten Outback

    Das ist der Flughafen Yulara (AYQ) – mitten im Nirgendwo.

    .

    Im Roten Zentrum gibt es zwei Flughäfen

    Yulara (Ayers Rock/AYQ) liegt nur rund 20 Minuten vom Uluru entfernt und ist perfekt, wenn man direkt zum Uluru oder nach Kata Tjuta möchte.
    Die Flüge dorthin sind oft etwas günstiger, dafür sind die Unterkünfte im Resort teurer.

    Alice Springs (ASP) liegt rund 450 Kilometer entfernt.
    Die Flugpreise ab Sydney sind meist höher, dafür gibt es mehr Verbindungen, günstigere Unterkünfte und die Möglichkeit, das Outback samt West MacDonnell Ranges gleich mitzuerleben.

    Vom Flughafen in Yulara fahren Hotelshuttles direkt ins Resort, während Alice Springs mehr Mietwagenfirmen und Services bietet.
    Wer Zeit sparen will, fliegt nach Yulara.
    Wer das Roadtrip-Feeling sucht und mehr Zeit hat, um auch die anderen Highlights des Roten Zentrums zu entdecken, landet in Alice Springs.

    Mein Plan – und was dann anders kam

    In meinem Ursprungsplan war eine Woche im Roten Zentrum vorgesehen:
    Landung in Alice Springs, dann Kings Canyon, Uluru, Kata Tjuta, West MacDonnell Ranges, Angkerle Atwatye und vieles mehr.
    Ich wollte das Outback erleben und spüren – mit allen Sinnen.

    Doch meine Gesundheit machte mir einen Strich durch die Planung.
    Zum Zeitpunkt der Buchung konnte mir kein Arzt sagen, ob und wann ich wieder Auto fahren durfte.
    Und ohne Mietwagen war mein ursprünglicher Plan nicht umsetzbar.

    Ich bin jemand, der schnell wieder aufsteht, nach vorne schaut und eine Lösung sucht.
    Australien (wieder einmal) verschieben? Nein, dieses Mal nicht mehr. 
    Ich weiß, wie schnell sich das Leben ändern kann.

    Meine Familie hatte zunächst Bedenken. Australien, einmal um die halbe Welt.
    Und auch ich wollte Australien nicht wieder verschieben, aber auch nicht leichtsinnig sein. Vor allem, weil ich auch mit meinen Kindern unterwegs sein würde. Zusätzlich zum Arzt war ich auch noch im Krankenhaus zur Untersuchung – und bekam von beiden Ärzten
     grünes Licht, und irgendwann freuten sich auch alle mit mir.
    Ich verstand die Sorge – aber mir tat allein das Planen so unbeschreiblich gut. Schritt für Schritt kam gefühlt das Leben zurück. Ich hatte wieder etwas, worauf ich mich freuen konnte – und das war mehr wert als jedes Medikament.

    Also setzte ich mich hin, warf meinen ursprünglichen Plan über den Haufen und begann neu – diesmal ohne eigenem Mietfahrzeug, sondern komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Wie das klappt, davon erzähle ich euch in den nächsten Wochen in meinen Berichten – nur so viel vorab: Es hat sehr gut funktioniert.

     

    Aber zurück zum eigentlichen Bericht – wir sind inzwischen in Yulara gelandet.

    Wir holten unsere Koffer, ganz ohne großes Einreiseprozedere. Inlandsflüge sind so entspannt.

    Vor dem Flughafen wartete schon der kostenlose Shuttlebus.
    Die Gäste werden nach Unterkünften sortiert und direkt dorthin gebracht – bei den Hotels bis vor die Tür, beim Campingplatz mit einem kurzen Fußweg bis zur Rezeption.
    Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.

    Alles klappte reibungslos – und so hieß es am frühen Nachmittag für uns:

    Palya!

     

    „Palya“ ist ein Wort aus der Sprache der Anangu, den Aborigines, die in der Gegend rund um den Uluru leben. Es bedeutet „Hallo“, „Willkommen“ oder „Alles gut“ – also ein freundlicher Gruß oder Ausdruck von Zustimmung. 

     

    Satelliten-Ansicht des Ayers-Rock-Campgrounds

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    Weitere Informationen

    Der Yulara Drive ist die Hauptstraße im Ayers Rock Resort.
    Sie verbindet alle Unterkunftsbereiche mit dem Zentrum.

    Seht ihr in der Kartenmitte dieses winzig kleine Gebäude an der Hauptstraße?
    Das ist die Bushaltestelle – von hier starten die Touren, der Hop-on-Hop-off-Bus und der Airport-Shuttle.

    Unten am Campground drängen sich mehrere kleine Gebäude – dort befinden sich die Rezeption, der Mini-Markt und einige Service-Räume.
    Etwas darüber erkennt ihr die kleinen rechteckigen Häuschen: das sind die Cabins.
    Mittig die beiden waagerechten Gebäude sind die Sanitäranlagen.

    Alles andere sind Stellplätze.
    Zum Campground gehören außerdem ein Pool, ein Spielplatz, ein Beach-Volleyballfeld und eine Campingküche, die von allen Gästen genutzt werden kann.

    Wenn ihr in der Karte etwas herauszoomt, seht ihr, wie groß das Ayers Rock Resort tatsächlich ist.

     

    Die rechte Hälfte war unsere.

     

    Unsere Campingkabine war zweckmäßig.
    Das Ayers Rock Resort bietet wirklich alle Arten von Unterkünften – von Low Budget über normal bis hin zu teuer und exklusiv.

    Da selbst die günstigen Varianten hier schon ihren Preis haben, entschieden wir uns für eine Campingplatz-Kabine.
    Nicht groß, nicht besonders warm, aber immerhin ein geschlossener Raum – und die Betten waren überraschend bequem.

    Das Foto entstand an Tag 3 – also nicht wundern wegen Geschirr und Müll.
    Quasi direkt hinter mir befand sich die Eingangstür.

    Links war mein Schlafzimmer, rechts das Kinderzimmer mit zwei Etagenbetten.
    Und mehr gab es auch nicht – der Raum war wirklich klein.

    Zum Schlafen war es völlig okay.
    Viel mehr Platz hatten wir damals in den USA im Wohnmobil auch nicht.

     

     

    Die Etagenbetten der Kinder waren nicht bezogen, das große Bett war schon fertig.
    Also lief ich, während die Kinder ihre Betten bezogen, zum kleinen Supermarkt an der Campingplatz-Rezeption, um uns etwas fürs Abendessen zu kaufen. 
    Suppe schien das einzig Vernünftige bei nächtlichen Temperaturen knapp über Null.
    Viel Auswahl gab es dort ohnehin nicht – schon gar nicht für meine vegetarische Tochter.
    Aber es gab Eis.
    Und davon brachte ich für alle etwas mit.
    Denn tagsüber war es sonnig und warm.

    Und dann war es schon bald Zeit, uns fertig zu machen.
    Wer im Juli am Uluru ist, sollte warme Kleidung einpacken – vor allem, wenn man vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang unterwegs ist.
    Denn sobald die Sonne verschwindet, wird es eisig kalt, mit Temperaturen nur knapp über null Grad.

     

     

    „Wintjiri Wiru“ – die Drohnenshow am Uluru

    Abends stand dann unser Highlight an: „Wintjiri Wiru“ – die Drohnenshow am Uluru.

    Gebucht hatte ich dieses Erlebnis schon einige Wochen zuvor über die Seite des Ayers Rock Resort.

    https://www.ayersrockresort.com.au/all-experiences

    Wir wurden mit dem Shuttle abgeholt – alles war perfekt organisiert. An der Plattform angekommen, wurden uns gleich verschiedene Weine, Softdrinks und Wasser angeboten. Viele Gäste standen an den Stehtischen und genossen den Wein mit Blick auf den Uluru. Ich blieb lieber bei Softdrinks – genauso wie die Zwillinge. Selbst meine volljährige Tochter hatte keine Lust auf Alkohol und entschied sich ebenfalls für ein kühles Getränk.

    Vor uns lag der Uluru, leuchtend im letzten Licht des Tages. Erst glühte er in warmem Orange, dann wurde das Rot immer tiefer, bis er schließlich in der Dunkelheit versank. Ein Schauspiel, das man nicht beschreiben kann – man muss es einfach sehen. Selbst die Kinder waren völlig geflasht.

    25 Jahre habe ich für Australien gespart. Das Opernhaus zu sehen war schon ein Traum – aber meine tiefste Sehnsucht galt dem Uluru. Seit einem Vierteljahrhundert wollte ich ihn einmal sehen, einmal direkt vor ihm stehen. Ich weiß nicht genau, warum, aber diese Sehnsucht war einfach immer da.

    Die Tour ins Rote Zentrum ist nicht günstig. Die Inlandsflüge, die Unterkunft im Ayers Rock Resort – das hat in unser Budget ein ordentliches Loch gerissen.

    Aber ich musste es einfach. Ich musste ihn sehen, erleben, einmal wirklich dort sein und spüren, was diesen Ort so besonders macht. Die Energie, die Stille, diesen unvergleichlichen Spirit, den man nur dort fühlen kann. Ein Gefühl, das man nicht beschreiben, nur erleben kann. Und nun tatsächlich dort zu stehen war …. ohne Worte. 

    .

    .

    .

    Als die Sonne verschwunden war, nahmen wir unsere Plätze ein. Die Temperatur fiel sofort auf wenige Grad über 0 und Decken wurden verteilt. Wir kuschelten uns hinein, während es langsam dunkler wurde.

    Kurz darauf erhielten wir Snackboxen –  gefüllt mit Obst, Gebäck und Popcorn für die Kinder. Alles sah nicht nur hübsch aus, sondern schmeckte auch richtig lecker.

    Für Kinder gibt es etwas andere Snackboxen, mit Keksen und Popcorn

    Schließlich war es dunkel genug für die Drohenshow. 

    Und dann begann sie:  Wintjiri Wiru – in der Sprache der Pitjantjatjara bedeutet das „schöne Aussicht auf den Horizont“.
    Ein Kapitel der uralten Mala-Geschichte wurde mit choreografierten Drohnen, Lasern und Projektionen zum Leben erweckt – ein magisches Zusammenspiel aus Licht, Klang und Tradition, das den Nachthimmel über dem Uluru zum Leuchten brachte.

    Fotos und Videos zu machen ist nicht erlaubt. Man sollte einfach nur genießen. Sich darauf einlassen und eintauchen in die Geschichte der Mala. Trotz mehrfacher Hinweise und Ermahnungen gab es Experten, die versuchten, Fotos oder Videos zu machen – immer wieder wurden sie freundlich, aber bestimmt daran erinnert, dass dies respektlos gegenüber der Kultur der Anangu ist.

    Damit ihr euch etwas vorstellen könnt, wie die Drohnen- und Lichtershow aussieht, durfte ich nach Rücksprache mit dem Media-Team zwei Fotos verwenden. 

    Photo by Getty Images for Voyages Indigenous Tourism Australia. Acknowledgement – Anangu share the Mala story, from Kaltukatjara to Uluru, through a drone, sound and light show designed and produced by RAMUS.
    Photo by Getty Images for Voyages Indigenous Tourism Australia. Acknowledgement – Anangu share the Mala story, from Kaltukatjara to Uluru, through a drone, sound and light show designed and produced by RAMUS.

    Hier könnt ihr Wintjiri Wiru buchen 
    https://www.ayersrockresort.com.au/experiences/wintjiri-wiru/twilight

    Die Show war schlicht überwältigend. Über 1.100 Drohnen flogen in synchronisierten Formationen, begleitet von Lasern, Lichtprojektionen und traditioneller Musik. Jede Bewegung, jedes Lichtmuster erzählte ein Stück der Mala-Geschichte. Es war mehr als eine Show – es war ein tiefer kultureller Dialog. Man spürte die Verantwortung und die Ehrfurcht, die die Anangu seit Tausenden von Jahren für ihr Land tragen. Die Kombination aus moderner Technologie und jahrtausendealter Tradition ist so wundervoll umgesetzt. Wir lauschten gespannt der Geschichte der Mala und hatten mehrmals Gänsehaut, wenn wieder neue Formen akustisch passend untermalt am Himmel erschienen.

    Die Lichter blieben auch nach der eigentlichen Drohnenshow noch an. Und die meisten von uns blieben einfach noch sitzen. 

    Die Atmosphäre war so still, so friedlich, dass mein Kopf vollkommen frei wurde. Endlich. 
    In den letzten Monaten war einiges passiert, in meinem Leben war viel Unruhe, Ängste, Sorgen. 
    Aber jetzt war alles weg und mein Kopf frei! 

    Wir hatten lange überlegt, ob wir die Show buchen sollten – und jetzt sind wir so dankbar, dass wir es getan haben. 

    Wintjiri Wiru Anerkennung
    As custodians of the land, Anangu hold the Mala story from Kaltukatjara to Uluru. To share their story, RAMUS designed and produced an artistic platform using drones, light and sound to create an immersive storytelling experience.

    Wintjiri Wiru Anerkennung (Deutsch)
    Als Hüter ihres Landes bewahren die Anangu die Mala-Geschichte von Kaltukatjara bis zum Uluru. Um ihre Geschichte zu teilen, hat RAMUS eine künstlerische Plattform mit Drohnen, Licht und Ton gestaltet, die ein immersives Erzählerlebnis schafft.

    .

    .

    .

    Der Sternenhimmel über dem Outback

    Wir wurden mit dem Shuttle zurück zum Campground gebracht.

    Und da gab es noch ein kleines, ganz persönliches Highlight:
    In dieser sternenklaren Nacht sahen wir das Kreuz des Südens.
    Dass ich es noch einmal sehen würde, hätte ich damals, als wir es in Namibia sahen, nicht gedacht.
    Wie der Name schon sagt, ist es nur auf der Südhalbkugel zu sehen.

    Übersicht – das Kreuz des Südens ist im oberen Drittel relativ mittig

     

    Das Kreuz des Südens hat jeder schon gesehen, der sich mit Australien beschäftigt

    Und jeder, der sich ein bisschen mit Australien beschäftigt, kennt das Kreuz des Südens auch von der australischen Flagge.

    KI-generiertes Bild

    Das Kreuz des Südens steht keineswegs zufällig auf der Flagge. Es symbolisiert die geografische Lage des Landes – weit unten auf der Südhalbkugel, wo dieses Sternbild zu Hause ist. Die fünf Sterne des Kreuzes erscheinen gemeinsam mit dem Commonwealth Star und dem Union Jack – als Zeichen für Geschichte, Identität und die tiefe Verbindung der Australier zu ihrem Land.

    Doch das Kreuz des Südens ist weit mehr als nur ein nationales Symbol.
    Für Navigatoren und Seefahrer war es über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Wegweiser am Nachthimmel. Denn auf der Südhalbkugel fehlt ein heller Polarstern wie im Norden. Eine einfache Methode lautet: Man zieht eine gedachte Linie durch die beiden hellsten Sterne des Kreuzes und verlängert sie etwa vier- bis viereinhalbfach – sie zeigt direkt auf den südlichen Himmelspol und damit nach Süden.

    Diese Methode half über viele Generationen hinweg, sich am Nachthimmel zu orientieren – lange bevor moderne Navigationsinstrumente entwickelt wurden.

    Der Sternenhimmel über dem Outback ist ohnehin etwas ganz Besonderes. Weil es hier kaum Lichtverschmutzung gibt, zeigt sich die Milchstraße mit bloßem Auge – klar, hell und unendlich weit.
    Vom Ayers Rock Resort aus wurden auch nächtliche Touren hinaus in die Wüste angeboten, um den Himmel fernab jeder Lampe zu beobachten und dort hat man dann sogar die Möglichkeit mit Teleskopen in den Nachthimmel zu schauen. Ich hatte früher selber ein Teleskop, von daher wäre das an sich eine tolle Tour gewesen. Aber: Wir haben darauf verzichtet. Die Kinder wollten lieber schlafen, und ich wollte wegen meiner Epilepsie schnell wieder in einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus kommen.
    Also blieben wir auf dem Campground – und auch dort war der Blick in den Himmel einfach überwältigend.
    Mehr Sterne, als man zählen kann, und eine Milchstraße, die sich wie ein leuchtendes Band über uns zog.

    In den ersten Wochen nach unserer Rückkehr nach Deutschland kam uns der Himmel sooo leer vor … 

    Trotz Campground-Beleuchtung war so so wundervoll zu sehen. Das Weltall und seine Dimension ist etwas, was ich nie begreifen werde. 

    .

    .

    .

    In unserer Camping-Cabin angekommen, war es eiskalt. Die Klimaanlagenheizung lief auf höchster Stufe, aber wirklich warm wurde es nicht. Also stellten wir sie auf Maximum, schnappten uns unsere Kulturtaschen und machten uns auf den Weg zum Bad.
    Das lag allerdings nicht in der Kabine, sondern rund 100 Meter entfernt – bei 2 °C und völliger Dunkelheit. Also: Mütze auf, Jacke an, Handylicht an – und los.
    Wusstet ihr, dass sich 100 Meter bei 2 °C mindestens verfünffachen? So kam es uns jedenfalls vor. Tagsüber hatten wir noch die Sonne genossen, die im Outback-Winter angenehm warm ist – und nachts wird es dann eisig.
    Im Januar dagegen herrscht hier Backofenhitze am Tag und milde Wärme in der Nacht. Das Outback kann beides.

    Zurück in der Cabin war es etwas wärmer.

     

    Schnell noch alle Geräte angestöpselt …

     

     

    …. warme Schlafsachen angezogen – und dann schön in die Decken einmummeln. Die Betten waren wunderbar weich und bequem.
    Ich war grad dabei, einzuschlummern.

    Aber wisst ihr noch, dass ich heute Abend mehrere Softdrinks hatte…?!

    Ratet,….

    Richtig. …. also wieder aufstehen, anziehen wie zu einer Polarexpedition, durch die kalte, dunkle Nacht zu den Sanitärräumen, die übrigens alle offen gebaut sind und dadurch innen wie außen die gleiche Temperatur hatten …. und wieder zurück.
    Und dann lag ich wieder im Bett, eingemummelt – aber durch die Kälte wieder hellwach,…

    Wir hatten eindeutig an der falschen Stelle gespart.  …..

    Irgendwann schlief ich dann doch ein. Und – ungewöhnlich für eine Reise mit mir – wir haben uns keinen Wecker gestellt.

    Gute Nacht aus dem Outback! 

    Die Reise geht weiter: Im nächsten Bericht erfahrt ihr, warum ein Didgeridoo nicht einfach nur ein Instrument ist – und ich nehme euch mit nach Kata Tjuta, wo die Felsen Geschichten erzählen.

     


    Palya – bis bald!

     


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    Die Aufenthalte im Ayers Rock Resort inkl. Camping-Cabin oder Stellplätze könnt ihr direkt über die Website buchen.
    https://www.ayersrockresort.com.au/




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  • Endlich angekommen in Sydney! Unser erster Abend in Australien

    Endlich angekommen in Sydney! Unser erster Abend in Australien

    Endlich angekommen in Sydney! Unser erster Abend in Australien


    Sommer 2025.
    3 Wochen Australien.
    Meine 3 Teenager und ich. 

    Sydney – Rotes Zentrum – Ostküste 

     

     

    Die Luft draußen war noch immer schwer und schwül – im Terminal dagegen eisig. Während meine Kinder entspannt im T-Shirt auf den Bänken saßen, hatte ich Strickjacke und Jacke übereinander gezogen und fror trotzdem.

    Zur Stärkung gab es Süßigkeiten aus dem 7Eleven. Lecker, aber selbst mir Zuckerjunkie zu süß! 

    .

    .

    „Mama, sollten wir nicht mal langsam zum Sicherheitscheck?“
    Recht hatten sie. Eigentlich war noch Zeit, aber dieser Moment sorgt bei mir immer für Nervosität: Technik raus, Jacken aus, alles in die Kisten – und das Gefühl, für alle anderen zu langsam zu sein.
    Und seit meinem positiven (!) Sprengstofftest vor ein paar Jahren, den mir meine Familie bis heute liebend gerne unter die Nase reibt, bin ich zusätzlich angespannt.
    Diesmal lief aber alles zum Glück reibungslos.

    Nur bei den Getränken habe ich wieder nichts gelernt. Schon in Singapur hatte ich nach dem Sicherheitscheck neue Getränke für uns gekauft – nur um sie kurz vorm Gate wegen der Sicherheitsbestimmungen wieder abzugeben.
    Und was soll ich sagen? In Bangkok lief es ähnlich … Auch hier haben wir nach dem Sicherheitscheck Getränke zum Preis einer halben Niere gekauft – aber am Gate angekommen mussten wir sie abgeben.  Oh man Elly ….  Eigentlich wollte ich mich jetzt darüber ärgern, aber dann stand er da: unser Flieger, der uns nach Australien bringen würde!
    Und plötzlich war der Rest völlig egal.

    Beim Boarding raste mein Herz vor Aufregung. 25 Jahre hatte ich davon geträumt, gespart und geplant – und jetzt war es so weit. Wie immer schickte ich noch schnell eine WhatsApp in die Familiengruppe, mit Flugnummer und Foto von uns. Meine Familie verfolgt unsere Flüge immer gerne live bei Flightradar.

    Im Flieger entdeckten wir die Bordkameras. Irgendwie witzig, den eigenen Flieger von außen zu beobachten, während man selbst darin sitzt. 

    Nachdem das Handgepäck einigermaßen in den viel zu kleinen Fächern verstaut war und ich mich auf meinem halben Quadratmeter organisiert hatte, lehnte ich mich zurück – und kurz darauf hoben wir ab.

    Müde, aber glücklich


    Bye bye Bangkok! Irgendwann komme ich wieder!!!

    Bald nach dem Start gab es Abendessen. Nudeln mit Huhn und noch einiges dabei, es schmeckte alles sehr gut. Außer das Höllen-Wasabi-Zeug, darüber freute sich dann aber unser Sitznachbar.
    Für meine Tochter hatte ich im Vorfeld etwas vegetarisches vorbestellt.
    Nach dem Abendessen wurde das Licht in der Kabine gedimmt und die meisten Passagiere versanken im Schlaf. Ich nicht. Immer noch nicht. Ich sah immer wieder hinaus in die Dunkelheit und lauschte völlig gedankenverloren dem monotonen Brummen der Triebwerke.

    Die Kinder machten es sich mit Nackenhörnchen, Decken und Musik auf den Ohren bequem, schafften es irgendwie, in den seltsamsten Körperhaltungen einzuschlafen. Economy eben – eng, aber okay, wenn man wie wir passenderweise Economy-Größe hat.

    Bei mir siegte dann aber doch irgendwann die Müdigkeit nach über 24 Stunden auf den Beinen 

    Der Flug über den Äquator

    Wach wurde ich, als das Licht in der Kabine wieder heller wurde und ein geschäftiges Treiben begann:
    Frühstückszeit.

     

    Je näher wir Sydney kamen, desto klarer wurde die Sicht. Erste Küstenlinien tauchten auf, schroffe Felsen, gegen die tiefblaues und türkisfarbenes Wasser brandete.
    Dann die vertraute Ansage aus dem Lautsprecher: „Cabin crew, prepare for landing.“ – und plötzlich war alles ganz nah, so greifbar, endlich da. Fast zumindest. 

     

    Gelandet in Sydney!!!!! Ein Moment, von dem ich seit 25 Jahren geträumt habe.

    Willkommen in Australien

    Die Einreise war halb automatisch, halb manuell. Eigentlich hatte ich alles perfekt vorbereitet, doch trotzdem raste mein Herz, als wir am Schalter standen. Irgendwas könnte ja immer noch schiefgehen. Da kam prompt der Spruch meiner Kinder: „Man, Mama, chill mal!“ Den würde ich in Australien noch öfter hören. Aber manchmal bekamen die Kids diesen Spruch auch von mir zurück. 


    Im Grunde hatten sie Recht. Unsere Reisepässe sind gültig, auf dem zu Hause bereits beantragten Visum steht  „Granted“ – genehmigt!

    Wo beantrage ich das eVisitor-Visum?

    -> HIER https://immi.homeaffairs.gov.au/


    Und natürlich klappte alles. Ich und meine Paranoia manchmal,… aber ich habe halt 25 Jahre … und so weiter, wisst ihr ja inzwischen…
    Kurz darauf sahen wir sie: drei pinke Buchstaben. SYD.
    „Mama, ich freue mich so für dich!“, sagte meine älteste Tochter „Ich weiß genau, wie glücklich du dich fühlst, weil so ging es mir damals in Tokyo!“  Japan war damals ihr großer Traum.
    2023 war es soweit und wir sind 10 Tage in Japan unterwegs gewesen. 

     

    Die Fahrt über die Harbour Bridge

    Draußen wartete schon unser UberXL – ich hatte es im Terminal per App bereits bestellt.  Mit vier Personen und einer beachtlichen Menge Gepäck war die größere Variante auch dringend nötig. 

    Es gibt am Flughafen Sydney einen eigenen Uber-Abholbereich. Dank guter Beschilderung war der zum Glück schnell gefunden. Denn wenn ein Uber länger als 5 Minuten warten muss, fährt es wieder.

    Wir waren pünktlich, Gepäck in den Kofferraum gepackt, … meine Kamera dabei auf den Boden fallen lassen. Klar, an Tag 1 in Australien. An Tag 24 wäre es auch langweilig gewesen … Den Schaden schaute ich mir später an, jetzt wollten wir einfach nur endlich zur Unterkunft.

    Wir fuhren los, Richtung Sydney. Unsere Unterkunft war auf der anderen Seite von Downtown und ich hatte die leise Hoffnung, dass wir über die Harbour Bridge fahren würden.

    Die Kinder waren platt von der Anreise. Ich eigentlich auch, aber an schlafen war bei mir nicht zu denken.
    Ich sah die ersten Hochhäuser und den Sydney Tower.

    Und dann näherten wir uns tatsächlich der Harbour Bridge!!Die Fahrt über diese gewaltige Stahlkonstruktion war ein Erlebnis: 503 Meter Spannweite, 49 Meter Breite und 134 Meter hoch über dem Wasser. Die Sydney Harbour Bridge gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Australiens und trägt wegen ihrer markanten Form den Spitznamen „Kleiderbügel“.

    Die Brücke ist insgesamt 1.149 Meter lang und verbindet das Stadtzentrum mit der North Shore. Errichtet wurde sie von der britischen Firma Dorman Long, die Bauarbeiten begannen 1923 und nach fast neun Jahren war es soweit: Am 19. März 1932 wurde sie feierlich eröffnet. Damals sollte der Premierminister das Band zur Einweihung zerschneiden – doch ein patriotischer Reiter kam ihm zuvor, galoppierte mit gezogenem Schwert nach vorn und durchtrennte das Band, bevor die Zeremonie offiziell beginnen konnte. Ein spektakulärer Moment, der in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

     

    Sorry für die „nicht so ganz optimale“ Foto-Qualität, es ist ein Screenshot aus einem Video, weil ich vor lauter Aufregung vergessen habe, auch Fotos zu machen.

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    Das Video mit der Fahrt über die Harbour-Bridge

     
     
     
     
     
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    Erste Schritte in Sydney

    In Sydney ist der Juli ein Wintermonat, und das merkten wir sehr schnell: Tagsüber sind es um 15 °C, nachts fallen die Temperaturen auf etwa 8–9 °C.
    Wir hatten ein 4-Bett-Zimmer und es war wirklich eisigkalt. Und um euch eine ungefähre Ahnung zu geben, wie kalt es war: Selbst die Teenager haben gefroren! Also wollte ich die Heizung höher stellen.
    Aber: Keine Heizung zu finden.
    Eine klassische Heizung hatten wir übrigens in keiner einzigen Unterkunft – überall lief das über die Klimaanlage. Und auch in dieser Unterkunft war es wohl so und ich versuchte es auf „warm“ umzustellen – nur lief das Ding nicht richtig. Es wurde einfach nicht warm. Lag vermutlich am Bediener,… die Mitarbeiter waren aber schnell zur Stelle, als wir fröstelnd vor ihnen standen. Sie stellten die Klimaanlage kurzerhand auf „heiß“.
    Klingt absurd, funktionierte aber erstaunlich gut. Binnen weniger Minuten wurde das Zimmer angenehm muckelig warm. Unser Blick fiel auf die Betten – und plötzlich überkam uns die Müdigkeit mit voller Wucht. Nacheinander duschten wir uns erst einmal und während ich wartete, bis ich „an der Reihe“ war, checkte ich meine Kamera. Ich hatte zwei Kameras dabei, meine Lumix S9 und noch eine Lumix TZ1000II mit einem 1-Zoll-Sensor als Backup-Kamera.  (Link* zur Kamera https://amzn.to/4pJW2LT ) Und ich hatte Glück, denn die Kamera ist genau auf den Filter gefallen. Der war dadurch gebrochen, aber die Kamera war voll funktionsfähig! Puh! 

    Obwohl wir es kaum erwarten konnten, Sydney zu entdecken, schliefen wir erst einmal ein paar Stunden tief und fest. Wir hätten wohl noch länger liegen bleiben können, aber nachmittags zwangen wir uns aus dem Bett. Jetlag-Regel Nummer eins: so schnell wie möglich in den Tagesrhythmus des Landes kommen. Die Müdigkeit war noch da, aber der Hunger größer, und die Neugier auf Sydney riesig. Vor allem das Opernhaus wollte ich unbedingt sehen. Und noch einmal die Harbour Bride. Unsere Unterkunft hatte ich extra fußläufig zum Ufer gebucht.
    Unsere Reise startete und endete in Sydney. Und somit habe ich jeweils eine Unterkunft auf beiden Seiten gebucht.

    Wir liefen die Straße hinunter. Und dann war sie auf einmal da:

    Die Harbour-Bridge.

    .

    Wir spazierten weiter zur Uferpromenade, dorthin, wo man direkt auf das Opernhaus blickt. Die Sonne stand tief, das Licht war warm, und dann sahen wir es: das Opernhaus, das ich jahrelang nur aus Reisekatalogen und von Google Maps kannte. Ich stand da und schaute es mir an, die ganze Zeit. Und ich war so unfassbar glücklich!!! Meine Tochter fasste es kurz zusammen: „Crazy, da steht einfach mal das Opernhaus von Sydney!“

    Da ist es! Das Sydney Opera-House!!! 

    … und plötzlich stehst du wirklich dort!

    .

    … und plötzlich stehst du wirklich dort – an dem Ort, den du auf Google Maps schon tausendmal voller Sehnsucht angeschaut hast. Diesmal kein Bildschirm, kein flaches Bild, sondern Realität. Du stehst mittendrin. Du siehst dich um, hörst die Geräusche, atmest die Luft. Alles, was vorher nur auf dem Bildschirm existierte, ist real, greifbar, echt. Du sieht die Wellen auf dem Wasser, siehst die Vögel über Dir fliegen. Du siehst die anderen Menschen um Dich herum. Angler auf dem Pier, ein Pärchen an auf einer Bank. Du atmest tief ein und aus. Es ist real. Du bist mittendrin. Das Gefühl ist so überwältigend, dass dir die Tränen kommen, ohne dass du es merkst. Endlich da!
    Ein Traum, der plötzlich Wirklichkeit geworden ist.

    .

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    Und dann machten wir erst einmal ganz viele Fotos und Selfies.
    Die Sonne ging unter, das Licht war so schön. Und machte diese für mich ohnehin noch nicht ganz greifbare Szenerie noch ein wenig mehr surreal. 


    .

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    Spaziergang unter die Harbour-Bridge hindurch

    Nach einer Weile der Begeisterung meldete sich der Hunger zurück.
    Wir liefen unter der Harbour Bridge hindurch Richtung Luna Park.

    Eintritt kostet der Park an sich nicht, man kann einfach durch das etwas bizarre Eingangstor laufen, für die Fahrgeschäfte braucht man allerdings separate Tickets.  Die Kinder fanden den Eingang sehr spooky. Keine Ahnung, wer sich so ein Architektonisches Design ausgedacht hat. Zumindest ist dieser Eingang weltweit bekannt. Schafft auch nicht jeder.

    Der Luna-Park von Sydney

    Wir schlenderten zwischen Karussells, Imbissständen und quietschbunten Lichtern hindurch und landeten schließlich in einem Selbstbedienungsrestaurant mit leichtem Kantinenflair. Es war laut, wuselig, aber irgendwie fröhlich – vielleicht, weil neben uns ein Kindergeburtstag gefeiert wurde. Weil wir so spät waren, war auch fast alles ausverkauft, was wir bestellen wollten. Wir sagte dann, dass wir das nehmen, was noch da sei. Wir bekamen eine einfache Margarita-Pizza (umgerechnet um 11,50 €) und Pommes. Unser erstes Abendessen in Australien –   und selbst das ‚einfache‘ schmeckte so besonders.

    .

    Sydney bei Nacht

    Die Sonne war untergegangen, die Lichter der Stadt gingen an. Wir liefen ein Stück durch den Park und dann am Ufer zurück zu einem Pier. 

    Der Mond über Sydney 

    Lunapark by night 

    Am Pier blieben wir stehen, um die Skyline anzusehen. Ein toller Anblick!  Die beleuchtete Harbour Bridge spiegelte sich im Wasser, die Stadt glitzerte rundherum.
    Wir kauften uns ein paar Getränke, setzten uns auf die Bänke am Pier und genossen den Moment.

    Making off. Meine ersten Gehversuche mit der neuen Kamera. Ich wollte sie eigentlich schon vor der Reise ‚einfotografieren‘ , aber mir fehlte die Zeit. 

    Wer sich für das Stativ interessiert:Hier ist der Link* dazu -> https://amzn.to/4nnoBNB

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    Und das Ergebnis:

     

     

    Irgendwann merkte wir die Müdigkeit. Wir liefen langsam zurück, entschieden uns aber, nicht den direkten Weg zur Unterkunft zu nehmen, und kamen zu einem winzig kleinen Park. Vor uns leuchtete die Skyline, die Harbour Bridge und gegenüber das Opernhaus. Wow, das war ein toller Anblick! Ich wollte noch ein paar Fotos machen – bei den übermüdeten Kindern stieß das eher auf mäßige Begeisterung. Aber sie wussten, wie sehr ich davon geträumt habe und setzten sich auf eine Bank, damit ich in Ruhe ein paar Fotos machen konnte. Danke Kinder für eure Geduld!!!! 

    Mir fehlte hier eindeutig mein Weitwinkel-Objektiv. Bewusst hatte ich es zu Hause gelassen – weniger Schlepperei, weniger Kamerazeug. Genau aus diesem Grund hatte ich mich auch von der etwas klobigen (aber wirklich großartigen) Panasonic Lumix S5 verabschiedet. In meinem Job im Fotoladen hatten wir irgendwann die S9 reinbekommen – und die hat mir direkt gefallen. Klein, handlich, und zusammen mit dem 28–200er Objektiv eine wirklich gute Reisekombi: viel Brennweite, wenig Gewicht. Doch in solchen Momenten fragte ich mich, ob ich nicht doch zu sparsam mit meinem Fotogepäck gewesen war. 
    Wobei ich sagen muss, dass mir diese Kombi ansonsten sehr gefallen hat. Kleine kompakte Vollformat-Kamera mit einem Allrounder-Reiseobjektiv. 

    Wer sich für die S9 oder das Objektiv interessiert – hier die Links*Panasonic Lumix S9: -> https://amzn.to/3VzPNwDPanasonic Lumix 28-200: -> https://amzn.to/4mIjGWx 

    .

    … mal ein etwas anderes Foto von Sydney!

    Dann entdeckten wir eine kleine Pfütze mit einer fast perfekten Spiegelung der Skyline – und plötzlich war mein Sohn Feuer und Flamme. Wir knieten nebeneinander über der Pfütze, suchten den besten Winkel und machten ein paar Fotos, während die Mädchen leise vor sich hin moserten, weil sie zurück zur Unterkunft wollten. Mein Sohn und ich waren auch müde. Wir beeilten uns. Aber diese Spiegelung war zu verlockend für ein ‚etwas anderes Foto‘ von Sydney.

    (Beide Fotos mit dem Handy – für den besten Winkel hätten wir die Kamera fast ins Wasser halten müssen, das war mir dann doch zu riskant)

    Unser erstes „wildes“ Tier in Australien

    Eigentlich waren wir dann mit unseren Fotos fertig. Mein Sohn hatte noch etwas mit Format und Einstellungen experimentiert, aber wir beschlossen, uns dann doch auf den Rückweg zur Unterkunft zu machen. Ich packte meine Kamera in meinen Rucksack und war gedanklich schon im kuscheligen Bettchen.

    Bis meine jüngste auf einmal aufgeregt sagte: „Mama, da hinten war was, ein Tier, was größeres!“
    Ich – direkt wieder hellwach – antworte leicht panisch: „Wie viele Beine?!“
    „Nein, keine Spinne, sowas wie eine Katze oder so.“
    Eine Katze?! Hier? Nein, die hätte mein angeborener Katzensensor registriert. Aber was war es? Und dann, ganz leise, huschte plötzlich etwas hinter uns vorbei. Tatsächlich groß wie eine Katze, mit rundem Gesicht und buschigem Schwanz. Ein Possum! Kein Opossum – die leben in Amerika –, sondern ein echtes australisches Possum. Es sah uns neugierig an, schien aber gleichzeitig Angst zu haben, und war im nächsten Moment schon unterwegs zum nächsten Baum.
    Fotografiert natürlich ohne Blitz, dem Tier zu liebe.
    Das zu dunkle Foto musste ich dann mit meinem Fotoprogramm irgendwie halbwegs retten.

     

    Unser erstes „wildes“ Tier in Australien. Nativ wäre eigentlich der korrekte Ausdruck.
    Possums kommen häufig selbst in den Städten vor. Das hätte ich gar nicht gedacht.

    Und: Es war Abend, der erste Tag war vorbei – wir waren schon seit acht Stunden hier – und hatten noch keine einzige Spinne gesehen. Das musste ich dann auch direkt meiner Familie schreiben. Denn meine liebreizende Familie hatte intern Wetten abgeschlossen, wann wir die erste große Spinne sehen würden. An Tag 1 haben wir keine gesehen. Irgendwie war zu mir durchgesickert, dass jemand direkt auf Tag 1 gesetzt hat. Ätsch, verloren! Zum Glück. Ich hoffte, wir würden die ganze Zeit keine sehen. Aber ich spoilere mal: Ein Mitglied unseres Reise-Quartetts würde nur wenige Tage später einer Spinne sehr viel näher kommen, als ihr/ihm lieb war.

    Wir waren müde. Der Jetlag kickte.

    Daher gingen wir zurück zur Unterkunft.

    Es war der erste Abend in Australien – und schon so wundervoll. Und mir wurde klar: Drei Wochen lagen jetzt vor uns – voller Abenteuer, voller Touren, auf die wir uns schon lange freuten – Outback, Regenwald, Great Barrier Reef. Alles wartete auf uns, alles lag noch vor uns. 

    Ich stand da, atmete die Luft, hörte die Geräusche der Stadt, spürte den kühlen Wind auf der Haut. Die Vorfreude mischte sich mit einem Kribbeln im Bauch. Alles, was wir sehen, erleben, riechen, schmecken würden, lag noch vor uns – wie ein leeres Buch, was wir jetzt mit unseren Erlebnissen füllen würden.

    Es ist dieses besondere Gefühl. Der erste Abend. Der erste Abend von einem großen Abenteuer! 

    .

    .

    Bye bye Harbour-Bridge und Opera-House, wir sehen uns in 3 Wochen wieder!!! 

    Unser Zimmer war mollig warm. Schnell noch alle Handys und Powerbanks laden, kurz die Abflugzeiten für den Folgetag checken, Uber vorbestellen – und dann ab in die Heia. Wir schliefen tief und fest.

    .

    .
    Unser Wecker klingelte am nächsten morgen früh. Und erbarmungslos.
    Wir flogen zu unserem nächsten Ziel: Yulara, mitten im Roten Zentrum von Australien.

    Und am frühen Nachmittag hieß es für uns:

    Palya !

    „Palya“ ist ein Wort aus der Sprache der Anangu, den Aboriginal People, welche in der Gegend rund um den Uluru leben. Es bedeutet „Hallo“, „Willkommen“ oder „Alles gut“ – also ein freundlicher Gruß oder Ausdruck von Zustimmung. 

    .

    .

    Mehr von unserer Australien-Reise: Eindrücke, Fotos und praktische Tour-Links

    Auf uns warteten ganze 4 Tage mitten im Outback – rote Erde, endlose Weite und magische Momente beim Sonnenauf- und untergang.
    Aber dazu erzähle ich euch im nächsten Bericht mehr.

    Danke, dass ihr uns heute begleitet habt 💕 In den nächsten Wochen erzähle ich euch hier von unserer Australien-Reise – mit allem, was dazugehört: große Highlights, kleine Tiefpunkte und Momentaufnahmen, die euch das Gefühl geben, direkt dabei zu sein.
    Alle Touren verlinke ich euch, falls ihr Lust auf eigene Inspiration habt.

    Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid – und vielleicht schon ein kleines Stück Australien-Gefühl mitnehmt.

    Bis zum nächsten mal,

    eure Elly 




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  • Stopover: Ein Nachmittag in Bangkok

    Stopover: Ein Nachmittag in Bangkok

    Stopover in Bangkok – Ein Nachmittag zwischen Tempel und Tropenhitze

     

    Stopover in Bangkok – Ein Nachmittag zwischen Tempel und Tropenhitze

    Bye bye Frankfurt. Bye bye Deutschland. Unser Abenteuer Australien startet jetzt!

    Unser Reiseteam: Meine drei Teenager (15, 15, 18) und ich.
    Reisezeit: Juli / August 2025
    Route: Frankfurt – Bangkok – Sydney und nach 3 Wochen Australien über Seoul bis zurück nach Frankfurt.

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    Der Flug nach Australien

    Für den Hinflug nach Australien haben wir Thai Airways gebucht. Eigentlich hätten wir lieber Singapore Airlines genommen, um noch einmal Singapurs Supertree-Musikshow und die Laser-Wasser-Show am Marina Bay Sands zu sehen, aber das war zu teuer. Thai Airways war eine gute Alternative, und der Flug hielt, was wir uns erhofft hatten: angenehm, komfortabel und gut organisiert.

    Die Beinfreiheit war für mich mit 1,64 m mehr als ausreichend, trotzdem fand ich es gut, dass ich 25 Kilo leichter war als bei meinem letzten Flug nach Sizilien.

     

    Kurz nach dem Start wurde die erste Mahlzeit serviert: Nudeln oder Reis, frische Brötchen, ein Stück Kuchen, Dessert und Getränke nach Wahl. Alles schmeckte überraschend gut für Flugzeugessen. Das einzige, was immer wieder eine Herausforderungist: das Manövrieren mit den vielen kleinen Döschen, Tellerchen, Besteck usw auf dem kleinen Tisch.

    Meine älteste Tochter probierte mutig das Wasabi-Ding für uns alle: „Uaaaa, iff daff farf!“ – also nichts für uns. Danke Nina fürs aufopfern!

     

    Nach dem Essen wurde die Kabine abgedunkelt, wir kuschelten uns in Decken, Nackenkissen und Schlafbrillen und dösten im typischen Halbschlaf dahin.

    Irgendwann wurden wir wieder geweckt. In der Kabine wurde es wieder hell und der Flieger erwachte aus dem Dämmerschlaf.
    Es gab Frühstück: Obstsalat, Croissant mit Erdbeermarmelade (ich liebe Erdbeermarmelade!), Würstchen, Omelett mit Käse, Kartoffeln, Spinat, Joghurt und Getränke. Sieht vielleicht nicht spektakulär aus, schmeckte aber wirklich lecker.


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    Ich habe mal ein Liste* zusammengestellt mit Gatgets für Langstreckenflüge oder lange Autofahrten, auch mit Kindern. 

    Liste: Hilfreiche Gadgets fürs lange-unterwegs-sein *


    Und wer sich fragt, was Teenager für so eine lange Reise brauchen: 

    Nackenhörnchen, Decke, Kopfhörer, Powerbank und Handy & Tablet. Das reicht. 

    *Affiliatelinks

    .

     

     

    Ankunft in Bangkok

    Kurz vor der Landung auf Bangkok schaute ich neugierig aus dem Fenster.

    .

    Thailand stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, doch bisher hatte der Vater meiner Kinder einen Urlaub hier nie genehmigt. Umso größer war die Freude, dass er nun tatsächlich einen Stopover in Bangkok erlaubt hat. Eigentlich wollte ich während des Stopovers in ein Hotel, ein paar Stunden schlafen. Die Teenager hingegen wollten unbedingt etwas von Bangkok sehen. Ich hatte ihnen vor der Reise gesagt, dass wir das flexibel entscheiden würden – und siehe da, Neugier siegte über Müdigkeit.

    Sollten wir wirklich in die Stadt?

    Die zehn Stunden Zwischenstopp – einfach im klimatisierten Terminal verbringen, oder in die Stadt fahren? Wir waren müde, aber neugierig, also entschieden wir: Ja, wir wagen es.

    Die Immigration verlief zügig. Ich hatte alle Unterlagen vorbereitet, den QR-Code parat, und wir mussten die Pässe scannen lassen, Fingerabdrücke abgeben, ein Foto machen – und schon waren wir offiziell in Thailand. Mein Sohn zückte sofort sein Handy und öffnete seine Länder-App: Thailand war Land Nummer 28 für ihn.

    Unser Gepäck wurde bis Sydney durchgecheckt, also konnten wir direkt zur großen Terminal-Halle. Dort entdeckte ich einen kleinen Schalter für Stadttouren. Wir fragten spontan nach und bekamen eine Tour angeboten. 


    Die Tour kostete 7800 Baht, also rund 200 Euro. Dafür bekamen wir nicht nur einen Fahrer mit klimatisiertem Auto, sondern einen Guide. Unser Guide für diesen Nachmittag hieß Lilli, die uns voller Begeisterung durch den Nachmittag führte. Sie erzählte uns alles Wissenswerte über die Tempelanlagen und gab uns viele spannende Einblicke in die Geschichte Bangkoks.
    Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, nur einen Fahrer zu buchen. Dieser hätte uns an einem Punkt abgesetzt und woanders wieder eingesammelt.
    Aber wie gesagt – ich wollte die risikofreiste und auch informativste Variante. 

     

     

    Willkommen im Dampfkochtopf

    „Okay, jetzt kommt die Tropenhitzeklatsche“, warnte ich meine Teenager, als wir die Glastüren hinter uns öffneten. Und ja – sie sollte Recht behalten: Schon nach wenigen Schritten waren unsere Jeans klamm, die Luft schwer, feucht und drückend. Wir waren froh, dass Lilli ein klimatisiertes Auto hatte.

    Die Durchschnittstemperatur Bangkoks im Juli liegt nachts bei etwa 25 °C, tagsüber zwischen 30 °C und 35 °C bei 75–80 % Luftfeuchtigkeit. Ein tropischer Dampfkochtopf.

    Bangkok und Siam – ein freies Land

    Die Autos drängten sich hupend durch das Verkehrschaos. Roller und Motorräder schlängelten sich zwischen uns hindurch, überholten, wo es ging. Bangkok wanderte direkt in meine Top-3-Liste der Städte, in denen ich niemals selbst Auto fahren möchte.

    Aber die Fahrt war lehrreich: Schon auf den ersten Kilometern sahen wir Tempel und Porträts der Könige überall – an Plakatwänden, Laternenmasten, über den Straßen. Diese allgegenwärtigen Bilder zeigen die tiefe Verehrung für die Monarchie, die in Thailand als Symbol für Einheit, Stabilität und nationale Identität gilt.

     

    Lilli erzählte uns viel über die Geschichte Thailands: Früher hieß das Land Siam. Der Name Thailand leitet sich von „Thai“ ab, was „frei“ bedeutet – passend für das einzige Land in Südostasien, das nie kolonialisiert wurde. Bangkok, auf Thailändisch Krung Thep, ist mit rund 5,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt, das ganze Land zählt etwa 71,8 Millionen Menschen.

    Im 19. Jahrhundert erkannte König Mongkut (Rama IV.), dass Reformen nötig waren, um das Land vor kolonialer Herrschaft zu schützen. Er schloss Handelsverträge mit europäischen Mächten und leitete umfassende Reformen ein.

    1939 änderte der Premierminister den offiziellen Landesnamen von Siam in „Prathet Thai“ – „Land der Freien“.

    Die Teenager hörten aufmerksam zu, und genau in solchen Momenten merke ich immer wieder: Geschichte vor Ort zu erleben, mitten an den Orten, an denen sie geschah, bleibt viel tiefer im Gedächtnis als jeder Unterricht.

    Der Große Königspalast – Thailands Herzstück

    Die erste Tempelanlage unserer Tour war der Große Königspalast. Errichtet 1782 von König Rama I., diente er über 150 Jahre als Residenz der Könige, Regierungssitz und Zeremonialzentrum. Noch heute finden hier Hochzeiten, königliche Rituale und Staatsbesuche statt.

    Die Anlage ist riesig: Über 200.000 Quadratmeter mit Innenhöfen, prunkvollen Hallen, Pavillons, Schreinen und Gärten.

    Wir gingen durch das große Eingangstor und betraten die Tempelanlage. Augenblicklich verschlug es uns die Sprache. Die Farben, die Mosaike, die verzweigten Dächer – alles war so überwältigend, dass wir zuerst einfach nur stehenblieben.

     

    Lilli ließ das erst einmal alles auf uns wirken.

    Aber dann begann sie unsere Tour durch die Tempelanlage.

     

    Lage vom großen Königspalast

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    Weitere Informationen

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    Jedes Gebäude erzählt eine eigene Geschichte.

    Der Chakri Maha Prasat-Thronsaal wurde 1876 von König Rama V. als Residenz und Empfangshalle für Staatsgäste erbaut, heute dient er zeremoniellen Anlässen. 

     

     

    Als nächstes gingen wir zum Ho Phra Ghandhararat, einem prachtvollen Pavillon, den König Rama IV. errichten ließ, um eine bronzene Buddhastatue zu beherbergen. Ich konnte kaum glauben, wie detailreich alles gearbeitet war – jede Figur, jede Verzierung schien eine eigene Geschichte zu erzählen.

    Danach führte Lilli uns zum Königlichen Pantheon Prasad Phra Thepbidon, wo der Smaragd-Buddha ursprünglich aufgestellt werden sollte. Die Kinder und ich waren gleichermaßen fasziniert von den leuchtenden Mosaiken an den Wänden und der Kunstfertigkeit der Handwerker.

    Letztendlich war diese Halle dann doch dem Smaragd-Buddha nicht würdig und es wurde eine neue Halle errichtet. 


    Vor dem Palast sieht man zwei goldene Chedis.: der südliche war Rama I. gewidmet, seinem Vater, der nördliche seiner Mutter. Soviel Gold, ich war tatsächlich ein wenig sprachlos und folgte Lilli durch die Anlage.

    Viele Pavillons sind mit Mosaiken, vergoldeten Statuen und Figuren aus dem Ramakien geschmückt – dem thailändischen Epos, in dem Prinz Rama seine Frau Sida aus den Fängen des zehnköpfigen Dämonenkönigs Thosakan befreit, unterstützt von Affen-Armeen unter Führung des Generals Hanuman.

    Dann kamen die Yaksha-Riesen, die mit ihren dämonischen Gesichtern und riesigen Waffen die heiligen Hallen bewachten.

    Insgesamt sechs Paare von Asura- oder Riesenstatuen stehen auf dem Tempelgelände mit dem Rücken zu den Toren und fungieren als Wächter des Smaragd-Buddha.

     

    Das weiße Gebäude ist die Phra Vihara Yod-Kapelle. Sie wurde von Rama III. als Ersatz für ein Gebäude Ramas I. für Buddhastatuen erbaut, die aus den Überresten bronzener Buddhastatuen gegossen wurden, die in den Ruinen von Tempeln in der alten Hauptstadt Ayudhaya gefunden wurden

    Die Wände des Kreuzgangs, der die Tempelgebäude umschließt, sind mit 178 Episoden der Ramakien-Geschichte bemalt, die von Rama I. verfasst wurde. Sie erzählt die Geschichte von Prinz Ramas Bestreben, seine geliebte Frau Sida aus den Fängen Thosakans, des zehnköpfigen und zwanzigarmigen Dämonenkönigs von Longka, zu befreien. Die Affen spielen im Ramakien eine zentrale Rolle – sie sind die Verbündeten von Prinz Rama bei seinem Kampf.

     


    Das goldene Gebäude in der Mitte ist das Phra Mondop. Hier werden buddhistische Tripitaka-Schriften aus Palmblättern aufbewahrt.
    Die goldene „Glocke“ rechts daneben heißt P
    hra Sri Rattana Chedi. Die  glockenförmige Chedi oder Stupa  wurde 1855 während der Herrschaft von Rama IV. zur Unterbringung von Buddha-Reliquien gebaut. Ursprünglich war sie weiß, jetzt glänzt sie golden mit vielen anderen Gebäuden um die Wette

     

     

    Lilli hat uns alles sehr ausführlich erklärt. Die Kinder hörten aufmerksam zu.  Es war schön zu sehen, wie sehr sie zusammen mit Lilli in diese Kultur eintauchten, Fragen stellten und sich alles genau ansahen. 
    Obwohl es so schwül-heiß war und die Müdigkeit immer mehr zu spüren war, hat es sich gelohnt. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt schon. All das zu sehen und zu erleben war es zu 100 % wert. 

     

    Die achteckigen Türme sind Prangtürme, welche als verehrungswürdige Chedi-Denkmäler dienen sollten

     

     

    Schaut euch mal die Details an!
    Ich war sprachlos.
    Klar, man sieht oft Fotos oder Videos von diesen oder ähnlichen Tempelanlagen, aber mit wieviel Liebe zum Detail die Tempelanlagen verziert wurden, habe ich nie so wahrgenommen. Jetzt stand ich davor und war sprachlos. So etwas Schönes habe ich lange nicht gesehen. 

     

     

    Wat Phra Kaeo: der Tempel des Smaragd-Buddha

    Ein große Besonderheit der Anlage ist der Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragd-Buddha. Die Statue ist nur etwa 66 Zentimeter hoch, aus einem einzigen Stück Jade gefertigt und sitzt auf einem reich verzierten Sockel. Drei Mal im Jahr zieht der König selbst die Kleidung der Statue an, passend zu den Jahreszeiten. Diese Zeremonie zeigt die tiefe spirituelle Verbindung zwischen Monarchie und Religion in Thailand.
    Wir kamen leider kaum dahin, weil dort eine offizielle Veranstaltung stattfand. Lilli wollte uns aber unbedingt den Smaragd-Buddha zeigen.
    Zumindest von außen bekamen wir einen kleinen Blick auf den Buddha. 

    Zum Glück kann ich mit meinem Objektiv etwas ranzoomen

     

     

    An jedem Gebäude sind kunstvolle Verzierungen. Es lohnt sich, hier genauer hinzusehen.

    Soviel Gold und andere kunstvolle Verzierungen. Leider geben die Fotos es nicht richtig wieder 

    Pause, Cola & Eis

    Wir gönnten uns Eis und eiskalte Getränke – eine kleine Erfrischung, die uns neue Energie gab.

     

    Eigentlich soll man bei so einer schwülen Hitze keine Softdrinks trinken – aber ich war neugierig, wie die thailändische Cola schmeckt. Ich hatte das Gefühl, dass sie süßer ist. 

     

    Wir waren alle ein wenig durch … und btw: ich hatte sie die ganze Zeit  mein Kreuz-Kettchen an und man sah sie auch, aber es hat niemand irgendetwas gesagt. Klar, ich hätte sie eigentlich abgenommen oder unter mein T-Shirt gesteckt, aber wie gesagt … nach 24 Stunden auf den Beinen, 13 Stunden Flug, Dampfküchenhitze und Reizüberflutung war mein Denkvermögen ohnehin etwas lädiert. Mir ist das tatsächlich erst bewusst aufgefallen, als ich die Fotos durchgeschaut habe. Im Nachhinein ärgere ich mich über mich. Aber wie gesagt: Gesagt hat dazu niemand was. 

     

     

    Wat Pho – Der liegende Buddha

    Nach der erfrischenden Pause fuhren wir weiter zum Wat Pho (Eintritt: 200 Baht pro Person).

    Wat Pho ist ein Königlicher Tempel Erster Klasse, das heißt, es ist ein königlicher Tempel, der wegen seiner besonderen Bedeutung unter königlicher Schirmherrschaft in die höchste Kategorie erhoben wurde.

    Wat Pho ist ältester und größter Tempelkomplex Bangkoks und vor allem berühmt für den liegenden Buddha.

     

    Was ist ein ‚Wat‘ ?

    Ein Wat ist ein buddhistischer Tempelkomplex in Thailand, Laos und Kambodscha, der religiösen, kulturellen und sozialen Zwecken dient. Er umfasst Tempelhallen, Schreine, Pavillons und Pagoden, oft von einer Mauer umgeben, und steht sowohl Mönchen als auch Laien offen.

     

     

    Lage vom Wat Pho

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    Weitere Informationen

     

    Über 90 dieser kleinen Türmchen (= Chedis) sind in der Tempelanlage zu finden 

     

    Unser erster Stopp war der Tempel mit dem großen, liegenden Buddha 

    Vor jedem Tempel zieht man die Schuhe aus. 

    Meistens gibt es davor extra Regale. 
    Beim Wat Pho bekommt man eine Tasche, in welcher man die Schuhe mitnimmt, da der Ausgang auf der anderen Seite ist. 

    Der liegende Buddha stellt Buddhas Eintritt ins Nirvana (Parinirvana) dar, also den Moment, in dem er den Kreislauf von Wiedergeburt und Leiden endgültig verlässt.

    … irgendwie strahlte er eine zufriedene Ruhe aus. 

    Ob mir warm war?! Nein, gaaar nicht. 

     

    Übrigens besteht er hauptsächlich aus Ziegelsteinen, modelliert wurde sein Körper mit Gips und dann mit feinem Blattgold überzogen.  

    Was ich immer so interessant finde, wenn man bekannte Orte besucht: Zu sehen, wie es drumherum aussieht. Man sieht fast immer nur die gleichen Fotos, wenn man bei Google o.ä. sucht. 
    Deswegen war ich sehr neugierig darauf, wie der Buddha wohl von den anderen Seiten aussieht. 

    Das sind zum Beispiel die Füße. Sie bestehen aus 108 Perlmutt-Bildchen. Sie symbolisieren dabei die 108 glückverheißenden Zeichen eines erleuchteten Wesens, die seine Vollkommenheit zeigen und unterstreichen, dass er das Nirvana erreicht hat.

    Rückansicht von dem großen Kopf 

    Neben dem liegenden Buddha stehen 108 Bronzeschalen. Jede der Schalen steht für eines der 108 Tugendmerkmale Buddhas – Gläubige werfen beim Vorübergehen kleine Münzen hinein, um symbolisch Verdienste (Bun) zu sammeln, Glück zu erbitten und zugleich den Unterhalt des Tempels zu unterstützen. Eine Schale mit ausreichend Münzen konnte man vor Ort kaufen. 

      Wat Pho beherbergt mit über 1000 Buddha-Statuen mehr als jeder andere Tempel in Thailand.

    Die Hände des Buddha – Mudras

    Lilli erklärte uns, dass Buddhas Handhaltungen, sogenannte Mudras, immer eine besondere Bedeutung haben:

    • Dharmachakra-Mudra: Hände vor der Brust, Daumen und Zeigefinger formen Kreise; zeigt Buddhas erste Lehrrede.
    • Abhaya-Mudra: Rechte Hand auf Schulterhöhe erhoben, Handfläche nach außen; Zeichen von Schutz und Furchtlosigkeit.
    • Dhyana-Mudra: Hände im Schoß, Daumen berühren sich leicht; Symbol für Meditation und innere Ruhe.
    • Bhumisparsha-Mudra: Linke Hand im Schoß, rechte Hand Richtung Boden; erinnert an Buddhas Erleuchtung.

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    Ubosot – Das Herz des Tempels

    Die Ubosot (Bot) ist das heiligste Gebäude eines Wats. Hier führen Mönche Zeremonien durch. Im Wat Pho sind im Sockel der Ubosot sitzenden Buddha-Statue sterbliche Überreste von König Rama I. aufbewahrt – ein besonderer Hinweis auf die enge Verbindung von Religion und Monarchie in Thailand.

     

    In der ganzen Tempelanlage liefen Katzen … oder schliefen tief und fest und ließen sich von den Touristen nicht stören. 


    Neben den vielen kleinen Chedis befinden sich auch 4 große Prangs, sie sind jeweils 42 Meter hoch. 

    Für uns war es nun aber Zeit, langsam wieder Richtung Airport zu fahren. 

    Die Tempel in Bangkok haben uns schlichtweg beeindruckt – mit ihren detailreich verzierten Dächern und Hallen und faszinierenden Einblicken in die thailändische Kultur. Trotz der Hitze und der vielen Menschen war der Besuch ein echtes Erlebnis, auch für die Teenager, die total begeistert waren. Unser Stopover von nur zehn Stunden fühlte sich dank Lilli, die alles hervorragend ausgewählt und zusammengestellt hatte und uns super durch den Nachmittag führte, perfekt an.
    Viele hatten uns vorher gewarnt: „Macht das nicht, in 10 Stunden seht ihr eh nix“ oder „Ihr verpasst garantiert den Flieger!“ – aber wir sind froh, dass wir den Rat ignoriert haben und jede Minute der Tour genießen konnten.

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    Rückfahrt zum Flughafen

    Nach unserem Tempelbesuch war es Zeit, langsam zurück zum Flughafen zu fahren. Trotz der Hitze und der Menschenmassen hatten die Tempel uns beeindruckt. Die Teenager waren begeistert, und auch wir Erwachsenen hatten ein unvergessliches Erlebnis. Unser Stopover von nur zehn Stunden fühlte sich dank Lilli perfekt an.

     

    Unterwegs hielten wir noch bei einem 7-Eleven, kauften für rund 800 Baht (etwa 20 Euro)
    8 Getränke, Süßigkeiten und ein paar Snacks – genug, um uns auf die Wartezeit vorzubereiten.
     

    Meine Tochter ist K-Pop-Fan und freute sich, dass es hier BTS-Chips gab.

    Das helle mit dem Kätzchen ist mein absoluter Favorit. Quietschesüß, aber richtig lecker. 

    Na, wer entdeckt Tom&Jerry? Und sind das da oben links nicht die Glücksbärchis?

    Die Thailänder können nicht nur süß, sondern auch scharf. Dieser Snack ist zB ein gebackener Tintenfisch mit scharfer Soße. 

    Zuckerfrei, eiskalt und sehr lecker! 

    Sonnenuntergang über Bangkok

     

     

    Angekommen im Terminal

     

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    Wir waren noch etwas zu früh, also machten wir ein kleines Picknick auf den Wartebänken. Die Teenager probierten neugierig die thailändischen Süßigkeiten, wir tranken und aßen unsere Snacks, bis es Zeit für den Sicherheitscheck war.

    Landestypische Süßigkeiten zu probieren ist bei uns immer ein Muss. Ein leckeres Muss! 

    Nach dem Sicherheitscheck und vor dem Boarding kauften wir noch einmal Getränke – leider mussten wir sie direkt vor dem Boarding wieder abgeben. Ärgerlich, aber bei Thai bekommt man jederzeit Getränke, also war das ok. Das würde uns auf dem Rückflug nach Deutschland anders ergehen, aber dazu dann im entsprechenden Bericht 

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    Dann war es endlich soweit: Boarding nach Sydney!

     

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    Next Stop: A U S T R A L I E N !!!!!!!!!!!!!!!!

     

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  • Australien – Die Reise beginnt

    Australien – Die Reise beginnt

    Australien – Die Reise beginnt

     

    Australien – Die Reise beginnt

    Es ist manchmal verrückt, welche Zufälle es gibt.  Ich war am Wochenende vor der Abreise mit meinem Mann Stephan einen Kaffee trinken. 

    Guckt euch mal die Keksverpackung an: 

    Sydney. Und da würde ich bald schon sein. 

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    Ich bin etwas spät dran mit dem Bericht. Aber schon in Australien hatte ich befürchtet, dass mir mein Körper das zugegeben doch ein wenig straffe Programm und die nahtlose Rückkehr an den Arbeitsplatz vielleicht nicht so ganz verzeihen würde. Und leider hatte ich mit dieser Vorahnung recht…
    Vielleicht sollte ich nächstes Mal doch zumindest einen Tag Erholung nach der Rückkehr einplanen…

    Aber jetzt geht’s los!

    i

    Die Nacht vor der Abreise war unruhig. Mein Kopf konnte einfach nicht abschalten… wie eigentlich vor jeder (Fern-)Reise. Kennt ihr das auch?!
    Mein Gehirn war hellwach und spulte ein Katastrophen-Szenarium nach dem nächsten ab:

    • „Was ist, wenn wir den Zug verpassen?“

    • „Und wenn er Verspätung hat – kommen wir dann überhaupt rechtzeitig zum Flughafen?“

    • „Hast du wirklich den Personalausweis eingepackt?“

    • „Oder die Kreditkarte? Stell dir vor, du stehst in Frankfurt und merkst, dass sie fehlt.“

    • „Und bist du dir überhaupt sicher, dass wir gebucht sind? Vielleicht ist der Anbieter gar nicht so seriös…“

    Ich drehte mich von einer Seite auf die andere, murmelte „Liebes Gehirn, bitte lass mich schlafen“ – und hörte nur: „Du weißt doch, dass Züge ständig ausfallen. Wie kommst du dann nach Frankfurt?“
     „Das war vielleicht doch eine blöde Idee, am Abflugtag erst nach Frankfurt zu fahren!“

    Schlafen? Keine Chance.

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    Übliches Packchaos und letzte Vorbereitungen

    Am Abend vorher hatte ich noch bis 18:30 Uhr gearbeitet. Es ist bei mir fast schon Tradition: direkt nach Feierabend ins Auto oder in den Flieger zu steigen – und nach der Landung in Deutschland quasi direkt wieder zur Arbeit zu fahren. Maximale Ausnutzung der Urlaubszeit. Ja, man kann darüber diskutieren. Und ja, dieses Mal hat mir mein Körper auch gezeigt, dass er das nicht ganz so toll fand…

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    Vorabend der Abreise: Theorie: Mittwoch Abend 19 Uhr sind alle Koffer fertig und stehen im Flur bereit.
    Tatsächlich Mittwoch Abend, 19 Uhr: Da stand nix im Flur. Kein Koffer. Nicht mal von den Teenagern.
    Dabei hatten sie Ferien! … am Vorabend nix fertig. Also alles wie immer. Selbst das Chaos kann Routine werden.

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    Abreisetag – Emotionales Totalchaos

    Der Wecker klingelte und sofort schoss mir durch den Kopf: Heute geht’s los. Nach Australien. Noch war es still im Haus. Ein kleiner Moment Ruhe. Noch einmal durchatmen. Und dann auf in den Abreise-Trubel!  Ich hasse und liebe es gleichzeitig.
    Bevor ich den ersten Kaffee in der Hand haben würde, stand eine kleine Herausforderung an: die Teenies wecken. Sie freuten sich zwar auf die Reise, aber eigentlich ist es bei den Dreien wie bei allen Teenagern – Ferien bedeuten für sie eher Ausschlafen und Chillen. Ihren Unmut über das wecken „mitten in der Nacht“ haben sie auch kundgetan… 

    Ich checkte die Bahn-App. Zug fährt. Sehr gut!  
    Ok, meine Packliste, wo hatte ich sie?! Ich rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung, konfus, kopflos. Tausend Gedanken im Kopf, zwischendurch zig Fragen der Teenies beantworten,… Dürfen wir dies mitnehmen? Müssen wir jenes einpacken? „Sagt mal, fliegt ihr heute zum ersten mal?!“ 

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    Dieses nette Widget war ganz praktisch, vor allem als wir in Australien waren und zu Hause anrufen wollten

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    In der Küche wartete mein Mann Stephan bereits mit einer Tasse Kaffee auf mich – mein persönlicher Ruhepol im morgendlichen Chaos. Er hatte längst bemerkt, dass ich etwas hibbelig war, was vermutlich nicht einmal schwer zu bemerken war. Also hat er das einzig richtige getan: Mir einen Kaffee gemacht, denn den brauche ich eigentlich morgens. Und danach hat er sich einen Cappuccino gemacht und sich zu mir an den Tisch gesetzt. Für ein paar Minuten fühlte es sich fast normal an, als würden wir einfach nur in den Tag starten. Als hätten wir Urlaub und würden gleich besprechen, wie wir den Tag gestalten könnten. Dann kam der Blick auf die noch nicht ganz geschlossenen Koffer. Auf den Kleinkram, der noch überall verteilt lag und eingepackt werden musste… Und trotzdem genoss ich den Kaffee. Mit ihm. Ganz in Ruhe. Drei Teenager wirbelten um uns herum, packten hier was ein, suchten da noch was. Egal. Dieser Moment gehörte Stephan und mir. Ein letztes mal für die kommenden 24 Tage. 

    Während ich die letzten Kleinigkeiten in unseren Koffer und Handgepäck packte – Ladegeräte, Medikamente, die Dinge, die man abends noch braucht und deshalb nie rechtzeitig einpackt –, suchten die Teenager ihre letzten Sachen zusammen. Meine Große hing dabei gefühlt in einer Dauerleitung mit ihrem Freund. Sie war auch traurig, dass sie so lange getrennt bleiben würden. Aber soviel vorweg: Ihrer Liebe hat das nicht geschadet. Die beiden sind auch 3 Wochen nach der Reise verliebt wie am ersten Tag.

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    Der emotionale Abschied

    Bevor wir das Haus endgültig verließen, folgte unser kleines Ritual: ein Rundgang zu allen Tieren. Ein letztes „Tschüss“ an Ponys, Hund, Katzen und mein Huhn Barny. Noch ein paar Leckerli zum Abschied.  Die Tiere waren gut versorgt, alles organisiert, es würde ihnen an nichts fehlen – aber trotzdem gehört dieser Moment einfach dazu. Für mein Herz unverzichtbar.

    Zurück im Haus holte ich meinen Rucksack und meine Handtasche, der Koffer stand schon unten. Und auch die Teenager hatten alles fertig. Der Gepäckberg, den ich mir zu gestern Abend schon gewünscht hatte, stand zumindest nun im Flur. 5 Minuten vor der Abreise.

    Stephan begann, die Koffer und Rucksäcke ins Auto zu packen. Kurz darauf stand meine Mama in der Tür – und nahm mich noch einmal fest in den Arm. Wir drückten uns so lange, bis die ersten Tränen liefen. 24 Tage weg – so lange war ich seit meiner Kindheit nicht mehr fort.

    Und plötzlich wurde mir bewusst, wie groß diese Reise wirklich war.

    Mich stach der Gedanke an meinen Papa wie ein kleiner Nadelstich. Er war ein paar Tage vor unserer Abreise in die Reha gekommen. Heute war sein Geburtstag. Wir wollten heute zusammen einen Geburtstags-Kaffee trinken, bevor wir losgefahren wären. Genau deshalb hatten wir extra eine Bahn später gebucht, um diesen Moment vor der Abreise noch mitzunehmen. Statt Geburtstagsfrühstück und der gewohnten Abschieds-Umarmung gab es nur ein kurzes Telefonat.   

    Dann war der Moment gekommen: Stephan packte die letzten Kleinigkeiten ins Auto, wir stiegen ein und fuhren vom Hof. Der Zug fuhr lt App – je näher wir dem Bahnhof kamen, desto nervöser wurde ich. Die Vorfreude kribbelte. Aber gleichzeitig war da der Gedanke, dass ich mich gleich auch von Stephan verabschieden müsste. 24 Tage voneinander getrennt …

    Apropos 24 Tage:  Wisst ihr, was er gesagt hat, als ich meinte, ich würde ihm einen Adventskalender kaufen? 
    „Wenn du das 24. Türchen öffnest, bin ich wieder daheim.“
    Und er daraufhin: „Und wenn ich das 24. Türchen einfach nicht öffne – bleibst du dann in Australien?“

    Wir necken uns gerne, und auch in diesem Moment musste ich lachen. 

     
    Vielleicht möglicherweise, also eigentlich nur bei ganz genauem hinsehen, habe ich das Foto leicht überarbeitet. Wie gesagt, die Kids waren nur so semigut drauf und dann kommt Mama noch und will ein Foto ....
    Vielleicht möglicherweise, also eigentlich nur bei ganz genauem hinsehen könnte man eventuell erahnen, dass ich das Foto minimal überarbeitet habe. Wie gesagt, die Kids waren nur so semigut drauf und dann kommt Mama noch und will ein Foto ….
       

    Im Zug nach Frankfurt

    Unser Zug erreichte unser Gleis so gut wie pünktlich. Und als er dann hielt und wir einsteigen mussten, bekam ich einen Kloß im Hals. Vor dem Abschied gab es noch einen Kuss von Stephan und eine gaaaanz feste Umarmung – und dann stiegen wir ein. Meine Kinder setzten sich direkt hin. Stöpsel in die Ohren, Handy an. Ich blieb an der Tür stehen und schaute zu Stephan. Der Zug setzte sich langsam in Bewegung und er winkte uns zu. Ich winkte so lange zurück, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. 24 Tage ohne meinen Mann. Dieser Abschied tat weh. Ich habe sowieso Probleme mit Abschieden. Dieses emotionale Chaos überforderte mich… 

    Die Landschaft zog am Fenster vorbei: Felder, Wälder, kleine Orte – und in meinem Kopf tobte das reinste Gefühlschaos. Ich wollte mich freuen, wirklich. Schließlich wartete mein lang ersehnter Traum auf mich: Australien. Aber gleichzeitig nagte das schlechte Gewissen gegenüber Stephan, welcher sich nun 24 Tage alleine um alles kümmern musste. Und ich war traurig, weil mein Papa seinen Geburtstag allein in der Reha verbrachte, ohne unser gemeinsames Frühstück, das wir uns beide so sehr gewünscht hätten. Kaum gedacht, schossen mir Tränen in die Augen.  Abschiedsschmerz, Vorfreude, Sehnsucht, Sorgen, Aufregung – alles gleichzeitig – und ich war völlig überfordert damit und kam mit diesen vielen gegensätzlichen Emotionen irgendwie gar nicht klar …. 

     

    In diesem Moment realisierte ich, dass wir inzwischen in Köln waren. Und dann sah ich ihn: den Kölner Dom. ‚Meinen‘ Dom. Eines der faszinierendsten Bauwerke, die ich kenne.  

    Ich hatte viel zu viel Zeit mit irgendwelche Emotionsirritationen verbracht. Wir waren schon in Köln! Dabei hatte och noch was zu tun!

    Während meine Kinder mit Musik auf den Ohren in ihrer eigenen Welt waren, packte ich seelenruhig diverse Antragsunterlagen auf den Zugtisch. Mein Sohn nahm die Kopfhörer ab: „Hast du ernsthaft Papierkram mitgenommen?!“ Meine älteste Tochter schaute nur kurz auf, schüttelte den Kopf und lehnte sich wieder zurück. Einen Tag vor der Abreise kam Post vom Amt, und vier Stunden Zugfahrt sind schließlich nicht zum Nichtstun da. Also lud ich Nachweise hoch, stellte noch schnell eine Vollmacht fertig usw. Ein gutes Gefühl, wenn alles erledigt ist.

     

    Ankunft am Flughafen Frankfurt

    Wir kamen pünktlich in Frankfurt an. Natürlich. Gerade heute, wo ich mehr als fünf Stunden Puffer eingeplant hatte, um ja keinen Stress zu haben. Wir waren viel zu früh. Aber besser so als anders. 

    Interessante Architektur am Bahnhof des FRA
    Interessante Architektur am Bahnhof des FRA
    Der Frankfurter Flughafen. Genau dort haben wir damals gesessen, als wir mit 5 Kids unseren Anschlussflug verpasst hatten, weil unser Zubringerflug Verspätung hatte …
    Kunst? Die Kids fanden es lustig.
    Die Fallblattanzeigen – das Wahrzeichen vom FRA. Und auch die einzige bzw letzte Anzeigetafel dieser Art in Deutschland.

    Wir warteten gespannt, bis die Fallblattanzeigen anfingen zu rattern. Video gibt es nicht, dankt es dem Typen, der mir komplett in mein Video reingelaufen ist und mich dann noch angepöbelt hat,… 

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    Und dann? Nicht einmal die Koffer konnten wir abgeben, wir waren einfach zu früh 

    Die Kinder hatten eine Idee, wo und wie wir die Zeit überbrücken könnten. Ratet ….

    Das goldene M hatte grad irgendeine Aktion und auf jedem Becher waren Kängurus. Das steigerte die Vorfreude!!! 

    Der Plan der Kinder hat funktioniert. Als wir mit Essen und dann noch ein Eis als Nachtisch fertig waren, konnten wir zum Koffer abgeben gehen. 

    An meinem Koffer war wieder mein kleiner Hello-Kitty-Anhänger. Ich winkte meinem Koffer und der Kitty hinterher: „Wir sehen uns in Sydney wieder“. In Sydney. In Australien. In meinem Körper kribbelte es wieder vor Aufregung.

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    Sicherheitskontrolle und Boarding

    Dann der Sicherheitscheck. Wir haben da inzwischen eine Routine. Die Anspannung bleibt trotzdem. Vor ein paar Jahren hatte ich – auch hier in Frankfurt – einen positiven Sprengstofftest! DAS ist nicht witzig… Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er wohl angeschlagen hatte, weil ich ein paar Wochen vorher beim Königsschießen fotografiert hatte.

    Meine Kinder packten ihre Sachen routiniert in die Wannen, standen an den Kontrollbändern, während ich nebenan meine Technik ausbreitete. Alles wurde gründlich durchgecheckt. Zwei unserer Taschen bekamen einen Extra-Check. Es war alles okay und verlief stressfrei. Puh. 

    Kneift mich: Sydney ruft

    Und dann passierte es. Nicht am Gate, sondern direkt nach dem Sicherheitscheck. Ich wollte nur schauen, zu welchem Gate wir überhaupt müssen. Ich nahm meine Bordkarten in die Hand und erwischte die für den 2. Flug, Bangkok–Sydney. Und da las ich meinen Namen und darunter: Sydney. Australien.

    Ich las es wieder und wieder. Es war, als würde es langsam in mein Bewusstsein durchsickern. Sydney. 25 Jahre Vorfreude. Dazu die ganzen Emotionen dieses Tages, der wenige Schlaf, die Aufregung – alles brach gleichzeitig über mich herein. Mir kamen die Tränen. Diesmal vor Glück. Vor Dankbarkeit. Vor purer Ungläubigkeit. Ich konnte es einfach nicht glauben. Wir fliegen wirklich nach Australien.

    So stand ich da und realisierte das alles erst so richtig. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht – da war sie endlich: die Vorfreude!
    Erst zaghaft, doch dann stieg sie immer weiter in mir auf. Abschiedsschmerz, Sorgen, Müdigkeit – alles weg. Einfach nur noch die pure, unverfälschte Vorfreude! Endlich!

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    Ready fürs Boarding !!! 

    ES GEHT LOS!!!!!!! 

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    Startklar für Australien

    Als wir schließlich im Flieger saßen, war es, als würde die Zeit für einen Moment stillstehen. Endlich. Nach monatelanger Vorbereitung, tagelangem Packen, einem tränenreichen Abschied, vier Stunden Zugfahrt, Sicherheitscheck und Emotionsachterbahn. Jetzt saßen wir endlich im Flieger.

    2 Ringelsocken von Condor waren auch auf dem Rollfeld 

    Wir rollten auf die Startbahn.  Das Kribbeln im Bauch war unbeschreiblich. Aufregung über das, was vor uns lag. Erleichterung, weil wir endlich im Flieger saßen. Unser bislang größtes Abenteuer begann genau in diesem Moment.

    Und während wir zur Startbahn rollten, schrieb ich meiner Familie noch schnell: „Wir sitzen im Flieger. Es geht los.“ Mein Bruder bekam die Flugnummer – er liebt es, unseren Start bei Flightradar zu verfolgen. Auch meine Eltern schauten an diesem Abend nach.

    Später schrieb er mir, dass er gleich am nächsten Morgen nachgesehen hatte, wo wir gerade unterwegs waren. Und ganz ehrlich? Ich mache das auch gern, wenn Freunde oder Familie fliegen. Irgendwie fühlt man sich so ein kleines Stück verbunden und reist ein klein wenig mit. 

    Wir starteten im Sonnenuntergang – und verließen Deutschland mit dem letzten Licht des Tages. 

    .  

    So endete unser erster Tag: chaotisch, voller unterschiedlichster Emotionen – und trotzdem stimmig. Dieses Abreisechaos empfinde ich zwar als stressig, aber irgendwie positiv stressig. Große Reisen beginnen selten entspannt.

    Ich konnte mich endlich zurücklehnen und etwas entspannen, denn jetzt startet tatsächlich unser großes Abenteuer!!! .

    .

    Next Stop: Bangkok! Seid ihr dabei? 






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  • Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien: Ein kleines Vorwort


    Australien: Ein kleines Vorwort

    Australien.
    Ein Wort – was bei mir immer ein Kribbeln verursacht hat.  Australien. Mein Traum. Mein Sehnsuchtsort. 
    25 Jahre lang.

    Kein „irgendwann vielleicht“, sondern dieses eine Ziel, das ich unbedingt mal bereisen wollte. Aber letzendlich dann doch „irgendwann“ und „vielleicht“ Dieses eine Ziel, welches auf meiner Bucketlist seit Jahren auf Platz 1 stand. Dieses eine Ziel, was so weit entfernt war. Und so riesig groß ist. Australien. Irgendwann vielleicht …

    .

    Wer mir hier schon länger folgt, der weiß, dass wir schon viele tolle Reisen gemeinsam erlebt haben.

    Reisen mit Kindern – Unser Familien-Luxus

    Seit über zwölf Jahren reise ich mit meinen Kindern. Fast 30 Länder haben wir gemeinsam entdeckt – vom Spreewald bis Namibia, von Dänemark bis Japan.

    Wir haben gemeinsam neue Sprachen gehört, fremde Städte erkundet, atemberaubende Landschaften gesehen und uns fremde Kulturen erlebt. Die Kinder haben die Reisen in vielerlei Hinsicht positiv geprägt und ich bereue keine einzige unserer Reisen, im Gegenteil. Nachwievor bin ich froh, meinen Fokus im Leben darauf gesetzt zu haben, meinen Kindern möglichst viel von ihrem Heimatland, von Europa und auch ein klein wenig von der Welt zu zeigen.

    Reisen ist mein Luxus. Kein Schrank voller Handtaschen, kein riesiger Fernseher, keine wöchentlichen Shoppingtouren können das ersetzen, was wir unterwegs erleben. Gegenstände sind vergänglich. Erinnerungen bleiben. Viele schöne Momente, die meine Kinder hoffentlich ein Leben lang in sich tragen.

    Die ersten Reisen als Familie

    Unsere erste Flugreise als Familie führte uns nach Mallorca. Die Zwillinge waren eineinhalb Jahre alt, meine Tochter vier. Fliegen mit einjährigen Zwillingen …. ich sag mal so: Wir haben uns bei den Mitpassagieren entschuldigt. Ansonsten war es ein Traumurlaub, vor allem für die Große. Jeden Tag Kinderdisco, toller Kinderpool mit Rutschen und einem Sandstrand direkt am Hotel.

    Unsere Reise nach Mallorca

    2013 wagten wir den Sprung über den Atlantik nach Florida. Die Zwillinge waren drei Jahre alt, meine Tochter sechs, und der Urlaub war so, wie man ihn sich für dieses Alter am besten gestaltet: viel Strand, viele Spielplätze, ein bisschen Sightseeing. Alles war entspannt und doch konnten wir zum ersten mal die USA erleben.

    Unsere Reise nach Florida

    Doch wie das Leben so spielt, veränderte sich unser Leben. 2015 habe ich mich vom Vater meiner Kinder getrennt. Ich stand alleine da und musste dieses für mich neue Leben erst einmal sortieren. Unsere erste Reise nach der Trennung führte uns nach Mecklenburg-Vorpommern – und sie war richtig schön. Und vor allem hat sie mir gezeigt: Ich kann auch alleine mit drei Kindern reisen. Ein paar Monate später haben wir eine weitere Reise probiert, wir fuhren in die Schweiz in die Region „Heidiland“.

    Unsere Reise in die Schweiz

    2017 kam dann das ganz große Abenteuer: Drei Wochen mit dem Wohnmobil durch Kalifornien, Utah, Arizona und Nevada – meine Kinder waren 7, 7 und 10 Jahre alt. Wir hatten eine unvergessliche Zeit. Jeden Tag on the Road. San Francisco, L.A., Grand Canyon, Monument Valley, Route 66, Las Vegas und so vieles mehr! Dieses Abenteuer hat uns gezeigt, wie stark wir sind, was wir zusammen schaffen können und wie viel Kraft und Mut auch in mir steckt.

    Unsere Reise an der Westküste der USA

    Im selben Jahr trat ein neuer Mensch in unser Leben: mein heutiger Ehemann. Mit ihm wurde unsere Reisegruppe größer – plötzlich waren wir Patchwork mit fünf Kindern. Mehr Organisation war gefragt: Die Wahl der Unterkunft wurde komplizierter, das Auto zu klein, und manchmal gab es diese schiefen Blicke oder blöden Sprüche an Rastplätzen. Aber viel wichtiger waren die unzähligen schönen Momente – vor allem zu erleben, wie sich die fünf Kinder untereinander verstanden. Die gemeinsamen Reisen haben uns zu einer Einheit gemacht, sie haben uns zusammengeschweißt. Im Urlaub hat man die Zeit füreinander, die im hektischen Alltag oft fehlt.

    Unsere Wege führten uns weiter: Familienwanderungen in Österreich zu den Murmeltieren, Wildpferde in Bosnien&Herzegowina, wilde Natur in Kroatien, endlose Strände in Dänemark, Elche in Schweden, Höhlenburg in Slowenien, eine unglaubliche Kulisse in der Bucht von Montenegro, einmal All Inkl. Urlaub in der Türkei, Disneyland in Paris, die Ausstellung im Atomium in Brüssel und noch viele Reisen mehr. Mal mit allen 5 Patchwork-Kindern, mal mit den vieren, die bei uns leben. Ich liebe es so sehr, mit den Kindern neue Orte zu entdecken.

    2022 erfüllte ich mir einen kleinen Lebenstraum: 14 Tage Namibia. Unsere vier bei uns lebenden Kinder und mein Mann waren mit dabei. Safaris, die wilden Tiere, die wir sonst nur aus dem Zoo kannten, erlebten wir nun in ihrem natürlichen Lebensraum. Dazu die unendlich weite, unberührte Landschaft und der Sternenhimmel mit so viel mehr Sternen, als ich es von unserem Wohnort sehen kann.

    Unsere Reise nach Namibia

    2023 dann ein ganz anderes, intensives Abenteuer – nur meine drei Teenager und ich: Singapur und Japan. Diese Reise war einfach unglaublich. Eine andere Kultur, so viel Neues. Tokyo- eine Stadt soweit das Auge reicht, Menschen über Menschen. Tempelanlagen, welche wir mit viel Respekt betreten haben. Und apropos Respekt: Der wird in Japan sehr groß geschrieben. Kein Gedrängel am Bahnsteig, kein Gebrüll oder lautes Gerede in der Straßenbahn, kein Müll auf den Straßen usw.

    Unsere Reise nach Singapur und Japan

    . . .

    Es waren in 12 Jahren so viele unvergessliche Reisen. Jede Einzelne hat uns als Familie geprägt, uns sprachlich gefördert, kulturell geöffnet und unseren Horizont erweitert.

    .

    Aber warum nie Australien?

    Knappe Antwort: Weil es irgendwie nie passte. Irgendwas war immer. Die Kinder waren zu klein, die Urlaubszeiten passten nicht, ich bekam keine 3 Wochen Urlaub, … Es passte halt nie. … und so schob ich diesen Traum immer weiter auf. Jahr für Jahr für Jahr. …

    .

    .

    Plötzlich wurde mir klar: Wie schnell aus „irgendwann“ ein „nie“ werden kann …

    Dann kam im Oktober der Warnschuss meines Körpers. Mitten in der Nacht wachte ich auf, starke Schmerzen, Krankenhaus, Notoperation am Feiertag, Komplikationen, eine Nacht auf der Intensivstation.

    In diesen Tagen wurde mir bewusst, wie schnell aus Träumen ein „hätte ich doch“ werden kann – und wie schnell aus einem „irgendwann einmal“ ein „nie“

    … das hat mich nachdenklich gemacht.

    Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus habe ich meinen Alltag neu sortiert, 25 Kilo abgenommen, vieles verändert – und vor allem aufgehört, Träume aufzuschieben. Und der größte davon war eine Reise nach Australien. . .

    Ein Licht im Dunkeln

    Im Dezember 2024 sprach ich mit meinem Mann, meinen Kindern und meinen Eltern über meine Pläne. Sofort bekam ich Unterstützung. Körperlich und emotional war ich noch nicht fit, hatte weiterhin Einschränkungen, konnte nicht so, wie ich wollte …  doch plötzlich war da dieses kleine Licht am Ende des Tunnels.  Mein nächster Schritt war dann, alles mit meinen Ärzten zu besprechen. Ende Januar 2025 bekam ich (endlich) grünes Licht!

    Die Aussicht auf diese Reise fühlte sich wie eine Befreiung aus der Dunkelheit an. Endlich wieder etwas, auf das ich mich freuen konnte. Ein Ziel, das mich motivierte, durchzuhalten. Egal, welche Einschränkungen ich zu dem Zeitpunkt noch hatte. Australien. Es tat so gut, so unbeschreiblich gut.

    Vielleicht musste alles so kommen, weil ich es sonst wieder aufgeschoben hätte auf „irgendwann“ .

    Die Route – Vorbereitung auf unser Abenteuer

    Australien ist riesig. Auf meiner Wunschliste standen Sydney, Rotes Zentrum, Westaustralien, Darwin, der tropische Norden, Melbourne bis Adelaide. Viel zu viel für 3 Wochen. Ich entschied mich für drei grobe Ziele: Sydney, Rotes Zentrum, tropischer Norden – und dann entlang der Ostküste zurück nach Sydney.

    Die Flüge zu planen war ein Puzzle aus internationalen Verbindungen, Inlandsflügen und Zeitfenstern, damit wir alles erleben konnten, ohne uns zu hetzen. Kleiner Spoiler: Das mit dem „nicht hetzen“ hat nur so semigut geklappt,…. 

    Unsere Route: Frankfurt – Bangkok – Sydney – Rotes Zentrum – Tropischer Nordosten (Cairns) – Sydney – Seoul – Frankfurt.

    Ich habe zwei Beiträge, die für eure Planung evtl. interessant sein könnten

    Ellys 11: In 11 Schritten zum fertig geplanten Roadtrip Ellys 11: Sicher reisen, auch mit Kindern . . Wir sind zurück aus Australien – und ich werde euch jetzt Schritt für Schritt mitnehmen auf unsere Reise – zu unseren Highlights, unseren großen und kleinen Abenteuern, zu Gänsehautmomenten und Pannen, die wir unterwegs gemeistert haben.

    Kommt mit nach Sydney, ins endlose Outback, zu Kängurus und Koalas, an Traumstrände und in den ältesten Regenwald der Welt.
    Ich zeige euch unsere Route, verrate Tipps, stelle Anbieter vor und erzähle, was sich an den Touren am meisten gelohnt hat.

    Das wird kein Reiseführer, sondern ein Reisetagebuch. Ehrlich und authentisch. Mit vielen Tipps für eure Reise, mit vielen Fotos für euer Fernweh oder eure Erinnerungen und mit den Stimmen meiner drei Teenager, welche zusammen mit mir 3 Wochen Australien mit wirklich viel Programm erlebt haben.
    Ein Video zur Einstimmung

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    So, Koffer packen, denn die nächste Fahrt führt uns zum Flughafen! Wir freuen uns auf euch !!




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  • Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025
    ______________________________________

     

    Abenteuer Australien und mehr: Unsere Reisepläne für 2025

    Die Reiseplanung für 2025 steht – zumindest bis September.
    Ein paar Highlights haben wir schon erlebt:

    Im Januar waren wir in Hamburg, im März in Koblenz.

    Die Insta-Bilder werden euch angezeigt, nachdem ihr angeklickt habt, dass ihr das auch sehen möchtet. Datenschutz und so.

     

    Hamburg

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    Koblenz

    (Seit langem mal wieder ein Foto meines Mannes und mir)

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    Unsere nächsten Ziele

    🏝️ April: Eine Woche Nordsee – dieses Mal wieder mit meinen Eltern.
    👘 Mai: Ein Wochenende in Düsseldorf – wer meinen Blog, meine Tochter und mich kennt, kann sich denken, wann und warum wir in Düsseldorf sein werden.
    🎡 Juni: Ein Trip nach Köln, meiner Lieblingsstadt.
    🎶 Juli: Amsterdam! Wir kombinieren Sightseeing mit einem Konzert.

    Das wahre Highlight für 2025 ist in den Sommerferien:

    Im August heißt es für uns: 🐨 G’day, Australia! 🦘  

    Im August heißt es für uns: G’day, Australia!
    Ja, ihr habt richtig gelesen – wir fliegen tatsächlich nach Down Under! Ich kann es selbst kaum glauben. Australien war für mich immer das große Traumziel. Wer mir folgt, wird immer wieder mal in meinen Texten oder Bildern kleine Australien-Andeutungen entdeckt haben.

    Alles begann im Jahr 2000. Sydney war Gastgeber der Olympischen Spiele, ich war 18 und plötzlich absolut fasziniert von diesem fernen Land. Im Fernsehen lief eine Australien-Doku nach der anderen, und als ich mir damals einen Reiseatlas kaufte, prangte darin ein riesiges Foto vom Ayers Rock (der inzwischen wieder Uluru heißt). Ich war hin und weg!

    Ich sog alles auf: Reportagen, Reisebücher, Musik mit Didgeridoo-Klängen – und war mir sicher, dass ich irgendwann dort sein würde. Irgendwann.

     … dass es dann nur 25 Jahre dauern würde, hatte ich nicht gedacht. Ein Vierteljahrhundert! Wenn ich das laut ausspreche, fühle ich mich plötzlich ein kleines bisschen alt. Aber:

    Träume haben kein Verfallsdatum.

    Und jetzt wird dieser Traum endlich wahr! 🎉

    Letzte Woche stellte mir eine Freundin eine einfache, aber berechtigte Frage:

    “Elly, du hast doch schon so viele Reisen gemacht. Warum eigentlich nie Australien, wenn du schon so lange davon träumst?”

     

     

    Warum eigentlich nie Australien? Eine kleine Zeitreise durch mein (Reise-) Leben

    📍 Mit 18 – Kein Geld. Damals hatte ich andere Prioritäten in meinem Leben. Vor allem Marken- und Designerklamotten. Im Nachhinein kann ich mein damals-ich nicht mehr verstehen ….

    📍 Mit 21 – Kurz vor Ende meiner Ausbildung bin ich mit meinem damaligen Mann zusammengezogen. Wohnung einrichten, Möbel kaufen, Konto leer.

    📍 Mit 22 – Hochzeit! Mit einer wunderschönen, großen Feier, aber auch wunderschön teuer. Ergebnis? Kein Geld für Australien. Aber dafür eine Hochzeitsreise nach Barcelona – wirklich eine mehr als lohnenswerte Stadt! 

    📍 Mit 24 – Schwangerschaft! Unser Leben wurde im positivsten Sinne einmal durchgeschüttelt. Reisen mit Baby? Klar, aber die weiteste Tour führte uns nach Südengland. Es war alles so neu für uns. Reisen mit Baby ist ganz anders als Reisen als Paar. Wir waren an der Ostsee, im Schwarzwald und Südengland. Es waren sehr schöne Urlaube.
    Sie war schon fast 2 Jahre alt, als sie zum ersten mal geflogen ist. Italien war unser Ziel und schon damals fand sie fliegen toll und war ganz entspannt. Das hat sich bis heute nicht geändert.

    📍 Mit 28 – Zwillinge! Und wer jetzt denkt, wir hätten mit drei kleinen Kindern locker eine Fernreise gewagt … nun ja, …nein. Wir waren wenig unterwegs zu der Zeit. Ein Wochenende im Schwarzwald, einmal an der Nordsee. Der Alltag war anstrengend mit 3 kleinen Kindern. Ich sehnte mich nach einem All-Inkl-Urlaub in einem Familienhotel, um mal etwas entspannen zu können. Wir entschieden uns für Mallorca, eine Destination, bei der man notfalls wieder schnell daheim ist, falls irgendwas sein sollte. Und das reichte dann auch erst einmal. Fliegen mochten die Zwillinge (damals 1 1/2 Jahre alt)  nicht so sehr, um es gelinde auszudrücken. Mir tun unsere Mitpassagiere im Flugzeug heute noch leid …
    Im Folgejahr waren wir mit den Kindern für eine Woche auf Baltrum. Auf dieser kleinen autofreien Insel ist nix los – ich liebe es!

    📍 Die ersten Jahre als Mama von drei kleinen Kindern
    Unsere erste Fernreise mit 3 kleinen Kindern wagten wir daher erst ein paar Jahre später. Damals waren die Zwillinge 3 und die Große 6 Jahre alt.
    3 Wochen waren wir in Florida. Drei Tage die Region Miami, dann eine ganze Woche auf den Florida Keys und zum Abschluss 10 Tage in Cape Coral in einem Ferienhaus.  Meiner Meinung nach ein ideales Reiseziel für Kinder in diesem Alter.
    Alles ganz entspannt, oft Tage dazwischen ohne Programm mit chillen am Pool oder am Strand.
    Eine Australien-Reise sollte aber mehr sein als eine Reise mit kleinen Kindern.
    Ich wollte, dass meine Kinder sich später daran erinnern können. Und etwas älter sollten sie auch sein, weil ich in Australien einiges an Programm haben würde.
    Mein Plan war also, zu warten, bis die Zwillinge mindestens im Grundschulalter sind.

    📍 Dann kam das Leben dazwischen – Leider mit einer Scheidung. Und ich war mit 3 Kindern alleinerziehend. Wir waren trotzdem oft unterwegs. Viele kleinere Touren zB nach Ostdeutschland in ein tolles Familienresort, in die Schweiz ins Heidiland und an die Ostsee. Dafür haben wir im Alltag viel gespart. Meine Prioritäten hatten sich längst geändert.
    Highlight in dieser Zeit: Unser großer Wohnmobil-Roadtrip durch die USA. Los Angeles, San Francisco, Las Vegas. Der Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion Nationalpark. Mit einem Navajo durchs Monument Valley und die große Freiheit auf der Route 66 spüren.  Ein großes Abenteuer für die Kinder und mich. Unvergesslich!
    Australien stand durchaus auf meiner Wunschliste, aber allein mit drei Kindern – damals 7, 7 und 10 Jahre alt – war mir das dann doch etwas zu weit weg.

    📍 Ein Jahr später – Meine Oma zog zu uns. Zusammen mit meiner Mutter kümmerte ich mich um sie. Als sie – leider viel zu früh – verstarb, hatte ich wieder mehr Zeit und suchte mir einen Nebenjob. Mehr Einkommen? Ja. Mehr Urlaubstage? Nein. Zwei Wochen Urlaub am Stück – mehr war einfach nicht drin. Reisen mit maximal zwei Wochen Urlaub – Namibia ? Ging gerade noch so mit „nur“ elf Stunden Flugzeit. Singapur und Japan? Hart an der Grenze, hat geklappt, weil ich wirklich gute Flugverbindungen buchen konnte.
    Australien? Nein. Zwei Wochen reichen einfach nicht. Der lange Flug, der hohe Preis – es hätte sich nicht gelohnt.

    Und so wanderte der Traum von Australien immer weiter nach hinten auf meiner Bucket List …

    Was ist mit mir und meinen Träumen?

    Im Herbst 2024 kam ich unverhofft nachts um 3 Uhr ins Krankenhaus. OP, Komplikationen – wach wurde ich auf der Intensivstation. Und auch danach hatte ich lange mit den Folgen der eigentlich harmlosen OP zu kämpfen. Und hatte viel Zeit zum nachdenken.
    Das Leben ist endlich.
    Was ist eigentlich mit meinen Träumen?

    Dabei ist doch genau das mein Lebensmotto:

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    Träume habe ich viele. Nicht nur Reiseträume.
    Aber neben den anderen Träumen: ein paar bestimmte Orte / Länder möchte ich gerne noch bereisen. Einer meiner Reiseträume nach wie vor: Australien.
    Vielleicht war das ein Zeichen: Mehr auf mich selber zu achten.

    Und auch an meine eigenen Träume zu denken.

    Preise für die Flüge gecheckt.
    Australienpläne wieder verworfen.
    Und unglücklich damit gewesen.

     

    Das Universum mischt sich ein

    Vielleicht hätte ich auch diesmal wieder gezögert, aber das Universum schickte mir Zeichen. Lassen wir das mit dem „Selektive Wahrnehmung“ einfach mal weg. Wobei: Selektive Wahrnehmung entsteht u.a durch verborgene Wünsche und Interessen.
    Auf einmal sah und hörte ich überall „Australien“. Meine Familie lachte immer schon, vor allem über meinen Blick jedes mal …

    Hier mal die drei deutlichsten Zeichen:  

    🍫 Zeichen Nr. 1: Ich esse eigentlich keinen Süßkram mehr. Aber an einem Tag Anfang Februar überkam mich die Lust auf ein Überraschungsei. An der Kasse. Quengelware. Funktioniert auch bei Erwachsenen.  Ich öffnete es, als wir zu Hause waren – und was war drin?

    Siehe Foto:

     

    Ich dachte mir etwas angenervt: Okay, lustig. Danke Universum …. 

     

    🎶 Zeichen Nr. 2: Anfang März 2025. Ich fahre Auto, um meine Tochter abzuholen, meine Playlist läuft. Manchmal bekommt man ja Lieder vorgespielt, die „einem gefallen könnten“. Hatte ich auch aktiviert – und dann spielt meine Playlist ein Lied, beginnend mit Didgeridoo-Klängen – ein Lied, welches ich damals, vor 25 Jahren schon immer gerne gehört habe – ich höre zu, bekomme Gänsehaut … und heule. Einfach so. Da kamen so viele Emotionen in mir hoch. All meine Träume von damals. Und die Sehnsucht.
    Meine Tochter stieg ins Auto und schaute mich an. Das Lied lief noch. „Warum buchst du nicht endlich? Es ist doch dein Traum.“

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    Weitere Informationen

    (Höre ich jetzt beim Schreiben übrigens auch)

     

    Nein, ich kann das nicht machen. Es fühlt sich für mich irgendwie nicht richtig an, meine eigenen Träume zu verwirklichen. Aber dann erinnere ich mich daran, dass ich mehr auf mich achten wollte.

    Das Universum lässt nicht locker mit seinen Zeichen.

    Denn: 🚗 Zeichen Nr. 3: Meine Tochter hat inzwischen frisch den Führerschein und fährt nun gerne einfach durch die Gegend. Daher schicke ich sie auch schon öfter einkaufen.
    Und dann kam sie irgendwann mit ganz vielen Überraschungseiern wieder.
    3x 3er Pack Originale, vier einzelne No-Name (wegen Budget).
    „Mama, dass ist für heute Abend unser Nachtisch. Und wenn da jetzt wieder was mit Australien drin ist, ist das doch wohl eindeutig, oder?!“

    Tja. Ich zeige euch einfach mal ein Foto:

    Es ist so verrückt, in beiden Serien gibt es so viele andere Tiere. Wir hatten noch 1x ein Krokodil.
    Aber so viele Koalas, das ist doch eigentlich so unwahrscheinlich. ….

     

    Ok, jetzt mal wieder etwas ernster: 

    Natürlich buche ich nicht so eine teure Reise wegen irgendwelcher Figuren in Überraschungseiern oder Liedern, die mich emotional werden lassen.

    Viel mehr war es die Sehnsucht, welche wieder geweckt war. 

    Nach vielen Gesprächen mit meiner Familie (Tenor: Mach es, du träumst schon so lange davon), vielem zögern, durchrechnen,  wieder alles verwerfen, nochmal durchrechnen und wieder gutem Zureden von meiner ganzen Familie passierte folgendes:

    Mitten in der Woche. Mitten in der Nacht. Als ich wieder (aus anderen Gründen) schlaflos war.
    Ich setzte mich an den PC – und buchte Flüge nach Sydney!
    Hinflug mit Thai. Rückflug mit einer Billigairline. Wir sind schon so oft mit Billigairlines geflogen, sogar bis nach Los Angeles. Wenn man wie wir beim wachsen eher nah am Boden geblieben ist und somit  Economy-Größe hat, geht das eigentlich. Snacks und Getränke mitnehmen und eine Mahlzeit an Board kaufen.
    Und direkt nach dem Buchen dachte ich: Elly, was hast du da getan?! Bist du übergeschnappt?!
    Den Rest dieser Nacht war weiter schlaflos. Aber aus anderen Gründen.
    Ich habe es getan. Ich habe
    FLÜGE GEBUCHT!

    Australien! Mein Traum wird wahr!! Nach 25 Jahren!!!

    Es wird wohl ein letztes großes Abenteuer in dieser Konstellation

    Und zwar in der euch wohlbekannten Zusammensetzung: Meine drei Teenager und ich.
    Meine älteste Tochter ist inzwischen volljährig, meine Zwillinge werden dieses Jahr 16.
    Wo ist die Zeit geblieben?!

    Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum diese Reise so besonders ist:
    👩‍🎓 Meine Älteste macht ihr Abitur und geht ab September ins Ausland. Danach startet ihr Studium.
    Diese Australien-Reise wird daher wohl unser letztes großes Abenteuer in dieser Konstellation sein. Ein bisschen Wehmut ist trotz riesiger Vorfreude somit auch dabei.

    Nun geht es an die Planung, einen groben Plan haben wir uns schon überlegt. 

     

    Wir freuen uns auf das Reisejahr 2025 – und hoffen, ihr begleitet mich wieder auf Insta, Facebook und hier auf dem Blog!