Seiteninhalt
- Brignogan-Plage, Plouguerneau und Pointe Saint-Mathieu: unsere ersten Tage in der Bretagne
- Ankunft in der Bretagne und unser Ferienhaus in Brignogan-Plage
- Erste Spaziergänge in Brignogan-Plage
- Zu Fuß durch den Ort, vorbei an Felsen, Ebbe und Chapelle Pol
- Ausflug nach Plouguerneau und Blick auf den Leuchtturm der Île Vierge
- Pointe Saint-Mathieu: Leuchtturm, Abteiruinen und ganz viel Wind
Brignogan-Plage, Plouguerneau und Pointe Saint-Mathieu: unsere ersten Tage in der Bretagne
Angekommen.
Nach zwei Tagen Fahrt kamen wir endlich in der Bretagne an. Die Sonne stand schon tief, alle waren müde, und in unseren Familien-WhatsApp-Gruppen trudelten während der Fahrt eher wenig tröstliche Grüße aus Freibad und Eisdiele ein. Als wir endlich aus dem Auto stiegen und aufs Meer sahen, war klar: Die lange Anreise hatte sich gelohnt.
Ankunft in der Bretagne und unser Ferienhaus in Brignogan-Plage
Dieses erste Foto schickte ich damals direkt in unsere Familiengruppen, einfach als stillen Beweis, dass wir es wirklich geschafft hatten. Aufgenommen wurde es von unserem Ferienhaus aus.
Gebucht hatten wir damals ein Ferienhaus direkt am Meer. Der Vermieter saß in Deutschland, die Ansprechpartnerin vor Ort war eine sehr herzliche Pensionsbesitzerin aus dem Ort. Dort bekamen wir den Schlüssel, Bettwäsche und Handtücher. Für Ferienhausgäste bot sie sogar an, den beheizten Whirlpool im Garten ihrer Pension gegen eine kleine Gebühr mitzunutzen. Theoretisch klang das wunderbar. Praktisch reisten wir mit drei Kindern an, und damit war manches spontan eben doch nicht ganz so spontan. Klassischer Familienurlaub also.
Das Haus selbst war für uns damals ein Volltreffer: großer Garten, mehrere windgeschützte Sitzecken, Waschmaschine, Trockner, Sandspielzeug und vor allem dieser Blick. Seit wir mit Kindern reisen, achte ich bei Ferienhäusern sehr auf praktische Dinge. Romantik ist schön. Ein Trockner bei der Wäsche von 5 Personen ist aber manchmal schlicht wertvoller.
Allein der Strandkorb im Garten machte mich schon glücklich. Ich bin großer Nordsee-Fan und liebe Strandkörbe. Mehr Urlaubsgefühl geben mir eigentlich nur Palmen. Und ja, sogar die gibt es in der Bretagne.

Drinnen warteten ein gemütlicher Wohnbereich, eine gut ausgestattete Küche und mehrere Schlafzimmer auf uns. Das Babyzimmer wurde von den Kindern sofort zum Spielzimmer umfunktioniert, was mich kein bisschen überraschte. Kaum angekommen, war dort schon mehr los als in mancher Kindertagesstätte am Montagmorgen.
Das Schönste blieb aber der Blick aus dem Obergeschoss. Morgens aufzustehen, das Fenster zu öffnen und sofort aufs Meer zu schauen, wurde sehr schnell zu meinem kleinen Ritual. Meine Tochter brachte das Ferienhausgefühl ohnehin besser auf den Punkt als ich. Sinngemäß fragte sie schon kurz nach der Ankunft, ob wir dieses Haus jetzt bitte die ganze Zeit benutzen dürften. Ich verstand, was sie meinte.
Kinder glücklich, Eltern auch. Der Urlaub konnte beginnen.
Am ersten richtigen Urlaubstag waren wir noch müde von der langen Fahrt. Viel brauchten wir deshalb gar nicht. Der Strand direkt am Haus reichte völlig aus, und genau das war einer der großen Vorteile dieser Unterkunft.
Erste Spaziergänge in Brignogan-Plage
Gemeinsam mit den Kindern ging ich an den Strand. Dort staunten wir über die vielen Muscheln und Napfschnecken. Bis dahin hatte ich Napfschnecken ehrlich gesagt nie bewusst wahrgenommen. In der Bretagne lagen sie plötzlich in Massen vor uns, als hätte jemand beschlossen, mir auf die denkbar praktische Weise Küstenbiologie beizubringen.


Direkt am Ferienhaus verlief ein Küstenweg. Ging man nach links, kam man zum Leuchtturm von Pontusval. Dahinter lag ein kleiner Strand, davor ein Parkplatz, auf dem oft etliche Wohnmobile standen. Die Lage war schön, der Strand dagegen bekam von den Kindern nur eine mittelmäßige Bewertung. Familieninterne Strandtests sind manchmal gnadenlos ehrlich.


Wir liefen weiter an Dünen, Felsen und einem Campingplatz vorbei. Die Kinder fanden es großartig, dass der Strand zu Fuß so schnell erreichbar war. Nur die kleinen Strandfliegen trübten die Begeisterung ein wenig. Irgendetwas ist ja immer.


Als die Flut zurückkam, wurde noch schnell eine Sandburg gebaut und das Wasser getestet. Bei etwa 15 Grad blieb es allerdings bei einem Fußbad. Ich fand das völlig vernünftig. Kinder sehen das naturgemäß oft anders.
Am Abend erkundeten wir noch ein wenig den Ort. Brignogan-Plage gehört heute zu Plounéour-Brignogan-Plages im Département Finistère. Der Ort ist klein, aber genau das machte für uns einen Teil des Charmes aus.
Kurzinfo zu Brignogan-Plage
Ort: Plounéour-Brignogan-Plages, Finistère, Nordbretagne
Besonderheiten: Felsküste, kleine Strände, Leuchtturm Pontusval, Chapelle Pol
Zugang zu Stränden und Küstenwegen: frei zugänglich
Stand 2026

Vom Ferienhaus aus konnten wir ein altes Türmchen sehen. Natürlich wollten wir wissen, was es damit auf sich hatte. Also liefen wir hin. Es handelte sich um die Chapelle Pol mit ihrer kleinen steinernen Wachturm-ähnlichen Guerite. Genau solche Entdeckungen mag ich auf Reisen besonders: Dinge, die man vorher nicht auf dem Zettel hatte und die dann plötzlich zum festen Bild eines Ortes werden.
Am nächsten Tag wollten wir wissen, wohin der Weg nach rechts führt. Also liefen wir los, vorbei an Felsen, Ferienhäusern und einem leerstehenden Hotel direkt am Meer, bis zur Bucht im Ortskern.
Zu Fuß durch den Ort, vorbei an Felsen, Ebbe und Chapelle Pol
Was mir in dieser Gegend sofort auffiel, waren die riesigen Felsen. Manche lagen direkt an der Küste, andere tauchten in Gärten oder sogar neben Feldern auf. Die Landschaft wirkte an vielen Stellen fast so, als hätte jemand mit viel Kraft und noch mehr Fantasie große Steine einfach großzügig verteilt.


Im Ortskern lagen bei Ebbe die Boote auf dem Trockenen. Diese Wechsel zwischen Wasser und freigelegtem Grund gehören in der Bretagne einfach dazu und machen die Küste so spannend. Was morgens noch wie ein Hafen aussieht, wirkt ein paar Stunden später fast wie eine andere Welt.

Chapelle Pol und Leuchtturm Pontusval: Besucherinfos
Chapelle Pol: Außenbereich frei zugänglich
Leuchtturm Pontusval: Wahrzeichen von Brignogan-Plage, Außenbesichtigung frei möglich
Küstenweg in diesem Bereich: frei zugänglich
Hinweis: Öffnungszeiten für Innenbesichtigungen oder Veranstaltungen können saisonal abweichen
Stand 2026
Am Abend ging es natürlich wieder an den Strand vor dem Ferienhaus.
Ein weiterer Ausflug führte uns nach Plouguerneau. Es war stürmisch und gleichzeitig sonnig. Wer die Bretagne kennt, weiß, dass das kein Widerspruch ist. Das Wetter ist hier sowieso äußerst wechselhaft. Wir hatten in den 2 Wochen fast alles, nur Schnee fehlte noch
Ausflug nach Plouguerneau und Blick auf den Leuchtturm der Île Vierge
Schon die Fahrt dorthin lohnte sich. Immer wieder tauchten Dörfer, Küstenabschnitte und Meerblicke auf. In Plouguerneau angekommen, genossen wir die Urlaubsstimmung und den Blick hinaus Richtung Île Vierge.

Der Leuchtturm der Île Vierge ist etwas ganz Besonderes. Er gilt als höchster Leuchtturm Europas und ist schon von weitem ein markanter Punkt an dieser Küste. Damals wussten wir noch nicht, dass man den Besuch besser im Voraus plant. Das war ärgerlich, aber immerhin hatten wir einen schönen Blick auf die Insel und den Turm.
Phare de l’Île Vierge: Besucherinfos
Besichtigungen: in der Regel von April bis Oktober, abhängig von Gezeiten und Wetter
Zugang: meist organisiert per Boot; je nach Angebot auch per Kajak, Paddle oder Segel möglich
Reservierung: sinnvoll beziehungsweise häufig notwendig
Hinweis: Zeiten und Abfahrten variieren stark nach Tidenlage
Stand 2026
Das Meer sah so karibisch aus, diese Farben, unbeschreiblich!!!
Ich wäre hier so gerne zum Sonnenuntergang geblieben, aber das wurde recht einstimmig abgelehnt.
Nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen fuhren wir wieder zurück mit kleineren Abstechern zum einkaufen.
Unsere längste Tour in diesen ersten Tagen führte uns zur Pointe Saint-Mathieu. Schon die Strecke dorthin war schön, aber das eigentliche Ziel war noch einmal eine ganz andere Nummer.
Pointe Saint-Mathieu: Leuchtturm, Abteiruinen und ganz viel Wind
Die Pointe Saint-Mathieu liegt spektakulär auf einer Landspitze im Finistère. Dort treffen Leuchtturm, Abteiruinen, Meer und Weite aufeinander.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Der Platz ist eng mit der alten Abtei Saint-Mathieu verbunden. Heute sind vor allem die Ruinen, die Kapelle Notre-Dame-de-Grâce und natürlich der Leuchtturm prägend. Gerade diese Mischung aus Natur, Geschichte und Küstenlandschaft machte den Ort für mich so besonders.
Pointe Saint-Mathieu: Besucherinfos
Adresse: 3 rue des Moines, Pointe Saint-Mathieu, 29217 Plougonvelin
Leuchtturm: besuchbar, 163 Stufen
Eintritt Leuchtturm: Erwachsene ab 5 €, Kinder 5 bis 12 Jahre ab 2,50 €, ermäßigt ab 3,50 €
Zusätzlich erhältlich: Kombi- und Pass-Tickets für mehrere Leuchttürme in der Region
Öffnungszeiten: saisonabhängig, offizielle Tourismusseite führt Termine für 2026
Außenbereich und Abteiruinen: frei zugänglich
Stand 2026
Der Aufstieg auf den Leuchtturm war wie so oft eine Mischung aus sportlicher Betätigung und Familienprogramm. Die Kinder sollten die Stufen zählen. Das funktioniert bei Treppen erstaunlich zuverlässig, bis die Stufenanzahl eine gewisse Grenze überschreitet. Bei 120 war dann irgendwann Schluss mit motivierter Mathematik und die restlichen Stufen waren nur noch blöd und warum so lange und warum überhaupt ein Turm und gucken kann man auch von unten,… Reisen mit Kindern kann sooo entspannt sein.
Oben angekommen, war die Aussicht grandios. Das haben die Kids sogar zugegeben.


Nach dem Abstieg schauten wir uns die Ruinen der alten Abtei an. Für die Kinder war das erst einmal einfach nur altes Gemäuer. Als ich erklärte, was dieser Ort einmal war, wurden die Fragen mehr, die Schritte langsamer und der Blick plötzlich genauer. Ich mag es sehr, wenn Kinder Geschichte an den Orten lernen, an denen sie geschehen sind. Vor allem, wenn es um architektonische Geschichte geht.


Mit einem Abstecher für einen kleinen späten Mittagssnack fuhren wir wieder zurück zum Ferienhaus.
Zurück in Brignogan-Plage endete auch dieser Tag wieder am Strand vor unserem Ferienhaus. Sonnenuntergang, Meer, Strand, müde Kinder (und eine noch müdere Mama). Am Meer schlafe ich immer viel mehr und viel tiefer (und erholsamer)
Diese ersten Tage in der Bretagne waren für uns vor allem ein Ankommen. Im Ferienhaus, am Meer, in diesem rauen und gleichzeitig wunderschönen Teil Frankreichs.
Hinweis: Die Karte startet in Rennes. Ihr könnt einfach zum gewünschten Ort in der Bretagne oder in Nordfrankreich herauszoomen und rüberschwenken.
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