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Kategorie: Sommer 2024: Österreich-Slowakei-Ungarn

  • Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Österreich: Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng


    Hoch hinaus mit der Rosnerköpflbahn – Ein Sommertag in Werfenweng

    Im Sommer 2024 waren wir wieder mit meinen Eltern und unseren Kindern in Österreich.
    Unser Hotel lag zentral in Werfenweng, einem kleinen Ort in der Nähe von Bischofshofen im Pongau, nicht weit entfernt von der deutschen Grenze.

    Reisen mit drei Generationen  – also mit den eigenen Kindern und den Eltern – ist etwas ganz Besonderes. Doch gerade wenn die Eltern nicht mehr so gut zu Fuß sind, aber die Teenager-Kids auch mal Action möchten, braucht es bei der Planung ein gewisses Fingerspitzengefühl, um alles zur Zufriedenheit aller unter einem Hut zu bekommen. 

    Meine Eltern nehmen zum Beispiel nicht mehr an jeder Tour teil. Bei unseren letzten beiden Ausflügen – zur Eisriesenwelt und durch die Klamm – haben sie bewusst pausiert, weil die Wege zu anstrengend waren. Damit sie ihren Urlaub trotzdem genießen können, achte ich bei jeder Reise darauf, ein zentral gelegenes Hotel zu buchen. So haben sie die Möglichkeit, im Ort zu bummeln, sich spontan irgendwo niederzulassen und den Tag in aller Ruhe zu erleben.

    Wie meine Mutter neulich sagte:
    „Wir genießen dann unseren freien Tag!“
    Und genau das soll Urlaub doch auch sein.

    Vor allem am Tag nach der Anreise wollen meine Eltern es lieber ruhig angehen lassen – und das ist völlig verständlich. Sie möchten auch nicht mehr täglich Programm. Deshalb wechseln wir inzwischen ab: an einem Tag planen wir actionreiche Aktivitäten zu zweit oder mit den Kindern, am nächsten unternehmen wir gemütlichere Ausflüge gemeinsam mit den Großeltern.

    Denn: Reisen mit drei Generationen bedeutet Kompromisse – und zwar für alle. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und ein anderes Tempo. Doch wir haben mittlerweile einen Weg gefunden, wie der Familienurlaub für alle zum Erlebnis wird:
    ✔️ ein zentrales Hotel,
    ✔️ gemeinsame Mahlzeiten,
    ✔️ und eine offene Tagesplanung, bei der jeder mitreden darf.

    Diese Mischung aus Rücksicht, Flexibilität und gemeinsamer Zeit funktioniert für uns wunderbar – und deshalb planen wir auch schon die nächste Familienreise im Herbst!

    Wir warteten auf einen sonnigen Tag für unseren Ausflug auf den Berg

    Bei der Ankunft im Hotel wenige Tage zuvor bekamen wir die Information, dass in der Gästekarte auch eine Fahrt mit der Gondelbahn im Ort inkludiert sei.
    Diese lag direkt gegenüber vom Hotel und vor allem mein Vater liebt es, auf diesem Wege zu schönen Panoramaaussichten hinaufzufahren.
    Wir warteten aber dafür einen Tag ab, der etwas mehr Sonne versprach und nicht wie die Tage zuvor schon ab 16 Uhr Regen und Gewitter.

    Und an Tag 4 war es dann endlich soweit.

     

    Mit der Rosnerköpflbahn auf den Gipfel

    Die moderne Seilbahn bringt einen bequem auf das Rosnerköpfl – den Hausberg von Werfenweng. 

    Die Lage vom Rosnerköpfl

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    Schon die Fahrt hinauf auf den Berg mit der Bahn ist sehr schön – man schwebt den Hang hinauf und genießt dabei den Blick über das idyllische Salzachtal, blickt über grüne Wiesen mit Kühen.
    Eigentlich so das typische Bild von Österreich.

    Das Hotel in der Mitte war unser Hotel. 

    https://www.werfenweng-hotel.com

    Postkartenidylle 

    Café Auszeit – Einkehr mit Aussicht

    Direkt an der Bergstation lädt das gemütliche Café Auszeit zum Verweilen ein.
    Meine Eltern gönnten sich eine kleine Stärkung, wir anderen wollten lieber einfach nur etwas Kühles zu trinken.


    – keine bezahlte Werbung – Ich kannte bis dato keine Tirola Kola, aber sie schmeckte sehr gut und vor allem war sie eiskalt!!!

    Der Blick von der Terrasse über das Tal war einfach traumhaft

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    Ein kleines Stück weiter – Natur pur

    Mein Sohn wollte etwas mehr von der Natur sehen – also sind wir vom Café aus noch ein Stück weiter den Hang hinaufgewandert.
    Die Wiesen blühten und wir hatten einen traumhaften Blick in das Tal.

    Etwas oberhalb entdeckten wir eine Schaukelbank mit Panoramablick.
    Dort saßen wir eine ganze Weile, schaukelten ganz leicht vor uns hin, ließen die Sommersonne ins Gesicht scheinen und schauten einfach nur ins Tal.
    So simpel, so schön – eine kleine Entspannungsauszeit. Die gönne ich mir im Urlaub eigentlich viel zu selten… Und auch die Kinder wollten einfach mal nichts machen. Die Hitze und die doch etwas für die Beine sehr anstrengenden Ausflüge der letzten Tage machte uns alle irgendwie träge.

    Urlaub

    Wunderbar entspannt machten wir uns einige Zeit später wieder auf dem Rückweg, denn im Hotel wartete um 18 Uhr wie jeden Abend ein leckeres Abendessen aus uns. 

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    Freizeitangebote auf dem Rosnerköpfl

    Wer lieber etwas mehr Action möchte: Es wird einiges angeboten: 

    • Seilgarten & Flying X Area mit 6 verschiedenen Parcours, geeignet für Kinder ab 1,10 m Körpergröße
    • KöpflFlitzer – Mit dem Geländekart zurück zum Tal 
    • FunLiner – Eine 400 Meter lange Zipline
    • Puschl´s Rätselberg – ein ca 1 Std Wanderweg mit Rätselstationen für Kinder

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    Tipps für euren Besuch am Rosnerköpfl

    Gästekarte checken: In vielen Unterkünften in Werfenweng ist eine kostenlose Berg- und Talfahrt enthalten.
    Früh fahren: Gerade an heißen Tagen ist es oben angenehmer – und der Blick am Vormittag oft klar.
    Bequeme Schuhe: Auch wenn ihr nicht wandert – ein kleiner Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall!
    Kamera oder Handy bereithalten: Es gibt viele schöne Fotomotive.
    Zeit mitbringen: Ob schaukeln, einkehren oder einfach nur auf einer Bank sitzen und den Ausblick genießen – oben kann man wunderbar entschleunigen.

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    Öffnungszeiten und Eintrittspreise

    Sommer: Täglich von 10:00 – 16:00 Uhr
    Mittwoch & Donnerstag Ruhetag, in den Monaten Juli und August kein Ruhetag
    Bei Regen am Morgen kein Fahrbetrieb!

    Winter: Täglich von 08:30 – 16:00 Uhr, wetterabhängig.

    Die aktuellen Öffnungszeiten und die Eintrittspreise findet ihr hier:

    https://www.deinberg.at/tarife

    Website mit Karten, Wanderwegen und Beschreibung aller Angebote für die ganze Familie

    https://www.deinberg.at

    Tourismusseite vom Ort Werfenweng

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    Unser Fazit

    Die Rosnerköpflbahn ist nicht nur ein bequemer Weg nach oben, sondern auch ein tolles Sommer-Ausflugsziel für alle, die Natur, Aussicht und eine kleine Auszeit vom Alltag suchen – ganz ohne große Wanderung.

    Uns hat dieser Tag richtig gut getan. Einfach mal hochfahren, durchatmen, nichtstun und genießen.

     

     


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  • Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See


    Österreich: Ein Tagesausflug nach Hallstatt am Hallstädter See

    … ist das in der Hochsaison eine gute Idee?

     

     

    Wir saßen gemeinsam beim Frühstück in unserem Hotel in Werfenweng.
    Wir – das sind mein Mann und ich, meine Eltern und vier unserer Patchwork-Kinder. Nummer 5 hatte einen Ferienjob und wohnte in der Zeit bei der Freundin.

    Bereits im Winter schmieden wir die Pläne für unsere nächste gemeinsame Reise. In der Vergangenheit haben wir mit meinen Eltern und unseren Kindern bereits zahlreiche Urlaube erlebt – von entspannten Tagen in Deutschland über drei Aufenthalte in Österreich bis hin zu Reisen nach Frankreich, in die Schweiz, nach Italien, Schweden und Dänemark. Besonders in Dänemark wurde die Reise zu einem echten Familienurlaub: Neben meinen Eltern reisten auch die Eltern meines Mannes sowie meine Schwägerin und mein Schwager mit – wir hatten sehr entspannte Tage mit unserer großen Truppe und planen schon, wann wir wieder in dieser Konstellation fahren können.
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    Wie funktioniert ein Urlaub mit 3 Generationen?

    Winter 2023: Wir planen unseren Sommerurlaub. Wieder sollte es nach Österreich gehen.
    Bis auf eine Person waren immer alle sofort von Österreich begeistert. Die eine Person, die dagegen war, war ich. Nicht falsch verstehen: Österreich ist ein sehr schönes Land. Ich mag die Postkartenmotive von Österreich mit den hohen Bergen, den saftigen Wiesen und den malerischen Häusern. Und ich mag auch das Essen in Österreich. Aber wisst ihr, was die Berge auch mit sich bringen? Bergstraßen. Kurvige Bergstraßen. Mit vielen Serpentinen. Mit viel Berg-Hoch-Berg-runter-Gegurke,… Das ist absolut nichts für mich.
    Aber mit meiner einsamen Dagegen-Stimme konnte ich eh nichts bestimmen.
    Wobei dieses mal tatsächlich auch zwei der Teenager meuterten, aber sich dann doch ihre Dafür-Stimme kaufen ließen – mit einem Versprechen, nicht jede Wanderung und jeden Ausflug mitmachen zu müssen. Na toll.
    Ok, also wieder Österreich…
    (Ich spoiler mal: Für 2025 konnte ich mich tatsächlich mal durchsetzen und wir fahren mit unserem 3-Generationen-Mobil tatsächlich an die Nordsee!!!)

    Im Urlaub haben wir inzwischen einen gut eingespielten Ablauf:
    Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Dabei wird überlegt, wie man den Tag gestalten könnte. Jeder darf Vorschläge machen und dann entscheiden wir zusammen, wohin es geht.
    Im Anschluss wird ein Abfahrtzeitpunkt festgelegt. Wer mitmöchte, kommt zum Abfahrtzeitpunkt zum Auto und steigt ein.
    Die Kinder sind inzwischen in einem Alter, wo sie auch mal alleine im Hotel bleiben können.
    So sind wir immer mit verschiedenen Konstellationen unterwegs.
    Mal nur wir Erwachsenen, manchmal kommen ein paar der Kinder mit.
    Es kam auch schon vor, dass nur mein Mann und ich unterwegs waren. Wir sind gerne unterwegs, schauen uns die Gegend an, gehen spazieren.
    So klappt das sehr gut und beim gemeinsamen Abendessen erzählt jeder von seinem Tag.

    Ziel des Tages: Hallstatt

    Wir ließen uns Zeit beim Frühstücken. Wie jeden Morgen. Etwas Urlaub im Urlaub musste sein.
    Wir überlegten gemeinsam, wie wir den Tag gestalten könnten.
    Ich persönlich wollte immer schon einmal nach Hallstatt am Hallstätter See. Schon öfter hatte ich davon gelesen und die Bilder waren vielversprechend.
    Es gab ein Detail, was ich (leider) bis dahin nicht wusste, dazu aber später mehr.

     

    Was ist das Besondere an Hallstatt?

    Hallstatt liegt sehr malerisch am Hallstätter See, eingebettet zwischen den hohen Bergen des Dachsteinmassivs. Er gilt bei vielen als schönster Ort von Österreich.
    Viele alte Häuser mit Holzbalkonen liegen am Berghang und viele weitere zieren das Ortszentrum.
    Das Motiv mit der Kirche von Hallstatt, der Altstadt und der Anlegestelle vor der imposanten Kulisse des Dachsteinmassivs ist inzwischen weltberühmt und gehört zu den am häufigsten fotografierten Orten von Österreich.

    Im Jahr 1997 wurde Hallstatt zusammen mit der umliegenden Region von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

     

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    Das Parkplatzproblem von Hallstatt in der Hochsaison 

    Unser Navi führte uns auf direktem Weg nach Hallstatt – und direkt in den Kampf um einen Parkplatz.

    Hallstatt mag ein Juwel der österreichischen Alpen sein, aber zum parken ist es das nicht. Zumindest nicht in der Hochsaison.
    Aber tatsächlich ist das gewollt.
    Durch Instagram und einer koreanische Netflix-Serie ist Hallstatt schon lange kein Geheimtipp mehr und wird von Reisenden überrannt. Besonders beliebt: der Selfie-Spot mit Blick auf die beiden Kirchtürme und dem malerischen See.

    Den 750 Bewohnern von Hallstatt stehen bis zu 10.000 Besuchern täglich gegenüber, der Massentourismus ist Fluch und Segen gleichzeitig. Er spült gutes Geld in die Kassen – aber die Touristen verhalten sich teilweise alles andere als respektvoll den Bewohnern gegenüber. Viele Gäste sind sehr laut, gehen in private Gärten, um Fotos zu machen, lassen Müll liegen oder Drohnen fliegen. Daher sieht man in Hallstatt viele Schilder der Bewohner, auf welchem sie um etwas eigentlich selbstverständliches bitten: Rücksichtsvolles Verhalten.
    Der Protest vieler der Bewohner gegen den Massentourismus wurde immer lauter und man hat reagiert:
    Seit 2020 gibt es ein Verkehrsleitsystem mit Einfuhrregeln für Busse.
    Früher fuhren teils 80 bis 90 Busse pro Tag nach Hallstatt, heute sind es 30 bis 35 täglich.
    Diese müssen einen festen Slot buchen und eine Gebühr bezahlen.
    Für Privatfahrzeuge gibt es keine Begrenzung. Ordner versuchen, das Parkplatzchaos zu händeln. Ist der Parkplatz voll, parken viele irgendwo illegal.
    Der Ort ist immer noch überlaufen.
    Und das spürten wir schon, als wir in Hallstatt reinfuhren.
    Es war nirgendwo ein Parkplatz mehr frei. Keine Chance. An den Parkplätzen standen Ordner – wir wurden direkt weiter gewunken. Das gab unserer Vorfreude auf den malerischen Ort einen kleinen Dämpfer.
    Dass Hallstatt vor allem bei den Asiaten sehr beliebt ist, wusste ich. Aber das hier inzwischen auch dieser absolute Overtourismus angekommen ist, war mir neu.
    Ok, es war Hochsaison. Und wir auch ein Teil davon. Wir wollten es eigentlich auch ganz gerne sehen ….

    Während mein Mann die Straße weiter fuhr, entdeckte ich auf Maps den Bootsanleger Obertraun gegenüber von Hallstatt. Schnell gegoogelt, wann die Schiffe fahren – und siehe da, sie fahren regelmäßig im Linienverkehr.
    Kurz im Auto abgestimmt – alle waren für die Fahrt mit dem Schiff. Meine Eltern fanden das sogar noch schöner, denn Hallstatt vom See aus ist auch sehr sehenswert.

    Wenn ihr das auch plant: Zielstation für euer Navi ist Obertraun Schiffstation, an den Parkplätzen kommt ihr automatisch vorbei.
    Und Apropos Planung: Wenn ihr könnt, meidet die Hochsaison. Oder fahrt früh morgens hin.

    Achtung: Die Schiff-Tickets kann man nur gegen Barzahlung am Schiff kaufen.

     

    Aktuelle Informationen zu den Schiff-Fahrten auf dem Hallstädter See findet ihr hier:https://hallstattschifffahrt.at/

     

    Wir fanden direkt einen Parkplatz. Dieser kostet etwas Gebühr, bezahlt wird am Automaten.
    Wir packten alles, was wir für den Ausflug benötigten, in unsere Rucksäcke / Taschen und liefen zum Anleger.

     

     

    Der Weg führte vorbei an den Bootshäusern

     

    Der Bootsanleger Obertraun

     

    Unser Schiff – meine Aufregung stieg: Hallstatt stand schon lange auf meiner Bucketlist
    Ich habe meine Familie lange bequatschen müssen, damit wir diesen Ausflug machen und ich hoffte sehr, es würde allen gut gefallen.

     

    Mit dem Schiff über den Hallstätter See nach Hallstatt

     

    Schloss Grub

    Zwischen den Waldflächen konnte man gut die Gesteinsschichten erkennen. Sehr imposant, was die Natur da gezaubert hat

    Sehr malerisch

     

    Hallstatt – da ist es. Endlich!!

    Ich sage mir immer, dass alles, was passiert, einen Grund hat.
    Dass wir keinen Parkplatz fanden und uns für die Anreise mit dem Schiff entschieden, war ein absoluter Glücksfall.

    Uns boten sich so wundervolle Postkartenmotive, wie wir sie so sonst nicht gesehen hätten.


     

    Angelegt – wir sind in Hallstatt angekommen.  

     

    Hallstatt begrüßte uns mit Kopfsteinpflaster, charmanten Holzhäusern und… Menschen. Vielen, vielen Menschen. Selfiesticks reckten sich wie Antennen in die Luft, und die kleinen Gassen waren überfüllt mit Menschen. Und trotzdem: Die Schönheit dieses Ortes konnte man sofort sehen. Wir waren direkt verzaubert. Entzaubert wurden wir dann durchs anrempeln durch einen rückwärts fotografierenden Touristen.

    Womit ich fotografiere

    Apropos Fotos: Mich fragen immer wieder Leser, womit ich fotografiere.

    Deswegen schreibe ich es mal direkt dabei:

    Einen kleinen Teil habe ich mit Handy (Samsung Galaxy S24 ultra) fotografiert. Es ist manchmal schneller zur Hand bzw einsatzbereit als meine Kamera. Ich hatte mir damals sehr viel von der Kamera in diesem Handy versprochen – wurde aber etwas enttäuscht. Bei schönem Wetter ohne große Kontraste macht das Handy sehr gute Fotos, auch der Zoom ist beeindruckend gut – aber leider werden die Fotos mit KI aufgearbeitet. Man kann die KI-Auto-Korrektur abschwächen, aber nicht ausstellen. Und das nervt schon sehr.
    Wenn man etwas Zeit für das Foto hat, kann man komplett manuell fotografieren, die Qualität ist dann tatsächlich einiges besser.
    Es ist ein sehr gutes Handy, nicht falsch verstehen.
    Ich bin sehr zufrieden damit und die Alltagsfotos sind auch top damit.

    Link zum Handy*  https://amzn.to/407FlhF

     

    Die meisten Fotos habe ich mit meiner Vollformatkamera gemacht, einer Panasonic Lumix S5

    Ich bin von Canon zu Panasonic gewechselt. Mir gefiel das System und die Bedienbarkeit – und natürlich auch der Preis. 
    Als sogut-wie-immer-drauf-Objektiv nutze ich ein 28-200 mm. Damit habe ich eine gute Brennweite mit einem schon ganz netten Zoom. Für das Brennweitenspektrum ist es auch sehr leicht. Und daher für Städtetouren oder Reisen, bei denen man nicht alle Objektive mitnehmen möchte, ideal.
    Abstriche hat man bei der Lichtempfindlichkeit (F4-7,1), aber bei der S5 hat man ein relativ gutes Rauschverhalten, von daher kein Problem, das mit dem Iso auszugleichen.

    Nachfolger der Panasonic Lumix S5 *   https://amzn.to/407FlhF

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    Wir spazierten etwas durch die Gassen. Diese waren nicht überall so überfüllt. Teilweise waren wir sogar auch mal alleine. Für einen kurzen Moment.

    Ich persönlich hatte das Gefühl, dass ein Großteil der Gäste zu den bekanntesten Selfiespots geht und sich den Rest von Hallstatt gar nicht anschaut. Dazu aber später noch mehr.

    Erst einmal unsere ersten Impressionen von Hallstatt

     

    Übrigens:
    Die Chinesen haben Hallstatt in China nachgebaut, spiegelverkehrt, aber ansonsten 1:1. Sogar eine Mini-Ausgabe vom Hallstätter See haben sie gebaut.
    Es ist eine Wohnsiedlung für Reiche, ein Prestige-Objekt. Ein Klon von Hallstadt. Nur mit Palmen. Und ohne Berge.

    Wenn ihr Google Maps habt, schaut euch die Kopie hier einmal an: -> Google Maps

    Ansonsten gibt es bei Spiegel.de eine kleine Bildergalerie -> Spiegel.de

     

    Meine Eltern brauchten eine Pause. Die Hitze machte ihnen etwas zu schaffen und wir suchten einen freien Platz in einem Café. Das war nicht leicht. In keinem Café gab es freie Plätze und wir mussten ein ganzes Stück laufen. Dann aber sahen wir, dass in einem Café direkt am Seeufer eine Gruppe dabei war, aufzubrechen und wir gingen direkt hin, um uns die Plätze zu sichern. Fühlt sich fast so an wie Handtücher auf eine Liege am Pool zu werfen, aber ging nun mal nicht anders.

    Meinen Eltern gefiel der Platz so gut, dass sie dort auch eine Kleinigkeit essen wollten.
    Und die Kinder hatten bei der Hitze auch keine Motivation mehr zum laufen. Oma und Opa luden ihre Enkel spontan auf ein Eis ein, die Kids waren happy und blieben bei ihren Großeltern.
    Mein Mann und ich tranken nur etwas und schauten uns dann weiter das schöne Städtchen an.

     

    Der romanische Durchgang

     

    Wir erreichten den Friedhof.
    Und am Friedhof gibt es eine Besonderheit: Das Beinhaus.

    Außen am Beinhaus steht geschrieben:
    „Wir waren, was ihr seid. Wir sind, was ihr sein werdet“

    Was ist das Beinhaus?

    Der Friedhof von Hallstatt bietet nicht sehr viel Platz. Daher war es früher üblich nach 10 – 20 Jahren die Gebeine zu exhumieren. Die Schädel wurden gereinigt, einige Wochen im Sonnen- und Mondlicht gebleicht und dann wurden durch Künstler die Schädel verziert.
    Diese Tradition begann 1720 in Hallstadt. Heute wird nur noch jemand in das Beinhaus gebracht, wenn er dies testamentarisch festgehalten hat. Die Liegezeit im Grab beträgt 15 Jahre, bevor exhumiert und sofern gewünscht in das Beinhaus umgebettet wird. Notwendig ist es nicht mehr, da die Urnenbestattung stark zugenommen hat.
    Diese Art von Beinhäusern gibt es häufiger im Alpenraum.
    Das Besondere an dem Beinhaus von Hallstatt ist jedoch, dass viele Generationen hier lückenlos „aufgebahrt“ werden.
    Nicht alle Schädel sind bemalt, von den ca 1200 Schädeln sind 610 bemalt.

    Es kostet etwas Eintritt (um 2 Euro). Dafür bekommt man einen Infozettel, welcher weitere Informationen wie zum Beispiel die Bedeutung der Bemalungen enthält.

    Aus verschiedenen Gründen möchte ich die Fotos nicht in groß darstellen. Wer sie größer sehen möchte, kann auf das Bild tippen / klicken und es öffnet sich in groß.

     

     

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    Wir sind später nochmals mit den drei älteren Kindern u.a. auch zum Beinhaus gegangen.
    Pietätvoll schauten sie sich das Beinhaus an.
    Sie lasen sich den Info-Zettel durch, aber so ganz verstanden sie diese morbide Kunst dennoch nicht.
    „Mama, stell dir mal vor, du bist tot und 15 Jahre später lassen wir deinen Schädel bemalen, das ist doch weird!“ (Weird = Jugendsprache = ’seltsam‘, ’sonderbar‘, ‚merkwürdig‘)
    Ja, so betrachtet hört es sich wirklich seltsam an. Mein Opa ist vor 15 Jahren gestorben. Also wäre es jetzt … nein, ich möchte diesen Gedanken nicht zu Ende denken.
    Für die Menschen damals war das jedoch ganz normal und mit der Bemalung konnte man seinen Angehörigen nochmals ein Denkmal setzen.

    Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Maria am Berg) von Hallstatt

    Mein Mann und ich schauten uns im Anschluss die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Maria am Berg) an.
    Das ist die Kirche, welche majestätisch am Berghang liegt.

    Moment, ich habe doch ein Foto davon:

     

    Die erste katholische Kirche wurde um 1150 errichtet. Von dieser Kirche ist jedoch noch der Turm erhalten. 1320 wurde die zweite, vergrößerte Kirche als Maria-Hilf Kirche geweiht.
    In der Spätgotik wurde mit dem Bau der heute zu sehenden Kirche auf dem Felsen begonnen.

    Der Bau von dem heute noch vorhandene Kirchenraum wurde 1505 beendet. Nach einem großen Brand im Jahre 1750 erhielt der Kirchturm einen neuen, barocken Helm

    Und diese Kirche schauten wir uns nun von Innen an.

     

    Schon der Eingang ist beeindruckend.

     

    Die Kirche hat einen Doppelchor, jeder hat einen eigenen Flügelaltar.

    Der imposante Kreuzaltar.

    Und der nicht weniger beeindruckende Marienaltar

    Hier erkennt man etwas besser den Doppelchor, im linken ist der Kreuzaltar, im rechten ist der Marienaltar.
    Anders fotografieren konnte ich aus Respekt vor den dort anwesenden Menschen nicht.

    Der wohl berühmteste Fotospot von Österreich

    Wir gehen über den Friedhof in die andere Richtung.

    Und stehen dann auf einmal an DEM Selfiespot an der Gosaumühlstraße. Wahrscheinlich für viele das einzige Ziel von Hallstatt.
    Eigentlich relativ unscheinbar an einer normalen Straße.

    Es war wirklich viel los hier

     

    Was leider viele vergessen:
    Hier wohnen Menschen. Und die haben diese Menschenmassen den ganzen Tag vor ihrem Haus.

    Schilder weisen in verschiedenen Sprachen darauf hin.
    Rücksichtnahme sollte eigentlich selbstverständlich sein.
    Leider halten sich einige trotz der Hinweisschilder nicht daran.

    Alles Dinge, die man mit etwas normalem Menschenverstand ohnehin einhält.
    Manche lassen den aber scheinbar zu Hause, wenn sie in Urlaub fahren.

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    Und das ist er, der wohl meistfotografierte Ort von Österreich:

    Gesehen habt ihr das doch bestimmt auch schon mal irgendwo, oder?

     

    Ein Pärchen spricht mich an. Ich hätte eine gute Kamera, also könne ich doch bestimmt ein Foto machen. Das ganze auf englisch. Ok, mache ich gerne. Das Pärchen besteht darauf, auch von uns ein Foto zu machen. Als Dankeschön. Wir möchten nicht unhöflich sein und wenn ich das mal so betrachte: So viele Fotos von mir gibt es auf meinem Blog nicht – und schon gar nicht von meinem Mann und mir.
    So ganz wohl fühlen wir uns nicht. Sind wir damit nicht auch ein Teil von dem, was viele in Hallstatt als Problem ansehen?!

    Hatte ich schon erwähnt, wie heiß es an dem Tag war?  Und es wurde trotzdem schon wieder leicht diesig.

     

    Zugegeben, die Aussicht ist wirklich schön.

     

    Wir liefen zurück zu dem Café, wo meine Eltern die Aussicht über den See genossen. Das Café lag auf der anderen Seite, also einmal quer durch die Altstadt

    Man hat sich mit den Informationsschildern auch an die asiatischen Gäste angepasst.
    Wie in Rothenburg o.d.T. auch

     

    Wir erreichten das Café. Meine Eltern wollten nicht mehr soviel durch Hallstatt laufen, es war ihnen zu warm.
    Wir starteten eine 2. Runde mit meinen drei Kindern. Das war die Runde, bei welcher wir auch das Beinhaus besuchten.
    Wieder zurück meldete sich bei uns auch der Hunger.

    Meine Eltern schwärmten von dem Topfenstrudel und wir bestellten ihn daraufhin auch für uns – ja, er war genauso lecker, wie er aussieht!

    Mein Vater schüttelt immer lachend den Kopf, wenn ich unser Essen fotografiere. Er hat nicht einmal ein Handy und für ihn sind Instagram und Facebook böhmische Dörfer.
    Aber er kennt meinen Reiseblog und manchmal sagt er mir sogar „Das musst du mal im Internet schreiben.“
    Meine Mutter hingegen fotografiert ab und an auch ihr Essen und verschickt das Foto per WhatsApp an ihre Freundin.

    Für uns war es Zeit, zum Hafen zurück zu laufen. Wir liefen mit meinen Eltern einen anderen Weg als auf dem Hinweg. So sahen sie noch etwas mehr von Hallstatt und es hat ihnen sehr gefallen. Sie nannten es „das Rothenburg von Österreich“ und den Vergleich finde ich ganz treffend.

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    Zurück am Hafen warteten wir auf unser Schiff. Zum Glück gab es dort am Ticketschalter auch kühle Getränke. Und es gab Plätze im Schatten. Sehr angenehm.

    Bye bye Hallstatt.

    Bye Bye Menschenmassen….

     

    Zurück in Obertraun

     

    Der Rückweg führte uns zunächst durch Obertraun …

    … und dann durch Hallstatt.

     

    Wir fanden einen Parkplatz und wollten mit der Schrägbahn hoch zum Aussichtspunkt. Aber dort angekommen gab es eine Tickets mehr. Es waren inzwischen so viele Menschen oben, dass es für die Rückfahrten mit der Bahn keinerlei Kapazitäten mehr gab.

    Wenn ihr das vorhabt und auch in der Hochsaison dorthin müsst, reserviert euch rechtzeitig die Tickets.
    Hallstatt ist wirklich sehr malerisch, wir hatten trotz vieler anderer Touristen einen schönen, entspannten Tag dort – und die Anreise mit dem Boot war ein weiteres Highlight 

     

    Ich habe das Gefühl, dieses Straßenschild ist schon etwas älter

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    Wir fuhren weiter – auf direkten weg zum Hotel in Werfenweng.

    Ein Stück des Wegen führte noch am See entlang.

     

    Das Restaurant in unserem Hotel hatte an dem Abend geschlossen. Da wir aber Halbpension gebucht hatten, bekamen wir einen Gutschein für eines der drei Partnerrestaurants. Wir entschieden uns für ein Partnerrestaurant quasi nebenan.

     

    Eispalatschinken. Ich liebe es.

     

     

     

    Und so endet ein weiterer Tag in Österreich …..

     

    Die Zeit im Urlaub vergeht einfach zu schnell …

     

     

    Danke, dass ihr wieder dabei ward.

    Bye bye, bis zum nächsten mal

     


    An dieser Stelle ein paar Empfehlungen* für Hallstatt, es gibt auch Touren ab Wien oder Salzburg 
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    Bereits veröffentlichte Beiträge unseres Sommerurlaubes


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    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom


     

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom

     

    Hallo zusammen,

    schön, dass ihr wieder dabei seid

     

    Unser letzter Tag in Bratislava ist angebrochen. Und den verbringen wir in …
    …. Wien!

    Von Bratislava aus ist Wien in weniger als 1 Std zu erreichen.

    Sie sind (wenn man Rom und Vatikanstadt mal ausschließt) Europas am nächsten zusammenliegende Hauptstädte.

    An dieser Stelle gibt es kurz etwas Geschichte.
    Wer da keine Lust drauf hat, einfach weiterscrollen bis zum 1. Foto, da startet der eigentliche Bericht

     

    Die frühen Anfänge von Wien

    Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis in die Antike. Ursprünglich war das Gebiet von keltischen Stämmen besiedelt, bevor die Römer hier im 1. Jahrhundert n. Chr. das strategisch wichtige Militärlager Vindobona errichteten. Dieses Lager schützte die Grenze des Römischen Reichs entlang der Donau.  

     

    Die Habsburger Dynastie und Sisi

    Im Mittelalter wurde Wien durch seine Lage an der Donau und an den Handelswegen zu einer bedeutenden Stadt. Ab dem 13. Jahrhundert regierte hier die Habsburger Dynastie, die Wien zu ihrer Residenzstadt machte. Die Stadt wuchs, wurde ein politisches und kulturelles Zentrum Europas und war über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der Monarchie im Habsburgerreich. Wien war Schauplatz zahlreicher prägender Ereignisse. Besonders eng verbunden mit der Stadt wird Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als „Sisi“. Ihre Tragödie und Schönheit faszinierten die Welt (und mich) und machen sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte. Ihr Leben und ihre Rolle im Habsburgerreich sind in Wien noch immer allgegenwärtig, sei es im Sisi-Museum oder im Schloss Schönbrunn.

    Der Wiener Hof, mit seinen prunkvollen Bällen und kulturellen Höhepunkten, zog Künstler, Musiker und Denker an. Hier schrieb beispielsweise Mozart viele seiner Werke und auch Beethoven komponierte in der Stadt.

    Im 20. Jahrhundert änderte sich jedoch sehr viel in Wien.

    Am Anfang des 20. Jahrhunderts war Wien noch die Hauptstadt von Österreich-Ungarn.
    Das änderte sich nach dem 1. Weltkrieg.

    Wien im 1. Weltkrieg

    Der Erste Weltkrieg begann 1914, nachdem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet wurde. Dieses Ereignis löste eine Kette von Bündnissystemen und Konflikten aus. Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg, wissentlich von einer möglichen Stärkung Serbiens von russischer Seite.
    Es brodelte schon lange unter den Großmächten, jeder wollte seine Macht und seinen wirtschaftlichen Einfluss auf den Weltmärkten stärken. Daher verbündeten sich viele Staaten entweder für Österreich-Ungarn oder dagegen.
    40 Staaten waren letztendlich am 1. Weltkrieg beteiligt. 70 Millionen Menschen kämpften mit Waffengewalt, 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

    Für Wien hatte der 1. Weltkrieg weitreichende Folgen:
    Der Krieg endete 1918 mit der Niederlage Österreich-Ungarns.
    Das Reich Österreich-Ungarn zerfiel. Wien war fortan „nur noch“ die Hauptstadt von Österreich.
    Und lag in Schutt und Asche. Von dem einstigen Prunk der Monarchie war nichts mehr übrig.
    Viele Menschen waren arbeitslos, es herrschte eine große Hungersnot, viele Familien hatten Menschen im Krieg verloren.
    Wenig später grassierte die spanische Grippe in Europa, auch in Wien forderte die Pandemie zwischen 1918 und 1920 mehrere Tausend Todesopfer.

    In den 1920er Jahren begann ein Wandel: Die Stadt wurde zu einem Zentrum sozialer Reformen. Es entstanden viele neue Wohnbauten, wie die berühmten Gemeindebauten, die bis heute das Stadtbild prägen. Man nannte diese Zeit sogar die Ära des „Roten Wien“, weil die sozialdemokratische Regierung große Fortschritte für die Arbeiterklasse brachte.

    Wien im 2. Weltkrieg

    Nach der Errichtung der Ersten Republik Österreich und den turbulenten Jahren der Ersten Republik, die von politischen Spannungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt waren, wurde Österreich 1938 im sogenannten „Anschluss“ von Nazi-Deutschland übernommen. Österreich und somit auch Wien gehörten somit ab 1939 zum Deutschen Reich. 

    Während des Zweiten Weltkriegs war Wien schwer von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Die Stadt war Schauplatz von Naziterror und Verfolgung, insbesondere gegen die jüdische Bevölkerung.  Österreicher, die sich gegen das Regime auflehnten, wurden ermordet.
    1942 wurde die „Juden-Aktion“ in Wien organisiert, bei der Tausende jüdische Bürger in Konzentrationslager deportiert wurden. Insgesamt wird von einer Zahl um 65.000 österreichischen Jüdinnen und Juden gesprochen, welche im 2. WK ermordet wurden. Der Großteil davon lebte in Wien.

    Die Aufteilung von Wien in die 4 Besatzungszonen

    1945, am Ende des Krieges, war Wien von den Alliierten besetzt.
    Auch nach dem Kriegsende war Wien unter alliierter Besatzung und blieb bis 1955 in 4 Besatzungszonen (Sowjetisch, US-amerikanisch, britische und französische Truppen) geteilt, bevor es seine politische Unabhängigkeit wiedererlangte. Zudem gab es eine internationale Zone im Stadtzentrum.
    Die oberste Gewalt hatten die Alliierten inne.
    Die Menschen benötigten einen viersprachigen Ausweis und eine Reiseerlaubnis, wenn sie durch eine oder mehrere Zonen reisen wollten / mussten.
    Die Bewohner von Wien hassten und liebten die Besatzungstruppen. Auf der einen Seite herrschte viel Kontrolle und Gewalt, auf der anderen Seite halfen sie beim Wiederaufbau der Stadt.
    Im Jahr 1955 endete die Aufteilung von Wien mit dem Österreichischen Staatsvertrag, welches Österreich zu einem unabhängigen und demokratischen Land erklärte. Als Gegenleistung musste Österreich volle und dauerhafte Neutralität versichern.

    1955: Das neue Wien wird geboren

    In beiden Weltkriegen erlebte Wien dramatische Umbrüche, die die Stadt und ihre Bevölkerung nachhaltig prägten. Der Erste Weltkrieg beendete die Ära der Monarchie, während der Zweite Weltkrieg das Land in die Hände des Nationalsozialismus führte und die Stadt bis zur Nachkriegszeit unter Besatzung hielt. Heute zeugt die Stadt von dieser Geschichte in zahlreichen Denkmälern und Museen, die an die Leiden und den Widerstand der Bevölkerung erinnern.

    Im Ballungsraum Wien leben heute knapp 3 Millionen Menschen, jährlich besuchen 7,5 Millionen Menschen die malerische Stadt an der Donau.

     

    Unser Tagesausflug nach Wien

     

    Ein Tag in Wien – das ist natürlich viel zu wenig. Gerade genug für einen ersten Eindruck, aber kaum Zeit für Ausstellungen, Museen oder ausführliche Besichtigungen. Mein persönlicher Wunsch war: einmal den Stephansdom besichtigen und auf den Aussichtsturm des Stephandomes – um den Ausblick über Wien zu genießen. 

    Mein Vater hatte ebenfalls einen Wunsch: Er wollte die barocken Gebäude im Zentrum Wiens bewundern. Vor allem die Hofburg wollte er sich anschauen.
    Glücklicherweise ließ sich das perfekt miteinander verbinden, denn auch der Stephansdom liegt mitten im Herzen der Stadt.

    Uns war von Anfang an bewusst, dass mehr an einem einzigen Tag auch nicht möglich sein würde.

    Unser Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel, bei dem wir die letzten Details für den Tagesplan besprachen. Allerdings war eines schon sicher: Es würde heiß werden. Temperaturen jenseits der 30 Grad waren vorhergesagt.

    Meine Mutter entschied sich daher, im Hotel zu bleiben. Sie hatte Wien vor einigen Jahren bereits in aller Ruhe erkundet und wollte die Zeit lieber entspannt verbringen. Mein Vater wollte uns sehr gerne begleiten – und zu meiner Freude beschlossen auch alle Kinder, mitzukommen.

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt von unserem Hotel in Bratislava nach Wien dauerte knapp eine Stunde.

    Da wir befürchteten, mit unserem großen Familien-Bulli Schwierigkeiten beim Parken zu bekommen, hatte ich im Vorfeld den Parkplatz am Ernst-Happel-Stadion ausgewählt. Zwar fiel dort eine Gebühr an, doch der Parkplatz war fast leer, sodass wir problemlos einen passenden Parkplatz fanden.
    Vom Stadion aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum nahegelegenen Bahnhof, um mit der Bahn ins Zentrum von Wien zu fahren. 

    Abfahrt nach Wien

     

    Direkt am Stephansplatz gibt es eine U-Bahn-Station.

    Es war heiß und mein Vater ist nicht mehr so gut zu Fuß.
    Während der Fahrt habe ich gelesen, dass es am Stephansdom mehrere Anbieter für Stadtrundfahrten gibt. Unter anderem mit Kutsche, aber das wollten wir den Tieren nicht antun.

    Wir entdeckten E-Fahrrad-Tuk-tuks und mein Vater fand die Idee direkt sehr gut, sich damit Wien anzusehen. Wir handelten einen guten Preis aus, immerhin benötigten wir aufgrund unserer Personenzahl mehr als ein Tuk-tuk. Nicht alle der Kinder waren davon begeistert, aber ihrem Opa zuliebe fuhren sie dann mit. Bereut haben sie es nicht, denn auch sie erkannten schon bald, wie schön Wien ist. 

    Endlich starteten wir unsere Sightseeing-Tour durch Wien im Tuk-tuk.

    So sah das aus:

    Und ein Foto von meinem Vater und mir, sozusagen ein Selfie.

     

    Es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich zu allem nun ausführlich etwas schreibe.
    Dabei gäbe es soviel über diese schöne Stadt und ihre beeindruckenden Bauwerke zu schreiben.

     

    Reformierte Stadtkirche
    Gebaut: 1783 bis 1784, bei einem Umbau 1887 bekam die Kirche die neobarocke Einturm-Fassade

     

    Blick auf die Wiener Staatsoper vom Helmut-Zilk-Platz

     

    Am Helmut-Zilk-Platz befindet sich auch das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

     

    Nochmals die Wiener Staatsoper

    Das Albertina-Kunstmuseum

     

    Die Wiener Hofburg

     

    Kurze Zeit später erreichten wir den Burggarten der Wiener Hofburg. Mein Vater freute sich, sie endlich einmal ‚live‘ zu sehen, dauernd sagte er zu mir „Mach davon mal ein Foto.“ „Und hast du das schon fotografiert?“  „Papa, ich fotografiere sowieso alles.“ sagte ich ihm irgendwann lachend. Eigentlich weiß er das, immerhin waren es meine Eltern, die mir damals immer die Filmentwicklungen nach dem Urlaub bezahlen ‚durften‘
    Damals gab es noch keine Digital-Fotografie, man musste einen Film einlegen und nach spätestens 36 Fotos war der Film voll und musste entwickelt werden, was mehrere Tage gedauert hat.
    Deswegen fragt er mich auch immer wieder lachend, ob ich auch an den Film gedacht hätte.
    Meine Jüngste – von mir erst jüngst mit dem Sisi-Virus infiziert, als sie mit mir die Serie geschaut hat – war ebenfalls ganz fasziniert von dem prächtigen Bauwerk.

     

    Die Wiener Hofburg, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Österreichs, wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut und über die Jahrhunderte erweitert. Sie war die Residenz der Habsburger und diente Kaisern, Königen und Erzherzögen als Wohn- und Regierungssitz. Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi, lebte dort nach ihrer Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1854.
    Heute beherbergt die Hofburg mehrere Museen, darunter die Kaiserappartements, die Sisi-Museen und die Schatzkammer, sowie den Amtssitz des Bundespräsidenten von Österreich.

    Auch wenn die neue Sisi-Serie von vielen Kritikern zerrissen wurde – ich fand sie sehr gut. Auf vergangenen Reisen sind mir Baudenkmäler und Erinnerungsplätze von Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth zwar schön öfter begegnet (vor Jahren war ich mit meinen Eltern z.B. bei Sisis Schloss auf Korfu / Griechenland) , aber das Interesse an ihrer Geschichte war bei mir nie so da. Nach der Serie habe ich mich doch mehr damit befasst und hätte mir daher das Sisi-Museum gerne angeschaut.
    Aber irgendwann möchte ich ohnehin noch einmal nach Wien.
    Steht auf meiner Bucketlist. Meiner so langen Bucketlist….

     

    Der Doppelkopfadler auf der Hofburg. Im Spätmittelalter eingeführt diente er als Unterscheidung zwischen königlicher und kaiserlicher Würde. Nur Könige, welche die Krönung und Segnung vom Papst in Rom erhielten, durften den Doppelkopfadler als Symbol führen.
    Später haben die Habsburger den Doppeladler mit einem Herzschild mit dem Wappen ihrer Länder ergänzt.
    1806 verlor der Doppeladler mit der Auflösung des römischen Reiches den Heiligenschein und bekam stattdessen eine über den Köpfen schwebende Kaiserkrone sowie das Wappen derer von Habsburg-Lothringen.
    Als 1867 Österreich-Ungarn gegründet wurde, sagte man, die doppelten Köpfe stünden für diese beiden nun zusammengehörigen Länder

     

    Majestätischen Eleganz mit vielen prachtvollen Details. Wir waren beeindruckt!

    Das Mozart-Denkmal in Wien wurde 1896 im Burggarten enthüllt. Es steht dort, um das musikalische Genie von Wolfgang Amadeus Mozart zu ehren, der einen Großteil seines Lebens in Wien verbrachte und auch in Wien verstorben ist. 

    Ein Notenschlüssel aus Blumen.

    Noch einmal fast komplett. Unbeschreiblich!

     

    Wir fuhren zu dem vorderen Bereich der Wiener Hofburg

    Mir war gar nicht bewusst, dass hier ein großer Parkplatz ist

    Dem Prunk der Hofburg tat dies keinen Abbruch

    Und auch hier entdeckten wir wieder den Doppeladler

     

    Davor steht das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal, enthüllt 1865 auf dem Heldenplatz.
    Dieser wurden quasi erschaffen durch Napoleon, denn dieser Platz selbst entstand erst, als Napoleon 1809 die Sprengung der Burgbastei befohlen hatte, welche einst an der Stelle stand.

    Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler sozusagen als Geste seines Triumphes über die Vorgängerregierung vom Balkon der Neuen Burg aus den versammelten Massen auf dem Heldenplatz den „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich.

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    Der Brunnen hat einen Namen! Originelle Idee

     

    Und weiter ging die Fahrt mit unserem Fahrrad-Tuk-tuk durch Wien

     

    Hoch über den Baumkronen ragt das Rathaus von Wien empor

    Wir fuhren aber erst einmal zur Inneren Burgplatz der Hofburg

     

    Das Kaiser-Franz-Denkmal (1846 errichtet)

    In der Kuppel befindet sich der Eingang zum Sisi Museum

     

    Wieder zurück auf dem Heldenplatz

    Das Bundeskanzleramt

    Wäre das Auto nicht dagewesen, hätte man sich in eine andere Zeit hineinversetzt gefühlt.

    Die Kirche ist die Minoritenkirche aus dem 13. Jahrhundert

     

    Das prächtige Parlamentsgebäude.

    Es wurde von 1874 bis 1883 gebaut und von Juli 2017 bis Januar 2023 generalsaniert

    Mein Talent mal wieder. Ich möchte was fotografieren und zack, irgendwas davor. Dieses mal war es halt eine Straßenbahn.
    Das Problem war, dass unser Tuk-tuk eigentlich nicht auf dem Weg stehen bleiben konnte. Und es kamen direkt mehrere Straßenbahnen.

    Einen Versuch bekam ich dann aber doch noch. Und: Geklappt!

    So, jetzt könnt ihr es in voller Pracht sehen:

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    Das Rathaus von Wien

    Kurz danach fuhren wir dann direkt am Rathaus vorbei und da sahen wir erst einmal die ganze Pracht des Bauwerks.

    Gebaut wurde das Rathaus im neogotischen Stil von 1872 bis 1883.
    Mit der Statue und deren Sockel ist der Turm 103,3 m hoch und gehört damit zu den höchsten Bauwerken von Wien.

    Auf der Spitze des 98 m hohen Hauptturms steht der Rathausmann in Form eines Standartenträgers in Rüstung.
    Dieser ist das Symbol für Wien, daher trifft man in Wien öfters auf die Figur des Rathausmannes in seiner Rüstung. Auf den Feuerwehrautos kann man ihn auch sehen (ich weiß allerdings nicht, ob das er auf allen Fahrzeugen abgebildet ist) 

    Liebenberg-Denkmal

    Johann A. von Liebenberg war 1680 – 1683 Bürgermeister von Wien.
    1679 bekämpfte er die Pestepidemie.
    Das Denkmal ist aber seiner anderen großen Leistung gewidmet: Die Verteidigung gegen die zweite Wiener Türkenbelagerung 1683, als er u.a. eine Bürgerwehr organisierte.
    Er förderte das Durchhaltevermögen der Bürger.
    Zwei Tage vor der entscheidenden Schlacht des Entsatzheeres starb er und erlebte den Sieg leider nicht mehr mit.
    Das Denkmal ist ihm als Sieger über die Türken gewidmet.

     

     

    Die im neogotischen Stil gehaltene Votivkirche wurde als Dank für ein fehlgeschlagenes Attentat (18.02.1853) auf Kaiser Franz Joseph gebaut und am 24.04.1879, dem Tag von der Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, geweiht

    Die Universität von Wien

    Die Schottenkirche

    Was mir an Wien – abgesehen von den wunderschönen Bauwerken, noch gefallen hat: An jedem besonderen Bauwerk waren 2 österreichische Fahnen und darunter ein Schild mit Erklärungen zu dem jeweiligen Gebäude. Dadurch wirkte es – wie die Gebäude an sich auch – irgendwie festlich.

     

    Gegenüber der Schottenkirche liegt der Palais Daun-Kinsky

    Hier kann man u.a. heiraten und sich einen Tag wirklich wie eine Prinzessin fühlen, wenn die Gäste im Prunksaal empfangen werden
    Ein Besuch, um die Innenräume mit den wundervollen Deckenmalereien und die prächtigen Dekorativen Elemente zu sehen, lohnt sich.

    Das Eingangsportal des 1713 bis 1719 erbauten Gebäude ist sehr imposant.

    Ich entdeckte über dem Eingang ein kleines Detail, konnte aber leider im Netz nichts dazu finden

     

    Die Kirche am Hof

    Die Kirche am Hof, ursprünglich im 14. Jahrhundert als gotische Kirche der Karmeliter erbaut, wurde später barock umgestaltet und ist bekannt für ihre beeindruckende Fassade und ihre Bedeutung als geistliches Zentrum.

    Am Hof – hier befindet sich auch ein Parkhaus

    Mariensäule und die Kirche am Hof im Hintergrund

    Die Mariensäule am Hof in Wien wurde 1667 von Kaiser Ferdinand III. errichtet, um der Jungfrau Maria für die Rettung Wiens vor der schwedischen Belagerung im Dreißigjährigen Krieg zu danken.

     

    Direkt an diesem Platz ist auch die Feuerwehr – und zur Freude meines Mannes (ebenfalls Feuerwehrmann) fuhren sie grad aus. Natürlich hoffen wir trotzdem, dass der Grund nichts Schlimmes war, vielleicht sogar nur ein Fehlalarm einer BMA

    Wir konnten sogar einen kleinen Blick ins Feuerwehrgebäude erhaschen

     

     

    Eingang zur katholischen Kirche Maria am Gestade

     

    Die Ankeruhr   

    Die Ankeruhr ist angebracht an einer Brücke, welche 2 Gebäude verbindet.
    Gebaut wurde die Ankeruhr von 1911 – 1914. Das Besondere an der Uhr ist, dass während der 12 Stunden 12 Figuren oder Figurenpaare aus der Wiener Geschichte an der Uhr entlang laufen.
    Um 12 Uhr mittags kann man alle Figuren mit Musikbegleitung sehen.
    In der Adventszeit werden jeden Tag um 17 Uhr Weihnachtslieder gespielt.
    Den Namen hat sie von dem Auftraggeber für diesen außergewöhnlichen Hingucker: Damals hatte die Versicherungsgesellschaft „Der Anker“ in den Räumen ihre Büros.

    Unsere Tour näherte sich dem Ende.

    Neue und moderne Gebäude vor dem Regensburger Hof – Gebäude

    Die imposante Kuppel von der katholischen Kirche St. Peter

     

    In der Milchgasse befindet sich dieses Haus, das Mozartmuseum ist an anderer Stelle

    Unsere Tour endete, wo sie gestartet ist: Am Stephansdom.

    Wir haben die wichtigsten Highlights sehen dürfen und wissen so, was wir uns beim nächsten mal genauer ansehen möchten. Auf meiner Liste steht zum Beispiel das „Sisi-Museum“. Kommentar meines Mannes dazu „Aber bestimmt nicht mit mir!“ … Männer…..

    Wir hatten Hunger und die vier Kids wünschten sich …. asiatisch. Sie hatten ein Restaurant namens „Japanika“ entdeckt. 

    Das war das „richtige“  für meinen Vater, aber er ergab sich dem Bitteln und Betteln seiner Enkelkinder.
    „Opa, du findest da bestimmt auch was!“ „Genau, da gibt es auch was anderes als Sushi“ Seufzend betrat mein Vater mit uns das Asia-Restaurant. Und auch mein Mann ist (leider) kein Fan vom asiatischen Essen. Ich habe es in Japan lieben gelernt, außer Sushi. Trotz unserer Japanreise kann ich mich damit einfach nicht anfreunden. 

    Für meinen Vater (und für mich) wählte ich dann Fleischspieße und Gyoza, welche zu meiner Überraschung frittiert, aber trotzdem lecker, waren.

    Mehr (die Kids und ich) oder weniger (Mein Mann und mein Vater) gut gestärkt liefen wir zurück zum Stephansdom.

     

    Der Stephansdom in Wien

    Von außen schon mehr als beeindruckend waren wir gespannt, wie er von innen aussehen würde – und natürlich wollten wir auch hoch auf den Turm.
    Mein Vater war etwas geknickt, dass er nicht auch nach oben mit konnte. Die Treppen würde er nicht schaffen.
    Wir suchten ein Café in der Nähe, wo er dann zusammen mit meinem Sohn, welcher nicht hochwollte, warten konnte. Der Rest von unserer kleinen Reisetruppe suchte die Kasse, um Karten für den Turmaufstieg zu kaufen.

    Der Stephansdom in Wien, auch „Steffl“ genannt, ist ein Meisterwerk der Gotik, eines der bekanntesten Bauwerke Österreichs und das Wahrzeichen von Wien.
    Sein Bau begann 1137 im romanischen Stil, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und ab 1359 im gotischen Stil umgestaltet.
    Der Stephansdom bietet Platz für etwa 8.000 Menschen.

    Wenn ich vor solchen Sakralbauten stehe, bin ich immer wieder fasziniert davon, wie die Menschen soetwas früher gebaut haben. Berechnungen ohne Computer und die Bauarbeiten ohne Maschinen.
    Schaut es euch mal an. Ist das nicht unglaublich, was die Menschen damals erschaffen haben?
    Wenn man das vergleicht … heute haben wir so viele Hilfsmittel. Computer, die uns alles berechnen und 3D-Modelle erstellen lassen können, moderne Maschinen, die uns die kraftaufwendigen Arbeiten erleichtern.
    Und trotzdem bekommen wir manche Bauwerke nicht hin oder es dauert Ewigkeiten, bis sie endlich fertiggestellt werden, alleine in Deutschland fallen mir da spontan grad drei Großprojekte ein,…
    Ich glaube, man hat damals „einfach gemacht“. Jeder wusste, was er zu tun hat und alle haben an einem Strang gezogen. Heute verköcheln oft zu viele Köche den Brei ….

    Der Stephansdom von Innen

    Von Innen ist der Dom nicht weniger imposant. Und auch hier ging mein Blick erst einmal zur Deckenkonstruktion. Wie konnten die Menschen das damals alles so bauen?! Ich bin immer wieder aufs neue tief beeindruckt.

    Die Kasse für die Turmbesteigung befindet sich im Dom auf der linken Seite.
    Achtung: Hier ist nur Barzahlung möglich!

    Zu meiner Überraschung führte auf den Nordturm ein Lift! Nur beim Südturm muss man Treppen laufen, 343 Stufen führen nach oben.

    Ich bat die anderen, dort zu warten, damit ich meinen Vater holen konnte. 

    Im Café angekommen, blickte mich mein Vater überrascht an. „Seid ihr etwa schon fertig?“ fragte er, während sein Kaffee noch halbvoll vor ihm stand. „Nein, Papa, du kannst mit nach oben – es gibt einen Fahrstuhl.“
    Mein Vater freute sich und leerte mit einem großen Schluck seine Kaffeetasse. 
    Nur kurze Zeit später später machten wir uns gemeinsam auf den Weg zurück zum Dom.

    Auch mein Vater war imponiert vom Kircheninnern.

     

    Aktuelle Preise und Infos zur Besichtigung des Stephandomes und zur Turmbesteigung findet ihr hier:
    https://www.stephanskirche.at/info.php

     

    Wir schauten uns erst noch einmal etwas den Dom von Innen an.

    Schaut euch mal die vielen bunten Fenster an!
    Davor steht der Barocke Hochaltar, 1647 geweiht

    Wiener Neustädter Altar  (1447) Er ist ein typisch gotischer Flügelaltar, welcher Szenen aus dem Leben der heiligen Jungfrau Maria zeigt.

    Uns war es zu voll im Dom, wir beschlossen, nun den Turm hinauf zu fahren.

    Der Nordturm ist mit 68,3 Metern etwas niedriger als der Südturm, eine schöne Aussicht hat man von oben trotzdem.
    Und es gibt noch eine Besonderheit im Nordturm:
    Die Pummerin – eine der größten, freischwingenden Glocken Europas!
    Die Glocke hat einen Durchmesser von 314 cm wiegt 21110 kg!
    Da wir in unserer Familiengeschichte einen bekannten Glockenbauer haben (Wir haben auch in Japan eines seiner Werke sehen dürfen), hat mich das Thema Glockengießerei schon immer interessiert. Und auch die Architektur drumherum. Überlegt mal, 21.000 Kilogram schwingen – und sind nur an einem Holzbalken befestigt. Unglaublich.

    Der Fahrstuhl zum Nordturm ist innerhalb vom Stephansdom.
    Nach dem Eingang muss man sich links halten, dann erreicht man die Tür zum Eingang.

    Wien von oben

    Oben angekommen!
    68 Meter hören sich gar nicht so hoch an, wie sie tatsächlich sind!

    Die Votivkirche überragt die Dächer

    Der Hundertwasserturm

    Die Wappen der Republik Österreich und der Stadt Wien (Wieder ein Doppeladler)  am Albertinischen Chordach des Stephansdoms
    1950 steht für die Fertigstellung des Daches nach der Renovierung/ Restaurierung der Kriegsschäden

    Kranparade

     

    Jesuitenkirche – Universitätskirche

     

    Meine Wenigkeit.

     

    Ca. 230.000 Dachziegel bilden in insgesamt 10 verschiedenen Farbtönen das bekannte Zickzack-Muster.
    Jeder einzelne Ziegel wiegt ca 2,5 kg und ist nicht nur mit 2 Nägeln an den Sparren befestigt, sondern liegt zusätzlich noch in Mörtel.

    Auch den Wiener Prater konnte man von oben gut erkennen

     

    Anhand von Panoramatafeln wurde erklärt, was man sah

       

     

    Wir blieben eine ganze Weile oben und genossen die Aussicht.

    Aber dann wurde es doch langsam Zeit, zurück zum Auto zu fahren.

    Uhr am Stephansdom

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    Auf dem Weg zur Bahnstation haben wir noch ein paar schöne Ecken von Wien gesehen, wie zB diesen Straßenzug

     

     

    Und zurück am Stadion …

     

    … in unsere fahrende Sauna.

     

    Wir sind rechtzeitig wieder im Auto, denn am späten Nachmittag gab es wieder starke Gewitter

    Am Hotel holten wir meine Mutter ab und fuhren in ein uriges Restaurant in der Nähe vom Hotel in Bratislava. 
    Das Gewitter zog ebenfalls von Wien Richtung Bratislava. 

    Ich schaue da immer gerne auf https://www.lightningmaps.org 
    Jeder rot-gelbe Punkt ist ein „frischer“ Blitz, je dunkler der Punkt wird, desto länger ist der Blitz her. So kann man auch die Zugrichtung gut erkennen. 

    Und ebenfalls gut zu erkennen: Das war ein sehr blitz-intensives Gewitter.

    Abschluss mit Gewitter und Grillplatte

    Von außen sah das Restaurant nicht sehr vielversprechend aus – der erste Eindruck täuschte aber, wie wir kurze Zeit später feststellten. 

    Da dieses Restaurant wohl eher für Einheimische gedacht ist, gibt es keine englische Karte. 

    Aber zum Glück gibt es ja Google Lens! 

    Google Lens funktioniert auch nicht immer perfekt …. Zahnpasta mit Soße Hollandaise oder gebratene Zahnstocher. 
    Auf gut Glück bestellten wir etwas, bei dem wir uns sicher waren, dass die Übersetzung stimmte. 

    Und siehe da: Eine große Grillplatte, leckeres Gemüse, Pommes, 3 Soßen, Brot. Absolut top! 

    Auch der Außenbereich ist sehr gemütlich, wenn nicht grad ein Gewitter über einen tobt…

    Das war ein schöner Abschluss unserer kleinen Reise nach Bratislava, ab morgen startet der Urlaubsmodus! 

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    Am Abend packten wir unsere Koffer, denn am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir in den Pongau im Salzburger Land.

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    Danke, dass ihr wieder dabei ward, auch wenn es nur einen kleinen Einblick in die schöne Stadt Wien gab.
    Uns hat sie sehr gefallen und hat 100 % Lust auf mehr gemacht!!

     

    Im nächsten Bericht nehme ich euch mit nach Hallstatt. Sagt euch nichts?
    Ich bin mir sicher, ihr kennt es, vor allem ein bestimmtes Bild davon.
    Mehr dazu dann im nächsten Bericht! 

     

    Bis zum nächsten mal !!!

    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeing mit Hindernissen

     


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    Unser 3-Generationen-Ausflug von Bratislava nach Wien – Sightseeingtour und Stephansdom