Zum Inhalt

Monat: Januar 2023

Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots

Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots


NAMIBIA

Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots

 

 

Hallo zusammen,

 

Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir starten direkt, denn heute steht viel auf dem Programm. 

Namibia. Hammerstein-Lodge. Ein Morgen im Juli.  

Unser Tag begann sehr früh…

Noch vor Sonnenaufgang saßen wir am Frühstückstisch. Um 6.30 Uhr.
Die armen Kids? Nö, die waren bestens gelaunt. Ehrlich! Sie freuten sich auf die Dünen und auf den nun vor uns liegenden Teil der Reise, der für die Kids gleich mehrere Highlights bereithielt, denn die Kids haben beim Programm fleissig mitbestimmt!
Außerdem gab es ein wirklich tolles Frühstück in der Hammerstein-Lodge.  

.

Heute hatten wir viel auf dem Plan:
Fahrt zu den höchsten Dünen der Welt, einen Apfelkuchen essen im legendären Solitaire und dann noch die Weiterfahrt bis zur Küstenstadt Swakopmund.

500 Kilometer, 6 Stunden reine Fahrtzeit.

Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen.

Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver.

Und schon waren wir wieder on the Road!

Die Kids machten sich wieder Musik auf die Ohren und schliefen noch eine Runde.

Eigentlich schade, denn die Landschaft war sehenswert.
“Mama, wir haben schon soviel schöne Landschaft gesehen und gleich sehen wir die Dünen, wir schlafen jetzt, Autofahren ist langweilig.”

Ok, ein Nachteil in Namibia sind die Entfernungen zwischen den vielen sehenswerten Orten.

Wir hätten noch weiter in den Süden fahren können zum Fischriver Canyon zum Beispiel, dem Grand Canyon von Namibia. Oder hätten länger in der Gegend zwischen Hammerstein und Solitaire bleiben können…  Oder hätten noch mehr Zeit im Etoscha verbringen können ….. Hätte hätte ….
Wir haben eine Rundreise gemacht mit vielen Highlights, aber in 18 Tagen muss man sich überlegen, was ist einem wichtig und was weniger wichtig und vor allem was auch machbar ist. 
Wir wollten von allem etwas – etwas Tiere im Norden, etwas Dünen im Süden, etwas Meer im Westen –  und im Nachhinein betrachtet ist uns das gut gelungen.
Beim nächsten mal werden wir zum Beispiel mehr Richtung Norden reisen bis zum Caprivi-Streifen und auch im Etoscha mehr Zeit einplanen.

 

Für den heutigen Tag stand wieder einmal ein Highlight an:
Die höchsten Dünen der Welt!

Aber erst einmal mussten wir dort hinfahren.

Von der Hammerstein-Lodge bis zu den Dünen im Sossusvlei sind es 130 km.

Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen, die vielen Wolken ließen sie kaum durch …

Der Horizont war diesig.

Dann aber entfaltete die Namibische Wintersonne ihre ganze Kraft, die Wolken wurden weniger und das Sonnenlicht kam durch.

 


Die Landschaften in Namibia sind unglaublich. Atemberaubende Schlucht-Landschaften, massive Berge, unendlich scheinende Weite. Manchmal, wenn man einen Tag on the Road ist, wechselt die Landschaft im stündlichen Wechsel.
Immer wieder wundervoll, die Straßen entlang zu fahren und die Gegenden an sich vorbeiziehen zu lassen.

Ich genoss es jedes mal aufs Neue und auch an diesem Morgen bleib meine Handykamera im Dauer-On-Modus.

Einfach nur wow, … schade, dass die Kinder das verschliefen.

 

Eine Oryx-Antilope am Wegesrand

 

Irgendwann erkannte man schon die ersten roten Dünen am Horizont!


 

Eintritt zum Sossusvlei

 

Um zu den Dünen zu kommen, muss man in Sesriem beim Office Eintritt zahlen. Dort kann man auch direkt Getränke kaufen, was ich nur empfehlen kann.

Der Eintritt war angemessen.
Pro Person waren es ca 10 Euro und für das Auto um 3 Euro.

Das ist der Eingang zum Bereich des Sossusvlei.
Bis zum Endpunkt sind es 61 km asphaltierte Straße.

Man bekommt hier auch direkt die tagesaktuelle Uhrzeit genannt, bis wann man den Naturpark wieder verlassen haben muss.
Generell gilt als Öffnungszeit: Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

 

Lageplan Sossusvlei und Deadvlei

Um euch das besser zu erklären, zeige ich euch das auf zwei Karten

Auf der ersten Karte seht ihr den Weg vom Ort Sesriem zum Hauptparkplatz vom Sossusvlei.
Von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz am Deadvlei.
Ein lohnender Zwischenstopp auf diesen 60 km von Sesriem zum Parkplatz ist die Düne 45.
Düne 45 ist eine der Dünen, auf denen es erlaubt ist, hochzukraxeln.

 

Auf der nächsten Karte seht ihr den Bereich um den Hauptparkplatz.
Dieser ist auf der Karte ganz rechts.

Parkplatz, Shuttle und WC am Sossusvlei

Dort gibt es den großen Parkplatz und auch ein sauberes WC (Kleingeld mitnehmen) .
Und von dort starten die Shuttle zum zweiten Parkplatz, von welchem man zum Deadvlei wandern kann.
Man kann theoretisch auch selber mit Auto zu diesem zweiten Parkplatz fahren, aber das ist nicht zu empfehlen. Der Sand ist sehr fein und tief auf diesem Weg und nicht zu unterschätzen.

Die Fahrt mit dem Shuttle kostete im Juli knapp 12 Euro hin und zurück.

 

Man fährt von Sesriem mit dem Auto 60 km zum Hauptparkplatz.
Von dort nimmt man am Besten das Shuttle zum zweiten Parkplatz.
Die Fahrt dauert 10 Minuten.


Wandermöglichkeiten Sossusvlei

Vom 2. Parkplatz kann man dann zum Deadvlei wandern. Die Wanderung ist durch die Dünenlandschaft und dadurch anstrengend, daher unbedingt Wasser mitnehmen und diese Wanderung nicht in der Mittagshitze machen.
Obwohl im Juli in Namibia Winter ist, brannte die Sonne wie bei uns im Sommer.
Die Wanderung zum Deadvlei dauert ca 20 Minuten pro Weg.
Die Wanderung auf die höchste Düne, der Big Daddy Düne, dauert ca 2 Stunden und ist sehr anstrengend.

Eine weitere kurze Wanderung vom Parkplatz aus führt zur Big Mamma Dune, dort ist auch ein kleiner See, welcher zu meiner Überraschung im Juli sogar noch etwas Wasser hatte.

 

.

Ok, alle bereit?

Wir haben wir die Gebühr bezahlt und starten nun die 60 Kilometer Straße zwischen den roten Dünen!

 

Mit ihren 80 Millionen Jahren ist die Namib Wüste die älteste Wüste der Welt!

 

Immer wieder sahen wir rechts und links der Straße Oryx-Antilopen …

 …und Strauße

 

Die Landschaft wechselt irgendwann von schroffen Felsen zu weichen Sanddünen.

Vom Auto aus fotografierte ich die ersten Dünen.

Die Dünen bestehen aus reinem Quarzsand und schimmern deswegen so rötlich.
Je intensiver das rot schimmert, desto älter ist die Düne.
Egal wie alt, fotogen sind sie alle. 

 

 

Unser Hochgekraxel auf die Düne 45

Wir machten einen Zwischenstop an der Düne 45.

Sie liegt ca 45 km nach Einfahrt in den Park auf der linken Seite.

Wir parkten und starteten den Aufstieg

Sehr fotogen, diese Düne

 

Und auf geht’s!

Die Kids probierten verschiedene Wege, um nach oben zu kommen.

Es sieht leicht aus, ist aber sehr anstrengend, denn bei jedem Schritt sinkt man tief in den feinen Sand ein.

Kurze Verschnaufpause.

Ich habe es tatsächlich noch gemerkt, dass ich 8 Wochen vorher Corona hatte, meine Puste war weg…..

.

 

Kleines Video

Der Aufstieg lohnt sich, die Aussicht ist phänomenal!

Aber seht selbst:

Der Abstieg hat riesigen Spaß gemacht, einfach riesige Schritte machen und man fühlt sich fast wie ein Astronaut auf dem Mond!

Unten am Fuß der Düne entdeckten wir viele Spuren.

Zu welchen Tieren sie gehören, würden wir später noch erfahren

Bye Bye Düne 45, es war eine tolle Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis.
Die Anstrengung vom Aufstieg lohnt sich!

 

Weiter geht die Fahrt Richtung Deadvlei!

 

Vorbei an weiteren malerischen Dünen

.

… und wieder ein Oryx.

Die letzten 15 km …

 

…. dann erreichten wir den Parkplatz …

 

… und waren geflasht! Wow, unbeschreiblich! Eine völlig andere Welt, in der wir gefühlt angekommen sind. Rote Dünen, spärliche Vegetation.
Eine Landschaft wie gemalt – schon jetzt hat sich die Fahrt gelohnt!

Lange brauchten wir nicht auf das Shuttle zu warten, gefühlt alle 10 Minuten fuhr eins. Bezahlt wurde in einem kleinen Containeroffice am Parkplatz.
Auch das WC-Häuschen ist dort am Parkplatz.

Sehr viele Spuren im Sand!

 

Gut bereifte und PS – Starke Shuttle zogen die Besucher durch den Sand

Dieses Pärchen wollte auf eigene Faust zum 2. Parkplatz fahren, blieb aber im Sand stecken.
Es kostet etliche Talers, wenn man sich befreien lassen muss.

 

Wir konnten entspannt die vorbeiziehende Landschaft genießen.

Manchmal schaue ich mir die Fotos an und kann nicht glauben, dass ich wirklich dort war ….

Unvergesslich!

 

Angekommen am 2. Parkplatz starteten wir direkt unseren Walk durch die Dünen.
Gut ausgestattet mit Wasser. Der Weg ist nicht weit, pro Strecke ca 20 Minuten zu Fuß. Aber durch den feinen Sand zu laufen ist anstrengend, erst recht, wenn es warm ist.

 

Diese kleinen Käfer sahen wir überall, sie hinterließen lustige Spuren.

 

Die Kids brauchten zwischendurch einiges an Motivation, sie waren dann aber froh, es geschafft zu haben und das mit eigenen Augen zu sehen.

Angekommen!!!!! Puh ….

.

.

Was ist das Deadvlei?

Das Deadvlei ist ein bizarrer Baumfriedhof.

Unzählige tote Kameldornbäume ragen aus der trockenen Tonpfanne heraus. Dank des ausgetrockneten Teil des Flusses, der Sonne und des trockenen Windes sind sie nicht vermodert, sondern stehen seit Hunderten Jahren in dieser Tonpfanne im Schutz der Dünen drumherum.
Die berühmteste davon ist die Big Daddy – Düne, die höchste Düne der Welt.
Mit ihren 300 – 350 Metern ist sie fast so hoch wie das Empire State Building.
Man darf sie hochkraxeln, für den Aufstieg sollte man ca 2 Stunden einplanen und über körperliche Fitness verfügen.

Da wir an Düne 45 schon merkten, dass uns letzteres ohnehin fehlt, blieben wir unten und bewunderten diese unwirkliche Umgebung.

 

.

Wir blieben ca 20 Minuten dort, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

 

 

Wer genau hinsieht, entdeckt die kleinsten Wüstenbewohner

 

Mein Sohnemann auf Abwegen, Dünen hoch und danach wieder runter rennen machte den Kids riesigen Spaß.

Ich konnte mich nicht sattsehen … 

Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.

Zurück am 2. Parkplatz machten die anderen eine Pause.

Im Schatten der alten knorrigen Bäume stehen Bänke und Tische.

Wanderung zur Big Mamma Düne

Unser Bekannter und ich machten uns auf dem Weg zur Big Mamma Düne, in der Hoffnung, dass der See noch etwas Wasser haben würde.

Es war Winter. Und es war trotzdem heiß! Die Sonne brannte, unsere Getränke waren aufgebraucht, trotzdem wollten wir den eigentlich kurzen Spaziergang zur Big Mamma machen.
Aber ich spürte an diesem Tag doch, dass ich noch nicht wieder richtig fit war,…

Als wir uns so durch den feinen Sand quälten, hielt auf einmal ein Auto neben uns an.
Ein Shuttle von einem Reiseanbieter.
“Kommt, steigt ein, das letzte Stück nehme ich euch mit! Hier, nehmt euch jeder ein kaltes Getränk. “
Ich dankte Gott für diesen Engel, er kam wirklich wie vom Himmel gesandt, denn den eigentlich kurzen Weg hatte ich doch etwas unterschätzt.

Nach kurzer Zeit erreichten wir den Bereich um die Big Mamma.

 

Etwas Wasser war noch in dem kleinen See und wir entdeckten sogar ein paar blühende Blumen

Ein kleiner See in der Wüste

Und da ist sie, die Big Mamma, auch eine der höchsten Dünen der Welt.

 

Ist schon surreal –  Wüstendünen, die sich im Wasser spiegeln.
Ein tolles Bild, welches ich so schnell nicht vergessen werde!

 

Zurück liefen wir dann wieder. Die Getränke haben wirklich gut getan.

.

Wieder ein Oryx

Am 2. Parkplatz trafen wir uns wieder mit den anderen und nahmen das nächste Shuttle zurück zum Hauptparkplatz.
Mit Kiloweise Sand in unseren Schuhen, schmerzenden Beinen, aber voller aufregender, toller, atemberaubender und unvergesslicher Eindrücke!!!!

Ein Oryx. Die sind hier wirklich überall

Ich mag diese Weichheit der Dünen.

 

Sonnenbrand. Im Winter. Deswegen: Unterschätzt die Sonne nicht! Auch nicht im Juli / August.

Ein paar Fotos gibt’s noch, bevor wir die Rückfahrt antreten

 

Gegen Mittag brachen wir auf Richtung Sesriem. Unser Ziel war ein Mittagsstopp in Solitaire

 

 

Wieder vorbei an Düne 45.

“Na Kinder, wollen wir noch einmal hoch?”
Und im Chor kam: “NEIN! Heute nicht mehr!”
Man merkt es nach einer Weile in den Waden, wenn man viel durch feinen Sand läuft.

Trotzdem würden wir es jederzeit wieder so machen, ein einmaliges Erlebnis!

60 landschaftlich kurzweilige Kilometer zurück nach Sesriem

Ein letzter Blick zurück …. Bye bye rote Dünen!!! 

Und schon waren wir zurück in Sesriem …

Bye Bye Sossusvlei. 

Nächstes mal bewundere ich Deine Schönheit von einem Heißluftballon. 
Viele Anbieter bieten Fahrten zum Sonnenaufgang an. 

 

Unser Fazit: 

Auch mit Teenagern lohnt sich ein Ausflug zu den Dünen im Sossusvlei und auch eine kleine Wanderung zum Deadvlei. Nehmt genug Getränke mit. 
Plant Zeit ein für die Düne 45, lauft einmal hoch und rennt dann die Dünen runter. 
Während ich mich beim Aufstieg fühlte wie eine Oma, wurde ich beim runter-rennen schlagartig wieder zum Kind! Ein riesiger Spaß für alle. 

Wie sage ich immer: 
Man ist nie zu alt, um jung zu sein 

 

Nach der Fotoflut beende ich den Beitrag hier und zeige euch die Fotos von Solitaire und die Fahrt nach Swakopmund im nächsten Beitrag. 

 

 

 

 

Sossusvlei und Deadvlei – Rote Dünen, Sand in den Schuhen – und viele tolle Fotospots


 

Bereits veröffentlichte Berichte aus Namibia

Namibia

 

 

 

 

 

 

Safarifahrt zwischen NamibRand und Kalahari

Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat


Safarifahrt zwischen NamibRand und Kalahari

 

Wie versprochen zeige ich euch hier in einem gesonderten Bericht die Fotos unserer Safari-Fahrt irgendwo zwischen NamibRand und Kalahari

Ausgangspunkt war die Hammerstein-Lodge, in welcher wir eine Nacht blieben 

Kosten für die Safarifahrt / Pirschfahrt

Die Safarifahrt / Pirschfahrt haben wir direkt bei Oliver in der Lodge gebucht, umgerechnet kostete sie ca 22 Euro inkl. Getränke zum Sundowner

 

Einsteigen, es geht los!!!!

 

Wir fuhren eine ganze Weile, bis wir unser Ziel erreichten.
Von der Straße ging es auf schmale sandige Feldwege

Wie genau das Gebiet heißt weiß ich gar nicht, aber es liegt irgendwo zwischen dem NamibRand Naturreservat und der Kalahari 

 

Rote Sandwege

Roter Sand und schöne Landschaft. Fehlen nur noch schöne Tiersichtungen

Die ersten ließen nicht lange auf sich warten

Die ersten Tiersichtungen ließen nicht lange auf sich warten

Zwei Löffelhunde durchstreiften die Steppe

Wenig später entdeckten wir eine Herde Zebras.
Durch den roten Sand wurden die weißen Stellen leicht orange

Zebras und eine einsame Giraffe

 

 

Eine einsame Giraffe genoss ihr Abendessen

Eine Weile konnten wir keine Tiere in der Nähe unseres Wegen ausmachen. Aber auch die Landschaft war lohnenswert.

Wie fühlt sich das an, auf Safari zu sein?

Ich kann das gar nicht so wirklich beschreiben. Man fährt im offenen Safari-Fahrzeug durch diese wundervolle Landschaft und die ganze Zeit halten die Kids und wir Ausschau nach Tieren. 
Was raschelt da im Gebüsch? Sind das Ohren im Gras? Ist dahinten eine Giraffe? 
Wow, guckt mal da, Zebras!!!!! 
Es ist so spannend und aufregend, wir haben mehrere Safarifahrten / Pirschfahrten gemacht und jede einzelne war einzigartig und hatte ihren ganz besonderen Highlights. Eine laufende Giraffenherde, Hyänen bei der Jagd, eine Gruppe Elefanten mit Jungtiere… Und das Highlight der heutigen Safarifahrt hatten wir noch vor uns. Aber das ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. 

Wir genossen die Landschaft und hielten Ausschau nach Tieren
 

Fast hätten wir sie nicht gesehen – 2 Löffelhunde, gut getarnt im hohen Gras
Mit Windrädern wird Wasser in die Wasserlöcher gepumpt
Lodgehäuser einer benachbarten Lodge

Afrika!!!
Afrika!

 

Muss das Horn dieser Antilope so? Irgendwie sah es unnatürlich aus

Sehr lässige Antilope

.

Etwas weiter zog eine Herde Gnus durch die Weite

Weite Landschaft

Wieder ein Löffelhund

.

Und wieder viel malerische Landschaft

 

Wir trafen wieder auf eine Zebraherde und eine Antilopenherde

Zebras und Antilopen

.

Etwas weiter entfernt tummelten sich jede Menge Springböcke

Weiter ging die Fahrt. Die Sonne senkte sich und die afrikanische Landschaft wurde in ein warmes Licht getaucht 

Glücklich!!!!!

Einfach nur glücklich.
Ich bin so dankbar, dass wir all das mit den Kindern erleben durften!
Erneut treffen wir auf eine große Gnu-Herde

Wir fuhren mindestens eine halbe Stunde durch die Landschaft. Sahen immer wieder Antilopen, Zebras und Gnus. 

 

 

Und dann war geplant, dass wir zum Sonnenuntergang-Point fahren. Die Sonne war schon dicht am Horizont. 

Aber dann wurde unser Fahrer auf einmal schnell! Er bog in eine Seitenstraße ein und gab Gas! 
Irgendetwas hatte er mit seinem Fernglas entdeckt, wir sahen erst noch nichts … 

… aber dann … 

Unser absolutes Highlight

Nashörner! 

Drei ausgewachsene Tiere und ein Jungtier. 

 

 

Soooo niedlich! 

Wir konnten unser Glück kaum fassen

 Bei der Nashornart handelt es sich um Breitmaul-Nashörner.

 

Es war so schön, so lieblich, so niedlich – wir hätten fast den Sonnenuntergang verpasst!

 

 

Leuchtend Orange geht die Sonne unter

 

Wir fuhren zum Sonnenuntergangspunkt.
Als wir ihn erreichten, war die Sonne schon untergegangen und das wundervolle namibische Abendhimmelleuchten begann 

Bei einem kühlen Getränk und ausgelassener Stimmung sahen wir uns das Farbspektakel am Himmel an. 

Dieses Leuchten. Dieses Licht. Es faszinierte mich jeden Abend aufs Neue. Ich genoss es, atmete tief ein und aus, versuchte, diese Stimmung aufzusaugen. 
Diese Freiheit um mich herum, die Sonnenuntergänge als leuchtender Abschluss unserer schönen Tage in diesem so wundervollen Land. 
Und auch die Kinder waren entspannter als zu Hause. Hauptthema an diesem Abend waren die Nashörner, vor allem das Jungtier. 

 

… und dann war es Zeit für die Rückfahrt. Eine halbe Stunde im offenen Wagen. Und es war frisch. Sobald die Sonne weg war, kühlte es auf wenige Grad über Null ab. 
Wir kannten das schon und zogen unsere Winterjacken an. 

 

 

Zurück in der Hammerstein-Lodge gab es direkt Abendessen. 

 

Den Tag ließen wir am Kamin ausklingen. 

 

 

 

Kontakt zur Hammerstein-Lodge 

E-Mail direkt an die Hammerstein-Lodge (könnt ihr auf deutsch schreiben)

Website: https://daosa.com.na/

 

 

 

Früh am nächsten Morgen begann unser Tag 

 

Die Hammerstein-Lodge kann ich euch sehr empfehlen.
Die Zimmer waren sauber, das Essen sehr gut,  Oliver kümmert sich um jeden Wunsch mit Engagement und Herzblut und Spaß kann man auch mit ihm haben! 

Direkt nach dem sehr frühen Frühstück starteten wir Richtung Dünen. 

Wir verabschiedeten uns von der Lodge und von Oliver. 
Obwohl wir nur eine Nacht dort waren, fühlte es sich schon alles familiär an. 

 

On the Road again! 

 

Na, seht ihr die Oryx-Antilope? Wir hätten sie auch fast übersehen

 

Im nächsten Teil nehme ich euch mit in die Wüste! Dort, wo es die höchsten Sanddünen der Welt gibt! 

Bis zum nächsten mal !! 

 

 

 

Safarifahrt in der Nähe vom NamibRand Naturreservat


Bereits veröffentlichte Namibia-Reiseberichte:

Namibia

 

 

 

 

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften


 

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften

 

Hallo zusammen,

schön, dass ihr wieder dabei seid.

Nach unserer tollen Tour in den Norden Namibias waren wir für 2 Nächte auf der Otjisazu- Farm in der Nähe von Windhoek. Die Kids hatten sich einen Erholungstag gewünscht und wollten einfach nur chillen.

Danach aber hieß es wieder Taschen packen für unsere nächste Mehrtages-Tour, dieses mal Richtung Süden!

“Kinder, packt eure Sachen bitte schon heute Abend, morgen müssen wir um 7 Uhr losfahren.” sagte ich wissentlich vorsichtig nach dem Abendessen auf den Weg zu unseren Zimmern.

“7 Uhr morgens?!” Entrüstung pur. “Mama, ernsthaft, wir haben Ferien!”

Ja, manchmal haben wir diese Diskussionen. Und dann gilt es einen Kompromiss zu finden.
Aber gibt es für Teenager einen Kompromiss, wenn sie um 6.30 Uhr in den Ferien aufstehen müssen?
“Können wir nicht später fahren?”

“Nein, wir haben eine längere Strecke vor uns. Aber das erste Stück ist komplett asphaltiert, da könnt ihr im Auto weiter schlafen.”
– “Fahren wir dann zu den Dünen?”
“Jep!”
– “Jaaaaaaa, endlich!”

Darauf freuten sich die Kids sehr. Unser Ausflug in die Dünen zwischen Swakopmund und Walvisbay.

Vorher aber fuhren wir Richtung Maltahöhe und Sossusvlei, die Wüste mit den höchsten Sanddünen der Welt.

Ihr lest es – es lagen einige tolle Abenteuer vor uns!

Abstauben lohnte sich nicht, denn auch die Wege Richtung Süden sind wieder teilweise Schotterpisten. Staubige Schotterpisten.

 

Windhoek, ein Morgen im Juli 2022.
6.29 Uhr. In den Gästezimmern 5, 6 und 7 schlummern alle tief und fest.
6.30 Uhr. Aus allen drei Zimmern ertönen mindestens zwei verschiedene Handywecker.
Schweigendes Gewusel beginnt.
Die Koffer können wir auf der Farm lassen, da wir hier auch unsere letzten beiden Nächte verbringen werden.
Wir packen unser Handgepäck fertig und gehen zum Frühstücksraum.
6:50 Uhr. Frühstück! Der Kakao steht schon bereit. Und das frisch gebackene Brot. Wieder werden wir mit süßem Gebäck verwöhnt. Joghurt, frisches Obst – obwohl wir so früh dran sind, ist schon alles vorbereitet – und lecker wie immer, ein toller Start in einen lange Tag.
7.15 Uhr. Wir sind zur Abfahrt bereit.
Um 7.20 Uhr sind wir unterwegs Richtung Süden!
Die Kids schnappen sich ihr Nackenhörnchen, machen sich Musik auf die Ohren und schlafen.
Eine lange Fahrt liegt vor uns.

Wir nehmen einen kleinen Umweg und fahren den Pass an der Maltahöhe. Andreas hat ihn uns empfohlen.

Unsere Tages-Route

Karte:

500 km, knapp 6 Stunden reine Fahrtzeit. So eine Strecke ist eigentlich zuviel, aber auf dieser Strecke ist ein Großteil asphaltiert, somit ist das in diesem Fall machbar.
Nur auf Schotterstraßen würden wir so eine weite Strecke definitiv nicht empfehlen!

Das erste Stück von der Otjisazu-Farm Richtung Windhoek.

 

Paviane mitten auf der Straße!

Kurz vor Windhoek trafen wir auf eine Pavian-Herde mitten auf der Straße

 

Nur 781 km bis Süd-Afrika! 

 

Nachdem wir Windhoek verließen, wurde die Landschaft hügelig und sehr malerisch.

Die Kids verschliefen das leider.

 

Hinter Windhoek begannen die Berge

Ist das nicht schön? Ich genoss es sehr, diesen Teil der Strecke zu fahren.

Kleiner Tankstop in Rehoboth

In Namibia gibt es übrigens nicht nur deutsches Radio, sondern auch eine deutsche Tageszeitung.

Interessante Strommasten-Konstruktion

Wir fuhren die B1 bis Kalkrand.

 

In Kalkrand bogen wir rechts ab – und hatten eine langweilige, eintönige Schotterpistenstrecke vor uns.

Nur geradeaus durch die weite Landschaft


Brücke über den Fluss Vis, welcher in den trockenen Wintermonaten nur wenig Wasser führt

Im Flußbett waren viele Tiere

Viele Tiere tranken an den kleinen Wasserlöchern   

Die Fahrt durch die eintönige flache Landschaft dauerte um 2 Stunden, genau weiß ich es nicht mehr, es zog sich wie Kaugummi….

Eine willkommene Abwechslung: Gegenverkehr, in diesem Fall ein typischer Tiertransport

Danach wieder nichts. Nur eine Straße und weite Landschaft. Die C21 ist wahrlich nicht spektakulär…

Und dann hatten wir es endlich geschafft, die Schotterpiste endet und geht wieder in eine asphaltierte Straße über: Die C19 Richtung Maltahöhe


Wir fahren durch den Ort Maltahöhe

 

Kaum sind wir durch den Ort durch, wird aus der asphaltierten Straße wieder Schotterpiste
Dafür gibt es ein eigenes Straßenschild

Ein kleiner Canyon mit besonderen Steinen

Wir fuhren weiter auf der C19 und erreichten einen kleinen Canyon.
Das besondere hier ist die Gesteinsart.

Wir parkten das Auto für einen kleinen Spaziergang

Schaut euch mal die Steine an, so etwas habe ich nie zuvor gesehen.

Die seltsam geformten Steine sind Schwarzkalk.
Hierbei handelt es sich um ein unter Sauerstoff-Ausschluss abgelagerten Sediment.
Schwarz ist es, weil das Sediment aufgrund des fehlenden Sauerstoffs nicht zersetzt wurde, sondern vermoderte.
Die Rillen und Vertiefungen entstehen durch Regenwasser, welche das Kalk beim abfließen ‘ablösen’

Tolle Landschaft!

 

Und so sehen die kleineren Steine aus, welche dort zu Tausenden liegen.

.

 

Etwas weiter entdeckten wir Tiere:
Felsenantilopen!
Diese Antilopenart haben wir bislang noch gar nicht gesehen.

Leider liefen sie direkt weg. Schade.

 

.

.

 

Die Landschaft wurde immer schöner!

Und dann beginnt er endlich, unser Grund für diesen Umweg: Der Zaris-Pass!

Wow, unbeschreiblich! Als würde man durch ein Bild aus einem Reiseführer fahren, es war so schön! Andreas hat nicht zuviel versprochen – aber er versprach, dass wir auf dem Weg nach Swakopmund eine weitere ähnlich schöne Landschaft durchfahren würden.
Dass dies hier zu toppen sei glaubte ich nicht!

Die Jungs “Hey, guckt mal, da hat ein Riese Minecraft gespielt!”

Irgendwie wirkte das so, als dürfte das schwerkrafttechnisch gar nicht so stehen bleiben. Tat es aber, wie auch immer. Die Natur kann sowas halt!

 

 

 

Ein kleiner künstlicher Affe zeigte uns den Weg – denn hier mussten wir abbiegen, um zur nächsten Lodge zu kommen:

Die Hammerstein-Lodge

 

Angekommen! Gegen 14.30 Uhr erreichten wir die Hammerstein- Lodge

 

Lage:

 

Andreas hatte uns die Lodge empfohlen. Sie lag gut auf unserem Weg, ist sauber, hat sehr gute Preise und bietet auch Pirschfahrten an.

 

Außenansicht der Lodge – in diesem Gebäude sind Rezeption, Restaurant, Bar, Aufenthaltsraum und einer von mehreren Zugängen zur Terrasse

 

Wir wurden sehr herzlich von Oliver begrüßt. Er ist ein deutscher Auswanderer und führt nun die Lodge mit sehr viel Liebe und Engagement.

Als erstes zeigte er uns die Zimmer. Wir hatten drei Doppelzimmer in einem Nachbargebäude. Die Zimmer lagen nebeneinander.

 

 

Die Zimmer waren sauber und gut eingerichtet.

Anschließend zeigte uns Oliver die Lodge.

Die Bar…

… und eine Art Wintergarten.

Direkt angrenzend zu der großzügigen Terrasse.

Es gibt einen Pool mit vielen Sonnenliegen und was wir bislang selten in Namibia gesehen haben: Einen kleinen Spielplatz im Garten

Die ganze Anlage ist sauber und gepflegt mit viel Liebe zu Details. 
 

Wir haben einen kleinen Bauernhof, deswegen bekam ich Heimatgefühle. Wir haben auch einen Oldtimer-Trecker – und auch so einen Pflug zum Schieben.

Dieses Foto habe ich direkt in unsere Familiengruppe geschickt. Bei uns im Ort finden regelmäßig Oldtimer-Trecker-Treffen und Ausfahrten statt. Ich liebe es!

Auf dem Bereich der Terrasse gibt es sogar einen kleinen Brunnen / Teich

 

Wir hatten noch kein Mittagessen und fragten Oliver, ob wir noch eine Kleinigkeit essen könnten.
Die Mittagstisch-Küche war aber schon zu – aber dann sagte er zu uns: “Setzt euch mal dort hin, ich überlege mir was! Mögt ihr Schinken und Käse?”  Daumen nach oben, Nicken oder “Jaaaa!” – einstimmig. “Ok, bin gleich zurück!” Und schon verschwand Oliver Richtung Haupthaus. Wenig später bekamen wir dann alle Schinken-Käse-Toast und kühle Getränke.
Toller Service!

 

Bei einem Spaziergang über das Lodge-Gelände sahen wir ein großes verwaistes Gehege und fragten Oliver, was es damit auf sich hat.
Früher gab es in der Lodge einen zahmen Geparden.

Auf vielen Postkarten und Fotos in der Lodge ist “Lisa” noch zu sehen.

Leider ist sie inzwischen verstorben und eigentlich wollte Oliver gerne wieder Katzen in seiner Lodge halten. Das Gelände drumherum ist riesig. Leider ist dies nicht mehr erlaubt. Schade, ich hätte gerne endlich mal eine Raubkatze gesehen, denn im Etoscha hatten wir leider kein Glück.

Oliver bot uns eine Pirschfahrt an, zum Sonnenuntergang. Da würden wir zwar keine Löwen oder Geparden sehen, aber viele andere Tiere. 

Wir würden, weil wir 6 Personen sind, einen eigenen Wagen bekommen, da wir in dem größeren Safari-Wagen keinen Platz mehr haben würden.
Preis: Umgerechnet 22 Euro p.P. inkl. Getränke beim Sonnenuntergang.

Wir buchten die Tour, bis dahin konnten wir uns noch etwas im Zimmer ausruhen oder auf der Terrasse bei kühlen Getränken die Sonne genießen.

Weil auf der Pirschfahrt viele tolle Fotos entstanden, mache ich daraus einen eigenen Bericht.

Ein kleiner Vorgeschmack:  

Weiter geht’s hier mit dem Abendessen.

Gereicht wird es im großen Restaurant als Buffett.

Rindfleisch, Gemüse, Reis, Nudeln auf Wunsch auch vorher eine Suppe. Es fehlte an nichts.

Das war besonders lecker.

 

Als Nachtisch gab es verschiedene Sorten Eis und Kuchen.
Leider habe ich davon heute kein Foto für euch. Es war lecker, dass muss an dieser Stelle reichen. ;-)

Die Deckenkonstruktion und Beleuchtung

Dieses Bild hätte ich am liebsten auch zu Hause.

 

Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns.

 

Eine lange Fahrt durch viele verschiedene Landschaften, eine tolle Pirschfahrt im afrikanischen Sonnenuntergang und ein reichhaltiges Essen.

Nachdem die Sonne weg war, wurde es wieder sehr frisch.

Wir suchten uns in der Bar einen Platz am kuschelig-wärmenden Kaminfeuer und ließen den Tag mit ein paar kühlen Drinks ausklingen.

 

.

.

.

Der nächste Morgen…  Wie immer begann unser Tag früh.

 

Guten Morgen aus der Hammerstein-Lodge! Was für ein Himmel, alleine dafür hat sich das frühe aufstehen gelohnt!

 

Die Kids standen trotz der Uhrzeit voller Vorfreude auf.

Denn heute würden wir in die Dünen fahren, darauf freuten sie sich sehr!

Erst einmal gab es aber Frühstück!

Auch das Frühstück gab es in Buffetform. Es gab Toast, frisches Brot, Aufschnitt, Käse, Gemüse und Obst. Auf Wunsch auch Ei und Bacon und für die Kinder Kakao.  Gestern hatte ich vergessen, den Spielplatz zu fotografieren, das holte ich schnell nach.

.

.

 

Kontakt zur Hammerstein-Lodge 

E-Mail direkt an die Hammerstein-Lodge (könnt ihr auf deutsch schreiben)

Website: https://daosa.com.na/

 

.

.

Danke, dass ihr wieder dabei ward. 

Im nächsten Bericht nehme ich euch wieder mit auf eine Safarifahrt – afrikanischer Sonnenuntergang inklusive, wobei wir den fast verpasst hätten, aus einem sehr niedlichem Grund

 

Bis zum nächsten mal! 

 

Von Windhoek Richtung Süden – unendlich scheinende Straßen und grandiose Berglandschaften


Bereits veröffentlichte Reiseberichte aus Namibia
Namibia