Los Angeles – Island – Amsterdam Rückflug mit WOW – Air

Goodbye Amerika …..

 

Jede Reise hat irgendwann auch ein Ende ….

… bei jeder Reise kommt irgendwann der Tag, an dem es wieder nach Hause geht ….

Heute …. war es bei uns so weit ….. Der Tag der Abreise war da.

Die Zeit ist nur so davongeflogen.

Wir packten die letzten Sachen mit einem weinenden und einem lachenden Auge zusammen.

Das weinende Auge, weil wir soviel noch nicht gesehen haben, weil es so toll war, mit dem Wohnmobil von Nationalpark zu Nationalpark zu fahren, weil wir am liebsten noch 2 Wochen länger bleiben würden, um die Tour fortzusetzen, ….. das lachende Auge, weil wir uns auf unsere Familie und Freunde zu Hause freuten und die Kinder freuten sich darauf, ihren Papa nach 3 Wochen endlich wieder zu sehen!

Zum Frühstück gab es Reste. Müsli, Brot, Obst, Joghurt, Apfelmus

Zeitig verliessen wir den Campground und machten uns auf den Weg Richtung Los Angeles. Mir gruselte etwas vor dem Strassenverkehr dort, denn der ist echt zum abgewöhnen …..

 

 

Spuren von dem bisschen Wind gestern

 

 

Spaghettistrassenknoten

 

Und so in der Art sieht das auf dem Navi aus

 

 

Hach ja ……. da kommt man ins träumen …..

 

 

6 verschiedene Strassen …..

 

Die Abgabe vom Wohnmobil verlief ohne Probleme.

Wir fuhren auf den großen Platz von Cruise America in Los Angeles und wurden direkt von einem Mitarbeiter empfangen.

Er schaute sich im Wohnmobil um, ob es irgendwelche Schäden gibt (gab es aber nicht! 🙂 ) und notierte den Meilen-Stand.
Ausserdem brauchte er eine Kopie der Unterlagen, welche wir bei der Übernahme in San Francisco bekommen haben.
Danach konnten wir alles ausräumen

Wir hatten immer noch Lebensmittel übrig und ausserdem noch einiges an Sand-Spielzeug.

Es gibt eine Art Sammelstelle, wo man ungeöffnete Lebensmittel / Flaschen und auch Spielzeug und Co spenden kann.

Der nächste Camper würde sich darüber freuen und vor allem, wenn Kinder dabei sind, denn wir hatten einiges an Sandspielzeug, welches wir nicht mitnehmen konnten (Koffer waren voll …. )

Nun war die Zeit gekommen, unserem liebgewonnenem ‘zu Hause auf Zeit’ Adieu zu sagen ….. “Tschüss Wohnmobil!” sagten die Kinder leise und winkten dem auf unserer Tür aufgeklebten Hund traurig. Der Hund sah unserem Hund sehr ähnlich und “begrüßte” uns immer, wenn wir zurück zum Wohnmobil kamen.

Der Mitarbeiter von Cruise America rief uns dann ein Taxi und dieses sollte uns zum LAX fahren. Auf dem Weg dorthin erzählte ich dem Fahrer, dass unser Flug erst am späten Abend gehen würde und da sagte er, er wüsste ein tolles Plätzchen, wo wir die Zeit überbrücken könnten und welcher auch viel schöner wäre als die Wartehalle am Flughafen. Dort könne man auch sehr gut die landenden Flugzeuge beobachten.

Das klang gut! Ich übersetzte es den Kindern, wir stimmten ab, ob wir statt zum Flughafen zu dem Park fahren sollten. 4x eindeutig JA!

Er fuhr zunächst Richtung Flughafen, bog dann aber vorher ab und als er anhielt, sahen wir schon den kleinen Park mit Rasenflächen und schattenspendenden Bäumen.

Der Park hat übrigens den vielversprechenden Namen “Airplane Landing View Point”. Gleich gibts noch eine genaue Lagekarte

Ein schönes Fleckchen und wir beschlossen, dort ein kleines Picknick zu machen, mit den Resten unserer Reste. Wir hatten noch Getränke, etwas frisches Obst, Joghurtsticks und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Wir suchten uns einen schönen Platz mit Blick auf das Rollfeld und packten unsere Sachen aus.

Alle paar Minuten donnert ein landendes Flugzeug über uns hinweg. Für die Kinder und mich war das gleichermaßen spannend und auch ein paar Planespotter haben sich dort ein Plätzchen zum Flugzeuge beobachten gesucht.

“Mama, da kommt wieder einer!” – zugegeben, ein ruhiges Picknick sieht anders aus, aber wann sieht man schon so viele landende Flugzeuge? Und dann noch aus direkter Nähe, wir waren oft fast direkt unter den Flugzeugen!

Ab und zu startete dann auch mal einer, allerdings “von uns weg”

 

 

 

 

 

Die Lage von dem Park:

 

 

 

 

Die Sonne meinte es heute sehr gut mit uns. Fast so schien es, als wolle das Wetter die Kapriolen der letzten Wochen wieder gut machen.

Was hat uns das Wetter alles vermasselt,….
Durch anhaltende Regenfälle gab es am Highway No.1 massive Erdrutsche, so dass er gesperrt werden musste. Mein Traum, den Highway in Big Sur entlang zu fahren ist also weiterhin mein Traum. So nah und doch so fern….. Auch meinen absoluter Musst-See-Point im Julia Pfeiffer Burns State Park musste ich streichen, …. dabei hatte ich mich vor allem genau darauf sehr gefreut, es war eines meiner Top-3-Highlights auf der Tour ….. In San Francisco fiel 2x unsere Stadtrundfahrt wegen Regen aus und wir haben unendlich viel Zeit mit warten verschwenden müssen und so vieles nicht gesehen, was wir sehen wollten (und in der Tour inkludiert gewesen wäre) ….. Auch unser geplanter Strand-Nachmittag in Morro Bay fiel ins Wasser…. In Las Vegas fielen wegen dem Wind die Wasserspiele aus,…. dabei war auch das eines meiner Top-3-Highlights auf der Tour ….. Unser Strandurlaubstag in Huntington Beach fiel wegen dem Sturm aus, da man übelst sandgestrahlt wurde.
Ja, da könnte man echt heulen…..
Aber – ich möchte auf keinen Fall jammern: Wir hatten eine wirklich tolle Tour und haben soviel gesehen, dass wir abends manchmal völlig k.o. in unsere Betten fielen. Es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte und ich bin froh und sehr glücklich (und auch dankbar), dass ich das mit meinen Kindern erleben durfte!

Und Reisen mit Wohnmobil macht richtig viel Spaß! Ich war immer etwas skeptisch, aber nun bin ich froh, dass wir es einmal ausprobiert haben. Uns hat das so gut gefallen, dass wir uns vorstellen können, irgendwann, wenn unsere Spardose wieder voll ist, wieder eine Tour mit einem Wohnmobil zu machen. Vor allem mit Kindern ist das sehr praktisch. Man hat die eigene Toilette und einen vollen Kühlschrank immer dabei, kann auf jedem Parkplatz Rast machen, ohne ständig auf irgendwelche Rastplatztoiletten gehen zu müssen und auch ohne dauernd irgendwas kaufen zu müssen. Selbst Eis hat man immer dabei und kühle Getränke.Und ein weiterer Vorteil: Man ist nicht laufend am Koffer ein- und auspacken, denn im Wohnmobil räumt man alles in die Schränke und fertig.

Mein Sohn spart weiterhin auf einen weiteren Urlaub im Wohnmobil oder am besten sogar ein eigenes Wohnmobil. 23,50 € hat er nun, selbst auf der Kirmes wollte er teilweise nicht mit ins Karussell, damit ich das Geld in seine Spardose stecke. Er ließ sich dann aber doch relativ schnell überreden, doch mitzukommen, als er vor der Gruselbahn und der Kinderachterbahn stand 😉

 

Wir sind immer noch in dem kleinen Park, unsere Reste-Reste sind fast alle weg und wir geniessen ein letztes mal die Sonne Kaliforniens und bestaunen die landenden Flugzeuge.

In wenigen Stunden würden wir auch wieder im Flieger sitzen, ……

 

 

Der Park ist nicht groß. Aber es wurde nicht langweilig. Wir waren um die 2,5 Stunden dort.

 

Auf das warme Gras legen und die Flugzeuge beobachten, welche direkt über einen drüber her fliegen.

 

Keine Fotomontage! Die flogen teilweise wirklich sehr tief

 

 

 

 

2 kurze HD-Videos:

 

Landeanflug

Imposant war der Start vom A380 der Lufthansa

 

Der Taxifahrer sagte, es wäre zu Fuß nicht weit bis zum Terminal.

Aber mit 3 Kindern und Tonnen von Gepäck fühlte sich der Weg an wie mindestens 5 Km. …..

 

 

 

Gedenkstätte auf dem Airportgelände

 

 

Welcome to LA

Für uns leider nicht, wir mussten uns in wenigen Stunden von LA und von den USA verabschieden …. Jetzt kam trotz aller positiver Gedanken doch sehr viel Wehmut auf,….. Die Kinder schauten ebenso traurig auf die Schilder.
“Da steht Willkommen” – aber wir müssen jetzt wegfliegen von Amerika!” ….
“Mama, meinst du, wir kommen hier noch einmal irgendwann hin? Das war so toll alles!”
“Aber dann auch wieder mit Wohnmobil und mit so einem Höhlen – Bett oben!”

Irgendwann vielleicht, wer weiß …. Träumen darf man ja, oder? 🙂

 

Der Check in verlief komplikationslos.

Von Los Angeles flogen wir wieder zurück nach Island.

 

 

Glücksgefühle pur. Vor 2 Jahren auf unserem Flug auf die Malediven rief die Stewardess mir noch sehr laut und indiskret zu, ob ich eine Gurtverlängerung bräuchte. …. Nein, der Gurt ging damals noch zu, so gerade eben. Atmen ist ohnehin überbewertet….. Heute kann ich mir das kaum noch vorstellen, auch wenn das grad mal 2 Jahre zurück liegt …..

 

Auch die neuen Puppen sollten den Start sehen

 

Als wir starteten, war es bereits dunkel und wie bei der Landung auch lag uns ein hell erleuchtetes Los Angeles zu Füßen.

 

 

Kaum waren wir in der Luft, kramten die Kinder ihre Geräte aus.

 

Die virtuelle Mietzekatze war der “Ersatz” für unsere richtigen Katzen. Sie wurde in Amerika immer gehegt und gepflegt. Wer meine früheren Reiseberichte gelesen hat, dem wird das bekannt vorkommen, denn auch auf meinem Handy wohnt eine virtuelle Katze meiner Kinder und kam schon in dem ein oder anderen Reisebericht vor 😉
Die Kinder freuten sich sehr, bald wieder die richtigen Katzen betüddeln zu können.

 

 

Es gab keine ISE / Monitore in den Sitzen. USB Anschlüsse bzw Steckdosen unter den Sitzen gab es aber, so konnten die Kinder ihre Geräte zwischendurch laden.

 

 

Die Kinder daddelten eine Weile, aber dann siegte doch die Müdigkeit

Geschlafen haben sie dann mehrere Stunden und auch ich konnte etwas dösen.

Wenn man Hunger oder Durst hatte, drückte man ein Knöpfchen über dem Sitz, die Stewardess kam dann und nahm die Bestellung entgegen

 

Wir hatten wieder klare Sicht auf Grönland!

 

Ein atemberaubender Anblick!

Kurz nach der Überquerung von Grönland landeten wir auf Island.

 

Island

 

Heimatflughafen von WOW und Islandair

 

Manche WOW – Maschinen grüßen mit Brille und einem freundlichen Lächeln

 

Icalandair hat teilweise tolle Flugzeugbemalungen. Polarlichter – mein ganz großer Traum, sie einmal in Nordeuropa live zu sehen! Die rötlichen Polarlichter habe ich schon von meinem Balkon aus gesehen, aber von den “richtigen” Polarlichtern träume ich weiterhin

 

Nach kurzer Wartezeit und umsteigen in eine neue Maschine ging es dann weiter Richtung Amsterdam.

Eine dicke Wolkendecke hing tief über Island

 

Tolle Küste!

 

Die Kinder erkannten in diesem Gebilde eine Rehmutter, welche ihr Kitz putzt

 

Die isländische Schokolade schmeckt richtig gut! Das ist übrigens ein Menü: Kaffee und Schokolade! Kostete um die 5 USD und war jetzt, wo wir endlich im “letzten” Flieger saßen, auch genau das, was ich brauchte 😀

 

 

 

Nach ca 3 Stunden Flug tauchten die Offshore – Windparks auf. Und wir bereiteten uns auf die Landung in Amsterdam vor

 

 

 

Flughafen AMS

 

Vom Flughafen ging es mit der Bahn wieder zu unserem Hotel. Es war das gleiche Hotel, welches wir vor dem Abflug bereits gebucht hatten. Das Novotel in Flughafennähe.

 

 

Wir hatten exakt das gleiche Zimmer wie vor unserer Abreise.
Es war ein seltsames Gefühl, es zu betreten. Hier hatte alles angefangen. Und hier endet es nun auch.

Ich ging zum Fenster. Der Ausblick war so vertraut. Die modernen Hochhäuser vorne, der Flughafen AMS im Hintergrund. Startende und landende Flugzeuge.

Mir kamen die Gedanken in den Sinn, welche ich hatte, als ich das letzte mal hier am Fenster stand und hinaus blickte. Meine Sorgen, ob alles klappen würde. Und unsere Aufregung.
Es war alles wieder da, aber nun lag die Reise hinter uns.

Meine Gedanken verloren sich in einer Flut von tollen Erinnerungen.

 

 

Wir waren sehr müde von der Rückreise, von den beiden Flügen und auch gejetlagt ……

Daher gab es nach einem kleinen Snack nur noch eins für uns alle: Schlafen!

Gute Nacht!!

 

Gegen 6 Uhr am nächsten Morgen wurde ich wach. Aber nicht von dem Wecker, sondern von dem Geflüster meiner Kinder. Sie waren schon aufgestanden und bestaunten den schönen Sonnenaufgang. Weil sie mich nicht wecken wollten, aber ich diesen schönen Anblick nicht verpassen sollte, machten sie für mich Fotos und Videos davon. Als sie mir das erzählten, war ich ganz gerührt 🙂

Ich wurde aber, obwohl die Kinder wirklich rücksichtsvoll-leise waren, trotzdem wach – und wir haben uns dann den Sonnenaufgang gemeinsam auf dem Bett sitzend angesehen.

 

 

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel ging es mit UBER (das ist so ähnlich wie Taxi, nur sehr viel günstiger) zum Bahnhof und von dort mit dem Zug zurück in die Heimat.

 

Mit dem Uber – Taxi ging die Fahrt entlang vom Flughafen …..

 

 

…. nach Amsterdam Centraal – dem Hauptbahnhof von Amsterdam

 

Die Zugfahrt dauerte um die 3 Stunden, daher gab es ein paar kleine Snack, während an unserem Fenster die trübe und verregnete Landschaft an uns vorbei zog

 

Zu Hause wurden wir schon von der ganzen Familie erwartet. Meine Eltern waren da, meine Oma, meine Geschwister.
Es war toll, sie alle wieder zu sehen.Die Kinder haben vor allem ihre Großeltern zwischendurch sehr vermisst. Sie sehen ihre Oma und Opa (meine Eltern) jeden Tag, es gibt sogar eigene Oma-und-Opa-Rituale und die ganze Abreise-Wehmut war wie weggefegt, als wir nach 3 Wochen endlich wieder alle zusammen am Tisch saßen .Wir haben zusammen Kaffee (bzw Kakao 😉 ) getrunken und schon die ersten Erlebnisse erzählt.

Man wusste gar nicht, wo man anfangen sollte zu erzählen, aber Dank einer von mir vor der Reise erstellten USA -Whats App Gruppe haben wir schon zwischendurch immer wieder mal berichtet und Fotos geschickt.

Das wars dann also……

Zugegeben – ich habe ein Tränchen im Auge, während ich meine letzten Sätze von diesem Roadtrip niedertippe.

Es hat mir (wie immer) sehr viel Spaß gemacht, diesen Bericht zu schreiben und mit euch zu reisen.

Während der Zeit, wo ich unseren Roadtrip verbloggt habe, ist in meinem privaten Umfeld einiges geschehen, was mich doch teilweise sehr mitgenommen hat.

Beim schreiben konnte ich davon wenigstens für eine kurze Zeit abschalten, war gedanklich wieder in Amerika, habe die Reise noch einmal erlebt. Und dann habt ihr mir so viele tolle Sachen geschrieben, dass ich manchmal wirklich Tränen (der Freude und vor Rührung) in den Augen hatte.

Daher an dieser Stelle noch einmal:

DANKE an alle, die mitgereist sind

DANKE für euer mega tolles Feedback

 

Die Kinder waren übrigens an dem Nachmittag unserer Ankunft noch im Garten – und haben das hier gefunden:

 

 

 

Ein gutes Omen? Ich hoffe es sehr …..

 

Bis bald!

 

 

 

 

 



 

 

 

USA - Roadtrip an der Westküste

 

 

 

 

 

 

 

 

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