Der Zoo in Osnabrück

Heute stelle ich euch wieder einmal ein Ausflugsziel aus meiner Heimatregion vor.

Zugegeben, der Zoo in Osnabrück liegt nicht mehr im Münsterland, sondern im benachbarten Osnabrücker Land –  aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man dafür (so wie wir) ca 1/2 Stunde fahren muss.

Er liegt verkehrsgünstig an der A30 / A33, südlich von Osnabrück an der Abfahrt Osnabrück Nahne

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Adresse:

Zoo Osnabrück
Klaus-Strick-Weg 12,
49082 Osnabrück
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Allgemeine Informationen zum Zoo Osnabrück

Der Zoo liegt südlich von Osnabrück am Hang vom Schölerberg idyllisch in einem großen Buchenwald, daher wird er auch oft “Waldzoo” genannt.
1935 wurde er als Heimtiergarten gegründet und im Sommer 1936 eröffnet. Die Fläche vom dem Zoo-Areal beträgt 23,5 Hektar und er beherbergt über 3000 Tiere aus über 270 Tierarten (Stand 2017)

2015 besuchten über eine Million Menschen den Zoo.

2012 gab es eine Kundenbefragung der ‘Service Value GmbH’, in welcher Besucher aus 20 deutschen Zoos zu dem erlebten Service befragt wurden – der Zoo Osnabrück belegte dabei den 1. Platz

Der Zoo ist untergliedert in mehrere Themen-Landschaften, in denen immer die Tiere aus dem jeweiligen Lebensraum zusammenleben, wobei der Schwerpunkt des Zoos auf Afrika liegt. Daher gibt es auch zwei Afrika-Themenlandschaften: Samburu und Takamanda . Dort leben ausschließlich Tiere vom afrikanischen Kontinent.

Ausserdem gibt es noch ein Aquarium, einen Südamerika-Bereich, eine asiatische Tempelanlage, welche an der Tempelanlage Angor Wat angelehnt ist. Weiter gibt es noch einen unterirdischen Zoo und eine nordische Taigalandschaft. Wie in vielen Zoos gibt es auch im Zoo Osnabrück einen Streichelzoo.

Ein paar der Tiergehege sind keinem Themenbereich zugeordnet.

In den letzten Jahren wurde sehr viel im Zoo umgestaltet. Die engen Gehege, in welchen Beton und Gitter das Bild dominierten, wichen den artgerechten Themenlandschaften, welche man oft von mehreren Ausblicken frei einsehen kann.

Unsere Kinder fragen immer: Gibt es auch einen Spielplatz?

Ja, es gibt im Zoo Osnabrück sogar 3 große Spielplätze.

Und gegen den Hunger gibt es mehrere Imbissstände, Kiosk und ein Zoo-Restaurant.

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Öffnungszeiten:

Im Sommer täglich
von 8:00 Uhr
bis 18:30 Uhr

Im Winter täglich
von 9:00 Uhr
bis 17:00 Uhr

Die Sommer-/ Winteröffnungszeiten wechseln mit der Umstellung der Uhren

An allen Feiertagen hat der Zoo geöffnet, jedoch mit geänderten Öffnungszeiten:
Heiligabend, 24.12. 9:00 bis 14:00 Uhr
1. Weihnachtsfeiertag (25.12.), 9:00 bis 17:00 Uhr
2. Weihnachtsfeiertag (26.12.), 9:00 bis 17:00 Uhr
Silvester (31.12.), 9:00 bis 14:00 Uhr

Achtung: Kassenschluss ist immer bereits 1 Stunde vorher !

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Eintrittspreise (Stand: Juli 2017)

Erwachsene:
Hauptsaison (März bis Oktober): 20,50 €
Nebensaison (November bis Februar): 16,00 €

Kinder (3-14 Jahre):
Hauptsaison (März bis Oktober): 13,50 €
Nebensaison (November bis Februar): 9,00 €

Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose, Schwerbehinderte:
Hauptsaison (März bis Oktober): 17,00 €
Nebensaison (November bis Februar): 12,50 €

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Fütterungszeiten

Afrika: Samburu und Takamanda
12:15 Uhr Zebramangusten
12:30 Uhr Bongos und Pinselohrschweine
12:45 Uhr Servale
13:30 Uhr Hyänen

Hoch im Norden: Kajanaland
14:45 Uhr Rentiere
15:00 Uhr Waschbären und Nerze
15:30 Uhr Hybridbär und Silberfüchse
15:45 Uhr Vielfraße (nur samstags und sonntags)

Zentraler Zoobereich
10:40 Uhr Seehunde und Pinguine
11:00 Uhr Seelöwen (außer freitags)
11:15 Uhr Minischweine
11:30 Uhr Erdmännchen
12:00 Uhr Nasenbären
12:15 Uhr Totenkopfaffen
15:00 Uhr Nashörner
15:30 Uhr Seehunde und Pinguine
16:00 Uhr Seelöwen (außer freitags)
16:00 UhrAsiatische Zwergotter
16:30 Uhr Kapuzineraffen
17:00 Uhr Tapire
17:30 Uhr Stachelschweine

sonstige Bereiche
11:00 Uhr Braunkopfklammeraffen
14:00 Uhr Wanderratten
15:30 Uhr Netzgiraffen

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Website vom Zoo:

https://www.zoo-osnabrueck.de/

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Hier gehts zum Übersichts-Plan vom Zoo:

Zoo-Plan

Einen Übersichtsplan bekommt man auch am Kassenhäuschen, wenn man die Eintrittskarten kauft.

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Übrigens: Seit kurzem gibt es im gesamten Zoo kostenloses WLAN.

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Wieviel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Wir starteten unseren Zoo-Rundgang gegen 13 Uhr, konnten aber bis 18 Uhr leider nicht alle Tiere sehen.
Die Kinder haben zwischendurch auf den Spielplätzen gespielt und wir haben zwei längere Essenspausen gemacht.

Wer mit Kindern wirklich ganz entspannt durch den Zoo bummeln möchte, sollte schon am späten Vormittag zum Zoo fahren, denn zum einen gibt es sehr viel zu sehen und erleben, zum anderen sind die Spielplätze wirklich toll!

Wir waren vor 2 Wochen Sonntags im Zoo in Osnabrück.
In diesem Zoo war ich selber mehrmals als Kind und freute mich, dass ich nun meinen eigenen Kindern den Zoo Osnabrück zeigen durfte.

Schon vor dem Zoo entdeckten wir die ersten Tiere, denn es gibt einen großen Teich vor dem großzügigen Eingangsbereich zum Zoo und dem daneben liegenden Museum am Schölerberg.

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Es waren mehrere Kassen geöffnet und so dauerte es gar nicht lange, bis wir unsere Eintrittskarten in der Hand hatten und in den Zoo gehen konnten

Unser 1. Weg führte ….. zum kleinen Kiosk direkt am Eingang. Es war sehr heiß und die Kinder brauchten unbedingt ein Eis, um überhaupt noch laufen zu können – so haben sie es uns zumindest erklärt. 😉 Es gab für alle ein Eis auf die Hand und wir studierten den Lageplan. Es gibt einen gut gekennzeichneten Rundgang, welcher an alle Gehege und alle Spielplätze vorbei führt!

Und dann gings los.

Die ersten Tiere, die wir sahen, waren die Lieblingstiere meiner jügsten Tochter.
Flamingos.

Besonders aktiv waren sie nicht – kein Wunder, bei der Mittagshitze……

Etwas weiter sahen wir diese Affenart

Ein vor dem Gehege stehender Hund faszinierte diesen Affen sehr

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Weiter gingen wir direkt in die erste Themenwelt:

Der unterirdische Zoo!

Der ca 500 qm große Bereich von dem unterirdischen Zoo war spärlich mit ein paar Laternen beleuchtet, dadurch konnte man aber die Gänge der Erdbewohner umso besser erkennen. Nacktmulle, Hamster, Präriehunde, Mäuse, Erdhummeln und weitere Tiere, welche unter der Erde leben, konnte man hier beobachten und bekam durch die Verglasung auch tolle Einblicke, wie die Tierbauten unter der Erde aufgebaut sind.

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Weiter ging es Richtung Samburu, einer der afrikanischen Themenwelten

Etwa 2 Hektar ist dieser Bereich groß und wurde nach einem Nationalpark in Kenia benannt. Hier kann  man z.B. Antilopen, Strausse, Giraffen und Zebras beobachten. Ausserdem gibt es eine höher gelegene Aussichtsterasse inkl. Imbiss und Picknicktischen.

Ich finde Giraffen sehr faszinierende Tiere. Die Männchen (Bullen) können bis 6 Meter groß werden, Weibchen (Kühe) schaffen es auf 4,5 Meter.
Auf festen Untergrund können sie bis zu 55 km/h schnell rennen! (Und das ohne die Beine dabei zu verknoten 😉 )
Und nun mal etwas Hintergrundwissen:
Wisst ihr, warum die Giraffen braune Flecken auf ihrem Fell haben? Das ganze hat 2 Gründe.
Grund 1: Tarnung.
Grund 2: Regulierung der Körpertemperatur
Wie funktioniert Punkt 2? Im Unterhautgewebe gibt es um jeden der braunen Flecken eine ringförmige Arterie. Aus dieser Arterie verästeln sich viele kleinere Blutgefäße unter dem Flecken. Die Giraffe kann die Durchblutung steuern. Ist es zu heiß, wird das Gewebe unter den braunen Flecken mehr durchblutet und so wird Wärme abgegeben. Durch dieses System ist die Giraffe nicht auf Schatten angewiesen.
Und apropos Durchblutung: Damit das Blut auch bis zu dem 2 Meter höher liegenden Kopf der Giraffe ankommt, ist das Herz besonders leistungsstark – und der Blutdruck liegt bei 280/180. Ein Mensch hat im Idealfall 120/80.

Soooooo groß werden die Giraffen!

Eine afrikanische Lehm-Hütte brachte dank Glasfenstern die Tiere ganz nah, die typischen Stühle luden zu einer kleinen Pause ein

An vielen Stellen gab es interaktive Info-Tafeln

Die Giraffen und die Strausse teilen sich ein Gehege.

Impalas

Und dann kamen wir auch schon zum nächsten Themenbereich:
Takamanda  (- und dort gibt es Makatanda!).
Ok, ich erkläre es mal 😉
Takamanda ist wieder ein afrikanischer Themenpark, welcher einer Savannenlandschaft nachempfunden ist. Namensgeber war dieses mal ein Nationalpark in Kamerun.
In der 5,5 ha großen Themenwelt leben 80 Tiere, u.a. Kudus, Schakale, Pinselohrschweine, Rappenantilopen, Warzenschweine, Esel uvw.
Makatanda ist ein toller Abenteuerspielplatz mit integriertem afrikanischen Streichelzoo.

Dieses Wägelchen steht im Eingangsbereich zu der Themenwelt.

Rußköpfchen heissen diese bunten Vögel

Genau gegenüber der Vögel wohnte sie hier: Eine Warzenschweinmama ….

… mit ihrem süßen Nachwuchs

Das ist der Spielplatz.
Mein Bekannter und ich suchten uns einen Platz an einem der Picknicktische und die Kinder tobten begeistert durch die Baumhäuser

Da möchte man selber noch einmal Kind sein …..

Auch bei den Servalen gab es Nachwuchs – dieser hier chillte ganz entspannt wenige Meter von der Mutter entfernt im Schatten

Habe ich schon geschrieben, dass viele Tiere Junge hatten? Das ist immer wieder sooo niedlich!!! Auch bei den Schimpansen gab es Nachwuchs …..

….. das war schon fast ein kleiner Kindergarten! Es hat Spaß gemacht, den Jungtieren beim toben zuzusehen

Und auch hier wieder gab es viele Informationstafeln

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Kinder haben immer eine bemerkenswerte Energie. Sie liefen durch die Wege, tobten auf dem Spielplatz – aber konnten es gar nicht erwarten, zum nächsten Spielplatz zu gehen.

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Der Giraffen-Spielplatz. Namensgeber für diesen Spielplatz ist ein riesiger Rutschenturm.

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Mein Bekannter und ich nutzten die Zeit für einen Snack am anliegenden Imbiss, während die Kinder wieder einmal auf dem Spielplatz tobten.

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Hier können die Kinder ausprobieren, wie weit sie springen können.

Dass Tiger 7 Meter weit springen können beeindruckte sie sehr.

Wir liefen den Rundweg weiter und kamen langsam in dem Bereich vom Angor Wat Tempel.
Hier gibt es einen begehbaren Affentempel, ein Menschenaffenhaus (Hier wohnt auch der malende Oran-Utan Buschi. Seine Bilder werden regelmäßig verkauft und mit dem Erlös unterstützt der Zoo die Aktion „Wir für Buschi“ (für den Umbau seines Zuhauses) )

Auch die Tiger und die Elefanten leben im Bereich der Tempelanlage

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Ausserdem liegt das Südamerika-Areal in der Nähe der Tempelanlage.

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Auch hier gibt es Nachwuchs: Ein Totenkopfäffchen hat sein Junges auf dem Rücken getragen, wir waren alle ganz verzückt von diesem niedlichen Anblick

Ist das nicht süß? 🙂

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Gegenüber von diesem Themenbereich wohnen die Erdmännchen

Der kleine Kerl konnte an diesem sommerlichen Sonntag besonders viele Menschen beobachten

Dieser Kollege macht es richtig: Ab in den Schatten und alle viere von sich strecken!

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Das Aquarium

In dem Aquarium gibt es neben  Meeresbewohnern in Süßwasser- und Meerwasserbecken auch Schlangen, Riesenschildkröten und einen Kaimanen.

Ausserdem gibt es ein tolles Röhrensystem, in welchem man Blattschneideameisen beobachten kann.

Das Fischstreichelbecken gab es schon, als ich als Kind in dem Zoo war.

Meine Kinder schauen gerne die Serie “Drachen zähmen leicht gemacht” und dachten erst, Hicks’ Nachtschattendrachen “Ohnezahn” zu sehen. Zugegeben, im ersten Moment ist da wirklich eine gewisse Ähnlichkeit.
>> HIER gibts ein Bild von “Ohnezahn” <<

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Das Sternzeichen von meinen Kindern und von mir

Dorie haben wir nebenbei auch gefunden.

Als ich vor dem Aquarium stand, dachte ich an unsere Schnorcheltouren auf den Malediven. Dort setzte man die Schnorchelbrille auf, hielt den Kopf unter Wasser und hatte das Gefühl, inmitten vom einem riesigen Aquarium zu schnorcheln. Es ist ein Traum –  und ich versank in meinen Gedanken bei dem Anblick ……

Erst das “Mama, guck dir das mal an!” holte mich zurück in die Realität.

Die Kinder hatten die Blattschneideameisen entdeckt.

Meine Kamera wurde sehr skeptisch betrachtet ….

Diese winzig kleinen und farbenfrohen Pfeilgiftrösche sind in der freien Natur – wie der Name es schon vermuten lässt – sehr giftig, das ist jedoch abhängig vom dem, was sie fressen. Im Zoo bekommen sie andere Nahrung, wodurch die Frösche im Zoo nicht mehr giftig sind.

Vor dem Aquarium steht ein Kunstwerk

In Florida haben wir täglich die großen Pelikane gesehen – wieder wurden Erinnerungen an eine tolle Reise geweckt

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Kajanaland (Nordeuropa)

Im Kajanaland leben die Bären, Luchse, Waschbären, Rentiere, Polarfüchse, Vielfraße, Wisente und die Silberfüchse.
Es ist einer nordeuropäischen Taigalandschaft nachempfunden.
Einzigartig in ganz Deutschland ist die Besucherführung in diesem Bereich, denn teilweise führen die Wege auf bis zu 6 Metern Höhe über einen Baumhöhenpfad.

Schattige Wege durch den Buchenwald

Als letztes stattten wir den Löwen einen Besuch ab. Sie lagen faul in der Abendsonne und ließen sich von den vielen Besuchern nicht aus der Ruhe bringen

 Dann war es aber leider schon Zeit zu gehen, denn der Zoo würde gleich schließen.

Es war ein toller und erlebnisreicher Tag! Am besten hat den Kindern der Baumhöhlen-Spielplatz gefallen und natürlich die vielen Tiere mit ihrem niedlichen Nachwuchs

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Hinweis: Der Bericht entstand in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Osnabrücker Land e.V. Meine Berichtsgestaltung hat das jedoch in keinster Weise beeinflusst.




Impressionen aus meiner Heimat

 

 

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