Pacific – Highway No 1

San Francisco – Pacifica – Monterey

Weiter geht die Reise!

Unser eigentlicher Roadtrip beginnt nun endlich

Es freut mich sehr, dass inzwischen so viele ‘mitreisen’.

Über Feedback freue ich mich immer sehr und wenn ihr Fragen habt, schreibt mich einfach an 🙂

Heute fahren wir eines der schönsten Teilstücke unserer Strecke, direkt am Pacific entlang

Das ist unsere Route für die kommenden 2 Tage:

San Francisco – Pacifica (1 Nacht) – Monterey (1 Nacht)

In Monterey werden wir eine Whale Watching Tour machen und den berühmten und sehr malerischen 17-Mile-Drive fahren.

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Alle bereit?

Ok, auf gehts!

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Wir hatten trotz der ausgefallenen Stadtrundfahrt einen tollen Tag in San Francisco.  Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von dieser wundervollen Stadt. Wir haben vieles nicht gesehen, haben es leider nicht einmal geschafft, Cable-Car zu fahren, das Wetter zeigte sich auch nicht immer so gnädig – und trotzdem haben wir diese Stadt in unser Herz geschlossen und fuhren mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge aus SF heraus Richtung Campingplatz.  Denn heute sollte er beginnen, unser eigentlicher Roadtrip. Jeden Tag on the Road, jede Nacht woanders.

Unsere Route führt erst entlang der Küste, dann ins Landesinnere zu den Nationalparks und auch ein Stück von der alten Route66 werden wir fahren!

2500 Meilen voller Eindrücke und kleiner Abenteuer, vor allem für meine 3 Kinder.

Wir sind sehr gespannt auf diese aufregende Tour und wissen gar nicht, worauf wir uns am meisten freuen. Grand Canyon? Las Vegas? Die Route 66?

Am späten Nachmittag waren wir zurück an unserem Campingplatz “Candlestick” südlich von San Francisco.

Während wir unsere Sachen noch auf dem Campground in San Francisco stehend alle verstauen und unser Wohnmobil abfahrbereit machen, gehen mir diverse Gedanken durch den Kopf.

Ob alles gut geht? Ob ich alles richtig gebucht und reserviert habe? Ob das alles mit dem Camper klappt? Ich bin noch nie mit einem Wohnmobil gefahren und dann gleich als Einstieg so eine Route …..War das so eine gute Idee? Ob die Kinder es toll finden, jeden Tag ‘On The Road’ zu sein? Ob ich das Programm doch zu straff geplant habe?

Diese und tausend weitere Gedanken gingen mir durch den Kopf und wuselten zwischen der ganzen Vorfreude umher.

Und: Ob das Wetter wohl noch besser wird?

Soviel vorweg: Es wurde nicht besser, sondern einfach nur anders und das sollte uns leider auch noch das ein oder andere Geplante mächtig vermasseln,…..

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Für den ersten Tag von unserem Roadtrip hatte ich keine lange Strecke geplant. Lediglich bis an die Küste, knapp 25 Kilometer.

Gebucht habe ich den Campground nördlich von Pacifica

Lage:

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Dieser Campground hatte eine schöne Lage, direkt an der Steilküste und somit direkt am Meer.

Die Einfahrt vom Campingplatz, im Hintergrund sieht man das Meer

Leider kam es vor einigen Monaten dort zu massiven Erdrutschen, ein Teil vom Campground rutschte ab und nun schützen unschöne Bauzäune die Abbruchstelle ab.

Internet gibt es auf diesem Campground nur am Office, und das ist so langsam, dass es nicht einmal fürs Skypen reichte. Möchte man am Stellplatz WLAN nutzen, kostet das extra.

Auf dem Campground gibt es einen kleinen Aussen-Pool und einen kleinen Spielplatz, welchen die Kinder direkt nach der Ankunft eroberten und zu ihrer Überraschung dort schon andere Kinder aus Deutschland spielten.

Jeder Stellplatz hat Wasser- und Stromanschluss, dumpen kann man selbstverständlich auch.

Der Campingplatz, welcher eigentlich eher einem relativ engen Wohnmobil- Parkplatz gleicht und auch keinen eigenen Zugang zum Strand hat,  lebt von seiner tollen Lage (viele nutzen diesen Campingplatz für ihren Aufenthalt in San Francisco, da es eine einigermaßen gute Anbindung der ÖVM in die Stadt gibt)  und lässt sich das gut bezahlen: 110 USD kostete uns eine Nacht auf dem Premium-Stellplatz in direkter Linie zum Meer und ist damit mit Abstand der teuerste auf unserer ganzen Reise gewesen. Ein paar Dollar günstiger wäre es, wenn man irgendwo mittendrin wäre, aber ich hatte einen Stellplatz direkt am Meer und direkt am Spielplatz reserviert.

Zu meiner Enttäuschung musste ich nach der Ankunft feststellen, dass dieser Platz besetzt war und ich bekam einen Platz ganz am Ende zugewiesen,…..

Wir schliefen nachts direkt am Meer und hörten stetig das Meeresrauschen – ein Traum!

Der Ausblick aus dem Wohnmobil (genauer gesagt direkt von meinem Bett 😀 )

Unser Stellplatz mit Parkplatz-Charme

Der Pool

Nachdem ich das Wohnmobil abgestellt hatte, schloss ich es gemeinsam mit den Kindern an und dann erkundeten wir erst einmal den Spielplatz und im Anschluss daran den Strand.

Auf dem Spielplatz waren auch andere Kinder aus Deutschland. Die Kinder waren begeistert, wobei die verschiedenen Sprachen nie ein Hindernis waren, wenn die Kinder irgendwo andere Kinder trafen und miteinander spielten

Und dann ging es an den Strand

Die Kinder staunten, als sie den schwarzen Strand sahen, so etwas kannten sie gar nicht.

Der Weg zum Strand war allerdings abenteuerlich, denn auch der ohnehin steile Zugang zum Strand war teilweise weggebrochen….

Es regnete nicht, war dafür aber sehr stürmisch. Die Wellen waren hoch und brachen mit lautem Getose am Strand.

Am Strand konnte man deutlich sehen, wieviel von der Steilküste bereits weggebrochen ist.

In diesem Jahr kam es durch die extremen Regenfälle zu sehr vielen Erdrutschen, auch der schönste Streckenabschnitt vom Pacific Highway (Big Sur) ist zu dem Zeitpunkt, als wir dort waren, leider (leider leider leider) wegen eines Erdrutsches und dem dadurch verursachten Einsturz der Brücke nicht passierbar …..

Auf gehts an den (schwarzen) Strand

Deutlich waren noch die Folgen der Erdrutsche zu sehen

Hohe Wellen brachen am Strand

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Ein HD-Video einfach nur von den Wellen

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Wegen des Sturmes waren viele Segelquallen an den Strand gespült worden. Diese Quallenart hat kein eigenes Fortbewegungsmittel, sondern hält eine Art Segel in den Wind und bewegt sich so an der Wasseroberfläche fort. .

Die Kinder erfanden ein Spiel: Wer schafft es, am weitesten über diesen Bach zu springen? Der Sand war extrem weich und man sank tief ein.

Wer braucht schon einen Spielplatz?

Wir blieben eine Weile am Strand, aber dann siegte der kalte Wind und wir zogen uns in unser warmes Wohnmobil zurück, kochten uns ein warmes Abendessen und schauten uns den Sonnenuntergang direkt vom Wohnmobil aus an.

Kurz bevor die Sonne im Meer versank, versteckte sie sich farbenfroh hinter den Wolken

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Der Tag klang zeitig aus. Nachts war es stürmisch, das Wohnmobil schaukelte ganz leicht hin und her und man hörte das Rauschen vom Meer – diese Kombi ließ uns alle tief und fest schlafen.

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Der nächste Morgen begann ganz ruhig. Wir haben ausgeschlafen und standen erst um 7.30 Uhr auf. Die letzten Tage begannen immer sehr früh, einfach mal ausschlafen tat richtig gut. Und gefrühstückt haben wir dann auch ganz in Ruhe.

Bis wir dann alles verstaut hatten und unser kleines fahrendes Wohnzimmer abfahrbereit war, war es schon nach 10 Uhr.

Unsere Route heute: ~ 170 km

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Wir fuhren am Meer entlang und hielten an, wo es uns gefiel

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Ein paar Impressionen :

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Diese Strasse zu fahren war traumhaft

Einen längeren Stop machten wir am Pigeon Lighthouse.
Leider ist der Leuchtturm inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die Umgebung ist aber auch sehr sehenswert

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Weiter ging es dann Richtung Monterey, geplant war noch ein Zwischenstop in Santa Cruz

Dann fuhren wir in Santa Cruz ein …..  zusammen mit gefühlt 1000 anderen Fahrzeugen,…..

Die Kinder sahen die Fahrgeschäfte und freuten sich schon!!! Aber …..

…. es war völlig überfüllt und wir fanden keinen Parkplatz, nirgendwo…..

….

Enttäuscht fuhren wir zum nächsten Örtchen: Capitola.

Wir parkten etwas ausserhalb vom Ortskern. Da es keine Parkplätze für Wohnmobile gab, parkte ich quer über 4 Parkplätze.

Beim Parkautomat musste ich dann meine Stellplatznummern eingeben und habe mir für jeden Parkplatz ein Ticket gezogen – und dann auch alle 4 Parktickets hinter die Windschutzscheibe gelegt. Kosten insgesamt 12 USD für 2-3 Std.

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Der Ort Capitola erwies sich als idyllische und malerische Perle direkt am Meer.

Wir waren sehr überrascht und auch gleich angetan. Die Kinder fanden die bunten Häuser am Strand schön und natürlich den Strand selber.

Und Capitola hat auch einen (kleinen) Pier.

Wir schlenderten ihn entlang, am Ende gab es einen kleinen Shop, wo wir uns ein Eis kauften und uns eine freie Bank auf dem Pier suchten. Um uns herum waren einige Angler, wir blickten auf den Strand und hinaus auf das Meer. Es war so eine ruhige Stimmung und insgeheim war ich nun sogar etwas froh, dass wir im trubeligen Santa Cruz keinen Parkplatz fanden.

In der warmen Sonne und direkt am Meer schmeckt Eis immer besonders gut 😉

Die junge Mutter und ihre kleine Tochter neben uns angelten diesen kleinen Hai, ich meine, es war ein Leopardenhai. Die Kinder waren aufgeregt, schon wieder ein Hai. Damals in Florida auf dem Pier angelte ein Angler einen Hammerhai und die Kinder durften ihn sich damals aus nächster Nähe ansehen. Das klappte dieses mal leider nicht, denn die Schnur riss und der kleine Hai konnte davon schwimmen – mit Haken im Maul, was uns alle nicht sehr glücklich machte ……

Schuhe aus und mit den Füßen ab ins kühle Nass

Dann ging es zurück, denn so langsam mussten wir  Richtung Campground in Monterey

Wir fuhren ohne weitere Zwischenstops durch und kamen ca 19 Uhr am Campground an:

Link zum Campground:  http://montereycountyfair.com/about-the-rv-park/

Lage:

Wir wurden sehr herzlich empfangen. Der Office- Mitarbeiter nahm sich viel Zeit, uns alles zu erklären, wir bekamen viel Kartenmaterial und Tipps und er erklärte uns auch, wo wir am nächsten Morgen am Hafen mit dem Wohnmobil parken konnten.

Wir haben für den Stellplatz 50 USD bezahlt. Dafür bekamen wir einen Stellplatz unter einem schönen, alten Baum im grünen mit Strom, Wasser und Dumpinganschluss und auch überall Gratis WLAN.

Wie immer nach dem Parken (1. mal Rückwärts einparken – und das hat sogar super geklappt!!) und anschliessen erkundete ich mit den Kindern den Campground.

Einen Spielplatz gab es nicht, aber trotzdem viel zu entdecken.

Der Campground ist regelmäßiger Austragungsort für große Veranstaltungen – und ich glaube, früher gab es hier eine Rennbahn für Pferde, zumindest gab es sehr viele Pferdeställe.

Direkt hinter unserem Wohnmobilstellplatz gab es diese (leeren) Pferdeställe

“Mama, die Ställe sind auch für Einhörner!”

Zurück im Camper kochte ich uns erst einmal etwas und nach dem Essen schickten wir Gratis Wlan sei Dank ein paar Grüße an unsere Familie zu Hause und an den Papa der Kinder.

In Deutschland war es schon früher Morgen, 9 Stunden Zeitunterschied. Wir gehen ins Bett und in Deutschland stehen alle schon auf und starten in den neuen Tag.

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Ich wollte das WLAN nutzen, um meine Fotos in meiner Cloud zu sichern, aber …..

…. das klappte irgendwie nicht,……

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Wieder war ein Tag zu Ende, für morgen stand etwas ganz besonderes auf dem Plan und wir freuten uns schon sehr darauf.

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Gute Nacht

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Übersicht aller bisherigen Berichte zu unseren USA-Westküsten-Roadtrip

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USA - Roadtrip an der Westküste

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