Im Juli 2011 waren Alex, Nina und ich in Polen zu einer Hochzeit eingeladen – um es genau zu sagen: in Lesajsk.

Der Ort liegt im Süd-Osten des Landes, nicht weit von der ukrainischen Grenze entfernt.

Der Powiat Leżajski ist ein Powiat (Landkreis) in der polnischen Woiwodschaft Karpatenvorland. Der Kreis hat eine Fläche von 583,01 km², auf denen 69.000 Einwohner leben.

Wikipedia: Lesajsk

Wir sind zusammen mit 2 Verwandten des Bräutigams mit der BilligAirline “WizzAir” geflogen – und entgegen der vielen negativen Berichte aus den vergangenen Monaten können wir nur positives berichten; alles lief super ab, es gab keinerlei Probleme.

https://wizzair.com/de-DE/FlightSearch

Wir bekamen sogar wegen Nina beide male bevorzugtes Boarding, durften also mit als erstes ins Flugzeug.

Geflogen sind wir ab Dortmund.

Die Anreise:

   

Der Phönix-See, ehemaliger Arbeitsplatz meines Mannes
Dieses Megaprojekt haben wir im Sommer 2012 besucht, um mal zu schauen, wie es dort inzwischen aussah

Bericht: Phönix See

Nachdem wir in Kattowitz gelandet sind, mieteten wir ein Auto und dann gings nochmals 6 Stunden Richtung Osten, vorbei an Krakau und vielen anderen, schönen Städten.

 

Flughafen Kattowitz 
Unser Mietwagen    

Während ich mir die Landschaft und die vielen schönen Kirchen ansah, interessierte sich Alex eher für andere Dinge 😉

Manche Autos machten keinen vertrauenswürdigen Eindruck…
Mediamarkt, Lidl, Real, Rossmann, H&M, C&A …. gibts dort auch alles 🙂
Die nicht-mautpflichtigen Strassen waren hin und wieder “ein wenig abgefahren”0

In Lesajsk angekommen und die Brautleute samt Familie begrüsst bezogen wir das Hotel

Ausserdem mussten wir ja noch Geld wechseln, in Polen gilt (noch) nicht der €

   

Später am Abend gab es bei der Familie der Braut einen kleinen Umtrunk. Bevor ich dorthin ging, wollte ich mir aber schnell die Basilika von Lesajsk ansehen.

In der Kirche der Verkündigung des Herrn findet sich das Bildnis der Heiligen Gottesmutter, sowie eine monumentale Orgel aus dem siebzehnten Jahrhundert, welche zu den ältesten Instrumenten ihres Typs auf der ganzen Welt gehört und die größte Orgel Polens ist.

Siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_Basilika_in_Le%C5%BCajsk

 

Ausgelöst wurde der Marienkult in Lezajsk von zwei Erscheinungen: Im Jahre 1560 ist die Gottesmutter einem Müller erschienen und etwa dreißig Jahre später einem Brauer, der die Heilige Jungfrau in Begleitung des Heiligen Josef auf einem abgeschnittenen Baumstamm beobachtete.

Hier mal die gesammelten Bilder aus den 3 Tagen, die wir dort waren

Die Figur des “Chrystus Frasobliwy”, des nachdenklichen Christus

Als ich die Basilika betrat, war ich erst einmal sprachlos.

Die Inneneinrichtung, die Deckenmalereien …. überwältigend!

Ich hätte stundenlang dort sitzen können, um das alles auf mich wirken zu lassen.

Die Fotos geben es, wie so oft, in keinster Weise wieder…. Aber zumindest geben sie einen kleinen Eindruck.

Der 1. Morgen in Polen

Morgens gab es Frühstück im Hotel – auf dem Balkon, blauer Himmel, Sonnenschein.

Perfektes Hochzeitswetter! 🙂

Und Nina war schon ganz aufgeregt, weil sie endlich ihr “Prinzessin-Kleid” anziehen durfte 😉

Es gab Marmelade und Saft – also kam auch bald eine Wespe angeflogen. Aber diese landete nicht auf den süßem Zeugs, sondern auf dem Kochschinken.

Wir stellten ein Glas drüber – und beobachteten, wie sie sich tatsächlich ein Stück davon rausknabberte 😉

Als wir mit früstücken fertig waren, liessen wir sie natürlich wieder fliegen.

Später gingen wir etwas in dem Ort spazieren, vor allem auf der Suche nach einer Apotheke – denn in Polen gibt es etwas zu kaufen, was man hier in D nur sehr schwer und auch nur auf Rezept bekommt, eine spezielle Salbe für Marc, welche ihm gut hilft

 
 
 

Ein Kiosk, wo es alles mögliche gab, z.B. Spielzeug, Schmuck, Zeitschriften etc

Nina bekam eine Barbie mit 4 Wechselkleidern für umgerechnet 4 €

Und dann mussten wir uns schon bereit machen für die Hochzeit 🙂

Hier fand die Feier statt

Am Morgen danach schliefen alle ziemlich lange bzw legten sich nach dem Frühstück wieder hin.

Nach der Feier, dem Alkohol etc auch kein Wunder **g**

Da ich aber nichts getrunken hatte, war ich müde, aber ansonsten fit.

Aber wer war putzmunter und nörgelig, weil es langweilig war, wenn alle schlafen…?

Nina.

Also beschloss ich, mit ihr ein wenig durch die Dörfer zu fahren – in der Hoffnung, eine offene Apotheke zu finden.

Am frühen Nachmittag wollten wir zurück sein…. eigentlich …..

…aber es kam ja leider anders. Dazu aber später.

Während sich Alex wieder schlafen legte, machten sich Nina und ich auf dem Weg Richtung ukrainische Grenze.

Wir fuhren durch viele polnische Dörfer.

Ein paar Dinge fielen mir direkt auf:

Die Kirchen waren alle so voll, dass viele draussen vor der Kirche standen und den Gottesdienst über Lautsprecher verfolgten.

Es gab sehr viele Kirchen, viele relativ neu und alle sehr schön.

An vielen Stellen standen mit Blumen geschmückte Kreuze, kleine Gedenkstätten mit Marienstatuen – und in vielen Häusern waren kleine Nischen mit Marienstatuen, die meisten auch mit Blumen geschmückt

Und es gab sehr viele Störche – hoffe, mich hat keiner gebissen 😉

Die Menschen begegneten uns alle sehr freundlich, auch Nina gegenüber.

  Besuch einer Holzkirche 
 

 

 

Grenze zur Ukraine

 

 

 
   

 

 

Bis dahin war ja alles soweit ok – das einzige, was mich etwas nervte, war die Tatsache, dass ich für den Rückweg weniger Zeit eingeplant hatte, als ich tatsächlich brauchte.

Und ausserdem hatte ich keine Apotheke gefunden, welche offen hatte…

Ich wollte zurück fahren und dann direkt weiterfeiern.

Aber leider kam dann ein Unwetter, welches ich so noch nie erlebte…

Erst konnte ich noch Autofahren – später aber ging das so gut wie nicht mehr. Da ich weder das Auto, noch die Gegend gut kannte, fuhr ich auf einem Parkplatz und wartete das Unwetter ab.

Es stürmte, ringsherum war Gewitter und dann kam auch noch Hagel mit Hagelkörnern so groß, dass ich etwas Angst um die Scheiben hatte. Auch mein umparken in den Windschatten eines stehenden LKWs brachte keine Besserung, der Hagel peitschte aus allen Richtungen…

Soetwas hatte ich noch nie erlebt. Und nun saß ich mit Nina alleine in einem fremden Land in einem mir fremden Auto,… 

Später habe ich mich dann doch getraut, weiter zu fahren, denn ewig wollte ich da auch nicht stehen bleiben.

Unterwegs kamen immer wieder heftige Regenschauer, so dass ich rechts an den Strassenrand fuhr.

Auf dem Bild erkennt man nicht wirklich, wie groß die Hagelkörner waren
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Habe, wenn ich ohnehin schon stehen musste, versucht, ein paar Fotos zu machen. Tagsüber Blitze zu knipsen ist nicht einfach, aber bei der Anzahl von Blitzen ringsherum und über die lange Dauer habe ich doch ein paar erwischt
 

… brauchte anschliessend, als es sich dann doch mal etwas beruhigte, etwas für meine zittrigen Nerven….. ^^

Viel zu spät und mit den Nerven immer noch etwas bei Fuß kam ich dann irgendwann bei der Feier an …..

Kaum waren wir dort, hatte Nina schon alles vergessen und spielte mit ihrer neuen Freundin 🙂

Am Montag gings schon wieder nach Hause.

Nach dem sehr frühen und schnellen Frühstück gings los, vom Hotel gabs noch Lunchpakete für die Fahrt.

Blitzer gab es seeeeehr viele,….. wo wir beim Thema sind: Auch ich bin nun stolze Besitzerin eines polnischen Strafmandates,… allerdings nicht wegen zu schnellem Fahren,…..

verwaistes Storchennest

…mal wieder eine angepflockte Kuh
Mautstelle – Maut zahlen lohnt aber wie sooft auch in Polen

   

 

 

 

 

 

 
…. wieder in Dortmund – dann gings ab nach Hause und nur wenige Stunden später hatte der Alltag uns wieder.

 

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