Italien-Rundfahrt

27. März – 03. April 2003

Venedig- Toskana – Rom- Florenz- Gardasee

Unsere Reise:

Am Vorabend des 27.03. 2003 fuhren wir mit dem Bus in Deutschland los.
Am nächsten morgen und 1300 km weiter kamen wir müde und fertig in Lido Jesolo an.
Dieser Ort liegt auf einer kleinen Landzunge an der Adria.
Wir haben nicht sehr viel von dem Ort gesehen, aber das, was wir sahen, waren eine Aneinanderreihung von Hotels und Hotels und Hotels, zwischendurch mal ein Restaurant, also ein schierer Touristenort.
Die Hotels bekommen schon dafür einen Stern, wenn sie direkt am Meer liegen – das tat unser – und hatte somit 4****. Dort checkten wir zunächst im Hotel ein, aßen etwas, duschten und schon ging es mit unserem Programm los. Wir fuhren mit dem Bus ans Ende der Landzunge – dort gingen wir auf unser Böötchen – und fuhren Richtung Venedig.
Venedig besteht aus über 100 kleine Inseln, welche mit über 400 Brücken miteinander verbunden sind und 177 Kanälen.
In Venedig kapselten Alex und ich uns von unserer Gruppe ab, und erkundeten Venedig auf eigene Faust.


Der Markusplatz von oben – gut zu erkennen – die Milliarden Tauben 😉

 

Im Hintergrund der “vordere” Markusplatz, auf der linken Säule sieht man den berühmten Löwen mit den Flügeln. Aufgenommen wurden die Fotos oben vom Markusdom.


Der Markusdom


Und der Markusplatz mit seinen schätzungsweise 4.716.194 Tauben. Ich habe die Tüte mit Körnern (1 Euro, an Ständen zu kaufen) nur ansatzweise aufgerissen – da kamen sie von allen Seiten, flogen vor mir her, landeten auf meinen Schultern, auf meinen Armen – Und was mache ich vor Schreck – Leere komplett die Tüte in einem aus.

Die Fahrt mit der Gondel kostet ca. 50 bis 60 Euro, die Gassen sind teilweise sehr eng und an einigen Stellen hat es, so leid es mir tut dies zu sagen, gestunken (nach fauligem Wasser)!

 

Eine der vielen Gäßchen – Das Hotel im Hintergrund ist nur per Boot zu erreichen – vielleicht gibt es einen Hintereingang, das weiß ich ja nicht. Aber das Boot als Taxi ist da ja alltäglich – Sogar vom Flughafen werden einige Gäste mit dem Taxiboot abgeholt.


Die berühmte Rialto-Brücke am Kanale Grande. Irgendwo da oben stehe ich und winke, ist aber nicht so wichtig 😉


Es gibt in Venedig viele kleine Läden, in denen es (exclusive) Süßigkeiten gibt. In einem Schaufenster entdeckten wir dann dieses Ei – aus Schokolade pur!

Aber das alles ist Nebensache, ….


….. denn ich bekam in Venedig von Alex einen Heiratsantrag!

Von nun an sind wir verlobt, denn natürlich habe ich JA gesagt !!!!!

 

 

Abends, zurück im Hotel, nach einem Abendessen, welches ich lieber unerwähnt lassen würde und nach dem Koffer packen (am nächsten Tag Weiterfahrt in die Toskana), fielen wir dann allesamt halbtot ins Bett.

Am nächsten Morgen fuhren wir ein par Strassen weiter zu einem anderen Hotel – zu einer Verkaufsveranstaltung… Alex und ich sonderten uns dort aber wieder einmal ab und gingen zum Strand – dort fanden wir sehr schöne Muscheln und genossen die Zeit am Meer.

Anschließend gab es ein “reichhaltiges” Mittagessen, bestehend aus einem Salat und einer Kinderportion Pasta. War aber nicht so schlimm, denn so “vollgefressen” macht es sich nicht gut, ein paar Stunden im Bus zu sitzen. Und das taten wir – an Florenz vorbei zu Chianciano Terme, einem Kurort am Berg inmitten der Toskana.

Dort checkten wir im Hotel ein, packten Koffer aus, Abendessen – und schon war ein weiterer Tag vorbei.

Der darauffolgende Sonntag war frei – und die Sonne weckte uns schon morgens 🙂 Da Alex und ich das Frühstück trotzdem verschliefen, schlenderten wir ins Dorf. Dort fanden wir ein Eiskaffee, es gab aber auch Brötchen dort etc. und wir trafen zwei andere aus unserer Reisegruppe. Und so saßen wir dort einige Stunden in der Sonne, quatschten, tranken schöne kühle Getränke und schrieben Postkarten. Ganz nebenbei holte ich mir dort einen derben Sonnenbrand, man sollte die italienische Sonne auch im März nicht unterschätzen!

Anschl. wollte ich mir die Toskana gerne von ganz oben ansehen – wir liefen einen Hügel hinauf – und entdeckten einen Berg. Den wanderten wir dann hinauf – ich hatte nur Slipper an und ein kurzärmliges Shirt, also nicht unbedingt optimal angezogen. Trotzdem kamen wir irgendwie oben an 😉  – und die Aussicht war sehr schön.  Wie man es von Postkarten aus der Toskana kennt.

Und auch hier: Fotos sind 2003 von mir eingescannt und digitalisiert worden, damals musste man sie noch web-optimieren. Ich werde irgendwann die Fotos raussuchen, neu digitalisieren und neu hochladen.


Dieser wunderschöner Tag ging auch mal zu Ende.

Und dann kam der Montag. Die längste Fahrt stand an. Die Fahrt nach Rom.

Nach einer mehrstündigen Fahrt durch die schöne Landschaft kamen wir in Rom an. Dort machten wir zunächst eine Rundfahrt, hielten dann als 1. Station am Kolloseum. Wir hatten dort nur 1/4 h Aufenthalt, das reicht nicht, um ins Kolloseum zu gehen.

Wer Rom in Ruhe sehen möchte, muss sich mindestens 1 Woche Zeit nehmen!


Das Kolloseum


….. und mit Alex und mir

Am Kolloseum sind die Preise sehr gesalzen – Für eine 0,5 Plastikflasche Cola zahlte ich 3,50 Euro!! (2003!)

Anschließend liefen wir ca. 1 h zu Fuß durch Rom, um uns (bau-) historische Gebäude, Ruinen oder berühmte Plätze anzusehen. Außerdem machten wir unsere Mittagspause. Rom an sich ist auch nicht billig… trotzdem fanden wir in der Nähe des Trevi-Brunnen ein Schnellrestaurant, in dem es Baguetteähnlich belegtes Brötchen gab – heiß.


Die “Spanische Treppe”

Wer im Frühjahr (Mitte April) hier her fährt, sieht sie mit Blumen bunt geschmückt.

Der Trevi Brunnen – Man muss mit der linken Hand über die rechte Schulter nach hinten eine Münze werfen – dann wird man nach Rom zurückkehren

Am Nachmittag fuhren wir dann zum VATIKAN. Der Vatikan ist ja nur der Platz und der Dom, die Strasse davor gehört noch zu “Italien”. Wir besichtigten den Dom von innen. Und es ist wirklich unglaublich, wie groß dieser ist. Man kann das auf einem Foto nicht festhalten – man muß es einfach selbst gesehen haben.


Achtet mal, wie klein die Menschen im Hintergrund wirken. Ich habe dieses Foto schon aufgehellt, worunter die Qualität sehr gelitten hat, die anderen waren aber viel zu dunkel. Leider…


In dem Gebäude rechts oben wohnt(e) der Papst. Von dort hielt er auch oft seine “Reden”, vor dem Fenster hängt dann ein roter Teppich.
Achtet mal wieder das Verhältnis Größe Mensch – Bauwerke.

Dann hatten wir Freizeit. Alex kraxelte hoch zur Kuppel des Domes – und hatte von dort eine herrliche Aussicht über Rom. Treppe: 4 Euro Fahrstuhl: 5 Euro – Fahrstuhl führt nicht bis nach oben, nur etwa bis zur Hälfte

In der dazugehörigen Tiefgarage kaufte ich mir noch schnell eine Eintrittskarte für die Toilette (50 Cent) und dann gings wieder zurück zum Hotel.

Der Morgen darauf bedeutete mal wieder Stress pur… 6:15 aus den Federn, anziehen, Koffer packen, frühstücken – und ab zum 3. und letzten Hotel unserer Rundfahrt – das Hotel am Gardasee.

Vormittags stand aber noch Florenz (Firenze) auf den Plan – und nach kurzer Fahrt waren wir dann auch schon dort.

Zunächst hielten wir bei einer Kirche auf einem Berg. Von dort genossen wir die herrliche Aussicht über Florenz


….im Hintergrund die die Stadtbildprägende Kuppel der Santa Maria del Fiore (gebaut ab 1294)

Die Kuppel hat einen Durchmesser von 42 m, und wurde im Jahre 1418 von Bruneleschi gebaut.

Anschließend fuhren wir IN die Stadt hinein.

Nach einem Stadtrundgang mit Besichtigung wichtiger Gebäude und Kunst natürlich hatten wir etwas freie Zeit für uns. Die Pizza auf die Hand erkundeten wir zunächst die Innenstadt

….von Innen: die Kuppel der Santa Maria del Fiore


Zur berühmten Ponte-Vecchio- Brücke

Zum Dom, (leider noch kein Bild),

zu den Uffizien (auch kein Bild 🙁 )

… bis zurück zum Bus. Zu spät waren wir auch noch.

Aber 1 h reicht ja auch nicht für so eine Stadt!

Von Florenz aus starteten wir dann Richtung Gardasee. Wir kamen am südlichen Teil des Sees “raus”, und fuhren von dort die komplette Ostküste entlang. Zwischenstop machten wir in einem laut unserem Busfahrer sehr pittoresken Ort an der Ostseite des Sees: Malcesine

… unser Hotel lag 4 km vom See entfernt! In Arco

Wir übernachteten dort, und am nächsten Morgen ging es dann wieder gen Heimat.

Auf dem Rückweg – Tirol

Wir hatten uns alle dem Wetter gemäß angezogen, es war ja warm und sonnig, unsereins hatte sich sogar einen Sonnenbrand zugezogen, und dies wurde uns dann etwas zum Verhängnis, als wir den Brennerpaß erreichten und dort in einen Schneesturm gerieten. Und dann musste der Bus noch tanken, und wir hatten Pause. Also – in Sommerbekleidung ab in den Schnee… Brrrrr.

Zwei Stunden später wurde der Pass wegen dem Schnee gesperrt.

Abends kamen wir dann zu Hause an, müde, fertig, der Kopf vollgestopft mit Eindrücken aus Italien, das Portemonnaie arg leerer und froh, wieder zu Hause im eigenen Bett schlafen zu können.

Rundreise gut und schön – Programm von morgens bis abends ok, man sieht viel, aber es ist auch sehr anstrengend

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